CH197418A - Elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsröhre mit durch die Entladung aufgeheizter Oxydelektrode. - Google Patents

Elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsröhre mit durch die Entladung aufgeheizter Oxydelektrode.

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CH197418A
CH197418A CH197418DA CH197418A CH 197418 A CH197418 A CH 197418A CH 197418D A CH197418D A CH 197418DA CH 197418 A CH197418 A CH 197418A
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Haftung Quarzlam Beschraenkter
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Quarzlampen Gmbh
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Description


  Elektrische     Iiochdruckmetalldampfentladungsröhre    mit durch die Entladung  aufgeheizter     Ogydelektrode.       Die     Oxydelektroden        werden    in     Queck-          silberhochdruckröhren    sehr hoch beansprucht,  insbesondere wenn sie durch die     Entladung     selbst auf die zur     Emission    erforderliche  Temperatur aufgeheizt werden.

   Die Entla  dung setzt dann meist punktförmig an den  Elektroden an, so dass das     Ogyd    an der       Lichtbogenansatzstelle    leicht verdampfen  kann und die Elektroden infolge von Ver  armung an     Aktivierungsstoffen    betriebsun  fähig werden können. Es ist deshalb vor  geschlagen worden,     einen    Vorrat von den       Aktivierungsstoffen        in    Höhlungen und Win  keln der Kathoden     unterzubringen,    um so  eine grössere Lebensdauer zu erzielen.

   Ferner  muss die der Kathode zugeführte Wärme von  dem     Lichtbogenansatzpunkt    weggeführt wer  den, um eine     Alberhitzung    und damit     eine     Verdampfung der     Aktivierungsstoffe    und     ein          Unwirksamwerden    der Kathode zu vermei  den.

   Diese     Nachteile    werden bei der Hoch-         druckmetalldampfentladungsröhre    gemäss der       Erfindung    dadurch vermieden, dass die zum  mindesten     zeitweise    als Kathode arbeitende  Elektrode     aus    mehreren Plättchen besteht,  die auf einen Stift aufgesteckt sind,     während          gleichzeitig    der Stift nur wenig über die dem  Entladungsraum zugekehrte Seite des äusser  sten Plättchens hervorsteht.

   Dabei sind die  Plättchen so angeordnet, dass kleine     Zwischen-          räume    zwischen ihnen zur     Aufnahme    des       elektronenemittierenden        Oxydes    entstehen.  



  Der Erfindungsgegenstand ist anhand  der Figuren     teilweise    in drei Ausführungs  beispielen dargestellt. Die     Fig.    1 bis 3 zeigen  Schnitte durch drei     verschiedene    Formen der       erfindungsgemässen    Elektrode im Längs  schnitt,     Fig.    4 bis 6 die dazugehörigen Quer  schnitte, während in     Fig.    7 eines der die  Elektrode bildenden Plättchen in grösserem       Massstabe    dargestellt ist.  



       In.        Fig.    1 bis 4 ist die Elektrode 1     in    dem      Polgefäss     2?    einer Entladungsröhre unterge  bracht, das an das Leuchtrohr 3 anschliesst.  Zwischen beiden liegt eine ringförmige Ver  engung 4. Die Elektrode besteht aus einem  im Polgefäss     achsia.l    angebrachten Stift 5     aus     schwerschmelzendem Metall, z. B. aus Wolf  ram oder     Dlolybdän,    auf den eine grössere  Anzahl von kreisförmigen     Metallplättchen    6,  z.

   B.     aus        Molybdän,    aufgeschoben sind, wo  bei das Loch in den Plättchen so     zii        bemessen     ist,     da.ss    diese gerade stramm auf den Stift     a     aufgeschoben werden können. Bei     einer    Be  lastung von 1 Ampere hat sich ein Durch  messer der Scheibchen von ? bis 3 mm und  eine Dicke von 0,1 mm bei einer Zahl von  etwa 15 bis ?0 Plättchen als geeignet er  -wiesen. Die Plättehen 6 weisen eine vorzugs  weise zentrale Bohrung auf, ausserdem eine  Reihe von Warzen. die durch einen     Priige-          vorgang    aus dem Blech     gedrückt    sind.

