Elektrisch beheizter Speicherherd. Es sind Speicherherde mit Bratofen be kannt, bei welchen der Bratofen in seinem Innern. immer eine Temperatur hat, die in der Nähe der maximalen Speichertemperatur liegt. Da der Bratofen verhältnismässig grosse Oberfläche hat, sind die Wärmeverluste bei einem solchen Herd gross.
Es sind auch .Speicherherde mit Bratofen bekannt geworden, bei welchen -der Bratofen derart direkt elektrisch beheizt wird, dass bei Erreichung einer gewissen Temperatur der Temperaturregler einen besonderen Strom- alhschalter betätigt, welcher den Strom auf den Speicher umschaltet. Der Strom bleibt immer eingeschaltet.
Diese Anordnung hat den Nachteil, da.ss zufolge des immer in Betrieb befindlichen Bratofens seine Abwärmeverluste gross aus fallen. Auch wird, da der iStrom, beim Herd immer eingeschaltet bleibt, die Speicher temperatur des .Speicherblockes bei kleiner Wärmeentnahme sehr gross. Dementsprechend sind auch hier die Wärmeverluste gross.
Anderseits treten bei vermehrter Wärme entnahme im Bratofen oder auf den Koch stellen des Speicherblockes bei letzterem zu kleine Temperaturen auf, und die Kochpro zesse können dann nicht mehr richtig durch geführt werden.
Es ist in der Stromzufüh rung keine Reserve vorhanden, und der ,Stromverbrauch, ob gekocht oder nicht ge kocht wird, ob für viele Personen oder weniger Personen gekocht wird, immer dex- selbe. Nachteilig ist bei diesen Herden, -dass der Temperaturregler zuerst einen Umschal ter betätigt und nicht direkt ;
schaltet. Da durch treten Verzögerungen in ,der Schaltung auf. Ausserdem ist diese Anordnung des be sonderen Umschalters wegen kompliziert und teuer.
Die vorliegende Erfindung gestattet, diese Übelstände zu beheben.
Gegenstand der Erfindung ist ein elek- trisch beheizter Speicherherd, bei welchem die Wärmespeicherung in einer verdampf- baren Flüssigkeit erfolgt,
welche in Speicher gefässe mit den angeschlossenen Kochplatten eingefüllt ist und bei welchem Herd ein nach aussen isolierter Brat- oder Backofenraum in der Nähe,der Speichergefässe angeordnet ist.
Da dieser Raum nach aussen und zweck- mässigerweise besonders bei der Türe und beim Abschluss an die äussere Wand isoliert ist und ausserdem während der .grössten Stundenzahl innerhalb .24 Stunden die Tem peratur im Bratofen nicht hoch äst, so können die während dieser Zeit auftretenden Wärme verluste kleingehalten werden.
Für das Backen oder Braten im Bratofen ist in die sem eine elektrische Direktheizung vor gesehen. Im Brat- oder Backofen ist minde- stens ein den elektrischen Strom direkt ein- oder ausschaltender Temperaturregler vor gesehen,
welcher bei Erreichung einer ein- gestellten Temperatur den Strom auf den Heizkörper des .Speicherkörpers umschaltet und ihn wieder für ,den Brat- oder Backofen umschaltet, wenn die Temperatur in dem selben einige Grade gesunken ist. Erfindungs- gemäss ist ein von Hand zu betätigender Um- schalter vorgesehen,
um den Heizstrom auf den Speicher oder den Brat- oder Backofen einzuschalten oder auszuschalten, und es ist mindestens ein,den elektrischen Strom direkt ein- oder ausschaltender Temperaturregler für ein Speichergefäss vorhanden, welcher den elektrischen Heizstrom bei einer Temperatur zwischen 250-300' unterbricht und einige Grade tiefer wieder einschaltet.
In der Natur der Wärmespeicherung in einer verdampfbaren Flüssigkeit liegt es, dass die ,Speichertemperatur vorteilhaft höüh- stens zirka<B>300,</B> C ist.
