CH198741A - Photographischer Schlitzverschluss. - Google Patents

Photographischer Schlitzverschluss.

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CH198741A
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CH
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Inventor
Aktiengesellschaft Zeiss Ikon
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Zeiss Ikon Ag
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  Photographischer     Schlitzverschluss.       Bekanntlich erfolgt der Ablauf der den  Schlitz bildenden     Vorhänge    eines     pbotogra-          phisehen    Schlitzverschlusses ungleichmässig.  Dies rührt davon her, dass der ablaufende  Vorhang eine Beschleunigung erhält, die um  so grösser ist, je grösser die     Verschlussgeschwin-          digkeit    eingestellt wird. Infolge des ungleich  mässigen Ablaufes des     Verschlusses    muss die  Belichtung des lichtempfindlichen Materials  ebenfalls an den verschiedenen, nacheinander  vom Schlitz überlaufenen Stellen ungleich  mässig ausfallen.

   Zur Beseitigung dieses Übel  standes hat man die Schlitzbreite während  des     Verschlussablaufes    verändert. Derartige  Einrichtungen sind aber verwickelt und teuer.  



  Man hat ferner bei einem     Schlitzverschluss     mit verdecktem Aufzug die Vorhänge     nach-          einandermitBeschleunigung    ohne mechanische  Begrenzung der Schlitzerweiterung ablaufen  lassen, und zwar hat man zu diesem Zweck  der Feder des zweiten Vorhanges eine grö  ssere Anfangsspannung, aber einen kleineren       Vorspannweg    auf gleiche Massen bezogen    gegeben, als der Feder des ersten     Vorhanges-          Eine    solche Bauart kann nicht auf die Dauer  eine gleichmässige Schlitzbreite sichern, weil  es einerseits ausserordentlich schwierig ist,  Federn von einer ganz bestimmten Spann  kraft herzustellen und weil ausserdem die  Federn im Betrieb die gewünschte Spann  kraft nicht beibehalten,

   sondern Ermüdungs  erscheinungen zeigen, die ihr genaues Arbei  ten beeinträchtigen.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein  photographischer     Schlitzverachluss,    bei wel  chem zur Beseitigung der durch beschleunig  ten Ablauf der Vorhänge verursachten Un  gleichmässigkeit der Belichtung die Vorhang  leisten so geformt sind, dass die lichtbegren  zende Kante des voreilenden     Vorbanges    in  grösserem Abstand von der Bildebene liegt,  als die lichtbegrenzende Kante des ihm in  unveränderlichem Abstand nachfolgenden Vor  hanges. Dabei werden zweckmässig parallele       Abachlussfiächen    der Vorhangleisten gegen die  Bildebene geneigt.

   Es kann auch die eine      Vorhangleiste die Form eines     ungleichschenk-          ligen   <B>U</B> haben und so angeordnet sein, dass  ihr der Bildebene abgewandter Schenkel mit  seiner wirksamen Kante in Bewegungsrich  tung des Verschlusses der Endkante des an  dern Schenkels nacheilt, während die andere  Vorhangleiste mit ihrer wirksamen Kante bei  geschlossenem Verschluss zwischen die Schen  kel des<B>U</B> eingreift.  