   Sie  haben den Zweck, ein dichtes     Aufeinander-          liegen    der Plättehen     zii    verhüten.     Erfindungs-          gemäss    soll nämlich zwischen den einzelnen  Plättchen ein kleiner Zwischenraum bestehen  bleiben, so dass eine grosse Menge der     Akti-          vierungsmasse    auf der Elektrode unterge  bracht werden kann, ohne dass die Gefahr des       Abblätterns    besteht.

   Auf die     MFarzen    I kann  verzichtet werden, wenn zum Beispiel die  einzelnen Plättchen in unregelmässiger     Weise     etwas gebogen oder durch eine nicht sorg  fältige Herstellung mit einem kleinen Präge  rand versehen sind, so dass von vornherein  ein lückenloses     Aufeinanderliegen    nicht mög  lich     ist.     



  Statt dessen kann der erforderliche  Zwischenraum auch dadurch erreicht werden,  dass man die einzelnen Plättchen zunächst  lose in grösserem Abstand auf den Stift auf  schiebt, das Ganze in die zu     aktivierende     blasse, z. B. in eine     Aufschlemmung,        taucht     und dann anschliessend die Plättchen zu  sammenschiebt. Auf diese Weise wird er  reicht, dass eine hinreichende, aber nicht     zii     grosse Menge des     Aktivierungsstoffes    auf der  Elektrode untergebracht ist. Durch den Stift  5, der am obern Ende verdickt oder umgebo  gen oder mit einer Zange breitgequetscht ist,    werden die Plättehen zusammengehalten.

   Es  ist dabei     z -eekmässig,    wenn sie stets unter  leichtem Druck gegen die Unterlage. etwa  gegen den     Polgefässboden.        gedriiclzt    werden.  damit sie     untereinander-und    mit dem Stift       b-uten        Konta,ht    sowohl für den     elektrischen     Strom, als auch für die Wärme geben,     denn          zweclzmässig    wird man den Stift als     Stromzu-          führung        bezw.    als     Einsehmelzdraht    verwen  den, sofern das letztere möglich ist.  



  Ist. jedoch die     Gefäss-,vand    nicht     aus    Glas  sondern aus Quarz hergestellt, wird man mit  besonderem Vorteil dünne Folien 8 aus       llolybdän    von     weniger    als ?0     ,p.    Dicke ver  wenden, die in eine Kapillare 9 von entspre  ehenden Abmessungen     lioehvakuumdicht    ein  geschniolzen sind. Es ist dann erforderlich.  für einen geeigneten     Mergang    zwischen  Stift und Folie zu sorgen. Dies kann     etwa    in  der folgenden Weise geschehen, dass die Folie  8 am obern Ende umgefalzt ist.

   Vor dem       Einsehnielzen    der Folie wird der Stift     a          durch    ein     Loeli    an der     Falzstelle    in den Falz       hineingeführt.    Allein durch den beim Ein  schmelzen wirkenden Druck der Atmosphäre  wird eine sichere Verbindung zwischen     Stifts     5 und Folie 8 erzielt. An Stelle dieser Art  der     Stromeinführun-    kann selbstverständlich  jede andere Art;     Anwendung    finden.  



  Die besondere     Wirkungsweise    dieser Elek  trode ergibt sich anhand der folgenden Be  schreibung des     Einbrennvorganges:     Beine Anlegen der     Spannung    an die       Lampe    setzt an den auf den     Scheibchen    vor  handenen     Bariumteilchen    eine     Glimmentla-          dung    an, die bald in eine     Bogenentladunb          überschlägt,    wenn von zunächst einzelnen  Stellen     ausgehend,    die ganze Elektrode zur       Roi;glut    sich erhitzt.

