CH194371A - Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-6-methyl-tetrahydropyridin. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-6-methyl-tetrahydropyridin.

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CH194371A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung     vo        2,4-Diogo-3,3-diallyl-6-methyl-tetrahydropyridin.       Durch Kondensation von     Malonester    mit       ss-Aminocrotons-Iüreester        entsteht        Dioxy-6-          methyl-pyridincarbonsäureester,    der in ein  facher Weise in     Dioxy-6,-methylpyridin        über-          geführt    werden kann     (Berichte    :der     Deut-          schen    Chemischen     Gesellschaft    3:1 [189.8],  S. 767 ff.).

   Nach demselben Verfahren ge  langt man, von     Monoalkylmalonestern    aus  gehend, zu     2,4-Dioxy-3-alkyl-6-methylpyri-          dinen.    Auch     2@,4-D-ioxypyridin    wurde in ähn  licher Weise gewonnen (Berichte der Deut  schen Chemischen     Gesellschaft    3:1 [1898],  S. 1682).

   Die     Darstellung,des        Diäthyläthers     erfolgte über das Silbersalz; ,die     Alkylierung     am     Stickstoff        ist    jedoch nicht geglückt     (Be-          richte    der Deutschen     Chemischen    Gesellschaft  a. a. 0.,     Seite    1689 und 1,690).

       Alkyliert    man       indessen    die     Alkalisalze        nach    irgend einer  der üblichen Arbeitsweisen, so tritt im we  sentlichen, wie     festgestellt    wurde, eine     Alkyl-          gruppe    an den     Stickstoff.    Die     entstehenden            Verbindungen    sind im     Gegensatz    zum Aus  gangsstoff in Alkali     unlöslich.     



  Es     wurde    nun     gefunden.,    dass es gelingt,  die     3-Stellung    der     erwähnten        Pyridiuab-          kömmlinge    mit     2-Alkylgruppen    zu besetzen,  ohne den Stickstoff zu     alkylieren,        wenn    man  auf die     Alkalisalze    des     2,,4-Dioxypyridins,          2;

  4-Dioxy-6-methylpyridins    oder ihrer in     3-          Stellung        monoalkylierten    Abkömmlinge     Al-          lylhalogenid.e    in     wässeriger        Lösung    bei Ge  genwart von Kupfer oder     Kupferverbindun-          gen    einwirken lässt. An Stelle der     Allyl-          halogenide    können auch an der     2-Stellung     substituierte     Abkömmlinge    derselben (Brom  allylbromid oder     -ethylallylchlorid)    Ver  wendung finden.  



  Die     Ausbg-a.ugsverbindungen    können ver  mutlich in     folgenden        vier        tautomeren        Formeln     in     Umsetzung    treten:    
EMI0002.0001     
    In     diesen        Formeln    bedeuten R     Wasserstoff     oder     Alkyl,        R,        Wasserstoff    oder     Methyl.     



  Die neuen     Verbindungen        können,    im Ge  gensatz zu den     vexwendeten    Ausgangsstoffen,  nicht als     Abkömmlinge    des     Dioxypyridins     aufgefasst werden,     vielmehr    müssen sie     Oxy-          oxo-    oder wohl noch eher     Dioxoverbindungen     sein, d. h.

   für     sie        kommt        nur    noch die Kern  anordnung der     tautomeren        Formeln        II    und       III        in    Betracht. Sie lösen sich zwar in     Alka-          lien,    aber auch in starken Säuren; insbeson  dere aber     werden        ihre        Lösungen    von     Eisen-          ehlarid    nicht gefärbt.

   Beider katalytischen       Hydrierung    .gehen     nie        ungesättigten        Alkyl-          resbe        in        gesättigte    über.  



       Gegenstand    des vorliegenden     Patentes    ist       ein    Verfahren zur Darstellung von     2,4-Dioxo-          3;3        --diallyl-    6     -methyl-tetrahydropyridin,    wel  ches dadurch     gekennzeichnet    ist,     dass    man  auf die     Alkalisalze    des     2,

  4-Dioxy-S-allyl-6-          methyl-tetrahydropyridins    in wässeriger Lö  sung bei     Gegenwart    von Kupfer     Allylhaloge-          nide        einwirken    lässt.  



  Das     2,4-Dioxo-3@"3-diallyl-6-methyl-tetra-          hydropyri.din    ist geruchlos, es schmilzt bei  84     bis    85   und     siedet    bei 208 bis 2,10,'     und     14     mm.        Druck.    Bei der     katalytischen    Hydrie  rung geht es     in    die     Dipropylverbindung    vom  Schmelzpunkt 104   über.  



  Es wirkt in     kleinen    Dosen     schlafmachend     und soll als Arzneimittel     verwendet    werden.         Beispiel:       Man     verrührt    eine     Lösung    von 165     G::

  -          wichtsteilen        2,4-Dioxy-3-allyl--6-methyl-tetra-          hydropyridin    in 10'0<B>0</B>     Gewichtsteilen    Wasser       unter    Hinzufügen von 116 Gewichtsteilen  Natronlauge von     34,5%.    Zu .der klaren Lö  sung     gibt    man unter     fortgesetztem    Rühren  0,5 Teile Kupferpulver und 76,5 Teile     Allyl-          chlorid.    Die     Allylierung    geht unter leichter       Selbsterwärmung    vor Sich.

   Das     ausgeschie-          ,dene        2.,4-Dioxo.-.3,3-,di,allyl-,6-methyl-tetra-          hydropyridin    wird. von der     Flüssigkeit    ge  trennt und     kann    nach     Destillation    im     luft-          verdünnten    Raum     durch        Umkristallisierzn     aus     Dbutyläther    völlig rein erhalten werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Darstellung von 21,4-Dioxo- 3,3--,diallyl-6-methyl-tetrahydropyridin, da durch b ekennzeiehnet, dass man auf :die AlkaIi- salze des 2,4-Dioxy-3-,a-llyl-6-methyl-tetra- hy.dropyridins in wässeriger Lösung bei Ge genwart von Kupfer Allylhalogenide ein wirken lässt. Das 2,4-Dxoxo-3,3-,diallyl-6-methyl-tetra:
    hydropyridin ist geruchlos, es schmilzt bei 84 bis 85 und siedet bei 208 bis 2,10' und 14 mm Druck. Bei .der katalytischen Hydrie- rung geht es in die Dipropylverbindung vom Schmelzpunkt 104' über. Es wirkt in kleinen Dosen schlafmachend und soll als Arzneimittel verwendet werden.
CH194371D 1935-08-28 1936-07-01 Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3,3-diallyl-6-methyl-tetrahydropyridin. CH194371A (de)

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