CH191855A - Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes.

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CH191855A
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formaldehyde
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tanning
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung eines synthetischen     Gerbstoffes.       Es ist bekannt, dass die Kondensations  produkte aus aromatischen     Hydrogylgruppen     enthaltenden     Sulfonsäuren    der     Benzolreihe    mit       niedrigmolekularen    Aldehyden oder     Ketonen     Gerbstoffe sind. Sie liefern jedoch beim Gerben  Leder, die oftmals lichtempfindlich sind, was  die Verwendungsmöglichkeit der genannten  Gerbstoffe für die Herstellung hochwertiger  Qualitätsleder, trotz ihrer sonstigen guten       gerberischen    Eigenschaften, schwächt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man einen  Gerbstoff erhält, welcher sehr lichtbeständige  Leder liefert, wenn man ein durch     Sulfierung     eines Gemisches vor) o-, m- und     p-Kresol    er  haltenes     Sulfosäuregemisch,    Formaldehyd und       p-Toluolsulfochloi-id    aufeinander einwirken  lässt.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens wird  z. B. ein Kondensationsprodukt aus     Kresol-          sulfonsäure    und Formaldehyd mit Natronlauge  oder Kalilauge neutralisiert und mit     Toluol-          sulfochloridvermischt,    worauf unter Ei-wärmen,    gegebenenfalls unter weiterem Zusatz von  Alkalien, die     Acylierung    erfolgt.

   Man kann  aber auch zunächst die     Kresolsulfonsäure    mit       Toluolsulfochlorid        acylieren    und sie sodann,  zweckmässig unter milden Bedingungen, der  Kondensation mit Formaldehyd oder Formal  dehyd liefernden Mitteln, wie     Hegamethylen-          tetramin,    unterwerfen.  



  Das erhaltene Reaktionsprodukt kann nach  Einstellung auf den zum Gerben erforderlichen  Säuregrad unmittelbar zum Gerben Verwen  dung finden. Mittels des so erhältlichen Gerb  stoffes gelingt es, gut gegerbte Leder von  hoher Fülle, heller Farbe und sehr guter Licht  echtheit zu erhalten.    <I>Beispiel:

  </I>    200 Gewichtsteile der 50     o/oigen,    mit Kali  lauge neutralisierten Lösung des Kondensa  tionsproduktes aus einem durch     Sulfierung     von o-, m- und     p-Kresol    erhaltenen     Kresol-          sulfonsäuregemisch    und Formaldehyd werden      nach Zusatz von 55 Gewichtsteilen Kalilauge  von 36       B6    allmählich mit 56 Gewichtsteilen       p-Toluolsulfochlorid    vermischt. Die     Mischung     wird hierauf eine halbe Stunde lang im sieden  den Wasserbad erhitzt und sodann mit 30  Gewichtsteilen konzentrierter Ameisensäure  angesäuert.

   Die erhaltene     Gerbstoff        lösung    kann  unmittelbar zum Gerben tierischer Blössen  verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines syntheti schen Gerbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man ein durch Sulfierung eines Gemisches von o-, m- und p-Kresol erhaltenes Sulfo- säuregemisch, Formaldehyd und p-Toluolsulfo- chlorid aufeinander einwirken lässt. Der Gerbstoff wird in Form einer sirup artigen, klaren Lösung erhalten. Er liefert beim Gerben Leder von weisser Farbe, guter Fülle und guter Lichtechtheit. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst ein Kon densationsprodukt aus dem Kresolsulfon- säuregemisch und Formaldehyd herstellt und dieses sodann mit Toluolsulfochlorid umsetzt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst das Kresol- sulfonsäuregemisch mit Toluolsulfochlorid umsetzt und das Umsetzungsprodukt so dann mit Formaldehyd kondensiert. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass man Formaldehyd an wendet, der aus Formaldehyd liefernden Verbindungen in Gegenwart der andern Reaktionskomponenten erhalten wurde.
CH191855D 1935-04-06 1936-03-06 Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. CH191855A (de)

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