CH187844A - Amplitudensieb für Fernsynchronisierung von Fernsehempfängern. - Google Patents
Amplitudensieb für Fernsynchronisierung von Fernsehempfängern.Info
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Description
Amplitudensieb für Fernsynehronisiernng von Fernsehempfängern. Es sind bereits Fernsehverfahren beschrie ben worden, bei denen zur Trennung der Synchronisierimpulse von den auf der glei chen Trägerwelle übertragenen Bildspan nungen ein Amplitudensieb mit einstellbarer Schwellwertsspannung verwendet wird.
Bei den bekannten Anordnungen wurden als .Siebröhren Hochvakuumröhren mit oder ohne Gitter verwendet.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird zur Aussiebung .der Synchronisierimpulse nicht eine Hochvakuumröhre, sondern eine Glühkathodenröhre mit Gasfüllung verwen det, bei der der Gasdruck so bemessen ist, dass die Röhre eine schlagartige Entladungscharak- teristik aufweist.
Ist die Füllung ein Edel- gag, so beträgt der Druck 101--102 mm Hg. In der Zeichnung sind zwei Ausführungs formen des erfindungsgemässen Siebes bei- spielsweise dargestellt.
In Fig. 1 bedeutet 1 ,die, Audionstufe. Als solche kann das von .der Anmelderin bereits vorgeschlagene Ultra-Audion mit freischwin- gender Gitterspule 2 und Zwillingsgitter- röhre 3 verwendet werden.
Es sei angenommen, dass mit Synchroni- sierimpulsen gearbeitet wird, welche die Bild- impulse in negativer Richtung, und zwar beispielsweise um das Doppelte überragen.
An dem Anodenwiderstand 4 (zum Bei spiel zirka 5000 Ohm) bilden sich daher wäh rend eines @Synchronisierstosses starke nega tive Spannungen gegen Erde aus, welche über den ,grossen Kondensator 5 (1,aF) auf die Leitung 6 und von da weiter zur Bild empfangsröhre übertragen werden. Der Kon densator 5 ist zweckmässig so zu bemessen, dass er auch die Frequenz 25 Hertz hindurch lässt. Der Kondensator 7 dagegen hat nur die Synehronisierstösse auf die Glimmlampe J mit Glühkathode 21 zu übertragen.
Die lan gen Synchronisierstösse können zum Beispiel auf zirka 1 Millisekunde bemessen werden, diese .Stossordnung entspricht etwa 3-5 Zei len eines 200zeiligen Bildes; dementsprechend kann 7 auf 2000 cm und der Widerstand 8 auf 70000 Ohm bemessen werden.
Der besondere Vorteil bei der Verwen dung der erfindungsgemässen Gasfüllung be steht darin, dass der durch die Röhre 9 fliessende Entladungsstrom nach der Zündspannung. welche ausserordent lich präzis definiert ist und bei zirka 20 Volt liegt, sofort mit voller Stärke einsetzt, wäh rend er bei Hochvakuumröhren erst durch einen gekrümmten, raumladungsbeschwerten Anlaufstrombereich hindurch muss.
Man kann daher den Widerstand der Glimmlampe 9 nach Einsatz der Zündung vernachlässigen, so dass der Widerstand der .gesamten Strom- bahn im wesentlichen nur noch durch den Innenwiderstand von 3 parallel zudem klei nen Anodenwiderstand 4 und dem Konden sator 7 gegeben ist. Man erhält daher ver hältnismässig starke Ströme sofort nach Überschreitung des Schwellwertes.
Die Ansprechspannung von 9 wird durch eine veränderliche Vorspannung 10 geregelt. Die Anspreehspannung wird so eingestellt, dass sie die grösste betriebsmässig vorkom mende negative Bildspannung nicht wesent lich überschreitet. Sie ist daher von der Empfindlichkeit der verwendeten Fernseh röhre abhängig und kann bei Anwendung der zur Zeit praktisch verwendeten modernen Fernsehröhren auf zirka 15 Volt eingestellt werden.
Die Höhe :der von der Batterie 10 gelieferten negativen Vorspannung ist ent sprechend so zu bemessen, dass durch die Vor spannung der Unterschied zwischen der Ioni- sationsspannung (Zündspannung der Röhre 9) und der gewünschten Ansprechspannung aus geglichen wird.
