Nehrphasentransformator. Die Anwendung von Sättigungen über 13,000 Gauss und insbesondere die Über- schreitung einer SäMigungsgrenze von 15,000 Gauss begegnet in der Praxis der Schwierig- keit, dass der Oberwellenbedarf für die Mag netisierung der Transformatoren zu hoch wird.
Während man die Verzerrung des Magnetisierungsstromes durch dreizahlige Oberwellen in .der Weise zu beherrschen ge lernt hat, ,dass man die Schaltung der Trans formatorenwicklungen und den Aufbau des magnetischen Kreises entsprechend wählt, fehlen ähnliche Verfahren füm die 5. und 7. Oberwelle. Dies ist aber dadurch beson ders lästig, weil in zahlreiehen Netzen unter bestimmten Betriebsbedingungen die Eigen frequenz des Netzes in die Grössenordnung der Frequenz der 5. und 7.
Oberwelle fällt, wodurch Spannungsverzerrungen, zusätzliche Erdschlussströme und Störungen benach barter Fernmeldeanlagen zustande kommen können. Diese Umstände haben bisher der Anwendung höherer Sättigungen im Trans formatorenbau im Wege gestanden.
. Es sind Vorschläge gemacht worden. wel che auf eine Beseitigung der nachteiligen Wirkungen der Oberwellen des Magnetisie- rungsstromes abzielen. Es wurde empfohlen, Transformatoren mit Wicklungen in Stern schaltung mit solchen in Dreiecksehaltung zusammenwirken zu lassen, weil hierbei die 5. und 7. Oberwelle von den beiden magne tischen Kreisen in Gegenphase verlangt wer den, so dass. eine :gegenseitige Belieferung mil den nötigen Oberwellen ohne Benutzung der Stromwege des Hochspannungsnetzes erfolgt. Man ist aber dann in der freien Wahl der Schaltungen sehr beengt.
Ferner ist eine An ordnung bekannt geworden, welche sich des Unterschiedes im Magnetisierungsstrom von dreiphasigen Transformatoren mit und ohne Rückschlussschenkel bedient. Durch eine<B>be-</B> sondere Belastung der Rückschlussschenkel mit einer Hilfsdrosselspule wird erreicht, dass das hinsichtlich der 5.
Oberwelle gegen6ätz- liche Verhalten von Transformatoren mit und ohne magnetischen Rückschluss gerade so aus geglichen wird. dass die 5. Oberwelle im Magnetisierungsstrom entfällt. Transforma toren mit einer solchen Einrichtung dürfen jedoch nicht mit einer in sich geschlossenen Dreieckswicklung versehen werden, .da hier durch die Wirkung der Hilfswicklung zu nichte gemacht wird.
Mindestens müssen in die Dreieckswicklung ergänzende Wider stände eingeschaltet werden, welche dem Dreiphasenstrom der Grundwelle keine Impe danz entgegenstellen, während sie die 6oge- nannte Nullkomponente der Grundwelle, sowie die Oberwellen der durch 3 teilbaren Ordnungszahlen abdrosseln.
Dadurch wird aber die Dreieckswicklung um ihre Wirkung als Ausgleichswicklung gebracht, die für ver schiedene Zwecke als nicht entbehrlich an geseben wird. Schenkelkurzschlüsse werden nicht mehr auf die drei Phasen verteilt, über dies sind die Transformatoren für unmittel bare Erdung und für den Ansehluss von Erd- s chlussspulen ungeeignet. Weiterhin steigen die zusätzlichen Verluste der Transforma toren.
Zweck der Erfindung ist nun die Her stellung von Transformatoren, welche die Entlastung des Netzes von unerwünschten Harmonischen ermöglichen bei voller Frei heit in der Wahl der .Schaltung sämtlicher Wicklungen. Es wird dies durch eine solche Ausbildung des magnetischen Kreises des Transformators erreicht, dass für jeden ge schlossenen Kraftlinienweg im Kern dieses Transformators die Summe der für sinus- förmigen Flussverlauf erforderlichen magneto- motorischen Kräfte hinsichtlich einer oder mehrerer Harmonischen einen solchen Wert annimmt,
dass das Netz von diesen Harmo nischen entlastet ist. Die Erfindung lässt sich sowohl auf Drei- als auch auf 'Sechsphasen transformatoren anwenden und spielt sinn gemäss auch bei Transformatoren anderer Phasenzahl eine Rolle für die dort in Frage kommenden Oberwellen, beispielsweise für die 3. Oberwelle von Vierpha8entransforma- toren.