   Ist dies geschehen, setzt  der nunmehr vorhandene Quecksilbernieder  druckbogen     gleichmässig    an der ganzen Ober  fläche der Elektrode an,     soweit    sie aktiviert  ist,     vorzugsweise    jedoch an den Kanten der  Plättehen. In dem Masse wie     ntin    der Dampf  druck ansteigt, nimmt der Potentialgradient  in der Gasentladung zu. Der Lichtbogen hat  daher die Neigung, anstatt seitwärts an den  Kanten, an dem Teil der Elektrode anzu-      setzen, die dem Leuchtrohr am nächsten zu  gewandt ist. Dies ist aber die     etwas    hervor  tretende Spitze des Stiftes 5.

   Sobald daher  der Dampfdruck einen bestimmten Wert er  reicht hat, springt der Lichtbogen nach dem  Stift über, da dieser dem Lichtbogen einen  etwas kürzeren Weg bietet. Gleichzeitig mit  dem Ansetzen an den Stift nimmt die     Brenn-          spannung    plötzlich um etwa 20 Volt ab. Von  diesem Zeitpunkt ab setzt der     Lichtbogen          ausschliesslich    an dem Stift selbst an. Die  vom Lichtbogen erzeugte Wärme kann daher  nach aussen geführt werden, ohne dass an der  Elektrode eine Wärmeübergangsstelle zwi  schen zwei Metallteilen vorhanden ist, die der  Wärmeableitung stets einen gewissen Wider  stand entgegensetzt.

   Da der Stift nur wenig  aus der Fläche der Plättchen herausragt,  kann sich sein Vorrat an aktivierenden Stof  fen von den Plättchen her stets wieder er  gänzen. Anderseits braucht die vom Licht  bogen der Elektrode zugeführte Wärme, so  bald der Bogen zum Hochdruckbogen gewor  den ist, nicht mehr den Weg über die dünnen  Plättchen zu nehmen, sondern nur noch über  den Stift, ohne dass dann an der Elektrode  eine     Wärmeübergangsstelle    von zwei sich be  rührenden Metallteilen, etwa von den     Plätt-          ehen    auf dem Stift, den     Wärmeabfluss    hin  dern kann.  



  An den     Fig.    1 und 4 liegen die Plättchen  auf dem     Polgefässboden    auf. Falls dies zum  Beispiel wegen einer zu grossen Wärmeablei  tung nicht zulässig ist, so kann ein Abstand  zwischen Plättchen und     Polgefässboden    ge  lassen werden. In diesem Falle wird     vorteil-          hafterweise    ein Röhrchen als Abstandhalter  zwischen Plättchen und     Polgefässboden    ein  gefügt, oder aber es wird der Stift in Form  einer Schleife seitlich     ausgebogen    oder der       Stift    zwischen den Plättchen und dem Pol  gefässboden breitgequetscht.  



  Ein einzelnes Plättchen 6 ist in     Fig.    7 in  vergrössertem Massstab einzeln gezeichnet.  Man sieht daraus, dass die Warzen 7 aus dem  Blech herausgedrückt sind, jedoch ist auch  die Sicherung des Abstandes auf andere  Weise möglich.    Die     Aktivierungsmasse    besteht im we  sentlichen aus     Bariumoxyd,    dem zur Ver  längerung der Lebensdauer andere Oxyde  oder Metalle beigefügt sein können. In das  Entladungsgefäss ist eine bestimmte Menge       ,Quecksilber    eingeführt, die unter Bildung  eines hohen überhitzten Dampfdruckes wäh  rend des Betriebes vollständig verdampft.  Als Zündgas     befindet    sich in der Röhre Ar  gon unter einem Druck von einigen Milli  metern.  



  Die     Fig.    2 und 5 unterscheiden sich von  den vorhergehenden dadurch, dass statt der  kreisförmigen Plättchen 6 solche von qua  dratischer Gestalt 10 dargestellt sind. Durch  unregelmässige Anordnung der Quadrate wird  noch eine die Aufnahme des     Oxydes    be  günstigende grosse Oberfläche erreicht, so  dass unter Umständen auf die     Anbringung     von Warzen oder ähnlichen Abstandhaltern  verzichtet werden kann.  



