CH197973A - Druckgas-Leistungsschalter. - Google Patents

Druckgas-Leistungsschalter.

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CH197973A
CH197973A CH197973DA CH197973A CH 197973 A CH197973 A CH 197973A CH 197973D A CH197973D A CH 197973DA CH 197973 A CH197973 A CH 197973A
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      Druckgas-Leistungsschalter.       Gegenstand der Erfindung ist ein     Drück-          gas-Leitungsschalter    mit     Lichtbogenlöschung     durch strömendes Gas, das beim Abschalten  durch die     Lichtbogenwärme    aus den, gas  abgebenden     Wandungen    des Schaltraumes  freigemacht wird.  



  Für derartige Schalter ist bereits vorge  schlagen worden, die     heissen    Schaltgase aus  der Schaltröhre in einen druckfesten, um ein  Vielfaches grösseren Raum austreten zu las  sen, der mit der Aussenluft nur durch     kleine     Öffnungen     verbunden    ist. Man erzielt da  durch-ein wirksames Abkühlen und ein mehr  gerichtetes Ausblasen der heissen und oft lei  tenden Schaltgase.

   Als Folge     davön    können  die Isolationsabstände zwischen . den einzel  nen Schalterpolen eines mehrpoligen Schal  ters und zwischen diesen und sonstigen span  nungsführenden und geerdeten Teilen der       Schaltanlage    verringert werden, was natur  gemäss für die Herstellung derartiger Schal  ter im     Hinblick"    auf geringe Baumasse     und       Materialersparnis von grossem Vorteil ist.  Ausserdem werden dadurch die     bisweilen.    als  störend     empfundenen    Geräusch- und> Feuer  erscheinungen beim     Abschaltvorgang_.an-    der  artigen Schaltern wesentlich herabgesetzt.  



  Bei den bereits vorgeschlagenen Ausfüh  rungen ist nun die Anordnung derart ge  troffen, dass sich der     Blasraum    an das offene  Ende der Schaltröhre anschliesst und an  seiner der     Mündung    der Schaltröhre gegen  überliegenden Seite die     Austrittsöffnungen     für die     heissen    Schaltgase in die Aussenluft  trägt.

   Dadurch ergeben sich aber, insbeson  dere dann,     wenn    durch das bewegliche Schalt  glied bei geöffnetem Schalter auch noch eine  von aussen sichtbare     Lufttrennstrecke    gebil  det werden soll, verhältnismässig lange       Löschvorrichtungen.        Infolgedessen    weisen  diese Schalter eine sperrige Bauweise auf,  deren     Unterbringung    in den vielfach früher  bereits für andere Schalter benützten      Schalträumen bisweilen     Schwierigkeiten    be  reitet.  



  Beim Schalter nach der Erfindung, bei  dem die Schaltröhre ebenfalls in einen     Blas-          raum    mündet, der mit der     Aussenluft    nur  durch im Verhältnis zum     Blasraum    kleine  Öffnungen verbunden ist, wird in dieser Hin  sicht eine Verbesserung dadurch erzielt, dass  die Schaltröhre mit ihrem Blasende in die       Blaskammer    derart hineinragt, dass der     Blas-          strom    eine Umlenkung und     Durehwirbelung     erfährt,

   bevor er durch die in der     Blas-          kammerwand    bezüglich der Schaltröhre seit  lich angebrachten Austrittsöffnungen in die  Aussenluft übertritt.  



  Diese Ausbildung der Löschvorrichtung  bringt zahlreiche Vorteile. Durch das     Inein-          anderschieben    von     Blaskammer    und Schalt  röhre ergibt sich zunächst eine günstige Ver  kürzung der Bauhöhe der Löschanordnung.

    Ferner erfährt der     Blasstrom,    sobald er die       Lichtbogenstrecke    verlässt, eine     Umlenkung     und verliert dabei einen grossen Teil seiner  Strömungsenergie; damit sinken die     Druck-          beanspruchungen    der     Blaskammer.    In der       Blaskammer    wird das Gas weiterhin durch  wirbelt und tritt dann mit verringerter     Ge-          schwindigkeit    durch die Öffnungen der     Blas-          kammer    in die Umgebungsluft aus. Die An  ordnung von mehreren     Austrittsöffnungen,     z.