Die Erfindung sei an einem Beispiel für die 5. Oberwelle eines Dreipha6entransforma- tors erläutert, das sich sinngemäss auch auf die 7. Oberwelle dieses Transformators über tragen lässt.
Fig. 1 zeigt einen dreischenkligen Trans formatorkern, dessen Joch in Dreiecksanord- nung ausgebildet ist. Die Betrachtung gilt sinngemäss für jede Anordnung, bei welcher ein Teil des magnetischen Kreises ein Drei eck bildet. Die erregenden Wicklungen 4, 5 und 6, welche auf den Schenkeln 1, ? und 3 aufgebracht sind, können beliebig geschaltet sein, desgleichen die weiteren, für die Auf gabe der Transformierung vorgesehenen Haupt- und Hilfswicklungen.
Zu den drei Schenkeln gehören Kraftflüsse F1, FZ und F, Innerhalb der .loche entstehen dann Flüsse F12, FZa und F.1. Das Vektordiagramin der Fig. ? kennzeichnet die Grössen- und Phasen beziehung der drei Schenkelflüsse und der drei Jochflüsse. 'Man überzeugt sich von der Richtigkeit der Darstellung durch Nach prüfung der Beziehung F, = Fit -- Fal und der entsprechenden weiteren Beziehun gen,
welche hieraus durch zyklische Ver tauschung der Indices hervorgehen. Die Er findung bedient sich nun der Erkenntnis. dass der Amperewindungsbedarf für die ein zelnen Flüge hinsichtlich der Grundwelle angenähert in Phase ist mit den eingetrage nen Flussvektoren. Hinsichtlich der 5. und 7. Oberwelle tritt jedoch ein neuer Umstand auf. Fig. 3a zeigt das Vektordiagramm der 5.
Oberwelle der magnetomotorischen Kräfte in den drei Schenkeln. Abgesehen von einem belanglosen Phasenwinkel, der alle drei Vek toren gleichmässig betreffen kann, zeigt sieh in dieser Figur die bekannte Tatsache, dass die Phasenfolge des Vektordiagrammes der 5. Harmonischen entgegengesetzt ist dem Drehsinne des Vektordiagrammes der Grund wellen. Ist nämlich beispielsweise a die Winkelabweichung zwischen den Nulldurch- gängen der Grundwelle und der 5.
Oberwelle der magnetomotorischen Kraft im Schenkel 2 (5 a im Winkelmass der 5. Oberwelle), so sind die entsprechendenWerte für Schenkel 3 und 1 naturgemäss 120' -f- a und 240' + a bezw. im Winkelmass der 5. Oberwelle 600 -I- 5 a und 1200' --i- 5 a, welche Werte gleichwertig sind mit 240 -f- <I>5 a</I> und 120 + 5 a, wenn man ganze Vielfache von<B>360'</B> unterdrückt. Das bedeutet aber, dass die Phasenfolge der 5.
Oberwelle der magnetomotorischen Kraft in den Schenkeln 2, 3 und 1 durch die Winkelgrössen 0, 240 und 120 charakterisiert ist, was der in Fig. 3a dargestellten ,gegen läufigen Phasenfolge entspricht. In Fig.3b ist ferner nach denselben Erwägungen noch die 5. Oberwelle der magnetomotorisahen Kräfte in den Jochen eingetragen. Bezüglich der Phasenfolge gilt auch hier, dass eine Um kehrung stattgefunden hat.
Man findet die massgebenden Vektorlagen durch Bestimmung der Winkelabweichung der Grundwelle von einer bestimmten Bezugslinie und Multipli kation mit 5. Als Bezugslinie aller Vektoren der Grundwelle und der 5. Oberwelle ist nach wie vor, wie in Fig. ss@ gestrichelt an gedeutet, der Flussvektor des ,Schenkels 2 gewählt. Das Ergebnis ist selbstverständlich von dieser besonderen Wahl unabhängig, ebenso vom Absolutwert des Winkels a.
