CH189057A - Holzimprägnierverfahren durch Osmose. - Google Patents

Holzimprägnierverfahren durch Osmose.

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CH189057A
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      Holzimprägnierverfahren        durch    Osmose.    Nach einer Ausführungsform des Verfah  rens des Hauptpatentes wird. der gefällte  Baum im saftfrischen Zustande entrindet,  sowie     eritbastet    und zum Zwecke der Imprä  gnierung mit mehr oder weniger konzentrier  ten Imprägnierstoffen umgeben, die infolge  des     osmotischen    Druckes in das Holz ein  dringen. Die Holzstämme bleiben so lange  aufgestapelt und gelagert, bis die Imprägnier  stoffe tief genug in das Holz eingedrungen  und die Stämme trocken geworden sind.  



  Bei diesem Vorgang der Lagerung und  Austrocknung treten folgende Erscheinungen  auf: Wenn die äussere Holzschicht durch die  Einwirkung der bewegten Luft verhältnis  mässig schnell angetrocknet und das Innere  des Holzes noch frisch und nass ist, dann  bildet die äussere angetrocknete Holzschicht  ein Hemmnis für das Eindringen der Imprä  gniermittel. Es wird dadurch das Eindringen  der     pastenförmigen        Imprägnierstoffe    in das  Innere fast verhindert. Die Verbindung zwi  schen der aussen angebrachten Imprägnier-    masse mit der Feuchtigkeit im Innern des  Holzes ist gestört.  



  Ausserdem wird dadurch, dass die Stämme  der Einwirkung des Regens ausgesetzt sind,  die aufgetragene Imprägniermasse leicht vor  dem     Eindringen    teilweise abgespült, auch  wenn Strohmatten oder ähnliche Schutzdecken  über den Holzstapel gelegt sind.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Weiterausbildung und Verbesserung des Ver  fahrens des Hauptpatentes, durch welche die  vorstehend erwähnten Nachteile behoben  werden.  



  Die Erfindung betrifft ein     Holzimprägnier-          verfahren    durch Osmose, nach welchem ge  fällte, saftfrische Hölzer mit wasserlöslichen       Imprägnierungsstoffen    versehen, sodann mit  ihren Oberflächen     aneinanderliegend    aufge  stapelt werden, worauf die Holzstapel durch  eine Umhüllung auf allen Seiten möglichst       luft-    und wasserdicht abgedeckt werden. Der  Sinn der vorliegenden Erfindung besteht also  in erster Linie darin, dass der vorgesehene,      saftfrische Zustand des Holzes zum Zwecke  einer guten     Imprägnierwirkung    möglichst  lange aufrecht erhalten bleibt.

   Die Luft- und  wasserdichte Abdeckung der mit Imprägnier  stoffen versehenen Hölzer soll eine vorzeitige  Austrocknung des Holzes möglichst verhin  dern. Der saftfrische Zustand des Holzes soll  möglichst so lange beibehalten werden, bis  die wirksamen Bestandteile der Imprägnier  stoffe tatsächlich in das Holz eingedrungen  sind.  



  Die Aufstapelung von der Imprägnierung  unterworfenen und in ihrer ganzen Länge  entrindeten und     entbasteten    Stämmen erfolgt       vorteilhafterweise    in dachartiger     Dreieckform     und die Abdeckung erfolgt zeltartig und  zweckmässig     mit        dachziegelartig    übereinander  liegenden, aus geeignetem Material bestehen  den, wasserdichten Bahnen, allseitig möglichst       luft-    und wasserdicht und sturmsicher. Ge  gebenenfalls erfolgt die Aufstapelung auf  einer     Bodenschutzunterlage.     



  Sind Holzstämme verschiedener Länge  zu imprägnieren, so empfiehlt sich gleiche  Stammlängen zu je einer Gruppe zusammen  zustellen. Auch können verschiedene Stamm  längen gruppenweise übereinander gelagert  werden. Dabei sind die einzelnen Gruppen  so anzuordnen, dass die kurzen     Stammlängen     oben lagern und sich am hintern Ende des  Stapels glatte Abstufungen ergeben, welche  so abzudecken sind, dass das Regenwasser  frei abfliessen kann und sich unter der Über  dachung keine grösseren freien Lufträume  bilden. Die Stirnseiten der einzelnen Holz  stapel sind ebenfalls mit der Umhüllung luft  dicht abzuschliessen, damit ein in der Längs  richtung wehender Wind nicht die Stirnseiten  und zwischen den einzelnen Stämmen hin  durchziehend auch die Stammoberflächen aus  trocknen kann.

   Die Verlangsamung der Aus  trocknung der abgedeckt gelagerten Stämme  kann weiter durch eine besondere Abdichtung  der Schnittflächen der einzelnen Hölzer unter  stützt werden, was in Rücksicht auf die     Riss-          bildung    des Holzes von grosser Bedeutung ist.  



