CH196477A - Gerät zum Erwärmen von Höhlungen und Kanälen des menschlichen Körpers. - Google Patents
Gerät zum Erwärmen von Höhlungen und Kanälen des menschlichen Körpers.Info
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Description
Gerät zum Erwärmen von Höhlungen und -Kanälen des menschlichen Körpers. Bei bisher bekannten Diathermieappara: ten zum Erwärmen von Höhlungen und Ka nälen des menschlichen Körpers ist es nicht möglich, die Gewebeteile gleichmässig und kontrollierbar zu erwärmen. Um die Behand lungsdauer eines Patienten möglichst zu re duzieren, ist es aber von Vorteil, die kranken Stellen gleichmässig und kontrollierbar zu er wärmen.
Gegenstand :der vorliegenden Erfindung ist nun ein Gerät zum Erwärmen von Höh- lungen: und Kanäilen des menschlichen Kör pers, welches einen. Handgriff besitzt, an welchem auswechselbar verschieden geformte und zum Gerät gehörende .Sonden befestigt werden können. Diese Sonden sind mit elek trischen Heizkörpern ausgerüstet, deren Tem peratur kontrolliert werden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele .des Handgriffes, :der :Sonden und des kompletten Gerätes sowie ein Schaltungs schema ,dargestellt.
Der Handgriff :der Fig. 1 passt zu den Sonden gemäss Fig. 2 und 3. F'ig. 2 ist das Ausführungsbeis_pi:el einer langen :dünnen .Sonde zur Behandlung der männlichen Gonorrhöe; Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer Sonde zur Behandlung der weiblichen Go norrhö e; Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel des kompletten Gerätes zur Behandlung der männlichen Gonorrhöe;
Fi.g. 5 ist das @Schaltungsschema, des Ge rätes gemäss Fig. 4.
In Fig. 1 ist im Handgriff 1 aus I6blier- material ein metallenes Gewindestück 2 mit Eboniteinlage 3 und Kontaktbolzen 4 einge setzt. Das An.schlusskabel 5 der,Stromzufüh- rung ist mit dem einen: Pol an .den Kontakt- bolzen 4 und mit .dem andern Pol an das Ge windestück 2 angeschlossen.
Das Gewindestück 2 und die Ebonitein- la.ge 3 werden von einer. Schraube G festge halten.
In Fig. 2 ist der Isolierkörper 7 mit einem metallenen Gewindestück 8 versehen, dessen Innengewinde dein Aussengewinde dea Stückes ? der Fig. 1 entspricht. Im Ge windestück 8 ist eine Ebonithülse 9 einge setzt, in welcher sich ein Kontaktbolzen 10 befindet. Der Kopf des Kontaktbolzens ist mit einer Kontaktfeder 11 versehen.
In das Gewindestück 8 und den Isolierkörper 7 ist die 111eta-llhülse 1? mit ihrem hintern Ende eingesetzt, welche als lange, dünne Sonde zur Behandlung der männlichen Clonorrhöe aus gebildet ist. Im Innern der Sonde befindet. sich ein als elektrischer Heizkörper dienender Heizdraht 13. welcher vorn am vordern Ende 15 der Sonde mit deren metallenen Seiten wand, hinten mit dem als Stromzuleilungs- pol dienenden Kontaktbolzen 10 verbunden ist.
Damit sich die Wärme gleichmässig ini Innern verteilt, ist der Heizdraht in einem die 3Zetallhülse 12 ausfüllenden Strang aua keramischen Perlen eingebettet. Die Zwi schenräume zwischen Strang und Hülse und den einzelnen Perlen, sowie die Poren der Perlen :sind mit: Öl ausgefüllt. Der Heizdraht. ist auf diese Weise von der metallenen Sei tenwand der Sonde distanziert, wodurch eine in radialer Richtung gleichmässige Tempera turverteilung während des Betriebes erreicht wird.
Das in die Sonde eingefüllte<B>01</B> ist säurefrei, damit die 3letallwand und der Heizdraht nicht angegriffen werden. DaS Öl dient auch als elektrischer Isolator und verhindert den Luftzutritt ziini Heizdraht, welcher deshalb vor Oxydation bewahrt wird. Die Lebensdauer der Sonde wird durch das Vorhandensein von Öl somit vergrössert.
Die Sonde gemäss Fig. 3 dient zur Be handlung der weiblichen C'-onorrllöe und ist ganz ähnlich konstruiert wie die Sonde ge mäss Fig. 2.