Bei diesen niedrigen Speichertemperaturen von höchstens .300'C und bei der im allgemeinen ,guten Isolation der Speichergefässe fallen die AbwIrmever- luste gering aus, so dass im Falle der Be- nützung,des Bratofens für Kochzwecke allein die Energiezufuhr zum Speichergefäss nur selten einsetzen wird.
Wird aber gleichzeitig noch auf den Kochplatten ,gekocht, so kann mindestens ein Teil der Wärmeentnahme durch Zufuhr der für den Bratofen nicht mehr benötigten Energie zum Heizkörper des Speichergefässes ,gedeckt werden.
Dank @die- ser Massnahmie ist es nicht erforderlich, die Speichergefässe allzu gross und mit grosser Oberfläche auszuführen. Das Kochen ist auch im Stossbetrieb zu jeder Zeit möglich.
Um allen Bedürfnissen im Brat- und Backprozess des Bratofens Rechnung zu tra gen, kann ein zweiter Handschalter vor gesehen sein, durch den die Oberhitze oder die Unterhitze bei diesen allein einsgestellt werden kann, oder aber beide zusammen, und zwar so, dass,der Temperaturregler des Brat ofens bei einer dem Backprozess entsprechen den Temperatur,den Strom direkt aus-,
Um- oder einschaltet. Der Speicherherd kann so ausgebildet werden, dass die Einstellung der für den Back- oder Bratprozess erforderlichen Temperatur von aussen her am Temperatur regler erfolgen kann.
Dieser Temperatur- regler versieht ausserdem noch den Dienst eines Sieherheätsschalters; denn ohne densel- ben würden beim. Bratofen sehr hohe Tempe raturen erreicht, die dem Kochgut und der Konstruktion schädlich sein könnten.
Werden Massnahmen getroffen, um die Einstellung der maximalen Temperatur am Temperaturregler des Speichergefässes eben falls von aussen zu ermöglichen, so kann bei- spielsweise bequem bei mehrtägiger Ab wesenheit die Temperatur so tief ;
gehalten werden, dass sdie Wärmeverluste infolge des geringen Gefälles .gegen die Umgebung wäh rend dieser Zeit verschwindend klein sind. Bei Rückkehr ist dann durch Einstellung,des Temperaturreglers des Speichergefässes in seine frühere Lage :
die Kochtemperatur innerhalb kurzer Zeit wieder erreicht, so dass der Herd nicht während so langer Zeit auf geheizt werden russ, wie wenn er während der Abwesenheit .ganz ausgeschaltet gewesen wäre.
Ein Ausführungsbeispiel eines Speicher herdes gemäss der Erfindung ist auf bei liegender Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 im Vertikalschnitt einen Zwei- plattenherd mit Bratofen .darstellt, Fig. 2 das Schaltungsschema, und Fig. 3 eine Abänderung dieses Schemas. 1 ist das IIoch:druckspeichergefäss mit der angeschlossenen Kochplatte 2.
Die elektrische Beheizung .geschieht durch eine Heizpatrone bei 3, welche zusammen mit einem Tempera turregler 4 an einem Isolierkörper 3' an geordnet ist. Der Regler 4 schaltet direkt den Strom aus, wenn die Speicherflüssigkeit im Gefäss beispielsweise die Temperatur von zirka<B>260'</B> C erreicht hat.
Durch die metal lische Verbindung 5 wird Wärme dem Niederdruckspeiehergefäss 6, an welches die Kochplatte 7 angeschlossen ist, zugeführt. Wenn nicht gekocht wird, sind die beiden Kochplatten 2 und 7 durch den Isolier- deckel 8 zugedeckt. Die beiden 'Speicher gefässe 1 und 6 sind mittelst der Isolierung 9 nach aussen abisoliert. Verlustwärme von den Speichergefässen dient zur Erzeugung von warmem Wasser im Boiler 10, welcher die Gefässe 1 und 6 umschliesst.
