CH192320A - Ventilationsanlage in Tunnels, insbesondere Strassentunnels. - Google Patents
Ventilationsanlage in Tunnels, insbesondere Strassentunnels.Info
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F1/00—Ventilation of mines or tunnels; Distribution of ventilating currents
- E21F1/003—Ventilation of traffic tunnels
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Description
Ventilationsanlage in Tunnels, insbesondere Strassentunnels. Ventilationsanlagen in Tunnels, insbeson dere Strassentunnels mit sog. Querlüftung bestehend aus einem Frischluftzufuhrkanal, von welchem aus Frischluft durch Schlitze in den Tunnelraum gelangt, hier sich mit der verunreinigten Luft im Tunnel mischt und durch Abluftsaugschlitze und Ablaufkanäle ins Freie gelangt, sind bekannt.
Eine andere Ventilationsanlage, bei wel cher die Frischluft in gleicher Weise in den Tunnel gelangt,. aber mit der verunreinigten Luft zusammen durch den Tunnel selbst hin ausbefördert wird, ist auch bekannt. Diese Ventilationsanlagen kommen vorherrschend nur für relativ kurze Tunnels, die wenig fre quentiert werden, zur Anwendung.
Beiden Ventilationsanlagen haftet der Feh ler an, dass die Frischluft im untern Teil des Tunnels (unter der Fahrbahn) zuströmt, sich oberhalb derselben mit der verunreinigten Luft mischt und dann oben bezw. durch den Tunnel ausströmt.
Die schädlichen Abgase von Automobilen, die gleich schwer und teilweise schwerer sind als Luft und direkt oberhalb der Fahrbabir ausströmen, werden dadurch nach oben be fördert und gelangen direkt in die Einatmungs- zone der Passanten und des Fahrpersonals, was ein Nachteil ist. Die noch im Tunnel befindliche gute Luft wird durch diese Strö mung von unten nach oben mit den schäd lichen Gasen geschwängert, wodurch sich die ganze Tunnelluft verschlechtert.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ventilationsanlage in Tunnels, insbeson dere Strassentunnels, welcher diese Nachteile nicht mehr anhaften..
Drei Ausfübrungsbeispiele der bekannten Ventilationsanlagen sind auf dem beiliegen den Zeichnungsblatt durch die Fig. 1, 2 und 3 im Querschnitt dargestellt, ebenso ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes mit einer Variante durch die Fig. 4, 5, 6 und 7; Fig. 4 zeigt die neue Ventilationsanlage im Querschnitt durch den Tunnel; Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie c-b in Fig. 4 (oberer Teil des Tunnels);
Fig. 7 zeigt ebenfalls einen Längsschnitt durch den Tunnel, aber nach der Linie c-d in Fig. 4 (unterer. Teil des Tunnels); Fig. 5 zeigt die gleiche Ventilationsanlage, angewendet bei einem sog. Unterwassertunnel, bestehend aus Rohren.
1 ist der Frischluftzufubrkarial (beim Aus führungsbeispiel nach der Fig. 3 sind deren zwei vorhanden), der sich unter der Fahr bahn 2 befindet. 3 sind Frischluftzufuhrschlitze, 4 eine Trennwand im obern Teil des Tunnels (fehlt beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3). Diese Trennwand ist im Ausfüh rungsbeispiel nach der Fig. 1 flach und ganz oben im Tunnel angebracht.
Beim Ausfüh rungsbeispiel nach der Fig. 2 ist die Trenn wand dein halbkreisförmigen Profil des Tun nels angepasst. 5 sind Abluftsaugschlitze in dieser Trennwand und 6 ein Abluftsaugkanal oberhalb der Trennwand 4.
Die eingezeichneten Pfeile geben die Luft bewegung an.
Die Frischluft kommt durch den Kanal 1, geht durch die Schlitze 3 in den Raum ober halb der Fahrbahn. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 strömt dan:i diese Frischluft mit der im Tunnel vorhandenen verunreinigten Luft nach .oben, geht durch die Schlitze 5 hindurch in den Kanal 6 und von hier nach aussen.
Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 strömt die aus den Schlitzen 3 in den Raum oberhalb der Fahrbahn gelangende Luft mit der Tunnelluft längs dem Tunnel nach aussen.
Beiden Ventilationsanlagen haftet der ein gangs erwähnte Nachteil an. Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes nach den Fig. 4, 5, 6 und 7.
1' sind die Frischluftzufuhrkanäle, 2' die Fahrbahn, 3' die Frischluftzufuhrschlitze, 4' die Trennwände der Abluftkanäle, 5' die Ab luftsaugschlitze iai den Wandungen 4', 6' die Abluftkanäle, 7' die Trennwände der Frisch luftkanäle, 8 sind Frischluftzufuhrkammern. Dieselben erweitern sich trichterförmig gegen die Frischluftzufuhrschlitze 3' hin. Die ganze Ventilationsanlage ist längs des Tunnels in Sektoren eingeteilt, die als Kammern aus- gebildet sind. Die Länge und Grösse dieser Kammern richtet sich nach den örtlichen und lufttechnischen Verhältnissen.
