CH190268A - Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Mutterkornalkaloids. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Mutterkornalkaloids.

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CH190268A
CH190268A CH190268DA CH190268A CH 190268 A CH190268 A CH 190268A CH 190268D A CH190268D A CH 190268DA CH 190268 A CH190268 A CH 190268A
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ergot
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D519/00Heterocyclic compounds containing more than one system of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system not provided for in groups C07D453/00 or C07D455/00
    • C07D519/02Ergot alkaloids of the cyclic peptide type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen     Mutterkornalkaloids.       Es wurde gefunden, dass man das wasser  lösliche     lllutterkornalkaloid,der    Formel         Ci3H2302N35       welches hier     Ergobasin        genannt        wird,    aus  der Droge isolieren kann, wenn man das ent  fettete     Hutterkorn    mit organischen Lösungs  mitteln in Gegenwart von wässerigen     Al-          kalien    extrahiert, den Extrakt nach Abtren  nung vom Wasser auf ein kleines Volumen  einengt, die     .darin    enthaltenen Alkaloide aus  fällt,

   den erhaltenen     Niedersohlag    mit Was  ser behandelt, die wässerige Lösung mit gro  ssen Mengen chlorierter     Kohlenwasserstoffe          auszieht,    aus dem Extrakt das Lösungsmit  tel durch     Destillation    entfernt, aus dem       Rückstand        durch        Behandlung    mit sehr klei  nen Mengen chlorierter     Kahlenwasserstaffe     das ungelöst bleibende Alkaloid abtrennt und  durch Kristallisation aus einem organischen       Lösungsmittel        reinigt.     



       1)urcli    die alkalische Behandlung von       Mutterkorn    werden die darin enthaltenen    Alkaloide in Freiheit gesetzt     und    in Form  ihrer freien Basen aus der Droge     extrahiert.     



  Beim Vorliegen     eines    ballastfreien     Ge-          samtmutterkornalkaloidpräparates,        welches          wie    oben beschrieben, hergestellt wurde, ver  reibt man beispielsweise das     fein        ,gepulverte     Material mit Wasser, solange das wasserlös  liche Alkaloid in Lösung geht.

   Die so er  haltene wässerige Lösung enthält,     wie    Ver  suche ergaben,     vorwiegend    das wasserlösliche  Alkaloid neben .geringen Mengender bekann  ten Alkaloide.     Aus    der zum Beispiel im  Vakuum weitgehend     eingeengten        wässerigen     Lösung     schüttelt    man das neue     Alkaloid    mit  Chloroform oder einem     andern    chlorierten  Kohlenwasserstoff     erschöpfend    aus, wobei  das     Alkoloid    in den chlorierten Kohlen  wasserstoff übergeht, diese     vereinigten    Aus  züge werden darauf     ,

  zur    Trockne einge  dampft. Der     Rückstand        wird    nochmals mit  etwas Chloroform versetzt, um die leicht  löslichen     Anteile    in     Losung    zu bringen und  dann     stehen    gelassen,     wobei    sich das Alka-           loid    in fein     kristallisierter    Form ausscheidet  und die leicht löslichen Alkaloide in Lösung  bleiben.  



       Beschreibung        und   <I>analytische</I>     Zusammen-          setzung   <I>des</I>     Ergobasins     Es zeigt ähnlich wie     Ergotamin    eine aus  gesprochen schöne     Kristallisierbarkeit    sowohl  als Base     wie    als     Salze        verschiedendenster          Art.        Aus    Benzol kristallisiert     Ergobasin    in  langen, dünnen     Nadeln,

          während    es sich aus       Trichloräthylen    in charakteristischen flachen,  mehr oder weniger gerade abgeschnittenen  Prismen     ahseheidet.    Zur Lösung in Wasser  braucht     Ergoba.sin    im Gegensatz zu den  länger bekannten, in Wasser praktisch un  löslichen. Alkaloiden, 1!00     bis    200 Teile bei  20' und löst     gsichdarin    mit intensiv bläu  licher     Fluoreszenz,    ;die im ultravioletten  Licht     besonders    schön aufleuchtet.

   Das Al  kaloid ist in     Äthyl,    und Methylalkohol und  in     Aceton    sehr leicht, in Essigester leicht  löslich; in Chloroform löst es sich,     wie    oben  bemerkt, kalt erst in 5000 Teilen, heiss in  etwa 750     Teilen.    Die aus     Trichloräthylen     zweimal umkristallisierte und im Hoch  vakuum     bei   <B>290'</B> zur     Gewichtskonstanz    ge  trocknete     Substanz        sintert    bei 159   und be  ginnt sich bei 1-62       unter    Dunkelfärbung zu  zersetzen. Die optische Drehung ist, wie  oben     erwähnt,    stark positiv.  



  Mit     Phosphor-Wolframsäure    gibt das  neue Alkaloid eine dicke, weisse Fällung;       Mayers        Alkaloid-Reagens    fällt es     nur    aus       verhältnismässig        konzentrierten    Lösungen.

    die     Grenze    liegt bei 1 : 5000 bis 1 : 10 000,  während     Ergotamin    noch     in    einer Verdün  nung von 1 : 100 000 mit Mayers     Reagens    an  gezeigt     wird.    Die     Kellersche    Eisenchlorid  reaktion (Unterschichten     einer        spurenweise          ferrichloridhaltigen        Eisessiglösung    des Alka  loids mit konzentrierter Schwefelsäure zeigt,       wenigstens    an d .er     Grenzzone    der beiden Lö  sungsmittel noch 0,01 mg Alkaloid durch  Blaufärbung deutlich an.