Betrachtet man nun irgend einen ge schlossenen magnetischen Kreis, welcher zwei Schenkel und deren Jochverbindungen umfasst, so stellt sich überraschenderweise heraus, dass ,der -Gesamtbedarf an magneto- motorischer Kraft auf ,dem ,geschlossenen Kraftlinienwege nur für die Oberwellen und unter diesen nur für die 5., 7., 12 n 5., nicht hingegen für die Grundwelle und die 11., 13. usw. Oberwelle gleich Null ist oder zum mindesten sich weitgehend zu Null er gänzt.
Hierin ist n = 0, 1, 2, 3<B>...</B> Beispiels weise ergibt ,der Umlaufsinn Schenkel 3 auf- wärts, Joch 31, Schenkel 1 abwärts, Rück schluss .durch das untere Joch, folgende Aneinanderreihung von Vektoren im Ober wellendiagramm H,(" in positivem Sinne, 2 H31(5) in posi tivem Sinne, H1(5) in negativem Sinne.
Die Zusammensetzung ist unter BerÜcksichti- gung der Weglängen l; (Joch) und 1s (Schen kel) in Fig.4 vollzogen und liefert für die 5. Harmonische das Ergebnis Null, wenn die Beziehung erfüllt ist:
EMI0003.0054
Bei gleicher Sättigung kann man dieser Be ziehung durch Wahl der Längen .des magne tischen Kreises leicht entsprechen. Bei un gleicher Sättigung lässt sich auch durch Wahl entsprechender Querschnitte der magnetischen Kreise die Verteilung der magnetomoto- rischen Kräfte beeinflussen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel :der Er findung löst die Aufgabe, das gleiche Er gebnis mit Transformatoren des üblichen Kernaufbaues zu erzielen. Bekanntlich wer den die meisten Transformatoren, insbeson dere diejenigen höherer Leistung, mit in einer Ebene liegenden Schenkeln ausgeführt. Es fehlt also hier die dritte .Seite des Joch- dreiecks. Es ist aber möglich, eine vollkom men .gleichwertige magnetische Schaltung an zugeben, bei welcher die drei Schenkel in einer Ebene liegen.
Man bedient sich hierzu der Bauart mit Rückschlussschenkel, voTzugs- weise des Fünfschenkeltransformators. Fig. 5 zeigt, dass ein Fünfsahenkeltransformator Jochflüsse aufweist, welche mit den .Schen- k elflüssen nach Grösse und Phase nicht über einstimmen.
In Fig. 5a ist zunächst die be kannte Tatsache zum Ausdruck gebracht, dass die Grundwellenflüsse in den Rück schlussschenkeln dem Betrage nach :gleich sind und einen geschlossenen Umlaufsinn ergeben. Man könnte sich daher -die Rück- schlüsswege an den strichpunktiert eingetra- genen Schnittsiellen unterteilt und die beiden Jochabschnitte dort zusammengeschlossen denken.
Damit ist erwiesen, @dass der Drei- phasentransform.ator !der Fünfsahenkelbauart sich (grundsätzlich so verhält wie der früher behandelte Dreiph-asentransformator mit Dreiecksjoch. Verfolgt man die Flüsse vektoriell etwas genauer, so gelangt man zu dem Vektordiagramm der Fig.5b, in wel chem sowohl die drei Schenkelflüsse F1, FZ und F3,
als auch die drei Jochflüsse F12, F23 und F31 eingetragen sind. Das Dreieck der Jochflüsse kann durch geeignete Bemessung der Schenkel- und Jochquerschnitte, sowie der Einzellängen des magnetischen Kreises zu einem gleichseitigen gemacht werden (vergl. rechtes Bild der Fig. 5b)
. Man kann diese symmetrische Ausbildung der Flüsse aber auch mit beliebigen Querschnitten und Längen erreichen, wenn man gemäss Fig. 6 auf die Jochabschnitte bezw. Rückschluss- schenkel in an sich bekannter Weise Hilfs wicklungen 7 aufbringt, die in Reihe und zu einem geschlossenen iStromkreis zusam mengeschaltet sind.
Diese erzwingen eine Flussverteilung im Sinne einer Ergänzung aller Flüsse zur Summe<B>Null,</B> somit die Aus bildung eines gleichseitigen Vektordreiecks der Jochflüsse. Nicht immer wird diese Flusssteuerung für den beabsichtigten Zweck die günstigste Lösung sein. Abweichungen können ebenfalls durch die besondere )Vahl der Windungszahl der Hilfswicklungen er zwungen werden. Im allgemeinen wird man aber Wert darauf legen, drei um 120' ver setzte Jochflüsse zu erhalten.