Die Frischluft- kanäle münden in der Längsrichtung des Tunnels in der Mitte der Kammern in diese hinein. 12 sind Leitwände in den Friscbluft- zufuhrkammern 8, welche derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die ankommende Frischluft sich gleichmässig längs den Schlit zen 3' verteilt. 9 sind Abluftsaugkammern mit Leitwänden 13, in gleicher Ausführung wie die Frischluftkammern 8 mit den Leit wänden 12, welche den Zweck haben, die Luft gleichmässig auf der ganzen Länge des betreffenden Sektors durch die Schlitze 5' ab zusaugen.
10 sind Leitungen im Oberteil des Tunnels für eine Druckluftwasserzerstäubung. 11 ist ein sog. Entwässerungskanal. 14 sind Trottoirs.
Die Luftbewegung ist wiederum durch Pfeile markiert.
Die von oben aus den Schlitzen 3' zu strömende kalte Frischluft strömt nach unten, mischt sich hier mit der unreinen Luft im Tunnelraum oberhalb der Fahrbahn 2' und gelangt dann durch die Schlitze 5', die gegen die Abluftkanäle 6' hin ansteigen, die Ab luftsaugkammern 9 und durch die Kanäle 6' nach aussen.
Der Vorteil dieser Ventilationsanlage ge genüber den bekannten Ventilationsanlagen für Tunnels besteht in der Hauptsache darin, dass bei derselben die schlechte Luft, insbe sondere die schädlichen Autogase gerade dort, wo sich dieselben bilden, d. h. oberhalb der Fahrbahn abgesaugt werden. Durch das Ab saugen der Auspuffgase, der Öldämpfe und des entwickelten Rauches bleibt die Sicht im Tunnel vollständig klar, im Gegensatz zu den bekannten Ventilationsanlagen, wo der auf der Fahrbahn sich ansammelnde Rauch durch den ganzen Tunnel nach oben gezogen wird, was während Zeiten hoher Frequenz Betriebsunterbrüche erfordert, um den an gesammelten Rauch abzuführen, damit die Sicht wieder klar wird.
Diese günstigsten Effekte können noch erhöht werden durch die Inbetriebsetzung des vorgesehenen Druck- luftwasserzerstäubers. Ein weiterer Vorteil dieser Ventilationsanlage besteht darin, dass durch das Vorhandensein von Druck- und Saugkammern und durch deren sinngemässe Ausbildung mit den Leitwänden eine absolut gleicbtnässige Lufterneuerung längs des gan zen Tunnels stattfindet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ventilationsanlage in Tunnels, insbeson dere Strassentunnels, gekennzeichnet durch mindestens einen Frischluftzufuhrkanal (1') mit einer Frischluftzufuhrkammer (8) im obern Teil des Tunnels, von welcher aus durch Frischluftzufuhrschlitze (3 ') Frischluft in den Tunnelraum oberhalb der Fahrbahn (2') ge langt, und durch Abluftsaugschlitze (5') im Unterteil des Tunnels, durch welche die Frischluft mit der unreinen Tunnelluft zu sammen in Abluftsaugkammern (9) gelangt, die mittels Abluftkanälen (6') mit der Abluft saugeinrichtung verbunden sind,wodurch die im obern Teil des Tunnels längs demselben einströmende Frischluft gezwungen ist, im Passierraum des Tunnels gegen die Fahr- und Gehbahn hinunterzuströmen, von wo aus die mit der verunreinigten Tunnelluft ge mischte Frischluft abgesaugt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Ventilationsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Frisch luftzufuhrkanäle (1') in Richtung des Tun nels in die Mitte der Frischluftzufubrkam- mern (8), die sich trichterartig gegen die Frischluftzufuhrsuhlitze (3') hin erweitern, einmünden, und dass in diesen Kammern noch Leitwände (12) vorhanden sind, welche die Frischluft in den Kammern gleich mässig auf alle Frischluftzufuhrschlitze (3') verteilen, ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftsaugkammern (9) gleich aus gebildet und mit Leitwänden (13) versehen sind wie die Frischluftzufuhrkammern,wo durch auch hier eine gleichmässige Absau- gung der Luft durch die Abluftsaugschlitze (5') stattfindet. 2. Ventilationsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluft sarrgkammern (9) unter derLTrottoirs (14'), die höher liegen als die Fahrbahn (2'), angeordnet sind und dass die Abluftsaug- schlitze (5'), die sich in der Kammerwand (4') befinden, gegen die Abluftkanäle (6') hin ansteigen. 3.Ventilationsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich im obern Teil des Tunnels noch Leitungen (10) für Druckluftwasserzerstäubung vorfinden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH192320T | 1939-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH192320A true CH192320A (de) | 1937-08-15 |
Family
ID=4438155
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH192320D CH192320A (de) | 1939-03-27 | 1937-01-23 | Ventilationsanlage in Tunnels, insbesondere Strassentunnels. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH192320A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1630349A1 (de) * | 2004-08-06 | 2006-03-01 | Ed. Züblin AG | Zwischendeckenkonstruktion im Tunnelbau und Verfahren zur Herstellung |
| WO2006134408A3 (en) * | 2005-06-13 | 2007-02-22 | Robert Planinc | Assembly system for prefabricated secondary tunnel lining |
-
1937
- 1937-01-23 CH CH192320D patent/CH192320A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1630349A1 (de) * | 2004-08-06 | 2006-03-01 | Ed. Züblin AG | Zwischendeckenkonstruktion im Tunnelbau und Verfahren zur Herstellung |
| WO2006134408A3 (en) * | 2005-06-13 | 2007-02-22 | Robert Planinc | Assembly system for prefabricated secondary tunnel lining |
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