Das komplette Gerät gemäss Fig. -1 dient zur Behandlung der Prostatitis nach Dr. Arz- berger. Die Sonde 16 ist für Einführung in das Rektum gebaut. Im Handgriff 17 des Gerätes befindet sieh ein mit dein elektri schen Strom geheiztes Thermometer 1.8 zur Kontrolle der Temperatur der Sonde 16.
Die Hülse der letzteren bestellt aus L eielitnietall. Der in der hohlen Sonde befin.dlielle elektri- scli;, lleizkörper 1!1 ist auswechselbar. gekap- selt und von einem Ölbad umgeben.
Auch hier ist das hintere Ende der Sonde 16 mit einem Gewinde versehen, mit wel chem sie auf das am Handgriff befindliche C@egengewincle aufgeschraubt werden kann. Zur Abdichtung ist zwischen der Sonde und dein Handgriff ein Dichtungsring 20 vorge sehen.
hie Schaltung de"s Thermometers und des elektrischen Heizkörpers des Gerätes nach Fig. 1 ist aus Fig. 5 ersichtlich. a und b sind die beiden Pole der elektrischen ',tromzufüh- rung. Am vordern Ende des Thermometers 18 ist eine Heizwicklung 21 angebracht, wel ehe mit dem gekapselten Heizkörper 19 in Serie geschaltet ist.
Das Thermometer 18 ist nach Temperaturgraden der Sondenoberflä che ge"#ieht..
Das Tliernionieter kann anell im vordern Teil clea Handgriffes an der Stelle der Be- festigungsvorrichtung der Sonde eingebaut sein, da, wie Fig. 1 zeigt, im vordern Teil des Handgriffes mehr Raum ist, als weiter hinten, wo das Stroinzuführungska-bel einge führt ist.
Zur Kontrolle der Temperatur der Sonde kann auch ein Slroinniessinht.rument in den Stromkreis des Heizkörpers eingeschaltet sein, zvele.hes nach Teinperat'urgraden der Sondenoberfläelie geeicht ist.
Eine weitere T'emperaturmessnielliocle der Sonde kann darin bestehen, dass ein Therino- elenieni- ini Gerät eingebaut ist, "welches mit einem nach Temperaturgraden der Sonde ge- eiclilcn Galvanometer verbunden ist.
Es ist auch möglich, ein Thermometer in deii das Gerät mit Strom versorgenden 'franaformalor oder Umforinergerät einzu- bauen. Das Thermometer ist dann nach Tem- pcraiui-graden der Sonde zu eichen.
In der Sonde kann ferner ein elektrischer Thermostat untergebracht sein, welcher den Patienten und die Instrumente vor Über- hilzung bewahrt. Der Thermostat. ist nämlich mittels Drähten mit dem Stromkreis eines Relais verbunden. derart, dass der Strom der Sonde bei Überschreitung einer gegebenen Temperatur durch den Thermostat unter brochen wird.
Am Handgriff gemäss Fig. 1 oder des Ge rätes gemäss Fig. 4 können auch andere aus wechselbare und verschieden geformte Son den befestigt werden, als in der Zeichnung angegeben sind. Dieselben können mit aus wechselbaren elektrischen Heizkörpern aus gerüstet sein und deren Temperatur kann kontrolliert werden. Zwecks Sicherung des Instrumentes und des Patienten vor Über hitzung .der zu behandelnden Körperstelle kann im Gerät ein Thermostat eingebaut sein.
Der in der Sonde befindliche elektrische Heizkörper kann einerseits mit dem vordern Ende der aus Metall bestehenden Sonden hülse und anderseits, mit einem der Zulei tungsdrähte verbunden sein. Der andere Zu leitungsdraht ist in diesem Fall mit der me tallenen Hülse der .Sonde verbunden.
Das Gerät kann für direkten Anschluss an die Lichtleitung oder unter Zwischenschal tung eines Transformators, Umformers, von Widerständen, Dros@sel!spulen etc. gebaut sein. Im Fall das: Gerät mit Zwischenschal tung eines Transformators an die Lichtlei tung angeschlossen wird, können die Sonden, mit niedergespanntem Strom gespiesen wer den, wodurch eventuelle Unfälle durch den elektrischen 'Strom hintangehalten werden.
Das Gerät ist zweckmässig derart dicht und widerstandsfähig ausgeführt, dass es in Heissdampf oder in bekannten flüssigen Ste- rili,saticrnsmitteln sterilisiert werden kann, ohne dass wichtige Teile darunter leiden.