Die Gleich wertigkeit von Transformatoren mit Rück schlussschenkeln einerseits und solchen in Mantelbauart anderseits gestattet natürlich die Erreichung der gleichen Wirkung auch bei Manteltransformatoren.
Die für die 5. Oberwelle angestellten Überlegungen sind in gleicher Weise auch für die 7. Oberwelle gültig, so dass ein nach der Erfindung bemessener magnetischer Kreis keinen Magnetisierungsatrom der 5. und 7. Oberwelle benötigt.
Dadurch, dass innerhalb jedes geschlossenen Kraftlinien ueges Flüsse verschiedener Phasenlage ab wechseln, entsteht jeweils der entgegen gesetzte Bedarf an Oberwellen der magneto- motorischen Kraft, so dass in jedem Augen blick die Schenkel den Bedarf an magneto- motorischer Kraft der Joche bestreiten und umgekehrt. Es entstehen also freie maäne- tische Spannungen der 5. und 7.
Oberwelle an den Schenkel- und Jochabschnitten, die sich das Gleichgewicht halten und deren Summe nicht durch einen dem Netz entnom menen Anteil des Magnetisierungsstromes ge deckt zu werden braucht.
Um dem Transformatorbauer die wün- schenswerte Freizügigkeit beider Bemessung des magnetischen Aufbaues von Transforma toren zu geben, kann man auch darauf ver zichten, den Bedarf an magnetomotorischer Kraft für einen bestimmten Abschnitt des magnetischen Kreises ausschliesslich durch die ,geometrischen Abmessungen der Eisen wege festzulegen.
Man kann vielmehr durch geeignete Materialauswahl oder .durch andere Regelung des abschnittweisen Bedarfes an mabanetomotorischer Kraft für die Ein haltung der Regel gemäss der Erfindung sorgen. Eine geeignete Lösung stellt in die sem Sinne beispielsweise auch die Belastung einzelner Abschnitte mit zweckmässig regel baren, vorzugsweise eisengesättigten Drossel- spulen vor.
Man wird hierfür naheliegender weise die unbewickelten Jochabschnitte be- vorzugen.'Sieht man einzelne Drosselspulen 8 vor (Fig. 7), die auf den Rückschluss6chen- keln übrigens zusammengefasst werden kön- den, so regelt man den Betrag der 5.
Ober welle der magnetomotorisehen Kraft auf den Jochabschnitten. Für die Regelung der Phasenlage steht etwa eine .Schaltung nach Fig. 6 oder eine andere zweckmässige Ver kettung von Hilfswicklungen und Hilfs drosselspulen zur Verfügung.
Die Verwendung von Hilfswicklungen mit induktiver Belastung setzt zunächst den Bedarf an magnetomotorischer Kraft der Grundwelle hinauf. Durch Sättigung das Eisens der induktiven Belastungen kann man erreichen, dass in noch stärkerem Masse die 5. Oberwelle der magnetomotorischen Kraft erhöht wird.
Bei allen erwähnten Bauformen hat ebenso wie bei der Zusammensetzung des Joches aus drei zu einem Dreieck zusammen gefügten Abschnitten die ,geschlossene Hilfs wicklung noch den Vorteil, dass sie die dritte Oberwelle im Flüss unterdrückt. Es kommt also auch nicht zu der an sich bekannten Rückwirkung .der 3. Oberwelle des Flusses auf die 5. Oberwelle des Magnetisierungs- stromes.
Dies sei anhand der Fig. 8 gezeigt, welche einen Transformator sowohl mit magnetischer Dreiecks- als auch Sternschaltung wiedergibt. Es sollen dabei zugleich -die in einem symme trischen D.reiphasensystem für sinusförmigen Fluss einzuhaltenden Bedingungen erläutert werden.
1, 2, 3 sind die,Sehenkel .des Trans- formators, an die sich unten die in Stern geschalteten Joche 10, 20, 30 und oben nie in Dreieck geschalteten Jochteile 12, 23, 31 anschliessen.
