CH187826A - Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diäthyl-tetrahydropyridin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diäthyl-tetrahydropyridin.

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CH187826A
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diethyl
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acetic acid
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung von     2,4-Dioxo-3,3-diäthyl-tetrahydr        opyridin.       Durch Einwirkung von Ameisensäure  ester auf     Ketone    entstehen     Oxymethylen-          ketone.    Im gleichen Sinne reagieren     Dialkyl-          acetessigester    (Berichte der Deutschen Che  mischen Gesellschaft, Band 59 [1926];

    S. 110.)  Es wurde nun gefunden,     da3    man zu  einer neuen Klasse von Verbindungen ge  langt, die als     2,4-Dioxo-3,3-dialkyltetra-          hydropyridine    aufgefasst werden     können,     wenn man     y-Oxymethylen-a-dialkyl-acetessig-          ester    mit Ammoniak auf höhere Tempera  turen erwärmt. Diese Umsetzung vollzieht  sich in zwei Stufen.  



  Zunächst bildet sich die     Aminomethylen-          verbindung    gemäss der Gleichung:  
EMI0001.0016     
    Die     Aminomethylenverbindungen    der     Dial-          kylacetessigester    sind beständig. Sie können  gegebenenfalls durch Destillation im luft  verdünnten Raum gereinigt werden.  



  Während sieh die Bildung der     Amino-          met11ylenverbindungen    der     Dialkylaeetessig-          ester    schon bei gewöhnlicher oder wenig er  höhter Temperatur     rasch    vollzieht, tritt der       Ringschluss    bei Abwesenheit anderer     Kon-          densationsmittel    als Ammoniak erst bei etwa  <B>100'</B> oder     darüber    ein.

   Es war nicht voraus  zusehen, dass die     Carboxylgruppe    der     Dialkyl-          acetessigesterverbindung    mit dem Ammoniak  rest sich     umsetzen    werde, denn es ist be  kannt,     dass    zum Beispiel     Diäthylacetessig-          ester    sich mit Ammoniak     nicht    umsetzt  (Annalen der Chemie 231 [1885], S. 244).

    Die Umwandlung der     Aminomethylen-dial-          kyl-acetessigester    in die     entsprechende        Pyri-          dinverbindungvollzieht    sich besonders leicht,  wenn ein kräftiger als Ammoniak wirkendes       Kondensationsmittel,    wie     Natriumalkoholat         oder dergleichen angewandt wird; auch     Alka-          lien,    zum Beispiel     Kaliumhydroxyd.    können    mit Vorteil Verwendung finden.

   Diese innere       Kondensation        lä-sst    sich durch folgendes For  melbild veranschaulichen:  
EMI0002.0006     
    Es bedeuten B,     R,    und     R2        Alkyle,    B bedeu  tet vornehmlich Äthyl oder     Methyl;        Bi    und       BZ    bezeichnen ebenfalls     Alkyle,    die gleich  oder verschieden, gesättigt oder     ungesättigt          sein    können.  



       Gegenstand    des     vorliegenden    Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von     2,4-Dioxo-          3,3-d.iäthyl-tetrahydropyridin,    welches da  durch gekennzeichnet ist, dass man     auf    den       y-Aminomethylen    - a -     diäthyl    -     acetessigester,     wie er durch Umsetzung von     y-Oxymethylen-          a@diäthyl-acetessigester    mit Ammoniak er  hältlich ist, alkalische     Kondensationsmittel          einwirken    lässt.  



  Das so gewonnene     2,4-Dioxo-3,3-diäthyl-          tetrahydropyridin    bildet farblose Kristalle  vom     Schmelzpunkt    98 bis<B>99',</B> die sich in  warmem Wasser leicht,     in    kaltem wenig  lösen. In den üblichen, organischen     Lösungs-          mitteln,    mit     Ausnahme    des     Petroläthers,    ist  die Verbindung sehr leicht löslich.

   Durch       katalytische        Hydrierung    gelangt man zu dem  entsprechenden     Piperidinderivat.    Mit     Pyra-          zolonderivaten        vereinigt    es sich in moleku  larem Verhältnis zu gut     kristallisierenden.    be  ständigen     Verbindungen,    zum Beispiel mit       1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylaminopyra-          zolon    (F = 69 bis<B>70')</B> oder mit     1-Phenyl-          2,3-dimethyl-4-isopropylpyrazolon        (F-93 ).     



  Die neue Verbindung soll als Arzneimit  tel Verwendung     finden,    da ihr eine starke       Schlafwirkung        zukommt.       <I>Beispiel 1:</I>    23     Gewichtsteile        fein        zerkleinertes    Na  trium werden mit 1100     Gewichtsteilen        trok-          kenem        Toluol    übergossen.

