CH194599A - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Fehlkopplungen. - Google Patents

Verfahren und Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Fehlkopplungen.

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CH194599A
CH194599A CH194599DA CH194599A CH 194599 A CH194599 A CH 194599A CH 194599D A CH194599D A CH 194599DA CH 194599 A CH194599 A CH 194599A
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      Verfahren    und Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Fehlkopplungen.    Beim Arbeiten mit kurzen und ultrakur  zen Wellen., z. B. bei der     Ausführung    von  Messungen, ergeben sich .grosse praktische  Schwierigkeiten, die durch Fehlkopplungen  zwischen     der    die     Messgrösse        liefernden    Ein  richtung und der     Messeinriehtung    und da  durch     hervorgerufen    werden,     dass    es     scUwie-          rig        ist,        ausreichende    Erdungen wirksam  durchzuführen.

   Es treten in der     Praxis        ins-          besondere    auch Fälle auf, wo von     vornherein     die Übertragung der Energie     eines        Genera-          tors,    welcher nur einpolig fest mit einem an  dern, als     E.mpfäuger        wirkenden    Schaltungs  teil verbunden ist,

   von     diesem        Schaltungsteil     unbedingt     ferngehalten    werden     muss.    Dies ist  zum     Beispiel    der Fall bei     Überlagerungs-          schaltungen,        insbesondere        Superheterodyne-          Empfängerschaltungen,    bei denen     unbedingt     verhindert werden muss.     dass    die     Oszillator-          welle    von der Antenne     ausgestrahlt        wird.     



  Es     gibt        induktive    und     kapazitive    Fehlkopp  Iungen. Erstere     sind    selbst bei     sorgfältiger          Sternpünktverdrahtung    schwer     vermeidbar;

         unter     Sternpunktverdrahtung        versteht    man  bei     Anschaltung    von Schaltelementen, bei  spielsweise     Drosseln,    an einen gemeinsamen  Punkt, die     sternförmige    relative Lage     dieser          Schaltelemente        zwecks    Herabsetzung der     ge-          genseitigen    induktiven     Beeinflussungen.    Häu  fig     werden:

      die Fehlkopplungen auch     durch          ungenügende        Verdrosselung    der     Batterielei-          tungen    bei     Verwendung        gemeinsamer        Bat- & -          rien    für den Generator und d en     Verbraucher     (z. B.     Messsender    und zu     messende        Einric1l-          tung)    hervorgerufen.  



       Laie        kapazitive    Fehlkopplung     äussert    sich       bei        diesen        Frequenzen    schon an     kleinsten          Teilkapazitäten.    (mangelnde     Abschirmung)     und wird durch die kleinen     zulässigen.        Lei-          tungslängen        und    die daher     geringen,   <B>Ab-</B>  stände der Geräte noch     1:

  >p,-ünstigt.    Sie     kann          besonders    bei scharf     abgestimmten        Indikator-          kreisen.    z. B. bei der     Empfängerprüfung,     starke     Messfehler    verursachen. en     5-m-greis     mit 5000 Ohm     Resonanzwiderstand        zeigt        bei     einpolig     impedanzloser        Verkopplung        mit        einer         Störquelle z.

       B.        bereits.    10 % der benachbar  ten     Störspannung,        wenn        diese        infolge    unge  nügender Abschirmung d es andern Pols nur  0,05 cm     Teilkapazität    gegen ihn aufweist.  Induzieren     sieh    überdies die :die     Messgrösse          liefernde    Einrichtung und die     Messeinrieh-          tung,    z.     B.        Messsen:der    und     Empfänger,    so  können die Fehler verstärkt werden.

   Man       kann        diese        letzteren,    auf Streufehler     zurück-          zuführenden    Kopplungen dadurch weit  gehend     beseitigen,    dass man neben weitgehen  der     Panzerung    und     Abschirmung        streufeld-          freie        Spulen:

  ,        insbesondere        Toroidspulen,    be  sondere     strahlungsschwache    Spezialkonden  satoren,     ferner    in bezug auf die     benutzte     Wellenlänge     kurze,        abgeschirmte        Leitungen          (vorteilhaft    solche, bei denen die     eine    Lei  tung einen dünnen Draht als     vreites    konzen  trisches     Rohr    umgibt)

       und        eine        besondere          Art    der     Leitungsführung    verwendet.  