Dank der Verwendung von Glimmlampen gelingt es, neben :der Auswertung der Impuls stromanteile zu Synchronisierzwecken, die durch die Transformatoren 11 für den Kurz- zeilenstoss und 12 für :
den langen Bild- ivechselstoss erfolgt, einen geeignet bemesse nen Kondensator 13 nicht nur auf den Gleichstrommittelwert, sondern auf- den Scheitelwert des Synchronisierimpulses auf- zuladen, von welchem nur der Spannungs- wert des Zündeinsatzes in Abzug kommt. Bei den angegebenen Werten,
das heisst bei einer Impulsspannung von zirka 25 Volt und einem Amplitudenschwellwert des Rohres 9 von zirka 15 Volt gelingt es zum Beispiel, den Kondensator 13 auf -10 Volt gegen Erde aufzuladen. Die Spannung an 13 steigt proportional der genannten Überspannung an.
Dieser Effekt lässt sich nur erzielen, wenn die parallel zu 13 liegende Hochohmablei- tung 14 derart bemessen wird, dass sie .gegen den innern Widerstand des aufladenden Stromkreises zu vernachlässigen ist, was speziell bei gasgefüllten Amplitndensieben 9 der Fall ist. Die an dem Kondensator 13 sich ausbildende Spannung wird über eine Leitung 19 den Empfangsverstärkerröhren als Gittervorspannung zugeführt.
Im Inter- esse einer möglichst trägheitslosen Verstär kungsregelung wird die Kapazität 13 so klein bemessen,- dass sie möglichst während eines Bruchteils einer Zeilenperiode auf geladen wird.
Sie ist anderseits mindestens so gross zu machen, dass ihr Weehselstrom- widerstand immer noch klein bleibt .gegen die vorhandenen Wechselstromwiderstände des Ladestromkreises, damit der Ladestrom selbst keine Schwächung erfährt. Praktisch kann 13 beispielsweise auf etwa 1000 cm, der Widerstand 14 auf zirka 0,5.106 Ohm be messen werden.
Der greis 1.3/14 wird zweck mässig :derart eingestellt, dass er eine Zeit konstante von mindestens einer Zeilenperiode oder mehr aufweist.
Zweckmässig wird die so gewonnene Gleichspannung über die Leitung 19 so vielen Verstärkerröhrengittern gleichzeitig zugeführt, als schaltungsmässig im Empfän ger möglich ist. Auf diese Weise kann die zum Fadingausgleich erforderliche Vorspan- nung wesentlich verkleinert werden.
Enthält der Empfänger nur wenig Ver- stärkerröhren, so kann unter Umständen zur Steigerung der Regulierspannung eine beson dere Gleichstromverstärkerröhre vorgesehen werden.
In diesem Falle kann man, wie in Fig. 2 beispielsweise dargestellt, den Gleichstrom-. widerstand 14 in die kathodische Zuleitung der Röhre einschalten, so da.ss man die Vor spannung positiv gegen Erde erhält. Der Anodenkreis schliesst sich über .die genannten Transformatoren 11 und 12 direkt gegen Erde.
Es kann dann an die Kathode des (xlimmrohres 9 direkt eine Gleichstromver- stärkerröhre 15 in der in ,der Zeichnung sehe- ma.tiseh angedeuteten 'Weise angeschlossen tverden, wobei .durch eine Siebkette 17, 1:8 sowohl die kurzen, als auch die langen Impulszeichen und sämtliche Bildstrom frequenzen der Leitung 6 vom Gitter dieser Röhre ferngehalten werden müssen.
Eine derartige Siebkette kann zum Bei spiel aus einem Widerstand 17 von :zirka 105 Ohm und einem Kondensator 18 von zirka 10000 cm bestehen. Sie kann aber auch als mehrgliedrige Kette ausgeführt wer den und ist zweckmässig stets so zu dimen sionieren, dass ihre resultierende Einschwing- zeit nicht viel länger als .einige Zeilen perioden dauert.
Zur Ausführung,der Transformatoren 11 und 12 ist grundsätzlich zu bemerken, dass diese den Zweck haben, .die an sich negativen Zeilenimpulse in positive Steuerstösse umzu formen, mit denen dann die (in Fi.g.1 für den Zeilenkreis angedeuteten) Kippschwin- "ungsthyratrons eingetastet werden.
