CH191068A - Explosionsmotor für Benzin- und Holzgasbetrieb. - Google Patents

Explosionsmotor für Benzin- und Holzgasbetrieb.

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CH191068A
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CH
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gasoline
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gas
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Itin Ernst
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Itin Ernst
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D19/00Controlling engines characterised by their use of non-liquid fuels, pluralities of fuels, or non-fuel substances added to the combustible mixtures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description


  Explosionsmotor für Benzin- und     Holzgasbetrieb.       Als Betriebsstoff für Automobile wurde  bis vor einigen Jahren grösstenteils nur Ben  zin verwendet. Um die Betriebskosten zu  reduzieren, ist     eifrig    im Konstruieren eines  guten Automobildieselmotors gearbeitet wor  den. Es gelang auch, solche Motoren zu  bauen, und es fahren sehr viele Dieselmotor  lastwagen zur vollen Zufriedenheit. Nun ist  aber Rohöl ein ausländisches Produkt. In  der Schweiz, mit ihren vielen und grossen  Waldbeständen, liegt der Holzmarkt     darnie-          der,    da kein Absatz vorhanden ist. Die Folge  davon war, dass nun auch in der Schweiz  alte und neue Lastwagen auf Holzgas um  gebaut wurden, was anfänglich eine vielver  sprechende Lösung des Problems schien.

   Lei  der hatten aber die Besitzer dieser Holzgas  wagen viel Ärger, weil die Motoren bei  schlechtem Gas nicht sofort ansprangen, oder  bei starker Beanspruchung (bei Steigungen)  zu wenig Kraft entwickelten. Um eine grö  ssere Leistung zu bekommen, wurde an der  Ansaugleitung des Motors ein Benzinvergaser  angebaut, um dem Holzgas bei Bedarf Ben-         zin-    oder     Benzolgas    zuzusetzen. Man konnte  jedoch den Motor nicht ohne Schaden mit  Benzingas allein anlaufen oder laufen lassen.  Die Explosionen des Holzgases sind wesent  lich weicher als die des Benzingasgemisches.  Dies bedingt, dass für eine genügende Kraft  ausnutzung des Holzgases die Zylinder der  betreffenden Motoren ein höheres Kompres  sionsverhältnis (1 :7 bis 1 :10) aufweisen  müssen.

   Bevor der Motor angelassen werden  konnte, musste mittels eines an der Batterie  angeschlossenen Ventilators die Luft durch  den     Holzgasgenerator    angesaugt     werden,    um  das Feuer im Generator anzufachen. Nach  3 bis 5 Minuten entwickelte der Generator  verwendbares Holzgas. Die Batterie und der  Anlasser wurden stark in Mitleidenschaft  gezogen. Auch war es fast unmöglich; die  Motoren von Hand anzuwerfen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein mehrzylindriger Explosionsmotor für  Benzin- und     Holzgasbetrieb.    Derselbe zeich  net sich dadurch aus, dass ein Teil der Zy  linder ein höheres Kompressionsverhältnis      aufweist als der andere Teil derselben, und  dass das Benzingas grösstenteils nur in den  oder die Zylinder     mit    niedrigerem Kompres  sionsverhältnis eintreten kann und das Holz  gas wahlweise in den oder die Zylinder mit  höherem Kompressionsverhältnis oder in  sämtliche Zylinder geführt werden kann.  



  Die Erfindung ermöglicht, die angeführ  ten Nachteile zu beheben.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des.  



       Fig.    I ist eine Seitenansicht der Zylinder  Blocks eines vierzylindrigen Motors mit An  saugleitung;       Fig.        II    ist ein     Vertikalschnitt    durch die  Zylinderblocks.  



  1 und 2 sind die Kolben für den Benzin  betrieb und arbeiten in den Zylindern des  Motorblockes 5 mit einem Kompressionsver  hältnis von 1 : 4 bis 1 : 5. 3 und 4 sind län  gere Kolben, welche im Zylinderblock 6 mit       einem        höheren     zum  Beispiel 1 : 9 nur auf Holzgas arbeiten. Beim  Zylinderblock 5 ist nahe am Eingang 7 der  Ansaugleitung ein Benzinvergaser 8 ange  schlossen. Die     Holzgaszuleitung    9 mit dem       Luftzusatzschieber    10 ist möglichst nahe der  Eingangsöffnung 11 in den Block 6 ange  schlossen.

   In der Verbindungsleitung 12       zwischen    der     Benzingaszuleitung    18 und der       Holzgaszuleitung    9 ist eine Drosselklappe 13  eingebaut. 16 stellt die     Benzingasdrossel    dar  und 17 ist die     Holzgasdrossel.     



  Die Arbeitsweise des     vorbeschriebenen     Motors ist folgende: Zum Anlassen des Mo  tors, welcher zu jeder Zeit sofort auf den  zwei Zylindern des Motorblockes 5 mit Ben  zin in Betrieb gesetzt werden kann, wird die  Drosselklappe 13 geschlossen, damit nicht  schlechtes Gas oder Luft aus der Leitung 9  zu diesen Zylindern einströmen     kann.    Das  gemeinsame     Bedienungsgestände    14 der Dros  selklappen 16 und 17     wird    auf Vollgas ge  stellt. Das Bedienungsgestänge 14 besitzt  einen Schlitz 15, in welchem der Drossel  klappenhebel der     Benzingasdrossel    16 Spiel  raum hat.

