CH198764A - Verfahren zur Feststellung des Vorhandenseins von Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Feststellung des Vorhandenseins von Gasen.

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CH198764A
CH198764A CH198764DA CH198764A CH 198764 A CH198764 A CH 198764A CH 198764D A CH198764D A CH 198764DA CH 198764 A CH198764 A CH 198764A
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CH
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adsorbent
reagent
secondary reaction
test
gases
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Inventor
Degea Aktiengesellschaft (Auergesellschaft)
Original Assignee
Degea Ag Auerg
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      Verfahren    zur Feststellung des     Vorhandenseins    von Gasen.    Zum Aufspüren von Giftgasen, insbeson  dere von Kampfstoffen, wie zum Beispiel       ssss-Dichlordiäthylsulfid,    ist ein Gerät be  kannt, das aus einer Prüfröhre und einer       Luftfördervorrichtung    besteht, welche die zu  untersuchende Luft durch die Prüfröhre hin  durchsaugt. In der aus Glas bestehenden  Prüfröhre ist als     Adsorbens        Kieselsäuregel     vorhanden.

   Das Aufspüren des Giftgases  geht so vonstatten, dass man durch die Prüf  röhre eine bestimmte Menge der zu unter  suchenden Luft     hindurchsaugt,    deren Gift  stoffe an dem     Adsorbens    festgehalten und  angereichert werden.     Darnach    versetzt man  das     Adsorbens    mit der     Lösung    eines Oxy  dationsmittels, wie zum Beispiel Kalium  permanganat oder     Kaliumbichromat.    Hat das       Adsorbens    Giftstoffe aufgenommen, so bildet  sich durch die einsetzende Reaktion mit dem  Oxydationsmittel eine Farbänderung. Diese  Farbänderung ist jedoch schwer festzu  stellen, weil das Oxydationsmittel selbst far-         big    ist.

   Die Reaktionsstelle, wo die Farb  änderung eingetreten ist, muss daher erst  durch     Auswaschen    des farbigen Oxydations  mittels mit Wasser kenntlich gemacht wer  den. Das beschriebene Verfahren ist unbe  quem und     zeitraubend.     



  Gegenstand der     Erfindung    ist ein Ver  fahren zur Feststellung des     Vorhandenseins     von Gasen, das sich dadurch auszeichnet, dass  ein zur Anreicherung des Gases zu verwen  dendes, in eine Prüfröhre einzufüllendes Ad  sorptionsmittel derart vorbehandelt     wird,    dass  durch eine     Sekundärreaktion    eine bei der  Prüfung mit einem farblosen Reagens auf  tretende, undeutliche Färbung in eine leicht  erkennbare Färbung übergeht.

   Für die       Durchführung    des Verfahrens dient     vorteil-          hafterweise    eine     Vorrichtung,    bestehend aus  einer mit einem Absorptionsmittel gefüllten  Prüfröhre, in deren Füllung neben dem Ab  sorptionsmittel gleich aussehende, aber indif  ferente Substanzen gelagert sind.      Als Prüfreagens wird     vorteilhafterweise     ein farbloses Reagens mit vorzugsweise far  bigen Reaktionsprodukten auf ein farbloses  Trägermaterial verwendet. Die Farbänderung  der Prüfreaktion wird durch eine Sekundär  reaktion in ihrer Farbintensität verstärkt,  ohne dass der nachzuweisende Stoff für diese  Farbverstärkung notwendig ist.

   Das die  Sekundärreaktion auslösende     Chemikal    wird  vorzugsweise schon von vornherein auf das  Trägermaterial aufgebracht oder bildet einen  Teil desselben. Als besonders geeignetes  Prüfreagens hat sich Jodsäure erwiesen, aus  der, wenn sie mit Gasen, zum Beispiel mit  Kampfstoffen in Berührung kommt, Jod frei  wird. Jod ist durch seine Farbe erkennbar.  Als Trägermaterial ist in der Röhre zweck  mässig     Kieselsäuregel    verwendet, das sich  durch seine anreichernde Wirkung auszeich  net. Es lassen sich jedoch auch Papier, Watte  usw. als Trägermaterial gebrauchen.

   Als  Reagens für die Sekundärreaktion kommt  zum Beispiel, falls als Prüfreagens Jodsäure       verwendet    wird, aufgeschlossene     Stärke    oder       Fluoreszeinnatrium    in Frage.  