  Bei der Imprägnierung von     kurzen    Holz  abschnitten ist es nicht notwendig, diese    Stücke besonders zu entrinden, sondern es  genügt, wenn an den Stirnseiten der ein  zelnen Holzstücke ein     Imprägnierinittelauf-          strich    erfolgt. Die Stapelung dieser Stücke  zum Schutze gegen das vorzeitige Austrocknen  ist zweckdienlich so vorzunehmen, dass die  Stirnflächen der einzelnen Holzabschnitte  möglichst aufeinander stehen, wobei die dicht  neben- und hintereinander stehenden Reihen,  sowie die Anzahl der Schichten übereinander  beliebig gross sein können.

   Die unterste Lage  der Holzabschnitte darf nicht unmittelbar auf  den Boden aufgesetzt werden, sondern muss  zur Vermeidung einer vorherigen Abwande  rung des Imprägniermittels in den Erdboden,  mit einer entsprechenden Unterlage versehen  sein. Die Umhüllung des Holzstapels gegen  Wind und Regen erfolgt wie     vorbeschrieben.     



  Die geschilderten Massnahmen zum Ver  fahren bedeuten sowohl hinsichtlich der er  reichbaren grossen     Eindringtiefe,    als auch in       bezug    auf die dadurch erreichte hohe spezifische  Dichte des in das Holz eingewanderten Im  prägniermittels einen erheblichen Fortschritt.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind ver  schiedene Arten von Aufstapelung und Um  hüllung     derHolzstämme    dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 die Stapelung der Hölzer bei gleich  langen Stämmen,       Fig.    2 die Art der allseitigen Umhüllung  dieses Stapels,       Fig.    3 die gruppenweise Stapelung der  Hölzer bei verschiedenen Stammlängen;       Fig.    4 zeigt die Umhüllung dieses am  hintern Ende abgestuften Stapels, und       Fig.    5 die Stapelung von noch nicht um  hüllten kurzen Holzabschnitten.  



  Das Verfahren kann auch für Kantholz  oder Schnittholz angewandt werden, wobei  ebenfalls eine dichte Stapelung der Hölzer  erfolgt unter Abdeckung     bezw.    Umhüllung  wie     vorbeschrieben    gegen die Einwirkung  des Windes und des Regens.  



  Die Imprägnierstoffe können sowohl in  fester Form, also pulverförmig oder in Pasten  form verwendet werden. Das Anhaften der  Imprägnierstoffe an den einzelnen Holzober  flächen wird begünstigt, wenn die Imprägnier-           stoffe    in     Pastenform        aufgetragen    werden. Die  pulverförmigen, festen     Imprägnierstoffe    lassen  sich besonders aber auch dann verwenden,  wenn, wie nach     Fig.    5 die Imprägnierflächen  der     Hölzer    flach     aufeinander    liegen.  



  Als     Imprägnierstoffe    können die an sich  bekannten, wasserlöslichen Imprägniermittel  dienen. Bei Verwendung von festen Imprä  gnierstoffen können diese wie folgt     zusammen-          gesetzt        sein:        Dinitrophenol        5%,        Fluornatrium          35        %,        Bichromat        30        %,        Arsenat        30        %.     



  Bei Verwendung der Imprägnierstoffe in       Pastenform    wird folgende     Zusammensetzung          der        Imprägnierstoffe        empfohlen.    5     %        Dinitro-          phenol,        300/()        Fluornatrium,        80'/o        Bichromat,          30        %        Arsenat,    5     %        Leimzusätze.     



  Die letztgenannte Mischung     kann.    im  Verhältnis 1:1 mit Wasser zu einem Brei  angerührt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Holzimprägnierverfahren durch Osmose, dadurch gekennzeichnet, dass gefällte, saft frische Hölzer mit wasserlöslichen Imprägnier stoffen versehen, sodann mit ihren Oberflächen aneinanderliegend aufgestapelt werden, wo rauf die Holzstapel durch eine Umhüllung von allen Seiten möglichst luft- und wasser dicht abgedeckt werden.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Holzimprägnierverfahren nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Imprägnierung gefällte und in ihrer ganzen Länge entrindete und eritbastete Stämme verwendet werden, deren Aufstapelung in dachartiger Dreiecksform erfolgt, wobei die Stämme gleicher Länge zu Gruppen vereinigt werden und diese Gruppen so übereinander angeordnet werden, dass die kürzeren Stämme oben lagern und sich bei jeder Gruppe am hintern Ende eine glatte Abstufung ergibt. 2. Holzimprägnierverfahren nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aufstapelung auf einer Bodenschutzunterlage erfolgt.
    3. Holzimprägnierverfahren nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zersägen von Stämmen entstehende kurze Holzabschnitte an ihren Stirnfläcben mit Imprägniermasse versehen und dann in Reihen dicht neben- und hintereinander, sowie in mehreren Lagen übereinander aufgestapelt und luft- und wasserdicht umhüllt werden, wobei die Stirnflächen der Holzabschnitte aneinander liegen. 4. Holzimprägnierverfahren nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass pasten- förmigeImprägnierstoffeverwendet werden.
    5. Holzimprägnierverfahren nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass feste Imprägnierstoffe verwendet werden.
CH189057D 1934-06-19 1935-06-18 Holzimprägnierverfahren durch Osmose. CH189057A (de)

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