  Eine     besondere    Quelle von Fehlkopplun  gen, die     durch    die     geschilderten    Massnahmen  nicht     behoben.    werden, bilden die     Erdkapazi-          täten.        Diese        existieren    in jeder Einrichtung  und entziehen sich     praktis@oh    jeder Kontrolle.       Unter    Erde     kann    dabei auch eine     künstliche     Erde, z. B.     ein        Chassis,    verstanden werden.

         Diese        Erdk.apzitäten    sind meist     -die        Ursache     dafür, dass selbst bei sorgfältiger     anderwei-          tiger        Entkopplung    von Generator und Ver  braucher und     einpoliger    Verbindung der letz  teren beiden dennoch Energie     übertrag--n          wird.     



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  deshalb ein Verfahren zur     Beseitigung    von  Fehlkopplungen, die bei     einpoliger        Verbin-          dun:g    von Generator und Verbraucher infolge  vorhandener     Erdkapazitäten.    auftreten. -Die  ses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,  dass der Generator mittels eines     Spannungs-          teilens    für die eingangs erwähnten     Wellen          überbrückt        wird,    wobei :

  der     Spannungsteiler     derart eingestellt wird,     dass    infolge dieser       Einstellung    in der     Verbindungsleitung    zwi  schen     Generator    und Verbraucher ein     Er-          dungspunkt    entsteht.

           Im.        folgenden    wird     das        erfindungsgemässe       Verfahren anhand von Ausführungsbeispie  len erläutert:       Fig.    1 zeigt :die Verhältnisse bei einpoli  ger Verbindung eines freistehenden     Kurz-          wellengenerators    e,     .d.    h. eines     Generators     ohne     direkte    Erdung, mit dem Verbraucher z.

    Wenn der     Hochfrequenzgenerator    seine       Schwingung    ausstrahlt, so wird sich selbst  bei weitgehender     Abschirmung        eine    Span  nung am Verbraucher z     zeigen..    Es machen  sich     nämlich        die    Erdkapazitäten 1, ?. 3. 4  geltend, so dass eine Spannung     zwischen    den       Punkten    X, Y in unvorhersehbarem Grade       auftritt.,    die, wenn sie auch erheblich niedri  ger .ist als an den Punkten A, B, doch ausser  ordentlich störend ist.

   Die     Ursache    dafür,  dass sich die     Erdkapazitäten    bemerkbar  machen können, ist in dem Spannungsabfall  an der Zuleitungsimpedanz q und der frei  stehenden     Aufstellungsart        des    Generators zu  sehen, und zwar trotz nicht     vorhandener     (gestrichelt gezeichneter)     Leitung        p.    Es  tritt     zwischen    B und     y    und     zwischen        y    und  x.

   ein Spannungsabfall auf, der durch die  Grösse von<I>z</I> und<I>q</I> und     .die        Erdkapazitäten     1 bis     -1        bestimmt    ist. Da     die    Grösse der     Ka-          pazitäten    1     bis        4-        unvorhersehbar        ist,    so gilt  dies auch für die .Spannung zwischen x und  y.

   Die     Fehlerquelle    kann durch     induktions-          freie    Kabel nur bis zu einem gewissen Grade  vermieden werden.     Tatsachl.äch        tritt    wegen  der     unvermeidlichen        Erdkapazitäten    eine  Störspannung an dem     Verbraucher    z, das ist  zum Beispiel :der Empfangsverstärker, der  zur     quantitativen        Messung    verwendet wird,  auf.

   Es ist also nicht ohne     weiteres    möglich,       beispielsweise        einen        .Schwingungskreis    als  Belastung z bei einpoliger Verbindung mit  dem     Messender    zu entkoppeln.  



  Die vollständige     Entkopplung    gelingt  erst, wenn     man-in    der nachstehend beschrie  benen     Weise    einen künstlichen     E.rdungspunkt     schafft. Zu     diesem    Zwecke wird nach     Fig.    2  ein     Differentialkondensator    d     verwendet.     Offenbar ergänzt     derselbe    die     Schaltung    zu  einer     Kapazitä        sbrücke,

      deren einer parallel  zum Generator     liegender    Zweig aus den     Erd-          kapazitäten    1 und 2     besteht,    während der an-           dere    zum Generator parallel liegende Zweig  durch. die beiden Teilkapazitäten     des    Diffe  rentialkondensators gebildet wird. Das Schalt  schema dieser Kapazitätsbrücke ist in     F'ig.    3  dargestellt.