  Es ist weiterhin gefunden worden, dass  die Reaktion, die das Prüfergebnis anzeigt,  besonders gut     beobachtbar    ist, wenn das kör  nige     Adsorptionsmittel    zwischen gleich aus  sehenden, aber indifferenten körnigen Sub  stanzen, zum Beispiel Bimsstein, gelagert ist.  Da sich die den     Adsorptionsmittelkörnern    be  nachbarten Körner bei der Prüfung nicht       verändern,    hebt sich die bei der Prüfreaktion  entstehende Färbung gut von der unver  änderten Umgebung ab. Verwendet man als       9dsorptionsmittel    zum Beispiel     Silikagel,    so  ist es zweckmässig, seine Körnung möglichst  fein zu wählen, weil hierdurch die Anzeige  deutlicher wird.

   Da aber auf den Widerstand  der Gesamtfüllung der Röhre Rücksicht ge  nommen  -erden     muss,    wird die Körnung der       Einbettungskörner    grösser gemacht. Es em  pfiehlt sich, die Korngrösse der     Einbettungs-          körner    allmählich anwachsen zu lassen, zum  Beispiel derart, dass die Körner des behandel  ten     Adsorptionsmittels    feiner sind, als die    der daneben lagernden, gleichaussehenden  indifferenten Substanz.  



  In der Zeichnung ist beispielsweise eine  Prüfröhre im Schnitt dargestellt, die folgen  den Aufbau zeigt.  



  In der Mitte eines engen Glasrohres 1 ist       feingepulvertes        Kieselsäuregel    2, das vorher  zum Beispiel mit aufgeschlossener Stärke       imprägniert    wurde, in trockenem Zustande  eingelagert. Nach beiden     Seiten    folgen  Schichten 3 von     Bimssteinkörnern,    deren  Körnung nach beiden Seiten hin anwächst.  Diese Schichten sind in der Röhre 1 durch  zweckmässig eingesetzte Drahtsiebe 4 ge  halten.  



  Die Durchführung der Prüfung geht in  folgender Weise vor sich:  Durch die Röhre 1 wird eine bestimmte  Menge der zu prüfenden Luft geleitet. Vom       Kieselsäuregel    werden die in der Luft     ent-          haltenen        Giftgase    oder Kampfstoffe     adsor-          biert    und daher angereichert. Dann wird eine  bestimmte Menge des gelösten farblosen Prüf  reagens, also zum Beispiel wässerige     Jod-          säurelösung,    in die Prüfröhre gegeben. Beim  Zusammentreffen des Reagens mit dem mit  Giftgasen angereicherten     Kieselsäuregel    geht  eine Reaktion vor sich. Es wird Jod frei.

    Dieses reagiert sekundär mit der von vorn  herein am     Kieselsäuregel    haftenden Stärke  und erzeugt die bekannte Blaufärbung. Diese  Färbung bleibt nur auf das     Kieselsäuregel     beschränkt und hebt sich daher gut von den  weissbleibenden     Einbettungsschichten    ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Feststellung des Vorhan denseins von Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Anreicherung des Gases zu ver wendendes, in eine Prüfröhre einzufüllendes Adsorptionsmittel derart vorbehandelt wird, dass durch eine Sekundärreaktion eine bei der Prüfung mit einem farblosen Reagens auftre tende undeutliche Färbung in eine leicht er kennbare Färbung übergeht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Absorptionsmittel ein Gemisch verwendet wird, von dem das die Sekundärreaktion auslösende Chemi- kal einen Bestandteil bildet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Adsorptionsmittel den Trägerstoff für das die Sekundär reaktion auslösende Chemikal bildet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Prüfreagens Jod- säure verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Reagens für die Sekundärreaktion aufgeschlossene Stärke verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Reagens für die Sekundärreaktion Fluoreszeinnatrium verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Adsorp- tionsmittel gleichaussehende, aber indif ferente Substanzen gelagert sind. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Körner des behandelten Adsorp- tionsmittels feiner sind, als die der da neben lagernden, gleichaussehenden indif ferenten Substanz. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch <B>-6,</B> dadurch .gekennzeichnet, dass die Körnung der neben dem Adsorp- tionsmittel liegenden Einbettungsschich- ten von dem Adsorptionsmittel weg all mählich gröber wird.
CH198764D 1936-03-21 1936-11-13 Verfahren zur Feststellung des Vorhandenseins von Gasen. CH198764A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3459508A (en) * 1965-03-26 1969-08-05 Lothar Miczka Method of ascertaining the alcohol content of exhaled air,and also a testing tube for carrying out such method

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3459508A (en) * 1965-03-26 1969-08-05 Lothar Miczka Method of ascertaining the alcohol content of exhaled air,and also a testing tube for carrying out such method

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