DE338428C - Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Hexamethylentetramins - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Hexamethylentetramins

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DE338428C
DE338428C DE1919338428D DE338428DD DE338428C DE 338428 C DE338428 C DE 338428C DE 1919338428 D DE1919338428 D DE 1919338428D DE 338428D D DE338428D D DE 338428DD DE 338428 C DE338428 C DE 338428C
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Honeywell Riedel de Haen AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D487/18Bridged systems

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Hexamethylentetramins. In den Alkalisalzen der monohalogens.ubstituierten Fettsäuren ist das Halogen sehr reaktionsfähig. Die wäßrigen Lösungen dieser Salze werden insbesondere bei mäßig erhöhter Temperatur alsbald sauer unter Bildung von Glykolsäure oder analogen Oxysäuren. Es wurde nun gefunden, daß die Salze monohalogenierter Essigsäuren mit Hexamethylentetramin außerordentlich glatt reagieren unter Bildung von Salzen quaternärer Basen vom Typus des Betains. Glykolsäure wird dabei nicht gebildet, da die neue Reaktion außerordentlich schnell verläuft. Die neuen Verbindungen sind in der Weise herzustellen, daß man konzentrierte wäßrige Lösungen von Salzen monohalogenierter Essigsäuren mit der berechneten Menge Hexamethylentetramin versetzt. Die Reaktion verläuft unter Freiwerden von Wärme. Man kann auf diese Weise nicht nur Metallsalze, sondern .auch Salze mit allen möglichen Basen herstellen. Von den aus Monochloressigsäure darstellbaren Verbindungen ist das Cadmiumsalz am besten charakterisiert. Es besitzt ausgezeichnetes Kristallisationsvermögen und ist in kaltem Wasser verhältnismäßig wenig löslich (etwa q. : 10o). Aus den leicht löslichen Alkali- oder Erdalkalisalzen ist es in guter Ausbeute auch durch doppelte Umsetzung ohne weiteres zu .gewinnen. Das Verfahren bietet den Vorteil; daß .man in wäßriger Lösung arbeiten kann. Die neu dargestellten Produkte sollen als Antiseptica und Adstringentia Verwendung finden.
  • Beispiel I.
  • 95 g Monochloressigsäure werden in r5occm Wasser gelöst und mit der berechneten Menge Kaliumcarbonat neutralisiert. Darauf trägt man auf einmal 1q:0 g Hexamethylentetramin ein und rührt so lange, bis alles in Lösung gegangen ist. Die Reaktion verläuft unter Freiwerden beträchtlicher Wärmemengen. Man kühlt zweckmäßig so weit, daß die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit nicht über 45' steigt und läßt alsdann bei dieser Temperatur noch etwa z Stunde lang stehen. Die neue Verbindung ist durch Eindampfen der erhaltenen Lösung im Vakuum in Gestalt schön ausgebildeter, glasglänzender, prismatischer Kristalle zu erhalten: Beispiel II.
  • 95,2 Monochloressigsäurewerden in 150 ccm Wasser gelöst und mit der berechneten Menge Soda neutralisiert. Darauf trägt man auf einmal 140 g Hexamethylentetramin ein und rührt, bis Lösung erfolgt ist. Durch Kühlung sorgt man dafür, daß die Reaktionstemperatur 45' möglichst nicht überschreitet. Die erhaltene, schwach alkalisch reagierende Flüssigkeit wird unter Umrühren mit einer konzentrierten wäßrigen Lösung von Cadmiumchlorid versetzt. Beim Stehenlassen -scheidet sich das Cadmiumsalz in guter Ausbeute (mindestens 95 Prozent der Theorie) in Gestalt-:, eifies "feine kristallinischen Pulvers ab. Man 1Äßt bei gewöhnlicher Temperatur über Nach!''heY@ei, säugt äuf der Nutsche ab, wäscht zunächst mit etwas destilliertem Wasser und alsdann mit verdünntem Methylälkohol vollständig aus. Darauf breitet man das Präparat aus und trocknet bei gewöhnlicher oder schwach erhöhter Temperatur. Beispiel III.
  • -rgo g Monochloressigsäure werden in 30o ccm Wasser mit rro g Natriumcarbonat neutralisiert und mit 28g Hexamethylentetramin versetzt. Nach dem Ansäuern der klaren Lösung werden 2,7o g Zinkchlorid in So ccm Wasser hinzugefügt. Nach kurzer Zeit scheiden sich aus der Lösung viereckige Tafeln ab, welche abgesaugt und an der Luft getrocknet werden. Sie stellen das Zinksalz vor; dieses ist in Wasser ungefähr im Verhältnis r : 15 löslich, in organischen Lösungsmitteln dagegen unlöslich. Beim Erhitzen zersetzt es sich.
  • Beispiel IV.
  • Zu 7o g Monobromessigsäure in 75 g Wasser werden 320 g- Natriumcarbonat und 70 g Hexamethylentetramin hinzugefügt und die dabei auftretende, beträchtliche Erwärmung durch gute Kühlung herabgemindert. Nach längerem Stehen wird die Lösung im Vakuum eingeengt, der kristallinische Rückstand mit Aceton und Alkohol mehrmals verrieben, darauf abgesogen und an der Luft getrocknet. Das so dargestellte Natriumsalz ist in Wasser spielend löslich und kristallisiert in rhombischen Tafeln.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Hexamethylentetramins, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Salze monohalogenierter Essigsäuren in wäßriger Lösung Hexamethylentetramin einwirken läßt.
DE1919338428D 1919-08-31 1919-08-31 Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Hexamethylentetramins Expired DE338428C (de)

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