   Unter     Rühren          lässt    man bei 2.0 bis<B>30'</B> ein     Gomisch    von    100 Gewichtsteilen     AmeiseLsäuremethylester     und 186 Gewichtsteilen     Diäthylacetessigester          zutropfen.    Nach einiger Zeit     beginnt        das          Natriumsalz    der entstehenden     Oxymethylen-          verbindung    auszufallen.

   Ist alles Natrium       umgesetzt,    so giesst man unter Rühren in  Eis und trennt nach dem Absitzen die wässe  rige Schicht vom     Toluol.    Durch     Ansäuren     des     wässerigen    Teils scheidet sich der     y-Oxy-          meVhylen-a-diKthyl-acetessigester    als 01 ab.  Zur     Reinigung        kann    er im Vakuum destil  liert werden.  



  2.14     Gewichtsteile        y-Oxymethylen-a-di-          äthyl-acetessigester    werden in 400 Gewichts  teilen wässerigem     Ammoniak    von 5 % gelöst.  Man erwärmt gelinde und sammelt das sich  abscheidende 01. Der erhaltene     y-Amino-          methylen-a-dialkyl-acetessigester    kann durch       Destillation    im     luftverdünnten    Raum gerei  nigt werden. Er bildet ein     dickflüssiges    01  vom Siedepunkt<B>179</B>     bis   <B>1820</B> bei etwa  14 mm.  



  Zu einer aus 23     Gewichtsteilen        Natrium     und 260 Gewichtsteilen absolutem Alkohol       bereiteten    alkoholischen     Natriumäthylatlö-          sung    setzt man 21.3 Gewichtsteile     y-Amiuo-          me\thylen-a-diäthyl-aoetessigester        und    er  wärmt 30     Minuten    am     Riickflusskühler    zum       schwachen.    Sieden. Dann lässt man erkalten  und     destilliert    den Alkohol im Vakuum mög  lichst vollständig ab.

   Der feste Rückstand  wird in     Eiswasser    gelöst     und    mit     verdünnter     Salzsäure neutralisiert. Das sich abschei  dende     feste    Rohprodukt     wird    durch Filtra  tion von der Flüssigkeit getrennt und durch       Vakuumdestillation    (Kp. 187 bis<B>189)</B> und       Kristallisation    aus Benzol unter Zusatz von       Petroläther        gereinigt.         <I>Beispiel 2:</I>  186 Gewichtsteile     Diäthylacetessigester     werden mit     Ameisensäureester,    wie in Bei  spiel 1     beschrieben,    kondensiert.

   Die bei der  Aufarbeitung erhaltene wässerige, vom To  luol     abgetrennte    Lösung des     Natriumsalzes     der     Oxymethylenverbindung    wird mit 70  Gewichtsteilen     Ammoniumchlorid    versetzt  und darauf 1 Stunde auf 80 bis 85   er  wärmt. Der sich abscheidende y -     Amino-          methylen-a-diäthylacetessigester    wird nach  Verdünnen     mit    Äther von der wässerigen  Lösung getrennt und vom     Lösungsmittel     durch Destillation befreit. Dann wird der  Rückstand in 250 Gewichtsteilen Alkohol  gelöst und die Lösung mit 120 Gewichtstei  len wässeriger Kalilauge (50%) versetzt.

    Die     Lösung        erwärmt    sich dadurch.     Man    hält  ihre     Temperatur    noch     1/,4    Stunde auf<B>50'.</B>  Zur Gewinnung des Reaktionsproduktes, de  stilliert man den Alkohol im     luftverdünnten     Raum ab, löst den     Rückstand    in kaltem  Wasser und säuert mit verdünnter Schwefel  säure an. Das Produkt ist identisch mit dem  nach Beispiel 1 gewonnenen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo- 3,3-diäthyl-tetrahydropyridin, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf den y-Amino- methylen - a - diäthyl - acetessigester, wie er durch Umsetzung von y-Oxymethylen-a-di- äthyl-acetessigester mit Ammoniak erhält lich ist, alkalische Kondensationsmittel ein wirken läBt. Das so gewonnene 2,4-Dioxo-3,
    '3-diäthyl- tetrahydropyridin bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 98 bis 99 , die sich in warmem Wasser leicht, in kaltem wenig lösen. In den üblichen organischen Lösungs mitteln, mit Ausnahme des Petroläthers, ist die Verbindung sehr leicht löslich.
    Durch katalytische Hydrierung gelangt man zu dem entsprechenden Piperidinderivat. Mit Pyra- zolon:derivaten vereinigt es sich in moleku larem Verhältnis zu gut kristallisierenden beständigen Verbindungen, zum Beispiel mit 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylaminopyra- zolon (F = 69 bis 70 ) oder mit 1-Phenyl- 2.,3-dimethyl-4-isopropylpyrazolon (F=93 ). Die neue Verbindung soll als Arzneimit tel Verwendung finden,
    da ihr eine starke Schlafwirkung zukommt.
CH187826D 1935-06-17 1936-05-19 Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diäthyl-tetrahydropyridin. CH187826A (de)

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