Da in einem symmetrischen D.reiphasen- system der zur Erzeugung eines .sinueför- migen Flusses erforderliche Magnetisierungs- strom keine 3., 9. ... Harmonische führen kann, sucht sich eine 3., 9.<B>...</B> Oberwelle im Fluss auszubilden, .die auf den Magnetisie- rungsstrom rückwirkend die erwünschte Kompensation der 5. Harmonischen stört.
Während sich im magnetischen iStern .aus ,den Teilen 1-10, 2-20, 3-30 ,die 3. Flussharmo- nisehe nur schwach ausbilden kann, da sie ihren Rückweg durch die Luft nehmen muss, kann sie sich indem magnetischen Dreieck aus den Seiten 12, 23,- 31 in voller Stärke entwickeln.
Es wird daher zum mindesten im Joch- dreieck zur Unterdrückung .der Flussharmo- nischen dreifacher und höherer Ordnung eine Hilfswicklung als Dämpferwicklung vor gesehen, die für den gesamten Magnetisie- runb anteil der 3. Stromharmonischen im Jochdreieck dimensioniert ist.
Bei starker Schenkelstreuung muss auch auf ,dem Schen kelstern eine Dämpferwieklung für die 3. Harmonische angebracht werden, die in den meisten Fällen als Dreieckswicklung (Arbeitswicklung) schon vorhanden isst. In jedem Falle muss sie bei einem unmittelbaren magnetischen Rückschluss (4. und 5. Schenkel) vorhanden sein.
In der Fig. 8 ist die in )Stern geschaltete Haup wicklung mit 4, 5, 6, die Dämpfer- Wicklung für das Jochdreieck mit 'la und die jenige für den Schenkelstern (gestrichelt ge zeichnet) mit 7b bezeichnet. Die Hauptwick lung 4, 5, 6 ist an das Netz U, V, W an geschlossen.
Die Dämpferwicklung 7a des Jochdrei- ecks kann bei symmetrischer Anordnung zur unmittelbaren Zuführung der Magnetisie- rungssoheinleistung für das Joch dienen, indem man ihr in den Eckpunkten die Span nung des Netzes<I>U,</I> V, <I>W</I> entweder unmittel bar oder über eine auf den Schenkeln vor gesehene, nicht weiter dargestellte Hilfs wicklung von geeignetem Übersetzungsver hältnis zuführt. Da die -5.
Harmonische in den Maagnetisierungsströmen von Joch und Schenkeln um<B>180'</B> plhasenverschoben ist, so tritt infolge des parallelen Anschlusses der Joch- und Sehenkelwicklungen an das Netz bei gleichen, auf die 5. Harmonische bezoge nen Magnetisierungsleistungen eine Kompen- sation der 5. Harmonischen im resultierenden Magnetisierungsstrom ein.
Ohne besondere Erregung des Joches muss die Jochmagnetisierung von der Joch- wicklung auf .den Schenkeln dem Joch zu geführt werden. Da wegen der Kompen sationsbedingungen angenäherte Gleichheit der auf die 5. Harmonische bezogenen,Schein- leistungen in Schenkeln und Joch erforder lich ist, so kann eine starke Streuung auf treten, die Zusatzverluste bewirkt.
Durch die Erregung des Joches vom Netz oder mit tels einer auf .den Sehenkeln vorgesehenen Hilfswicklung wird dieser Nachteil vermie den. Die Dämpferwicklung des Joches muss alsdann auf den vollen, für .das Jochteil er forderlichen Magnetisierungsstrom dimensio niert werden.
Bei Speisung der Jochwicklung von einer auf den Schenkeln angebrachten Hilfswick lung ist zu beachten, dass in der Jochwick- lung im Gegensatz zu .der auf den Schenkeln befindlichen Hilfswicklung auch die 3. Har monische des Magnetisierungsstromes fliessen muss, damit .der Jochfluss sinueförmig bleibt. Die Jochwicklung ist daher entsprechend stark zu bemessen. Während der Fig:8 die übliche Anord nung der Arbeitswicklung auf dem Schenkel.
das heisst auf dem Sternteil des aus einem Stern und Dreieck zusammengesetzten Mag- netsystems zugrunde liegt, lässt sich auch die in Dreieck geschaltete Arbeitswicklung auf das magnetische Dreieck verlegen, das das Joch des Magnetkreises bildet.
