CH190147A - Verfahren zur Herstellung von für die Behandlung von Getränken, insbesondere Bier, dienenden adsorbierend wirkenden Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von für die Behandlung von Getränken, insbesondere Bier, dienenden adsorbierend wirkenden Massen.

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CH190147A
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Steiger Werner
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/02Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material
    • C12H1/04Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material with the aid of ion-exchange material or inert clarification material, e.g. adsorption material
    • C12H1/0408Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material with the aid of ion-exchange material or inert clarification material, e.g. adsorption material with the aid of inorganic added material

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Description


  Verfahren zur Herstellung von für die Behandlung von Getränken, insbesondere Bier,  dienenden     adsorbierend    wirkenden Nassen.    In den Aluminiumsilikaten vom Typus  des     Montmorillonits,    und zwar in denen, die  einen hohen Gehalt an     quellfähigen    kolloid  feinen Teilchen enthalten, stehen     Adsorp-          tionsmittel    mit besonders guter Wirksamkeit  für eine Reihe von Verwendungszwecken zur  Verfügung, so beispielsweise für die Behand  lung von Bier, Würze, Maische, von Wein,  Mosten, Fruchtsäften und andern Getränken.

    Dabei gilt die grundsätzliche Regel, dass mit       Steigen    des Gehaltes des Rohstoffes an     quell-          fähigen        kolloidfeinen    Teilchen auch die Ad  sorptionswirkung grösser wird.  



  Für die Behandlung von     wässrigen    oder  alkoholischen oder ähnlichen Flüssigkeiten  usw., besteht nun die Schwierigkeit, dass die  genannten Aluminiumsilikate, als deren       typischster    Vertreter der     Bentonit    zu nennen  ist, in wässriger Phase derartig stark quellen,  dass stärkste     Klumpenbildung    eintritt und  daher die für eine gute     Adsorptionswirkung     nötige gleichmässige Verteilung gar nicht  oder nur     ausserordentlich    schwer zu erreiche    ist. Auch die     Abtrennung    dieser Stoffe nach  der     Adsorptionsbehandlung    stösst häufig auf  grosse     Schwierigkeiten.     



  Gegenstand der Erfindung ist     ein    Ver  fahren zur Herstellung von für die Behand  lung von Getränken, insbesondere Bier, die  nenden,     adsorbierend    wirkenden Massen, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass Gemische  von     Aluminiumsilikaten    vom Typus des       Montmorillonits    mit hohem Gehalt an     quell-          fähigen        kolloidfeinen    Teilchen und feinkör  nigen, nicht quellenden Massen erzeugt wer  den.  



  Gemische der     gekennzeichneten    Art zei  gen nicht mehr die vorerwähnten Schwierig  keiten. Bei der Bereitung der Gemische soll  vorzugsweise so vorgegangen werden, dass  sich über jedem Korn des feinkörnigen, nicht  quellenden Gutes eine dünne Oberflächen  schicht des     kolloidfeinen    Aluminiumsilikates  bildet, was bei     genügend    feiner Beschaffen  heit der nicht     quellenden    Stoffe bereits durch      intensives Durchmischen erreicht werden  kann.

   '  Die Erzeugung des Gemisches kann in  der Weise erfolgen, dass nicht quellende  Stoffe oder besonders vorbereitete, denen  diese Eigenschaft verliehen ist, den     quellfähi-          gen    Aluminiumsilikaten der besonderen Art  zugesetzt werden oder aber dadurch, dass ein  Gemisch verschiedener Stoffe einer Behand  lung unterworfen wird mit dem Ziel, dem  einen Bestandteil des Gemisches die Eigen  schaft der     Nichtquellfähigkeit    zu verleihen.  



  Als     zuzumischende    Stoffe kommen bei  spielsweise feingemahlener, reiner Sand,     Kie-          selgur,    andersartige Aluminiumsilikate von  geringer     Quellfähigkeit    in Frage. Im allge  meinen ist feinporigem     urplastischem    Gut  der Vorzug zu geben. Es ist auch vorteil  haft, wenn ein solches, nicht quellendes Gut  benutzt wird, das von sich aus bereits eine  gewisse     Adsorptionsfähigkeit    aufweist.  



  Bevorzugt werden zur Durchführung des  neuen Verfahrens Bleicherden verwendet, die  durch erschöpfende Extraktion mit Säuren,  z. B. Mineralsäuren, und zwar bis zur fast  vollständigen Herauslösung der Basen in  einen     quellfähigen    Zustand übergeführt wor  den sind oder die durch Hitzebehandlung  bei Temperaturen von 500 bis<B>800'</B> C die       Bildsamkeit    völlig verloren haben und nicht  mehr     quellfähig    sind. Verwendbar sind aber  auch Bleicherden, die sowohl der erschöp  fenden Säurebehandlung, als auch einer Er  hitzung unterworfen wurden, wobei zuerst  die Säurebehandlung und dann die Hitze  behandlung vorgenommen werden kann oder  aber umgekehrt.  