   Grössere Mengen       färben.        beim    Durchmischen unter Kühlung  die Flüssigkeit     tief    kornblumenblau. Ergo  basin     zeigt    gegenüber     Ergotamin    und Ergot-         oxin    unter Verwendung gleicher Gewichts  mengen eine um etwa 50 %     intensivere    Fär  bung,

   die länger bestehen bleibt     als    bei     Er-          gotamin    und namentlich bei     Ergotoxin.        Ähn-          l.iche    Verhältnisse gelten für die     van        Urk-          sche        Reaktion    und für .die     sogenannte        Diazo-          reaktion,    welche die ,gleichen     Farberschei-          nungen    zeigen, wie die länger bekannten       Mutterko.rnalkaloide,

      zum Beispiel     Ergot-          amin,    jedoch mit grösserer     Insensität    als bei  letzterem.  



       Ergobasin    bildet als freie Base mit den  Lösungsmitteln, aus denen es     kristallisiert,     äusserst     beständige        Kristallverbindungen.    So  bleibt als     Kristallösungsmittel    gebundenes       Trichloräthylen    selbst beim     Trocknen    im  höchsten Vakuum während acht Tagen bei  20   fast vollständig in der Substanz zurück.  Ein getrocknetes Präparat     zeigte    noch einen  Chlorgehalt von     20%.     



  Aus     Benzol        umkristallisierte    und im  Hochvakuum zur     Gewichtskonstanz    getrock  nete Base enthielt:  
EMI0002.0092     
  
    C <SEP> 69,94 <SEP> % <SEP> H <SEP> <B>7,15%</B> <SEP> N <SEP> 12,6,0%
<tb>  <B>70,07%</B> <SEP> 7;35 <SEP> % <SEP> <B>12-2,79</B> <SEP> 12,64%;       berechnet für     C"IH,;;O-,N"    C 70,11 % ; H7,13 % ;  N<B>12,92</B> %. Aus der     Titration    mit 0,1 n     HCl     ergibt sich     eine        Molekulargrösse,    die oben  falls der     obenstehenden    Formel entspricht.  



       Ergobasin    zeigt am isolierten Kaninchen  uterus eine ausgesprochen tonisierende Wir  kung, die     mindestens        doppelt    so stark ist,       wie    diejenige :des     Ergotamins.        Ergobasin    soll  als     Utero-tonicum    und für andere Zwecke  Verwendung     finden.     



       Beispiel:     Man stellt nach D. R. P. Nr. 35772, Bei  spiel 2, einen     benzolischen        Hauptextrakt        aus     50 kg     Mutterkorn    her, durch Behandlung der  Droge zuerst mit     sauerwirkenden    und darauf  mit alkalisch wirkenden     Reagenzien.    Hier  bei werden aus den     Alkaloidsalzen    die freien  Basen ausgeschieden.

   Der so     erhaltene        ben-          zolische    Extrakt     wird    bei tiefer Temperatur  auf ein kleines Volumen eingeengt und die      Gesamtalkaloide daraus mit     Petraläther    aus  gefällt. Das getrocknete und     gepulverte    Al  kaloidgemisch wird in einer     Porzellanreib-          schale    mit 600 cm'     kaltem    Wasser     innig    ver  rieben, dann abgenutzt und die     Behandlung     mit 300     cm'    Wasser     wiederholt.     



  Die vereinigten     wässerigen    alkalisch rea  gierenden Auszüge werden bei tiefer Tem  peratur im Vakuum auf 100     cm'    konzentriert  und die Alkaloide in viel Chloroform (1,5 bis       20    Liter)     übergeführt.    Die     Chloroformlösung     wird bei niederer Temperatur zur     Troekne     verdampft, mit 1.0 cm' Chloroform ange  rieben, wobei das neue Alkaloid     ungelöst     bleibt und nach. dem     Stehen    über Nacht im       Eissehrank        gesammelt    wird.  



  Es werden 3 bis 4 g eines grauen kristal  linen Rohproduktes erhalten, das aus 400  Teilen siedendem Benzol     umkristallisiert     wird und die oben     beschriebenen    Eigenschaf  ten     und    die Zusammensetzung des     Ergo-          basins    zeigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines wasser löslichen Mutterkornalkoloids, dadurch ge kennzeichnet, dass man das entfettete Mutter- korn mit organischen Lösungsmitteln in Ge genwart von wässerigen Alkalien extrahiert, den Extrakt nach Abtrennung vom Nasser auf ein kleines Volumen einengt, die darin enthaltenen Alkaloide ausfällt, den erhaltenen Niederschlag mit Wasser behandelt, die wäs- serige Lösung mit grossen Mengen chlorierter Kohlenwa.sserstoffe auszieht,
    aus dem Ex trakt das Lösungsmittel durch Destillation entfernt, aus dem Rückstand durch Behand lung mit sehr kleinen Mengen chlorierter Kohlenwasserstoffe -das ungelöst bleibende Alkaloid abtrennt und -durch Kristallisation aus ein-am organischen Lösungsmittel reinigt.
    Das so erhaltene Alkaloid besitzt die Bruttoformel C"H230zN" ist rechtsdrehend und kristallisiert als freie Base aus Benzol in Form, von langen dünnen Nadeln; mit Säuren gibt es schön kristallisierte Salze. Es soll in der Therapie Verwendung finden. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentansprach, da durch gekennzeichnet, dass man als chlorier ten Kohlenwasserstoff Chloroform verwendet.
CH190268D 1935-04-11 1935-04-11 Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Mutterkornalkaloids. CH190268A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945841C (de) * 1952-08-15 1956-07-19 Kali Chemie Ag Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE945841C (de) * 1952-08-15 1956-07-19 Kali Chemie Ag Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin

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