Der hier durch bedingte Vorteil gegenüber einer An ordnung, bei welcher die Arbeitswicklung auf dem Kern liegt, besteht darin, dass die Arbeitswicklung die Abdämpfung der drit ten Flussharmonisehen im Joch selbst über nimmt und eine besondere Dämpferwicklung überflüssig macht.
F ig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel hier für. 1, 2, 3 sind die unbewickelten Schenkel und 12, 23, 31 das die Arbeitswicklung 4, 5, 6 tragende Jochdreieck. In Fig. 10 sind auch noch die Schenkel mit einer Arbeits wicklung 4a, 53, 6" versehen, die zu der an dern Arbeitswicklung entweder parallel oder in Serie geschaltet ist. Die Figur selbst zeigt die Serienschaltung.
Für die einen magnetischen Stern bilden den Schenkel ist es für die gestellte Auf gabe, dass sich für jeden - mindestens zwei bewickelte Schenkel umfassenden - ge schlossenen Kraftlinienweg die Summe der erforderlichen magnetomotorischen Kräfte hinsichtlich der 5. und 7. Harmonischen auf hebt, nicht wesentlich, ob Stern- oder Drei ecksscha-ltung vorliegt.
Verwirklicht man aber die magnetische Dreiecksschaltung der Joehabschnitte .dadurch, dass man den Trans- formator als fünfschenklige Bauform aus bildet, die zur Erzwingung der Symmetrie der Flussgrundwelle in den Jochabschnitten auch noch mit Hilfswicklungen versehen sein kann, so liegen die Verhältnisse etwas ver wickelter. Sind nämlich beide Arbeitswick lungen in iStern oder in Zickzack geschaltet, so bildet sich in den Schenkeln eine 3. Har monische im Fluss aus. Nun wirkt bekannt lich eine 3.
Oberwelle des Flusses auf .den gesamten Amperewindungsbedarf hinsicht lich der 5. Oberwelle zurück. Dadurch ent steht eine Störung des andernfalls erzielten Amperewindungsgleichgewichtes der 5. Ober welle.
Es werden daher auf den Hauptschenkeln an sieh bekannte geschlossene, in Dreieck geschaltete Hilfswicklungen verwendet oder auf den Rückschlussabschnitten Hilfswick lungen so aufgebracht und geschaltet, @dass sie die Entfaltung von Schenkelflüssen der 3.
Harmonischen zwar unterbinden, jedoch die natürliche Verzweigung des Flusses der Grundwelle nicht stören. Zweckmässigerweise vereinigt man dabei die Hilfswicklungen der Rückschlussabschnitte mit jenen der Joch- abschnitte.
Die Fig. 11 bis 13 zeigen entsprechende Abänderungen der Fünfschenkeltransforma- torender Fig.6. 7a, 7b, 7e, 7d sind die Hilfs wicklungen auf den Jochen. In Fig.ll sind die Schenkel mit einer geschlossenen Drei eckswicklung 8a, 8b, 8e versehen. Statt dessen können .die Rücksehlusssehenkel, wie Fig. 12 zeigt,
zur Abdämpfung der in ihnen gleich gerichteten 3.. Flussharmonischen Hilfswick lungen 9a und 9b erhalten. Diese sind über kreuzt miteinander verbunden, so dass sich die von der 3. Harmonischen erzeugten EMKe addieren, dagegen die von der Grundwelle hervorgerufenen EMKe auf heben. Sind in den Ausführungsbeispielen der Fig. 11 und 12 die Windungszahlen von 7b und 7e beispielsweise gleich w, so sind die von 7a und 7d gleich .
In Fig. 13 sind nun zur Materialersparnis die Wicklungen 7 und 9 miteinander vereinigt. Es werden die Wicklungen 7a, 7b, 7e, 7d alle mit ,der glei chen Windungszahl w ausgeführt. Die Ver bindung der an die Wicklungen 7b und 7c angeschlossenen Hilfswicklungen der äussern Jochabschnitte 7a und 7d werden unterein ander parallelgeschaltet. Es zerfällt alsdann die Jochwicklung in zwei geschlossene Drei eckswicklungen 7a, 7b, 7e und 7b, 7e, 7d,
für welche die für den Kraftfluss bestehende Bedingung Fsi + T' iz + F'Za = 0 in gleicher Weise erfüllt ist.