   B. in der Form von     Schlitzen    oder auch  Bohrungen (Bohrungen wie Schlitze können  Düsenform haben), bringt den Vorteil, dass  man die     heissen    Schaltgase     brausenförmig    in  die Umgebungsluft einleiten und dadurch  abkühlen kann, so dass schliesslich die Schalt  gase schon kurz nach ihrem Übertritt in die       Aussenluft    soweit     entionisiert    sein können,  dass Überschläge vermieden werden.  



  Vorteilhaft ist es dabei, die Verhältnisse  so zu wählen, dass der bewegliche Schalt  kontakt, der durch eine Bohrung in der       Blaskammerwand        hindurchtritt,    diese Öff  nung der     Blaskammer    erst dann freigibt,  wenn der Löschvorgang bereits beendet ist.  



  Bei grossen     Abschaltleistungen    des Schal  ters reichen die vorstehend angegebenen Mit  tel für die     Beseitigung    der     Geräusch-    und         Feuererscheinungen    nicht mehr aus. Es müs  sen vielmehr an diesen     Blaskammern    noch  verschiedene zusätzliche Massnahmen getrof  fen werden.

   Diese können beispielsweise  darin     bestehen,    dass die seitlichen Austritts  öffnungen in der     Blaskammerwandung    als       vorzugsweise    schräg nach oben     entgegen-          gesetzt    zum offenen Ende der Schaltröhre ge  richtete, waagrecht verlaufende Schlitze aus  gebildet     werden.    die in einem bestimmten       Mindestabstand    voneinander angeordnet sind.

    Das hat zunächst zur Folge, dass die aus dem  Schalter beim Abschalten sehr hoher     Ströme          herausschlagenden    Flammen sich nicht zu  einem gemeinsamen     Feuerstrohl    vereinigen,  sondern dass durch die zwischen die Schlitze  tretende und von dem Gasstrahl mitgerissene  Luft die aus den einzelnen Schlitzen heraus  tretenden Flammen unverzüglich so weit ab  gekühlt werden, dass sie als einzelne Zungen  für sich bestehen bleiben. Dadurch werden  die Feuererscheinungen stark herabgesetzt.  



  Diese lassen sich noch stärker     unterdrük-          ken,    wenn man weiterhin an der Innenseite  der     Blaskammer    vor dem mit Austritts  schlitzen versehenen     Wandungsteil    ein den  Gasstrahl     zerteilendes    Organ, z.

   B. ein     Kissen          aus        feinmaschiger    Metall-, vorzugsweise       Kupfergaze        anbringt.        Dieses        bewirkt    durch  seine grosse     metallische        Oberfläche        eine    starke  Abkühlung der heissen     Schaltgase        und    .ver  hindert gleichzeitig nach Art der     bekannten          Sicherheitslampen,    dass die Flammen nach       aussen        schlagen.     



       Schliesslich    kann man auch den dem       Blasende    des     Schaltrohres    gegenüberliegen  den Boden der     Blaskammer    so ausbilden, dass  er     gleichzeitig    als     Leitfläche    für die aus  tretenden heissen     Schaltgase    dient und diese  von der     Durchtrittsöffnung    der     Biaskammer     für den     beweglichen    Schaltstift     weglenkt,

            so    dass an dieser     Blaskammeröffnung    keine       Feuererscheinungen        auftreten.    Eine solche       Ausbildung    ist     besonders    dann     vorteilhaft,

            wenn    die Schaltröhre mit einer     Zwischen-          blasung    versehen     ist.    Die den     Zwischenblas-          raum    verlassenden     Schaltgase    werden dann       ebenfalls        durch    die     Gasleitflächen    am Blas-           kammerboden    von der     Durchfirittsöffnung    der       Bla,skammer        abgelenkt.     



       Zwei        Ausführungsbeispiele    des     Erfin-          dungsgegenstandes        sind.    auf .der Zeichnung  dargestellt,     und    zwar zeigt     Fig.    1     einen          ,Schnitt,        während        Fig.    2     ,

  schematisch    einen       mit        der     nach     Fig.        31.        aus-          gerüsteten        dreipoligen    Schalter erkennen  lässt     und        Fig.    3     eine        Sehaltkammer        für    Schal  ter grosser     Absehaltleistungendarstellt.     