  Zwei Ausführungsformen des Gegenstan  des der Erfindung sind beispielsweise auf der  Zeichnung veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt in schematischer Darstellung  einen     Schlitzverschluss    mit gemäss der ersten  Ausführungsform schräg zur Ablaufrichtung  verlaufenden     Abschlussflächen    der Vorhang  leisten kurz nach Öffnung des Verschlusses;       Fig.    2 gibt einen gleichen     Verachluss    kurz  vor dem Schliessen wieder;       Fig.    3 verdeutlicht einen     Schlitzverschluss     mit einer gemäss der zweiten Ausführungs  form U-förmigen Vorhangleiste gleich zu An  fang der Belichtung;       Fig.    4 stellt den gleichen     Schlitzverschluss     gegen Ende der Belichtung dar.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1 und  2 wird der Schlitz 2 des Verschlusses 1 durch  zwei     Abschlussleisten    6, 7 der beiden Vor  hänge gebildet, deren parallele     Abachluss-          flächen    10, 11 gegen die Bildebene geneigt  sind. Von dem Objektiv 3 aus fällt das Licht  durch das Bildfenster 4 auf das lichtempfind  liche Material 5. Die Vorhangleisten sind so  geformt, dass die lichtbegrenzende     gante    der  voreilenden Vorhangleiste 7 in grösserem Ab  stand von der Bildebene liegt, als die licht  begrenzende Kante der ihm in unveränder  lichem Abstand nachfolgenden Vorhangleiste 6.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3 und  4 fallen die von dem aufzunehmenden Gegen  stand ausgehenden Lichtstrahlen durch das  Objektiv 3 und den Schlitz 2 auf das hinter  dem Bildfenster 4 verschiebbare lichtempfind  liche Material 5. Die eine Vorhangleiste 7  des Schlitzverschlusses 1 hat die Form eines       ungleichsehenkligen   <B>U.</B> Die lichtbegrenzende  Kante 9 des der Bildebene abgewandten    Schenkels der Vorhangleiste 7 eilt in Bewe  gungsrichtung des Verschlusses der     Endkante     8 des andern Schenkels nach.

   Die andere Vor  hangleiste 6 greift bei geschlossenem Ver  schluss mit ihrer wirksamen Kante 8 zwischen  die Schenkel der U-förmigen Vorhangleiste 7  und gibt dadurch einen lichtdichten Abschluss  des Vorhanges, sie liegt infolgedessen der  Bildebene näher, als die wirksame Kante der       Verschlussleiste    7 und ergibt dadurch eine  gleiche Wirkung, wie sie bei der Ausführungs  form nach     Abb.    1 und 2 erzielt wird.  



  Dadurch, dass der Lichtkegel zu Beginn  der Belichtung, d. h. bei verhältnismässig lang  sam ablaufenden     Verschlussvorhängen,    in stär  kerem Masse abgeblendet wird als gegen Ende  der Belichtungszeit, wenn die Belichtungsvor  hänge schnell laufen, erhält man eine annä  hernd gleichmässige Belichtung über die ganze       Bildfenaterbreite    hinweg.  



  Das Eingreifen der obern Vorhangleiste  6 in die untere U-förmige Vorhangleiste 7  kann zum Beispiel beim Aufstossen der     un-          gleichschenkligen        U-Leiste    auf einen am Ka  meragehäuse befindlichen Anschlag 12 erfol  gen. Die     Abschlussleiste    8 des obern Vorhan  ges, welcher dem untern Vorhang nacheilt,  gelangt somit, da der untere Vorhang still  gesetzt ist, zwischen die Schenkel der     U-för-          migen        Abschlussleiste    des untern Vorhanges,  wodurch die vorher eingestellte Schlitzbreite  des Verschlusses wieder verschlossen ist.

   In  diesem Zustande erfolgt dann der Wiederauf  zug des Verschlusses, bei dem bekanntlich  der untere .Vorhang an den Bändern des obern  Vorhanges befestigt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Photographischer Schlitzverschluss, da durch gekennzeichnet, <B>dass</B> zur Beseitigung der durch beschleunigten Ablauf der Vorhänge verursachten Ungleichmässigkeit der Belich tung die Vorhangleisten so geformt sind, dass die lichtbegrenzende Kante des voreilenden Vorhanges in grösserem Abstand von der Bild ebene liegt, als die lichtbegrenzende Kante des ihm in unveränderlichem Abstand nach folgenden Vorhanges. UNTERANSPRÜCHE: 1. Photographischer Schlitzverschluss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallele Abschlussflächen (10, 11) der Vor hangleisten gegen die Bildebene geneigt sind. 2.
    Photographischer Schlitzverschluss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Vorhangleiste die Form eines un- gleichschenkligen <B>U</B> hat und so angeordnet ist, dass ihr der Bildebene abgewandter Schenkel mit seiner wirksamen gante (9) in Bewegungsrichtung des Verschlusses der Endkante des andern Schenkels nacheilt, während die andere Vorhangleiste mit ihrer wirksamen gante (8) bei geschlossenem Verschluss zwischen die Schenkel des U eingreift..
CH198741D 1936-08-12 1937-08-10 Photographischer Schlitzverschluss. CH198741A (de)

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