   Durch     Herstellung    des     Brücken-          gleichgewächtes    lässt sich     erreichen,        @dass    der  Punkt p auf Erdpotential kommt und infol  gedessen die Rückleitung 7 und auch der  Verbraucher z nicht mehr von Erdströmen  durchflossen werden.

   Nur so lässt sich bei  Messungen im     Ultrafrequenzgebiet    eine defi  nierte Spannungsübertragung     bewerkstelli-          gen.    während bekanntlich jeder     Versuch.    -die  Spannung des Punktes B gegen Erde durch  eine direkte     Leitung    zur Erde zum Zusam  menbruch zu     bringen,    an     zeinem    zu grossen       Scheinwiderstand    der Erdleitung zunichte  wird.

   Sobald     übrigens    der zweipolige An  schluss über 6 und 7 weder     hergestellt    wird,  können die Impedanzen und die     Gegeninduk-          tivität    der     Leitungsadern        (angedeutet    durch  die Spulen<I>1,</I>     l)    das Gleichgewicht-     wieder     stören. Man erkennt     daraus,    dass induktions  freie Zeitungen hierbei unbedingt notwendig  sind.  



       Fig.    1     zeigt    die beispielsweise Anwen  dung des     Verfahrens    bei     einem        Messsender     kleiner Kapazität. Das .ganze Gerät ist in  einen Schirmkasten     k.    eingebaut. In .die Zu  führungsleitungen sind     Sperrdrosseln    s ein  gefügt und an wichtigen     Punkten    sind au  sserdem noch durch besondere     Überbrückungs-          kondensatoren        Hochfrequenzwege    geschaffen,  die die andern Leitungswege von der Hock  frequenz befreien.

   Das besondere Merkmal  der     Schaltung    ist .die     kapazitive    Regelung  der Rückkopplung von .der Spule 11     des     Schwingungskreises .auf \das.     Gitter    der Röhre  <I>r</I> mittels     eines        Differentialkondensators   <I>d.</I>  Sie gestattet, die Rückkopplung bis auf Null       herabzuregeln.    In .diesem Falle tritt wieder  an der beweglichen Platte des     Differential-          kondensators    d das künstliche     Erdpotential          i        ,

  inf.        Der        Generator        liegt        dabei        zwischen     Anode und dem Punkt B, während .der Ver  braucher     zwischen    Gitter und Kathode der  Röhre r liegend zudenken ist.

   Diese Anord  nung erscheint besonders geeignet für Ultra-         lzurzwellenschaltungen,    da sie weitgehend       freguenzunab        ängig    und     konstant        bleibt    und  es ermöglicht, einen sehr grossen Bereich (im       vorliegenden    Falle 4     bis    14 m) lückenlos zu  überstreichen.     Die        Modulation        wird    an den  Klemmen 8, 9 zugeführt und durch     ein        eich-          bares        Potentiometer    10 geregelt.

   Der vorlie  gende     Messsender        gibt    daher auch     eine    recht  gleichmässige     Spannungsamplitude    über den  ganzen Bereich.  



  Der     Kreis    12, welcher in der     Fig.        .1        dar-          gestellt    -ist und durch veränderliche Kopp  lung einer     Spule        mit    der Spule 11 eine ver  änderliche     Amplitude    der Schwingung über  die     Ausgangsklemmen    13 und 14     abzugeben          gestattet,    dient zur     LThertrab        ing    der     Mess-          senderfrequenz    an die     Empfangsgeräte,

      wel  che entweder zu eichen oder auf     ihre    Emp  fangs- und Verstärkungsgüte zu prüfen sind.  



       Ein        weiteres    Beispiel der     praktischen          Verwendung        des        erfindungsgemässen        Verfah-          rens        ist    in der     Fig.    5 dargestellt.