  In     Fig.    1 besteht die Schaltröhre aus     denn          zylindrischen        Stück    2 aus gasabgebendem       Material,        in    welchem     konzentrisch        -der        Stift          angeordnet    ist, der aus     Isoliermaterial,    und  zwar zweckmässig ebenfalls ;aus einem in der       Lichtbogenhitze    gasabgebenden, hergestellt  ist.

   Die Röhre 2     wird        an        ihrem.        obern.    Ende  durch einen     Deckel.    4     abgeschlossen,    der ge  nügend     Raum    für     die        Unterbringung    .des       festen        Schaltkontaktes        ä    lässt und an dem  auch der     Isolierbolzen    3     'befestigt        ist.     



  Die so     geschaffene        :Schaltröhre    1 ragt mit       ihrem    Blasende     verhältnismässig    tief in eine  druckfeste     Blaskammer    6     hinein,        ,die    eine  Anzahl     feiner        seitlicher        -Öffnungen    7, sowie  eine Bohrung 8 für den     Durchtritt    des     be-          wegliehen        Schaltkontaktes    9     besitzt,

      der beim       Ausführungsbeispiel    als     Rohrkontakt        ausge-          gebildet    ist. Der     in    den     Hohlraum    des  Rohrkontaktes .9     -eingreifende        Isolierbolzen    3  ist     dabei        zweckmässig        soweit    verlängert, dass  sein freies Ende noch     ein        wenig    aus der       Blasraumbohrung    $     herausragt.     



  Die     Blaskammer    6     und        $e    Schaltröhre 1  sind     vorzugsweise    so     miteinander        verbanden,     dass die     Schaltröhre    leicht     ausgewechselt    wer  den     kann..    Für     ein        bequemes        Auswechseln     der     Schalöhre    1 ist es auch     vorteilhaft,          wenn,

          wie        in        Fig.    2     gezeigt,    die     Tragisola-          toren    10 des     Schaltgerüstes    11 nicht an den       Schaltröhren    1, sondern an den sie tragen  den     Blaskammern    6     angreifen.     



  Die     Blaskammern    6 besitzen bei den Aus  führungsbeispielen     einen        rechteckigen        Quer-          schnitt.    Es     ist        selbstverständlich    auch mög  lich, die     Blaskammern        kugelförmig        auszu-          bilden,    was im     Hinblick    auf die     Druckfestig-          keit        vorteilhaft    ist.

       Will    man     einen        mög-,            liehst    geringen     Abstand.    der     einzelnen    Pole       erreichen,    so empfiehlt es sich, den     Bla.s-          kammern    einen ovalen oder ähnlich     geform-          ten        Querschnitt    zu     geben.    Als Material für  die     Blaskammern    kommen Isolierstoffe wie  auch Metalle     in    Betracht.

   Werden die letz  teren verwendet, so ist     darauf    zu achten,       dass        .die        Luftstrecke        h    zwischen der Ober  kante der     Blaskammer    6 und der Unterkante  -des Deckels 4, falls dieser ebenfalls aus Me  tall     besteht,    einen der Betriebsspannung des       Sehalters        entsprechenden.    Isolationswert nicht       unterschreitet.     



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    3  bedeutet 2 das "Schaltrohr aus gasabgebendem  Material, dessen eines Ende durch die den  festen     Schaltkontakt    enthaltende     Kontakt-          kammer    4     verschlossen    ist,     während    das an  dere Ende in .die     Blaskammer    6 mit beispiels  weise     rundem        Querschnitt    hineinragt, die  seitliche     Austrittsöffnungen    7 aufweist.

   Kon  zentrisch zum Schaltrohr 2 ist     ein    Füllstift 3       aus    Isoliermaterial vorgesehen, der in be  kannter Weise in den     Hohlraum    des rohr  förmig     ausgebildeten        beweglichen        Schalt-          stückes   <B>9</B>     eingreift.    Die     Sehaltröhre    2 ist  durch     Zwisehenblasöffnungen    10 derart       unterteilt,

      dass das     zwischen    dem festen Kon  takt und der     Zwischenbiasöffnung    liegende       Rohrstück    die für die     Löschung    grosser       Ströme        erforderliche    Länge     aufweist,    wäh  rend beide Rohrstücke zusammen die für die       Löschung    kleiner Ströme     benötigte    Rohrlänge  ergeben. Von den     Zwischenblasöffnungen     <B>10</B> führt ein     Blasraum    11 in die     Blas-          kammer    6.  