      Dadurch wird beim Betätigen des Be  dienungsgestänges 14 auf Vollgas zuerst die       Holzgasdrossel    17 bis 3/4 geöffnet,     dann     erst beginnt sich die     Benzingasdrossel    16 bis  1/4 oder     '/    zu öffnen.

   Erst auf Vollast ist  also die     Benzingasdrossel    16 1/4 bis     13offen.     Während nur der Motor, solange die Klappe  13 geschlossen ist, nur mit den Zylindern  des Motorblockes 5 arbeitet, saugen die Zy  linder des Motorblockes 6, deren Kolben da  bei von den Kolben 1 und 2 angetrieben  werden, durch die     Holzgasleitung    9 bei ge  schlossener     Luftzusatzdrossel    10     und    ge  schlossener Drossel 13 Luft durch den Holz  gasgenerator. Letzterer wird dann durch  Anfeuern in Funktion gesetzt. Durch rich  tiges     Einregulieren    der     Luftzusatzdrossel    10  werden nach 2 bis 3 Minuten auch die Zylin  der 3 und 4 zu arbeiten beginnen, aber auf  Holzgas.

   Das Bedienungsgestänge 14 muss  nun wieder aus der     Vollaststellung    zurück  gestellt werden, um den Motor auf die ge  wünschte Tourenzahl einzustellen. Dann  wird die     Drosselklappe    13 geöffnet, damit  auch die Zylinder des Motorblockes 5 auf  Holzgas zu arbeiten beginnen. Da das Ver  dichtungsverhältnis in den Zylindern des  Motorblockes 5 geringer ist als in denjenigen  des Motorblockes 6, wodurch die Zylinder  des Blockes 5 dem     Benzingasbetrieb    ange  passt sind, erhält man bei reinem Holzgas  betrieb eine 20 bis     30%    geringere Leistung  in den Zylindern des Motorblockes 5.

   Das  Gestänge 14     befindet    sich dabei in einer  Stellung, dass die     Benzingasdrossel    16 noch  gerade geschlossen ist und die     Holzgasdros-          sel    3/4 geöffnet ist. Um diesen Leistungs  abfall ganz auszugleichen, zum Beispiel bei       ,starken        ,Steigungen,    so erhalten nur die bei  den Zylinder des Motorblockes 5 bei Vollgas'       Benzingaszusatz.     



  In     Fig.        II    befindet sich der Kolben 1 am  Ende des Ansaughubes, der Kolben 2 am  Ende des Kompressionshubes, der Kolben 3  am Ende des Ausstosshubes und der Kolben     t     am Ende des Arbeitshubes. Demzufolge  saugt nach dem Kolben 1 der Kolben 3, dann  der Kolben 4 und dann der Kolben 2 an.

        Weil der     Durchströmungswiderstand    der       Benzingasdrossel    16 zwei- bis dreimal so  gross ist als derjenige der     Holzgasdrossel    17,  so füllen bei Vollast die Kolben des Motor  blockes 5 bei ihrem unmittelbar aufeinander  folgenden Ansaugen die Verbindungsleitung  12 aus der Holzgasleitung 9 zur Hauptsache  mit Holzgas und erhalten 1/4 bis     '/,    Benzin  gas von Seite des Benzinvergasers B.  



  Daraufhin ziehen die Zylinder des Mo  torblockes 6 bei ihrem Ansaugen den Haupt  anteil ihres Holzgasverbrauches von der  Holzgasleitung 9 an, und nur 1/4 bis     '/    aus  der reichlich dimensionierten Verbindungs  leitung 12. Letztere wird dann von Seite des       Benzinvergasers        8@mit        Benzingas    nachgefüllt,  um dann wieder von den Zylindern des Mo  torblockes 5 mit     etwas    Holzgas angesaugt  zu werden. Die lange und grossdimensionierte  Verbindungsleitung 12 macht ein Einweg  ventil unnötig und ist für die Zylinder des  Motorblockes 5 eine jeweilige Benzingas  reserve. In jeder Betriebslage kann das Ben  zingas grösstenteils nur zu den Zylindern des  Blockes 5 gelangen.

   Je nachdem, ob die  Klappe 13 offen oder geschlossen ist, kann  das Holzgas hingegen wahlweise nur zu den  Zylindern des Blockes 6 oder zu sämtlichen    Zylindern gelangen. Ventilator und Anlas  ser     können    beim dargestellten Motor weg  gelassen werden, da der Motor mit den Zy  lindern 1 und 2 angelassen werden kann und  die Zylinder 3 und 4 die Luft durch den  Generator saugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mehrzylindriger Explosionsmotor für Benzin- und Holzgasbetrieb, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Teil der Zylinder ein höheres Kompressionsverhältnis aufweist als der andere Teil derselben, und dass das Ben zingas grösstenteils nur in den oder die Zy linder mit niedrigerem Kompressionsverhält nis eintreten kann und das Holzgas wahl weise in den oder die Zylinder mit höherem Kompressionsverhältnis oder in sämtliche Zy linder geführt werden kann.
    UNTERANSPRUCH: Mehrzylindriger Explosionsmotor nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass dessen Holzgaszuleitung mit der Benzingaszuleitung durch eine Leitung mit eingebautem Drosselorgan verbunden ist.
CH191068D 1936-03-25 1936-03-25 Explosionsmotor für Benzin- und Holzgasbetrieb. CH191068A (de)

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CH191068T 1936-03-25

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CH191068D CH191068A (de) 1936-03-25 1936-03-25 Explosionsmotor für Benzin- und Holzgasbetrieb.

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