  Durch die beschriebene Säurebehandlung  wird nebenbei die Wirkung erzielt, dass die  Bleicherden eine Steigerung der     Adsorptions-          fähigkeit    erhalten. Die Hitzebehandlung in  dem angegebenen     Temperaturbereich    steigert  anderseits die Kornfestigkeit, deshalb ist ge  gebenenfalls die gleichzeitige Anwendung  der beiden Massnahmen vorteilhaft.  



  Zur Herstellung der neuen,     adsorbierend          wirkenden    Massen kann aber auch so vor  gegangen werden, dass     zunächst    Gemische    von     kolloidreichem    Aluminiumsilikat und  feinkörnigem     andern    Gut gebildet und das  Gemisch einer Säurebehandlung, einem Er  hitzen oder beiden Massnahmen unterworfen  wird. Es kann also die Bildung des nicht  quellenden Stoffes auch in der Masse selbst,  also nach Vermischung mit dem     kolloidrei-          chen        Aluminiumsilikat,    vorgenommen wer  den.

   Die Säurebehandlung und das Erhitzen  sind anderseits vorteilhaft, um die Wirkun  gen der Steigerung der     Adsorptionsfähigkeit     des Erzeugnisses und der Steigerung der  Kornfestigkeit zu erzielen.  



  Die neuartigen     Adsorptionsmittel    zeigen  die oben angedeuteten Nachteile nicht mehr,  was wahrscheinlich darauf zurückzuführen  ist, dass die Bindung der     kolloidreichen    Alu  miniumsilikate an die benutzten, nicht quel  lenden     urplastischen    Stoffe gross genug ist,  um auch während der Verwendung nicht ab  gelöst zu werden.  



  Die neuartigen     Adsorptionsmassen    kön  nen in jeder beliebigen Art benutzt werden,  beispielsweise zur Durchführung des     Schüt-          tel-    oder     Einstreuverfahrens    oder aber auch  zur Filtration der zu behandelnden Flüssig  keiten durch ein aus den neuartigen Massen  gebildetes     Filterbett.    Sie     bewirken    bei Bier.  Würze oder Maische die Entfernung uner  wünschter, kolloidal gelöster Eiweissstoffe,  suspendierter Eiweiss- und Hefereste. Da  durch wird dem Bier ein besserer Geschmack,  bessere Farbe und vollkommene     Pasteurisier-          festigkeit    verliehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von für die Behandlung von Getränken, insbesondere Bier, dienenden adsorbierend wirkenden Mas sen, dadurch gekennzeichnet, dass: Gemische von Aluminiumsilikaten vom Typus des Montmorillonits mit hohem Gehalt an quell fähigen, kolloidfeinen Teilchen und feinkör nigen, nicht quellenden Massen erzeugt wur den. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung des Gemisches durch Vermischen der Alumi niumsilikate mit feinkörnigen, nicht quellenden, unelastischen Massen erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung des Gemisches durch Vermischen der kolloid reichen Aluminiumsilikate mit feinkörni gen und feinporigen unelastischen Mas sen, die als Träger für die kolloidreichen Aluminiumsilikate dienen, erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kieselgar als Träger für die kolloidreiehen Aluminiumsilikate. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung nicht quellender Bleicherde als Träger für die kolloidreiehen Alu miniumsilikate. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bleicherde, die durch erschöpfende Behandlung mit Säure ihrer Quellfähigkeit beraubt wor den ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bleicherde, die durch Erhitzen auf 500 bis<B>800'</B> C ihrer Quellfähigkeit beraubt worden ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bleicherde, die durch erschöpfende Behandlung mit Säure und durch Erhitzen auf 500 bis 800 C ihrer Quellfähigkeit beraubt wor den ist. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumsilikate vom Typus des Montmorillonits mit hohem Gehalt an quellfähigen, kolloid feinen Teilchen mit feinkörnigen Massen vermiµcht werden und dann die letzteren durch eine Säurebehandlung in den nicht quellenden Zustand übergeführt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung der feinkörnigen Massen in den nicht quellenden Zustand unter Erhitzen auf 500 bis<B>800'</B> C er folgt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung der feinkörnigen Massen in den nicht quellenden Zustand durch Säurebehandlung und Erhitzen er folgt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Ge mische zwecks Steigerung der Adsorp- tionsfähigkeit einer Säurebehandlung unterworfen werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Ge mische zum Zwecke der Steigerung der Kornfestigkeit einem Erhitzen unterwor fen werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Ge mische zwecks Steigerung der Adsorp- tionsfähigkeit einer Säurebehandlung und zwecks Erhöhung der Kornfestigkeit einem Erhitzen unterworfen werden.
CH190147D 1936-03-04 1936-03-04 Verfahren zur Herstellung von für die Behandlung von Getränken, insbesondere Bier, dienenden adsorbierend wirkenden Massen. CH190147A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE758041C (de) * 1939-03-09 1952-11-24 Seitz Werke Gmbh Verfahren zur Behandlung von Bier mit Adsorptionsmitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE758041C (de) * 1939-03-09 1952-11-24 Seitz Werke Gmbh Verfahren zur Behandlung von Bier mit Adsorptionsmitteln

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