Wäh rend dieses Ziel bei dem Niederfrequenz transformator 12 verhältnismässig leicht er reichbar ist, liegt bei dem Ilochfrequenz- transformator 11 eine Schwierigkeit vor, weil die Eigenschwingung der Sekundär spule häufig Anlass zu Phasenverzögerungen gibt und daher das Eintreffen des Schwarz stosses auf den Bildempfänger über Leitung 6 früher eintritt als die Eintastung .des Kipp- gerätes. Diese Schwierigkeit kann dadurch lehoben werden,
dass 1. die Eigenschwingung der Sekundär wicklung von 11 sehr viel höher gelegt wird als die Impulsdauer. Praktisch muss die Eigenwelle also unterhalb von etwa 300 m liegen;
2. kann man .durch Einschaltung kapazi- tiver Phasenschieber eine Spannungsvoreilung am Gitter des Thyratrons 22 erreichen. Dies ist zum Beispiel durch einen sehr kleinen Kondensator 20 von nur etwa 50 cm in Ver bindung mit einem niederohmigen Wider stand 23 von zirka 500-1000 Ohm erreich bar.
Durch eine derartige Hochpass@anlage wird gleichzeitig .das Zeilenthyratron .gegen niederfrequente Störspannungen verdrosselt.
Ganz allgemein kann durch Einschaltung an sich bekannter Phasenschieber - das sind Vierpole mit endlicher Laufzeit - das Zu- sammenfallend-es negativen Bildzeichens mit der Eintastung der Kippgeräte durch Ein- stellung von Hand erreicht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Amplitudensieb zur Fernsynchronisierung von Fernsehempfängern, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Amplitudentrennung der Synchronzeichen von den Bildzeichen eine Glühkathodenröhre verwendet wird, welche eine Gasfüllung aufweist, die so bemessen ist, dass die Röhre eine schlagartige Ent- ladungscharakteristik besitzt. UNTERANSPRüCHE 1. Amplitudensieb nach Patentanspruch, ge kennzeichnetdurch die Verwendung einer gasgefüllten Diode.2. Amplitudensieb nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Ansprechspannung der Ampli- tudensiebröhre derart eingestellt ist, dass sie die :grösste betriebsmässig vorkommende Bildspannung nicht wesentlich über schreitet.3. Amplitudensieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von Regelspannungen ein Kondensator ver wendet wird, dessen Kapazität möglichst klein, dabei aber mindestens so :gross ist, dass ihr Wechselstromwiderstand klein bleibt gegenüber den vorhandenen Wech- selstromwiderständen des Ladekreises.4. Amplitudensieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der gondensatorkreis derart bemessen ist, dass seine Entladungs- zeitkonstante in der Grössenordnung einiger Zeilenperioden liegt.5. Amplitudensieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sekundärspule des den Steuerimpuls übertragenden Transfor mators derart bemessen ist, dass ihre Eigenschwingung wesentlich höher liegt als die Impulsdauer.6. Amplitudensieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Umkehrtrans formatoren und Kippgeräten Phasenschie- ber eingeschaltet sind. 7.Amplitudensieb nach Patentausspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, -dadurch ge kennzeichnet, dass die Phasenschieber der art ausgebildet sind, .dass sie von Hand be dient werden können. B.Amplitudensieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Zeilenstoss- transformator und Thyratron ein Noeh- pass eingeschaltet ist,welcher .gleichzeitig eine Spannungsvoreilung am Gitter des Thyratrons bewirkt und dass Gitter gegen niederfrequente Störspannungen verdros- selt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE187844X | 1933-12-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH187844A true CH187844A (de) | 1936-11-30 |
Family
ID=5720597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH187844D CH187844A (de) | 1933-12-06 | 1934-12-04 | Amplitudensieb für Fernsynchronisierung von Fernsehempfängern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH187844A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE878373C (de) * | 1940-11-20 | 1953-06-01 | Siemens Ag | Empfangsanordnung fuer mehrere Arten von mit verschiedenen Amplituden uebertragenen Signalen |
-
1934
- 1934-12-04 CH CH187844D patent/CH187844A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE878373C (de) * | 1940-11-20 | 1953-06-01 | Siemens Ag | Empfangsanordnung fuer mehrere Arten von mit verschiedenen Amplituden uebertragenen Signalen |
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