CH188921A - Verfahren zur Erkennung geringer Mengen von Kohlenoxyd in Luft oder andern Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Erkennung geringer Mengen von Kohlenoxyd in Luft oder andern Gasen.

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CH188921A
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  Verfahren zur Erkennung geringer Mengen von     Kohlenoxyd    in     Luft    oder andern Gasen    Der Nachweis geringer     Kohlenoxydmen-          gen        ist    von grosser Bedeutung für sämtliche  Industrien, bei denen Kohlenoxyd gebraucht  wird oder entsteht, insbesondere für Berg  werke,     Hüttenwerke,    Gasanstalten usw. Des  halb ist schon     vielfach    versucht worden, die  ses Gas auch in     äusserst    geringen Mengen  erkennbar zu machen.

   Einer der dazu be  nutzten Wege fusst auf der Eigenschaft des       Palladiumchlorürs,    von Kohlenoxyd zu Pal  ladium unter Grau- oder Schwarzfärbung  reduziert zu werden. Dieses Palladium  chlorür wurde bisher in     Filtrierpapier    auf  gesaugt benutzt oder in Lösung einer       Kupferchlorürlösung    zugesetzt, in der man  vorher das zu untersuchende Gas angerei  chert hatte. Dieses letzte Verfahren ist da  durch schwer zu handhaben und in Bergwer  ken z.

   B. praktisch überhaupt nicht anzu  wenden, weil für die Lösung des Kohlen  oxyds in     Kupferchlorürlösung    ein     langwieri-          ges    Schütteln notwendig     ist.    Ausserdem sind       Adsorptionslösungen    überhaupt schwierig    zu behandeln. Das     Reagenzpapierverfahren     krankt an der unzureichenden und nicht ge  nau     definierbaren    Empfindlichkeit.  



  Das neue Verfahren zur Aufnahme und  zum     Nachweis    von     Kohlenoxyd    umgeht die  genannten     Schwierigkeiten    durch Anwen  dung von auf     Kieselsäuregel        aufgetragenem     und dort     aktiviertem        Palladiumchlorär.    Die       Gasadsorptionsfähigkeit    des     Kieselsäuregels          ist    bekannt, es ist auch bekannt, diese zu       :gasanalytischen        Untersuchungen    auszunutzen.  



  Es ist aber bisher nicht möglich     gewesen,          dieses    Verhalten zum Kohlenoxyd mittels       Palladiumchlorür        auszunutzen.    Wenn man  nämlich in bekannter Weise versucht, eine       Palladiumchlorürlösung    auf das     mit    der zu  untersuchenden Luft in Berührung gebrachte  Gel einwirken zu lassen, so erhält man keine  Anzeige, weil die     Adsorption    des Kiesel  säuregels für Kohlenoxyd nur     ausserordent-          lich        gering        ist.     



  Wenn man das Gel vor der Benutzung  mit     Palladiumchlorürlösung    tränkt, so er-      hält man erst bei verhältnismässig hohen       Kohlenoxydkonzentrationen    eine Graufär  bung des ursprünglich braunen, getränkten  Gels. Erst eine     Aktivierung    macht das       Palladiumchlorür    und das     Kieselsäuregel    zu  einem brauchbaren     Anzeigemittel.    Die Akti  vierung besteht in einer, vorzugsweise drei  stündigen, Erhitzung auf 140' im Vakuum.  Dabei findet eine teilweise Reduktion des       Palladiumchlorürs    statt, das wird äusserlich  erkennbar an einer Farbänderung von hell  gelb in braun.  



  Das so vorbehandelte Gel zeigt in Berüh  rung mit     kohlenoxydhaltiger    Luft keinerlei  Veränderung. Die Anzeige durch     Grau-          bezw.    Schwarzfärbung des Gels tritt viel  mehr erst ein, wenn man die     Gelmischung     nach der Anreicherung mit Kohlenoxyd mit  Wasser durchfeuchtet.

   (Empfindlichkeits  grenze     0,04%    CO in Luft.)  Das vorliegende Verfahren ist also da  durch     gekennzeichnet,    dass das verdächtige  Gas durch ein trockenes Präparat, das durch       Tränken    von     Kieselsäuregel    mit Palladium  chlorürlösung und darauffolgendes Akti  vieren von Gel und Chlorur durch längeres  Erhitzen im Vakuum auf 140' erhalten    wurde, gesaugt und das Präparat nach er  folgter Anreicherung mit Kohlenoxyd mit  Wasser durchfeuchtet wird.  



       Das    vorbehandelte Gel     wird    zweck  mässigerweise in einem Glasrohr angewendet,  das während :der Lagerung luftdicht ver  schlossen     ist,    weil die Anreicherung des  Kohlenoxyds auf dem Gel nur     stattfindet,     wenn dieses vollständig trocken ist. Die zu  untersuchende Luft kann durch das     Gelröhr-          chen    mittels einer an sich bekannten Pump  vorrichtung hindurchgebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erkennung geringer Men gen von Kohlenoxyd in Luft oder andern Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass,das ver dächtige Gas durch ein trockenes Präparat, ,das durch Tränken von Kieselsäuregel mit Palladiumchlorürlösung und d arauffolgen- des Aktivieren von Gel und Chlorur durch längeres Erhitzen im Vakuum auf 140' er halten wurde, gesaugt und das Präparat nach erfolgter Anreicherung mit Kohlen oxyd mit Wasser durchfeuchtet wird.
CH188921D 1934-12-24 1935-12-20 Verfahren zur Erkennung geringer Mengen von Kohlenoxyd in Luft oder andern Gasen. CH188921A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3245917A (en) * 1963-04-29 1966-04-12 Du Pont Process and reagent for carbon monoxide detection

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3245917A (en) * 1963-04-29 1966-04-12 Du Pont Process and reagent for carbon monoxide detection

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