CH194676A - Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-tetrahydropyridin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-tetrahydropyridin.

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CH194676A
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diallyl
tetrahydropyridine
dioxo
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ammonia
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung von     2,4-Dlogo-3,3-diallyl-tetrahydropyridin.       Durch Einwirkung von     Ameisensäureester     auf betone entstehen     Oxymethylenketone.     Im gleichen Sinne reagieren     Dialkylacetessig-          ester    (Berichte der Deutschen Chemischen  Gesellschaft, Band 59     [1926],        S.    110).  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu  einer neuen Klasse von Verbindungen gelangt,  die als 2,4-Diogo-3,3-dialkyl-tetrahydro-         pyridine    aufgefasst werden können, wenn  man     r-Oxymethylen-a-dialkylacetessigester     mit Ammoniak auf höhere Temperaturen  erwärmt. Diese Umsetzung vollzieht sich in  zwei Stufen.  



  Zunächst bildet sich die     Aminomethylen-          verbindung    gemäss der Gleichung:  
EMI0001.0012     
    Die     Aminomethylenverbindungen    der     Dialkyl-          acetessigester        sind    beständig.

   Sie können  gegebenenfalls durch Destillation im luftver  dünnten Raum gereinigt werden:  Während sich die Bildung der     Amino-          methylenverbindungen    der     Dialkylacetessig-          e4ter    schon bei gewöhnlicher oder wenig  erhöhter Temperatur rasch vollzieht, tritt  der     Ringschluss    bei Abwesenheit anderer  Kondensationsmittel als Ammoniak erst bei    etwa<B>100</B>   oder darüber ein. Es war nicht  vorauszusehen, dass die     Carboxylgruppe    der       Dialkyl-acetessigesterverbindung    mit dem       Ammoniakrest    sich umsetzen werde, denn es  ist bekannt, dass z.

   B.     Diäthylacetessigester     sich mit Ammoniak nicht umsetzt (Annalen  der Chemie 231     [1885],    S. 244). Die Um  wandlung der     Aminomethylen-dialkyl-acet-          essigester    in die entsprechende     PyridiDver-          bindung    vollzieht sich besonders leicht, wenn      ein kräftiger als Ammoniak wirkendes Kon  densationsmittel, wie     Natriumalkoholat    oder       dergl.    angewandt wird; auch Alkalien, z. B.       Kaliumhydroxyd,    können mit Vorteil Ver-         wendung    finden.

   Diese innere Kondensation  lässt sich durch folgendes Formelbild veran  schaulichen  
EMI0002.0005     
    Es bedeuten R,     Ri    und Ra     Alkyle,    R be  deutet vornehmlich     Äthyl    oder     Methyi;        Ri     und     R2    bezeichnen ebenfalls     Alkyle,    die  gleich oder verschieden, gesättigt oder unge  sättigt sein können.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von     2,4-Dioxo-          3,3-diallyl-tetrahydropyridin,    welches dadurch  gekennzeichnet ist, dass man auf den       Aminomethylen-a-diallyl-acetessigester,    wie  er durch Umsetzung von     r-Oxymethylen-a-          diallyl-acetessigester    mit Ammoniak erhält  lich ist, alkalische Kondensationsmittel ein  wirken lässt.  



  Das so gewonnene     2,4-Dioxo-3,3-diallyl-          tetrahydropyridin    schmilzt bei<B>81-820</B> und  siedet bei 14 mm Druck uniersetzt zwischen  208 , und 210'. In den üblichen organischen  Lösungsmitteln, mit Ausnahme des     Petrol-          äthers,    ist die Verbindung sehr leicht löslich.  Durch katalytische Hydrierung gelangt man  au dem entsprechenden     Piperidinderivat.     



  Die neue Verbindung soll als Arznei  mittel Verwendung finden, da ihr eine starke  Schlafwirkung zukommt.    <I>Beispiel:</I>  238 Gewichtsteile     r-Oxymethylen-a-di-          .allyl-acetessigester    (hergestellt aus     Diallyl-          acetessigester    und Ameisenester) werden in  500 Gewichtsteilen Methanol gelöst und unter  Kühlung mit Eis 70 Gewichtsteile trockenes  Ammoniak eingeleitet. Die Lösung wird    darauf im geschlossenen Gefäss sechs Stunden  auf<B>1500</B> erhitzt. Nach dem Erkalten ent  fernt man das Lösungsmittel und das über  schüssige Ammoniak durch Destillation. Der  feste Rückstand wird in Eiswasser gelöst  und mit verdünnter Salzsäure neutralisiert.

    Das sich abscheidende feste Rohprodukt wird  durch Filtration von der Flüssigkeit getrennt  und durch Vakuumdestillation und Kristalli  sation aus Benzol unter Zusatz von     Petrol-          äther    gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo- 3,3-diallyl-tetrahydropyridin, dadurch gekenn zeichnet, dass man auf r-Aminomethylen-a- diallyl-acetessigester, wie er durch Umsetzung von r-Oxymethylen-a-dial lyl-acetessigester mit Ammoniak erhältlich ist, alkalische Konden sationsmittel einwirken lässt. Das so gewonnene 2,4-Dioxo-3,3-diallyl- tetrahydropyridin schmilzt bei 81-82 und siedet bei 14 mm Druck uniersetzt zwischen 208 und 210'.
    In den üblichen organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme des Petrol- äthers, ist die Verbindung sehr leicht löslich. Durch katalytische Hydrierung gelangt man zu dem. entsprechenden Piperidinderivat. Die neue Verbindung soll als Arznei mittel Verwendung finden, da ihr eine starke Schlafwirkung zukommt.
CH194676D 1935-06-17 1936-05-19 Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-tetrahydropyridin. CH194676A (de)

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