CH191014A - Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinonfarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinonfarbstoffes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Anthraehinonfarbstoffes. Es wurde gefunden, dass neue wertvolle Anthrachinonfarbstoffe erhalten werden, wenn man auf Aminoarrthrachinone, welche in der Aminogruppe einen eine Hydroxylgruppe tra genden Substituenten enthalten, Halogenide von Säuren des Phosphors einwirken lässt. Die Einwirkung der Komponenten aufeinander wird so lange durchgeführt, bis das Anthra- chinonderivat wasserlöslich geworden ist.
Die Umsetzung kann beispielsweise in der Art vorgenommen werden, dass man auf Amino- anthrachinone der gekennzeicbneten Art ent weder unmittelbar oder in Gegenwart von geeigneten Verdünnungsmitteln Haiogenide von Säuren des Phosphors, wie Phosphortri- chlorid, Phosphoroxychlorid, Phosphorpenta- chlorid oder die entsprechenden Bromide ein wirken lässt bis die entstandenen Reaktions produkte direkt oder in Form ihrer Alkali salze in Wasser löslich geworden sind.
Die Umsetzung der Komponenten geht vielfach schon bei Zimmertemperatur oder gelindem Erwärmen vor sich; in vielen Fällen ist die Verwendung eines indifferenten Verdünnungs mittels, wie Chlorbenzol, Chlortoluol, Nitro- benzol usw. zu empfehlen. Mitunter erweist sich die Anwendung eines säurebindenden Mittels. wie Pyridin, zur Durchführung der Reaktion als vorteilhaft. Die Reaktionspro dukte scheiden sich meist sofort ab und können unmittelbar isoliert werden.
Scheidet sich das Reaktionsprodukt nicht direkt ab, so zerlegt man die Schmelze mit Wasser, eventuell in Gegenwart von Soda, treibt eventuell vor handenes Lösungsmittel mit Wasserdampf ab und scheidet dann das Umsetzungsprodukt durch Ausäuern oder Aussalzen ab.
Beispiele für die in Frage kommenden Halogenide von Säuren des Phosphors wurden oben bereits genannt. Als Beispiele für die in Frage kommenden Anthrachinonderivate seien genannt solche Aminoanthrachinone;
welche in mindestens einer Aminogruppe mindestens einmal einen Oxalkyl-, Oxyaral- kyl-, Oxyaryl- oder Oxyhydroarylrest ent halten.
Anthrachinonderivate dieser Klasse sind beispielsweise Ogyäthylaminoanthrachi- none, 1-Butanolaminoanthrachinon, 1-p-Oxy- r-chlor-propylarninoanthrachinon, 1,4-Diox- äthylaminoanthrachinon, sowie Anilidoantbra- chinone, welche im aromatischen Rest Hydro- xylgruppen enthalten.
Die neuen Farbstoffe sind wahrscheinlich als Phosphor- bezw. Phosphorigsäureester auf zufassen, welche partiell durch Hydroxyl- gruppen tragende Anthrachinonderivate ver- estert sind. Die neuen rot- bis grüngefärbten Verbindungen sind als Alkalisalze, zum Teil als freie Säuren in Wasser mit roter, violetter, blauer oder grüner Farbe löslich. Sie färben die tierische Faser aus saurem Bade in den gleichen Tönen. Die Farbstoffe egalisieren gut und liefern zum Teil ausgezeichnet klare Töne von guter Lichtechtheit.
Enthalten die Verbindungen noch aus. tauschbare Substituenten, wie Halogenatome, Nitrogruppen usw., so können dieselben für weitere Umsetzungen herangezogen werden.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines Anthra- chinonfarbstoffes aus 1,4-Dioxyäthyl-amino- anthrachinon und einem Phosphortrihalogenid, vorzugsweise Phosphortrichlorid. Die Kompo nenten werden im Verhältnis 1 Mol 1.4-Di- oxyäthylamirroanthrachinon zu mindestens 2 Mol Phosphortrihalogenid so lange mitein ander erhitzt bis die Reaktionsmischung beim Behandeln mit wässerigem Alkali völlig in Lösung geht.
Anschliessend wird die gesamte Reaktionsmischung mit wässerigem Nation alkali, z. B. Sodalösung, behandelt. Die Um setzung des Phosphorhalogenids mit dem 1.4- Dioxyäthylaminoanthr-achinon wird zweck mässig in einem indifferenten Verdünnungs mittel, wie Chlorbenzol, Chlortoluol, Nitro- benzol oder dergleichen, vorgenommen.
Der entstehende Farbstoff ist ein Natrium- salz, stellt ein blaues Pulver dar und färbt Wolle in klaren blauen Tönen an. Beispiel: In 35 Gewichtsteile wasserfreies Chlor benzol trägt man 5 Gewichtsteile 1,4-Diox- äthylaminoarrthrachirrori ein und erwärmt nach dein Hinzufügen von 12 Gewichtsteilen Phos- phortrichlorid so lange auf 65 bis 70 C bis eine entnommene Probe beim Behandeln mit wässerigem Alkali völlig in Lösung geht. Man lässt dann die Lösung abkühlen; das noch halogenhaltige Umsetzungsprodukt kri stallisiert hierbei aus und kann durch Ab saugen isoliert werden.
Durch Behandlung der Reaktionsmischung mit Wasser, dem ein Na tron alkalisch reagierendes Mittel zugesetzt ist, entsteht das Natriumsalz des Farbstoffes, das auf Wolle ein sehr klares Blau liefert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Anthra- chinonfarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass 1.4-Dioxyäthylamirroanthrachinon mit einem Phosphortrihalogenid in dem Verhältnis 1 Mol 1.4-Dioxyäthylaminoanthrachinon zu minde stens 2 Mol Phosphortrihalogenid so lange erhitzt wird, bis die Reaktionsmischung beim Behandeln mit wässerigem Alkali völlig in Lösung geht, und dann die gesamte Reak tionsmischung mit wässerigem Nationalkali behandelt wird. Der erhältliche Farbstoff ist ein Natrium salz und stellt ein blaues Pulver dar, das Wolle in klaren blauen Tönen anfärbt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung des Phos- phortrihalogenids mit 1.4-Dioxyätbylarniijo- anthrachinon in Gegenwart eines indifferenten Lösungsmittels vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE191014X | 1935-03-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH191014A true CH191014A (de) | 1937-05-31 |
Family
ID=5726635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH191014D CH191014A (de) | 1935-03-04 | 1936-02-27 | Verfahren zur Herstellung eines Anthrachinonfarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH191014A (de) |
-
1936
- 1936-02-27 CH CH191014D patent/CH191014A/de unknown
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