CH198907A - Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes.Info
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Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes. Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man Alloxan mit einem Salz des 1-(2',3',4',5'-Tetraoxy-1'- amylamino)-2-amino-5-methylbenzols zum 7- Methyl - 9 -(2', 3', 4', 5'-tetraoxyamyl-1')-isoall- oxazin kondensiert.
Die Kondensation erfolgt zweckmässig unter Erwärmen in Gegenwart eines Lösemittels, wie Wasser, verdünnten Säuren, Eisessig und dergl. sowie vorteilhaft in Gegenwart von Borsäure. Bei Verwendung von Borsäure arbeitet man zweckmässig in Gegenwart wasserfreier Lösemittel, wie Eis essig.
Das als Ausgangsstoff benutzte 1- (2', 3', 4', 5'-Tetraoxy-1'-amylamino)-2-amino- 5-methylbenzol kann man auch in der Reak tionsmischung aus dem 1-@(2',3',4',5'-Tetra- oxy-1'-amylamino) -2 - nitro - 5 - methylbenzol durch Einwirken eines Reduktionsmittels wie Zinn, Zinnchlorür, Eisen und dreiwertiges Titan entstehen lassen.
Bei dieser Arbeits weise durch überschüssiges Reduktionsmittel etwa entstandene Leukoverbindung des Iso- alloxazinabkömmlings wird ,durch Einwirken eines dehydrierenden Mittels, z. B. Luft sauerstoff, Kaliumpermanganat, Halogen und chinoide Farbstoffe zur Isoalloxazinverbin- dung dehydriert. Düs Aloxan kann man auch aus seinen Abkömmlingen, z.
B. dem Alloxantin, in der Reaktionsmischung ent stehen lassen.
Das so erhältliche 7'-Methyl-9-(2';3';4'"5'- tetraoxyamyl-1')-isoalloxazin ist ein in ocker gelben Nadeln kristallisierender Farbstoff, der sich leicht verküpen lässt und direkte Affinität zur pflanzlichen oder tierischen Fa ser aufweist. Es zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Vitamin B, und soll therapeutische Anwendung finden.
<I>Beispiel 1:</I> 1 Mol des Hydrochlorids des 1-(2',3',4',5'- Tetraoxy-1' - amylamino)- 2 -amino - 5-methyl- benzols, gewonnen durch Kondensation von 1-Amino-2-nitrti-5-methylbenzol mit. Ara- binose oder Ribose und Reduktion des Kon densationsproduktes, wird mit 1 Mol Alloxan in wässriger Lösung erhitzt. Das ausgefallene Reaktionsprodukt wird aus Wasser oder ver dünnter Essigsäure umkristallisiert.
Das er haltene 7-111ethy1-9-(2',3',4',5'-tetraoxy-1'- amyl)-isoalloxazin bildet ockergelbe Nadeln. Es hat analoge Eigenschaften wie das mit dem chemischen Namen "Lactoflavin" be nannte Vitamin B2.
<I>Beispiel 2:</I> 1-(2', 3', 4', 5'-Tetraoxy-1'-amylamino)-2- nitro-5-methylbenzol, dasaus 1,1 Mol 1-Brom- 2-nitro-5-methylbenzol, 1' Mol Arabinamin oder Ribitylamin und 10 Mol Pyridin durch drei stündiges Erhitzen auf etwa 130 und Ent fernen des Pyridins durch Abdestillieren im Vakuum unter mehrfacher Zugabe von Was ser in Form eines kristallinischen, orange ge färbten Produktes gewonnen ist,
wird mit etwas Äther gewaschen, um etwa anhaften des überschüssiges 1-Brom-2-nitro-5-methyl- benzol zu entfernen und in starker Salzsäure aufgenommen, überschüssiges Alloxan zuge geben und mit Zinnchlorür reduziert.
Nach beendeter Reduktion, bes der intermediär 1- (2', 3', 4', 5'-Tetraoxyamyl -1'-amino)-2-amino- 5-methylbenzol entsteht, wird mit Wasser verdünnt und tropfenweise Kaliumperman- ganatlösung zugegeben.
Nach dem Abstump fen mit Natriumacetat erhält man eine inten siv gelbe, leuchtend grün fluoreszierende Lö sung, die keinen Farbstoff an Chloroform ab gibt und aus der das gebildete 7-Methyl-9- (2',3',4',5'-tetraoxyamyl-1')-isoalloxazin nach den zur Isolierung aus Naturprodukten be kannten Verfahren, z. B. durch Adsorption an Fullererde und Elution durch Pyrindin in reinem Zustand gewonnen werden kann.
<I>Beispiel 3:</I> 1 Gewichtsteil 5 -Methyl- 2 -nitro-1- (2@ , 3',4',5'-tetraoxy-1'-amylamino)-benzol wird mit 5 Gewichtsteilen kristallisierter Bor säure in 50 Gewichtsteile Eisessig kurze Zeit. zum Sieden erhitzt.
