CH196647A - Verfahren zur Erzeugung von Azetylen aus Kalziumkarbid und Wasser. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Azetylen aus Kalziumkarbid und Wasser.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H21/00—Details of acetylene generators; Accessory equipment for, or features of, the wet production of acetylene
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Azetylen aus Kalziumkarbid und Wasser. Das bei der Erzeugung von Azetylen durch Einwirkung von Wasser auf Kalzium- kärbid sich bildende Kalkhydrat hüllt das noch nicht vergaste Karbid mehr oder weni ger ein und verhindert so den weiteren Zu tritt des Wassers. Hierdurch wird einerseits die Vergasungsgeschwindigkeit herabgesetzt.
anderseits besteht infolge der verschlechter ten Wärmeableitung die Gefahr von Poly- merisationserscheinungen. Schliesslich bildet die in dem Kalkrückstand enthaltene Feuch tigkeit die Ursache unerwünschter Nachver gasungen, deren Regelung man nicht in der Hand hat.
Es ist zwar bekannt, die Wasserzugabe so zu beschränken, dass das entstehende Kalk hydrat trocken und staubförmig anfällt, und hierbei gleichzeitig das Gemisch stark durch zurühren, wodurch die Reaktionsrückstände von den Karbidkörnern abgelöst werden. Das einzelne Karbidkorn bleibt jedoch dabei bis zur vollständigen Vergasung in dem abge lösten Rückstand eingebettet, so dass die um- gebende Hülle aus Kalkhydrat den Zutritt des Wassers an das Karbid hemmt.
Dazu kommt noch das von der garbidoberfläche durch diese Hülle nach aussen, also entgegen der W asserzuflussrichtung strömende Aze tylen, das ebenfalls den Wasserzufluss ab bremst, so dass die Rückstände somit die Ver gasungsgeschwindigkeit herabsetzen.
Auch die Gefahr der Polymerisation wird bei dem bekannten Verfahren nur unwesent lich gemindert. Das zur Erzielung einer un terhalb der Polymerisationsgrenze liegenden Temperatur zusätzlich verwendete Wasser wird bekanntlich dazu benutzt, durch Ver dampfen die Reaktionswärme zu binden, so dass gleichzeitig mit dem Azetylen Wasser dampf entsteht, die beide durch die Kalk hülle nach aussen abströmen.
Da die Kalk hülle das Abströmen des Azetylen-Wasser- dampfgemisches aber hemmt, wird während einer bestimmten Zeit das garbidkorn von einer Azetylen-Wasserdampfatmosphäre um geben.
Nun bringt aber auch Wasserdampf das Karbid zur Vergasung, so dass auch wäh rend der Zeit, in der das Karbidkorn sich in der Azetylen-Wasserdampfatmosphäre befin det, die Vergasung nicht ganz aufhört. ha die spezifische Wärme des Wasserdampfes und des Azetylens jedoch nicht ausreicht, um die Reaktionswärme aufzunehmen, diese also nicht vollständig gebunden t\-erden kann, ergibt. sich die Folge, dass schon bald die Grenztemperatur erreicht.
wird, und sich trotz der Ablösung der Reaktionsrückstände Poly- merprodukte bilden.
Schliesslich ist noch der Umstand von Be deutung, dass bei Unterbrechung der Wasser zugabe in das Gemisch von Karbidkörnern und Vergasungsrückständen die Vergasung nicht sofort aufhört, da die in dem Riiel;- sta.nd aufgespeicherte Feuchtigkeit auf die eingehüllten Karbidkörner noch weiter ein wirkt. Bei dem bekannten Verfahren ist lohe r stets noch mit einer gewissen Nachgasmenge zu rechnen.
Diese Nachteile der verringerten Ver gasungsgeschwindigkeit, der Gefahr der Bil dung von Polymerprodukten, sowie die nicht beherrschbare Nachvergasung können bei Ver fahren zur Erzeugung von Azetylen aus Kal- ziumkarbid und Wasser, bei denen das Ge misch von Kalziumkarbid und durch be schränkte Wasserzugabe trocken und staub- förmig anfallendem Kalkhydrat einem Rühr- prozess unterworfen wird,
der die Reaktions rückstände kurz nach dem Entstehen von den Karbidkörnern ablöst und dadurch die Korn oberflächen für die Einwirkung des Wassers wieder zugänglich macht, nur dann behoben werden, wenn das Gemisch während des Rüh- rens von nicht oxydierend wirkenden Gasen durchströmt wird, die nach Art eines Sicht stromes wirken und den Kalkhvdral staub von den Ka.rbidkörnern trennen und in einen be sonderen Absetzraum fördern, in dem er aus fällt.
Hierdurch erreicht man, dass die Kar bidkörner stets eine reine Oberfläche aufwei sen, so dass das Wasser ungehindert auf das Karbid auftrifft, und somit die höchst er reichbare Vergasungsgeschwindigkeit sich einstellt. Auch die Gefahr der Polvmerisation wird dadurch vermieden und die Kühlwir- kung des auftreffenden Wassers zur Bindung der Reaktionswärme in vollem Umfang aus genutzt und gleichzeitig die Kühlwirkung der bewegten Gase unterstützt.
Schliesslich tritt auch keine Nachvergasung mehr ein, da die in dem Kalkhvdrat stets noch vorhande nen Spuren von Wasser infolge der soforti- (-ten Absonderung dieser Riiekstände von dem Karbid nicht mehr auf dieses einwirken können.
Die nicht oxydierenden Gase können ent weder inert oder selbst brennbar sein. Als inerte Gase kommen zum Beispiel in Frage Stickstoff und oft auch Kohlensäure oder ihre Gemische, als brennbare Gase Kohlen oxyd, Wasserstoff oder Gemische davon, oder Azetylen selbst. insbesondere das bei der Ver gasung gebildete oder ein Teil davon. Wird zur Durchströmung des Gemisches von Kar bid und Kalziumhydroxyd das gebildete Aze tylen selbst oder ein Teil davon verwendet, so kann dieses Gas im Kreisstrom bewegt, d. h. von der Absetzkammer wieder in die Vergasungskammer geleitet werden.
Der abgesonderte Kalkhydratstaub kann in vorteilhafter Weise für Bau- und Dünge zwecke Verwendung finden. Da die Wind sichtung eine sehr grosse Feinheit der Staub teilchen bedingt, ist der nach diesem Verfah ren gewonnene Kalkstaub viel günstiger für Bau- und Düngezwecke als der durch Mahlen erhaltene gröbere. handelsübliche Sackkalk.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Azetylen aus Kalziunikarbid und Wasser, bei dem das Gemisch von Kalziumkarbid und durch ent sprechend beschränkte )Vasserzugabe trocken und staubförmig anfallendem Kalkhydrat einem Rührprozess unterworfen wird, der die Reaktionsriickstände kurz nach dem Ent stehen von den Karbidkörnern ablöst und da durch die Kornoberflächen für die Einwirkung des Wassers wieder zugänglich macht, da durch gekennzeichnet,dass das Gemisch wäh rend des Rührens von nicht oxydierend wir kenden fasen durchströmt wird, die nach Art eines Sichtstromes wirken und den Nalk- hydratstaub von den Karbidkörnern trennen und in einen besonderen Absetzraum fördern, in dem er ausfällt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchströmung des Gemisches von Kalziumkarbid und Kalkhydrat das gebildete Azetylen oder ein Teil davon dient. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Azetylen im Kreisstrom bewegt wird.
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