Der Bratofen 11, eingerichtet für Direktbeheizung mit Ober hitze 12 und Unterhitze 13, ebenfalls nach aussen gut abisoliert, ist in :der Nähe der Speichergefässe angeordnet, so dass er sozu sagen zur Teilspeicherung dient. Durch die Abwärme dieser :Speichergefässe wird er bei spielsweise auf einer Temperatur von<B>80'C</B> gehalten, bei welcher Speisen noch warm ge halten und Teller gewärmt werden können. Im Falle des Gebrauches zum Backen oder Braten wird die Unterhitze oder die Ober hitze oder beide zusammen eingeschaltet, und zwar so lange, bis der Temperaturregler 14 des Bratofens den Strom aus- oder um schaltet.
Die beiden Regler 4 und 14 sind von aussen einstellbar. Dadurch, dass der Bratofen vor Beginn des Backens gegenüber der Raumtemperatur schon eine erhöhte Tem peratur hat, ist die nötige Temperatur für das Braten und Backen bei Einschalten des Stromes auf den Bratofen schnell erreicht.
Im Schaltschema nach Fig. 2 bezeichnen 15 und 16 die lleizstromzufuhrleitung. Am einen Leiter 1:5 sind angeschlossen die Heiz drähte für die Backofen-Ober- und -Unter hitze 12 bezw. 13 und die Heizpatrone 3 des Speichergefässes 1. Der andere Leiter 16 führt nach einem Umschalter 17, durch wel- chen der Heizstrom auf den Backofen oder den Speicher eingeschaltet oder ausgeschaltet werden kann.
Im einen an den Umschalter 17 angeschlossenen Stromzweig nach dem Backofen liegt der Temperaturregler 14" und ein Handschalter 18 für den Backofen, wäh rend im andern an den Umschalter 17 an- geschlossenen .Stromzweig .der Temperatur- regler 4 für den Speicher und die Schmelz sicherung 19 liegt. Der Temperaturregler 14 kann von dem ersten auf den zweiten Strom zweig umschalten.
Dur-oh den Umschalter 17 kann der :Strom auf den Backofen oder auf den :Speicher ,geschaltet oder ausgeschaltet werden. Der Backofenschalter 18 ,gestattet, falls :der Strom durch den Umschalter 17 auf den Backofen geschaltet ist, die Oberhitze oder die Unterhitze oder beide zusamomen einzuschalten.
Der 'Strom bleibt dann. hier so lange eingeschaltet, bis die gewünschte Temperatur im Backofen erreicht ist, worauf dann der Temperaturregler 14 des Back ofens :den Strom auf den Speicher umschaltet, indem dann die Kontaktgebung .bei 20 unter brochen und bei 211 hergestellt wird. Hier bleibt er so lange eingeschaltet, bis die Tem peratur im Backofen um einige Grade unter die eingestellte Temperatur gesunken ist oder die Temperatur :
des Speichers die .gewünschte maximale Höhe erreicht hat, worauf der Temperaturregler 4,des :Speichers den Strom dort unterbricht. Die Schmelzsicherung <B>18</B> unterbricht den Strom im Falle :des Ver sagens des Speichertemperaturreglers durch Ausschmelzen eines Metallei.
Fig. 3 zeigt eine Abänderung :des Schal- tungsschemas nach Fig. 2, indem hier die beiden Umschalter 17, 18 zu einem einzigen sechspoligen Umsohalter 22 vereinigt sind. Von diesem Umschalter führen die Leitungen 23 und '24 zu den Heizdrähten der Backofen- Ober- -und -Unterhitze 12 <RTI
ID="0003.0091"> bezw. 18, die Lei tung 25 ist die eine Heizs.tromzufuhrleitung, und :die Leitung 26 führt zur Heizpatrone 3 des Speichergefässes 1.
Dieser Umschalter 22 hat die gleichen Funktionen wie die Um schalter 17 und 18 der F'ig. 2, indem er ge stattet, die Ober- oder Unterhitze des Back- oiens oder beide zusammen oder auch den Speicher ein- und auszuschalten.
Anstatt sechspolig könnte der Umschalter auch fünfpolig ad-er vierpolig sein, wenn in letzterem Falle das Ausschalten ausserhalb des Herdes vorgenommen wird.