  Die seitlichen Öffnungen 7 der     Blas-          kammer    6 sind     vorzugsweise    als waagrecht       verlaufende    Schlitze ausgebildet, die einen       gewissen    Mindestabstand 12     voneinander          aufweisen.    Dadurch     wird    erreicht, dass Luft  zwischen die einzelnen, bei den     Abschaltvor-          gängen    aus den Schlitzen     herausschlagenden,     mit Flammen     untermengten    Gasstrahlen tre  ten kann, wodurch diese soweit abgekühlt  werden,

   dass ein     Zusammenschlagen    der ein  zelnen     Strahlen    nicht mehr     auftritt.    Dabei  ist es zweckmässig, .den     Schlitzen        einen    schräg      nach oben gerichteten Verlauf zu geben, da  mit eine Gefährdung des Bedienungspersonals  vermieden wird.  



  Weiterhin ist in der     Blaskammer    6 vor  dem die Austrittsschlitze 7 tragenden     Wan-          dungsteil    ein den Gasstrahl zerteilendes Or  gan 13 vorgesehen, das hier     aus    mehreren,  mit geringem Abstand aufeinander geschich  teten Streifen aus Kupfergaze besteht. Das  Organ 13 kann natürlich auch anders aus  gebildet und aus andern gut wärmeableiten  den Stoffen bestehen. Es können zum Bei  spiel auch     Raschigringe    verwendet werden.  Beim Auftreffen der heissen Gasstrahlen auf  das Organ 13 erfahren sie eine starke Ab  kühlung und ausserdem wird den Flammen  der Weg nach aussen verlegt.  



  Schliesslich ist noch der Boden 14 der       Blaskammer    6 so ausgebildet, dass er eine  Leitfläche 15 für das aus dem Blasende des  Schaltrohres 2     bezw.    aus dem     Zwischenblas-          raum    11 austretende Schaltgase bildet. Durch  diese Leitfläche werden, wie aus der Zeich  nung ohne weiteres zu entnehmen ist, die aus  den     Blasöffnungen    der Schaltröhre auf dem  Boden auftreffenden Gase von der Durch  trittsöffnung 8 für das bewegliche Schalt  glied 9 weggelenkt, so dass sie durch die seit  lichen Austrittsöffnungen der     Blaskammer          hindurchtreten    müssen und dabei den vor  erwähnten Einwirkungen unterliegen.

   Ins  besondere werden die den     Zwischenblasraum     11 verlassenden Schaltgase durch die Leit  flächen 15 am     Blaskammerboden    14 wirksam         Blasraum    mündet, der mit der Aussenluft nur  durch im Verhältnis zum     Blasraum    kleine  Öffnungen verbunden     ist,    dadurch gekenn  zeichnet, dass die Schaltröhre (2)     mit        ihrem     Blasende in die     Blaskammer    (6) derart     hin-          einragt,    dass der     Blasstrom    eine     Umlenkung     und     Durchwirbelung    erfährt,

   bevor er     durch     die in der     Blaskammerwand    bezüglich der  Schaltröhre (2) seitlich angebrachten Aus  trittsöffnungen (7) in die Aussenluft über  tritt.  



  UNTERANSPRÜCHE:  1. Leistungsschalter nach Patentanspruch,  dadurch gekennzeichnet, dass das beweg  liche Schaltglied (9) seine     Durchtritts-          bohrung    (8) in der     Blaskammerwand    so  lange verschlossen hält, bis die Licht  bogenlöschung beendet ist.  



  2. Leistungsschalter nach Unteranspruch 1,  dadurch gekennzeichnet, dass das beweg  liche Schaltglied (9) als Rohrkontakt  ausgebildet ist und der in seinen Hohl  raum eingreifende, zu der aus Isolier  stoff bestehenden Schaltröhre (2) konzen  trisch liegende Isolierbolzen (3) bis in die       Blasraumöffnung    (8) hineinreicht.  



  3. Leitungsschalter nach Patentanspruch,  dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt  röhre (2) auswechselbar in der Glas  kammer (6) befestigt     ist.     



  4. Leistungsschalter nach Unteranspruch 3,  dadurch gekennzeichnet, dass der Trag  isolator (10) für die Befestigung der  Löschvorrichtung an dem Schaltgerüst  
EMI0004.0033     
    
EMI0005.0001     


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