CH188719A - Hochspannungsschmelzsicherung. - Google Patents

Hochspannungsschmelzsicherung.

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CH188719A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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      Hochspannungssehmelzsieherung.       Es ist     bekannt,    Quarzsand wegen seiner  kühlenden Wirkung auf den Lichtbogen als  Füllmittel für Hochspannungssicherungen  mit einem Schmelzelement zu verwenden.  Quarz ist eine der Modifikationen, in denen  die chemische Verbindung     Siliziumdiogyd          bekannt        isst.    Als     weitere    Modifikationen da  von sind noch     Tridymit,        Christobalit    und  Quarzglas oder Quarzschmelze bekannt.

   Von  den drei     erstgenannten    Modifikationen gibt  es je zwei Arten, die mit dem Vorsatzbuch  staben a oder t,     bezw.        ,B    oder h     bezeichnet     werden. Die Umwandlung aus einer Modifi  kation in eine andere beruht auf     Kristallisa-          tionsvorgängen    und findet bei Erreichung  bestimmter Temperaturen statt.     Einige    der  Umwandlungen sind mit Volumenvergrösse  rungen verbunden, welche weit stärker     sind     als die Wärmeausdehnung infolge der Tem  peraturerhöhung.

   So nimmt zum Beispiel die  Dichte der Kieselsäure, die in der Modifika  tion     t-Quarz    2,65 beträgt, nach Durchlaufen    mehrerer     Umwandlungspunkte    bis zur Um  wandlung in amorphes Quarzglas auf 2,21  ab, was einer     Volumenzunahme    von 20  entspricht. Diese     Volumenzunahme        kann    ein       Zersprengen    des die     Füllmasse    umschliessen  den     Porzellankörpers    zur Folge haben,     wenn     im Betriebe der Sicherungen die Umwand  lungstemperaturpunkte überschritten werden.  



  Zur Vermeidung dieses Übelstandes     wird     nach der Erfindung das     Silizium-Dioxyd          mindestens    teilweise in     einer    solchen Modifi  kation verwendet, dass bei Temperatur  erhöhungen bis zum Schmelzen der Füll  masse keine schädlichen Volumenvergrösse  rungen infolge von     gristallisationsvorgängen     auftreten.  



  Von den verschiedenen     Umwandlungs-          punkten    ist derjenige mit der grössten Vo  lumenzunahme     verbunden,    bei welchem sich  Quarz in     Tridymit    verwandelt. Diese ist  also die gefährlichste.

   Die weitere Umwand  lung in     Cristobalit    und in Quarzglas ist     mit         einer nur geringen Volumenzunahme ver  bunden, so dass schädliche     Wirkungen    davon  weniger zu befürchten     sind.    Es kann daher  genügen, das     Silizium-Dioxyd    entweder in  der Modifikation     Cristobalit    oder     Tridymit     zu     verwenden.    Diese     Modifikationen    sind noch  körnig. Bei der Umwandlung in Kieselsäure  glas dagegen entsteht eine zusammenhän  gende Schmelze, die zum Einfüllen in Siche  rungen erst wieder zerkleinert werden muss.

    Die Umwandlung in die verschiedenen Mo  difikationen geschieht, wie erwähnt, in be  kannter Weise durch     Erhitzen    des Quarz  sandes. Bei der Abkühlung kann in eben  falls bekannter Weise durch die Beeinflus  sung des Verlaufes des Abkühlungsprozesses  erreicht werden, dass die Umwandlung nicht  wieder in umgekehrter Reihenfolge vor sich  geht. So kann man bei normaler Tempera  tur     t-Tridymit    und     t-Cristobalit    und die  amorphe Form Quarzglas als beständige Mo  difikation erhalten.

   Vorteilhaft wird daher  das     Silizium-Dioxyd    als Füllmittel in Siche  rungen in Form von     t-Tridymit    oder     t-Cri-          stobalit    oder zerkleinertem     Kieselsäureglas     (amorphem Quarzglas) verwendet. Es braucht  nicht die ganze, zum Füllen benutzte Quarz  menge umgewandelt zu sein, sondern nur ein  Teil, der den Schmelzleiter unmittelbar um  gibt und im Betriebe eine solche Tempera  turerhöhung erfahren würde, dass die gefähr-    liehen     Umwandlungstemperaturpunkte    über  schritten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochspannungsschmelzsicherung mit kör niger Füllmasse aus Silizium-Dioxyd in einem keramischen Rohr, dadurch gekenn zeichnet, dass das Silizium-Dioxyd minde stens teilweise in einer solchen Modifikation verwendet wird, dass bei Temperaturerhöhun gen bis zum Schmelzen der Füllmasse keine schädlichen Volumenvergrösserungen infolge von Kristallisationsvorgängen auftreten.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Hochspannungsschmelzsicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Silizium-Dioxyd in Form von t-Tri- dymit verwendet ist. 2. Hochspannungsschmelzsicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss das Silizium-Dioxyd in Form von t-Cri- stobalit verwendet ist.
    3. Hochspannungsschmelzsicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Silizium-Dioxyd in Form von zerklei nertem amorphem Quarzglas verwendet ist.
CH188719D 1935-04-27 1936-02-25 Hochspannungsschmelzsicherung. CH188719A (de)

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