   In     dieser     Figur sind     in        schematischer    Weise eine  Mischröhre und die für das     Verständnis        we-          sentlichen        Kreise        dargestellt.        Innerhalb    der  Röhre     dient    das rechts     .gezeichnete        System     zur     Erzeugung    einer     Oszillatorfrequenz,

      wäh  rend das linke     .System    zur     Mischung    der  Empfangsfrequenz mit der     0'szillatorfrequenz     dient, so     dass-    an der     linken:

      Anode die Zwi  schenfrequenz abgenommen werden     kann.     Zur     Vermeidung    der Abstrahlung der     Oszil-          latorfrequenz    wird für den     Oszillatorkreis     eine Entkopplung vom     Antennenkreis    durch  den Differentialkondensator     bewirkt.    In dem  vorliegenden     Beispiel    ist also     ,die        Oszillator-          frequenz    eine     .Störfrequenz    und der Verbrau  cher, d. h.

   die Antennenspule,     wird    für die       Oszillatorfrequenz        stromlos.     



  In der Figur sind die Bezugszeichen ent  sprechend,den vorangegangenen Figurenein  getragen. Die     Anwendung    des erfindungs  gemässen     Verfahrens    ist hier deswegen not  wendig, weil     es    trotz     sorgfältiger        Leitungs-          führung    bei einem Gerät normaler Abmes  sungen nie gelingen wird,

   völlig     erdkapazi-          tätsfreie        Verbindungsleitungen        herzustellen.     Da der     kapazitive        Widerstand.        bekanntlich        mit              wachsender        Frequenz    abnimmt, die Störkapa  zitäten     sich,    aber     nie    werden vermeiden las  sen,

       ist    die     Anwendung        des        erfindungsgemä-          ssen        Verfahrens    im Falle des     Beispiels    nach  der     Fig.    5 besonders vorteilhaft.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRüCHE I. Verfahren zur Beseitigung von Fehl kopplungen, die bei. einpoliger Verbin dung von Generator und Verbraucher für kurze und ultrakurze Wellen infolge vor handener Erdkapazitäten auftreten, da durch .gekennzeichnet,
    dass-der Generator mittels eines Spannungsteilers für die genannten. Wellen überbrückt wird, wo bei der .Spannungsteiler derart eingestellt wird,
    dass infolge dieser Einstellung in. der Verbindungsleitung zwischen Gene rator und Verbraucher ein Erdungspunkt entsteht. 1I. Schaltungsanordnung zur Durchführung .des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch ,gekennzeichnet, dass, der ge- nannte.Spannungsteiler ein Differential kondensator ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der durch Spannungsteilung erzeugte Erdungaspunkt am beweglichen Platten- satze des Differentialkondensators liegt.
    2. Schaltungsanordnung nach Patentaa- spruch II und Unteranspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Differentialkon densator die .Schaltung zu einer Kapa- zitätsbrückenanordnung ergänzt, deren einer parallel zu den Generatorklemmen liegender Zweig aus Erdkapazitäten be steht, während ,
    der andere parallel zum Generator liegende Zweig durch die bei- den Teilkapazitäten des DifferentiaJkon- densators gebildet wird.
    3. Schaltungsanordnung nach Patentan- spruch II und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Differentialkondensator zur prak tisch vollständigen: Entkopplung zweier Schwingungskreise ,dient.
    4. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch II und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch, gekennzeichnet, dass der Differentialkondensator zur Regelung einer Rüükkopplung bis auf den Wert Null dient. 5.
    Schaltungsanordnung nach Patentan- spruch II und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstinduktion der Leitungen so gering wie praktisch möglich: gehalten ist. 6.
    Schaltungsanordnung nach Patentan- spruch II und den Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ge. genüber der benutzten Wellenlänge kurze Leitungen . zur Spannungsübertragung vorhanden sind. 7.
    Schaltungsanordnung nach Patentan spruch II und den Unteransprüchen 1 und 2;, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Vermeidung kapazitiver Fehl kopplungen kurze abgeschirmte Leitun gen vorhanden sind, bei welchen die eine Leitung einen dünnen innern Draht als weites konzentrisches Rohr umschliesst. B.
    ,Schaltungsanordnung nach Patentan spruch II und den Unteransprüchen 1 und 2(, dadurch, gekennzeichnet, dass sie in einem gegen aussen vollständig ab schirmenden Metallkasten, eingebaut ist. .
CH194599D 1932-01-15 1933-01-12 Verfahren und Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Fehlkopplungen. CH194599A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE951821C (de) * 1953-01-18 1956-11-08 Telefunken Gmbh Schwingkreisanordnung
DE1192277B (de) * 1960-12-28 1965-05-06 Philips Patentverwaltung UHF-UEberlagerungsempfaenger

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