  In     Fig.    3 und 6 sind nicht wie bei den  vorhergehenden Figuren, mehrere getrennte  Plättchen übereinander geschichtet. Die  Plättchen werden vielmehr aus einem Blech  streifen 11 aus schwer schmelzbarem Metall,  der auf den Stift 5 aufgesteckt ist, durch  eine     zickzackförmige        Falzung    erhalten. Auch  hier ermöglichen die zwischen den Plättchen  befindlichen Zwischenräume die Unterbrin  gung einer grossen Menge des     Oxydes.    Der  Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass  die Wärmeableitung vom     LichtbogenanSatz-          punkt    gut und der Übergangswiderstand für  den elektrischen Strom vom Metallblech zum  Stift besonders niedrig ist.

   In der     Fig.    3 ist  die Folie 8 .gegenüber den     Fig.    1 und 2 um  90   gedreht gezeichnet, so dass man deutlich  sieht, wie der     Stift    5 in dem Falz der Folie  liegt. Im übrigen gilt für die an zweiter und  dritter Stelle     beschriebenen    Ausführungsfor  men sinngemäss alles das, was für die     Fig.    1  und 4 gesagt ist.  



  Durch diese     Gestaltung    der Elektrode  wird ein zentrischer Ansatz des Lichtbogens  sichergestellt. Diese Eigenschaft ist von Vor  teil, wenn man Entladungsgefässe aus Glas  herstellt, bei denen man bisher zum Schutz      des Glases für     einen    hinreichend grossen     A.1)-          stand        zwischen        Wandung    und Elektrode oder  durch andere Mittel dafür sorgen     musste,        dass     die Wandung nicht durch den     Lichtbogen        zn     heiss wird.  



  Da diese Elektrode. auch dann noch be  friedigend arbeiten kann, wenn ihre Abmes  sungen nur     wenige    Millimeter betragen, kann  sie auch bei den     sogenannten        Superhoeli-          drucklampen    verwendet werden. Bei derarti  gen Röhren ist nämlich der in den Polgefässen  verfügbare Raum sehr     klein.     



  Die erfindungsgemässe Entladungsröhre  kann besonders so     nusbebildet    sein,     dass    sie  als     L'ltraviolettstrahler        für        therapeutische     oder technische Zwecke oder als     Lichtquelle     dienen kann.  



  Bei einer Gleichstromröhre ist die Ka  thode als eine     Plättchenelektrode    nach der  Erfindung ausgebildet, während     hei.    einer       Wechselstromröhre    mit     Stromdurchgang    in  beiden Richtungen beide Elektroden als       Plättchenelektrode        ausgebildet    sein     müssen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Iloehdruckmeta.llda.inpfentla- dungsröhre mit durch die Entladung aufge- heizter Oxydelektrode, dadurch gekennzeich net, dass die zum mindesten zeit -eise als Ka thode arbeitende Elektrode aus mehreren, auf einen als Sti-omzufithrunb dienenden Stift aufgesteckten Plältehen aus schwer schmelz barem 11eta11 besteht,
    zwischen denen kleine Zwischenräume zur Aufnahme des elek- tronenemittiereiide n Oxydes vorhanden sind, und dass der Stift nur wenig über die dem Entladiingsranm zugekehrte Seite des äusser ten Plättchens hervorsteht. C h TERAN SPRrCIIE 1.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent- ansprucli, dadurch gekennzeichnet, dass durch Warzen ein Abstand zwischen den einzelnen Plättchen erzielt wird.
    ?. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Plättchen durch eine zickzaelzförmige Fal- zun- eines einzigen Blechstreifens, der auf den Stift aufgesteckt ist, gebildet sind.
CH197418D 1936-08-03 1937-07-24 Elektrische Hochdruckmetalldampfentladungsröhre mit durch die Entladung aufgeheizter Oxydelektrode. CH197418A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047313B (de) * 1954-09-22 1958-12-24 Ets Claude Paz & Silva Elektrode fuer Gasentladungslampen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1047313B (de) * 1954-09-22 1958-12-24 Ets Claude Paz & Silva Elektrode fuer Gasentladungslampen

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