Der Vorteil des Gerätes gemäss der Er findung liegt gegenüber den bisher bekann ten Diathermieapparatendarin, dass eine gleichmässige und kontrollierbare Erwär mung der kranken Stellen möglich ist, was bei solchen Diathermieapparaten, welche Ge webeteile ganz ungleichmässig und unkontrol lierbar erwärmen, nicht möglich ist.
Die Behandlungsdauer wird dadurch re duziert und es ist dem Patienten möglich, nach ärztlicher Vorschrift sich selbst zu be handeln. Die Temperatur der Sonde kann durch einen Vorschaltwiderstand reguliert werden.
Speziell bei Behandlung von Gonorrhöe bat es sich als vorteilhaft erwiesen, lokale Fieberherde zu erzeugen, welche durch Ein führung von Sonden gemäss vorliegender Er findung auf die wirksame örtliche Tempera tur gebracht werden. Durch Einführung der Sonde werden künstliche Fieber erzeugt oder verstärkt und es können Temperaturen er zeugt werden, welche genügen, um Gono- kokken abzutöten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gerät zum Erwärmen von Höhlungen und Kanälen des menschlichen Körpers, dadurch gekennzeichnet, dass es- einen Handgriff be sitzt, an welchem verschieden geformte, zum Gerät gehörende Sonden einzeln auswechsel bar befestigt werden können, welche mit elektrischen Heizkörpern ausgerüstet sind. deren Temperatur kontrolliert werden- kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der angeschlossenen elektrisch geheizten ,Sonde mit einem Thermometer kontrol liert werden kann, welches-im Handgriff .des Gerätes eingebaut ist. 2. Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der angeschlossenen elektrisch geheizten Sonde mit einem Thermometer kontrol liert werden kann, welches im vordern Teil .des Handgriffes an der Stelle der Befestigungsvorrichtung der Sonde ein gebaut ist. 3.Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kontrolle der Temperatur der Sonde, ein Strommess- instrument in den Stromkreis des Heiz- körpers der Sonde eingeschaltet ist, wel ches nach Temperaturgraden der Sonden oberfläche geeicht ist. 4. Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Thermoelement im Gerät eingebaut ist, welches mit einem nach Temperaturgraden der Sonde geeichten Galvanometer verbunden ist.Gerät nach dem Patentanspruch, da durch ---kennzeichnet dass zwecks Siche rung der In.#:tritmente und des Patientcit vor t berhitzune ein Thermostat in der Sonde eingebaut ist.Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass der in der Sonde be findliche elektriselie Heizkörper vorne mit: dem vordern Ende der aus Metall be stehenden Sondenhülse und hinten finit einem der Zuleitungsdrähte verbunden ist, und dass der andere Zuleitungsdraht mit dem hintern Ende der metallenen Hülse der # onde verbunden ist.. 7.Gerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der in der metalle nen Sondenhülse befindliche elel;tri,sebe Heizkörper eingekapselt, ausweellselbar und zur gleichmässigen Verteilung der Temperatur von einem Ölbad umgeben ist. B.Gerät nach dem Patentansprueli, gekenn zeichnet durch eine lange dünne Solide. in -,veleher als elektrischer Heizkörper ein Heizdraht vorgesehen ist, welcher einerseits reit der metallenen Wand der Soililenliiils(, und anderseits mit dem einen Stromzuleitungsdraht verbunden ist und dass zwecks gleichmässiger I)i- stanzlialtung voll der Seitenwandung der Solide der Heizdraht in einem Strang aus keramischen Perleneingebettet ist.wobei die Zwischenräume zwischen i@Ietallhiilse und Strang, sowie zwischen den einzel nen Perlen und die Poren der Perlen mit (. I1 ausgefüllt sind. 9. Gxerät nach dem Pateiltanspruch, dadurch gehenilzeichnet, dass jede Sonde am hin- tern Ende mit einem Gewinde versehen ist, mit welchem sie auf ein vorn am Handgriff befindliches Gegengewinde aufgeschraubt werden kann, und dass zwischen der Sonde und dem Handgriff ein Diehtunbsring vorgesehen ist.<B>10.</B> Gerät nach dein P@itentanspruch, dadurch gel@enilzeiclitlet, dass der in der Sonde be- findliche Heizkörper für Speisung mit niederge@panlitem Strom konstruiert ist.
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|---|---|
| CH (1) | CH196477A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5685839A (en) * | 1982-08-12 | 1997-11-11 | Edwards; Stuart D. | Ultrasound probe with thermal sensing |
-
1937
- 1937-02-01 CH CH196477D patent/CH196477A/de unknown
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