Nach dem Abkühlen wird durch Schütteln mit überschüssigem Zinkstaub die Nitroverbindung unter Kühlen mit fliessendem Wasser zum 1-(2',3',4',5'- Tetraoxylamyl -1'- amino)- 2 - amino-5-methyl- benzol reduziert. Nach dem Absaugen ist das Filtrat vollkommen farblos.
Zur Kondensa tion wird bei Zimmertemperatur in eine Sus pension von 2 Gewichtsteilen fein gepulver- tem Alloxan in 20 Gewichstteile Eisessig langsam einfliessen gelassen. Dabei wird ge rührt. Die Isoalloxazinbildung setzt sofort ein.
Nach zweistündigem Stehen (dabei er scheint ein gelber Niederschlag) wird mit 500 Gewichtsteilen Wasser verdünnt und bei 60 mm Druck zur Trockne gebracht, noch mals mit Wasser nachdestilliert und dann zweimal mit reichlichem Methanol bei ge wöhnlichem Druck im Wasserbad a.bdestil- liert. Der Rückstand wird in Wasser heiss ge löst und eingeengt, bis Kristalle erscheinen. Dann wird auf 0 abgekühlt, abgesaugt und gewaschen. Nach dem Trocknen werden 0.65 Gewichtsteile 7 -Methyl-9-(2', 3', 4', 5'- tetraoxyamyl-1')-isoalloxazin erhalten.
Aus der Mutterlauge kristallisiert noch weiteres, weniger reines 7-Methyl-9-(2',3',4',5'-tetra- oxyamyl-1')-isoalloxazin aus.
Beispiel .#: L Mol 1-(2',3',4',5'-Tetraoxy-1'-amyl- amino)'-2-a.mino-5-methylbenzol wird in salz- saurer Lösung mit 1 Mol Alloxantin.5 Minuten gekocht, wobei intermediär Alloxan frei wird.
Beim Abkühlen fällt das gebildete 7-Methyl- 9-(2',3',4',5'-tetraoxyamyl-1')-isoalloxa-zin in feinen Nadeln aus, die durch Umkristallisie- renr aus Eisessig rein erhalten werden.
Beispiel <I>5:</I> 1 Mol 1- (2', 3', 4', 5' -Tetraoxy-1'-amyl- amino)-2-nitro-5-methylbenzol wird unter Zu satz von 2 Mol Dialursäure mit Zinnchlorür und Salzsäure reduziert.
Nach beendeter Re duktion, bei der intermediär das 1-(2',3',4',5'- Tetraoxyamyl -1' - amino) - 2 amino-5-methyl- benzol entsteht, wird die Mischung mit Per manganatlösung versetzt, wodurch inter mediär aus Dialursäure Alloxan entsteht und die daraus gebildete Leukoverbindung dehy driert wird. Der so erhaltene Farbstoff, das 7 -Methyl-9 -(2', 3', 4', 5'-tetraoxyamyl-1')-iso- alloxazin wird nach bekannten,
zum Beispiel den zur Isolierung des Vitamins B" aus Na turprodukten üblichen Verfahren in reinem Zustand gewonnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Farb stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man Alloxan mit einem Salz des 1-(2',3',4',5'- Tetraoxy-1' -amylamino) - 2 - amino -5-methyl= Benzols zum 7-Methyl-9-(2',3',4',5'-tetraoxy- amyl-l:')-isoadloxazin kondensiert. Das so erhältliche Produkt ist ein in ockergelben Nadeln kristallisierender Farb stoff, der sich leicht verküpen lässt und direkte Affinität zur pflanzlichen oder tierischen Faser aufweist. Es zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Vitamin BZ und soll therapeutische Anwendung finden. UNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensa tion in Gegenwart eines Lösemittels unter Erwärmen vornimmt. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösemittel verdünnte Mineral säure verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Borsäure arbeitet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und<B>3</B>, dadurch gekenn zeichnet, dass man in Gegenwart von Eis essig als Lösemittel arbeitet. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 1-(2',3',4',5'- Tetraoxy -1' - amylamino) - 2 - amino - 5 -me- thylbenzol verwendet, das in .der Reak- tionsmischung durch Einwirken.eines Re- duktionsmittels aus dem 1-Tetraoxyamyl- amino-2@-nitro-5-methylbenzol entstanden ist, wobei durch überschüssiges Reduk- tionsmittel entstandene Leukoverbindung durch Einwirken eines. dehydrierenden Mittels zum-7-Methyl-9-(2',3',4',5'-tetraOxy- amylLl')-isoalloxazin d-ehydriert wurde. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Alloxan verwen det, das in der Reaktionsmischung aus einem Alloganabkömmling entstanden ist, wobei man bei der Kondensation entstan dene Leukoverbindung zum 7-Methyl-9- (2', 3', 4', ä'- tetraoxyamyl -1') - isoalloxazin dehydriert.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE198907X | 1934-07-12 | ||
| CH188153T | 1935-07-03 | ||
| DE241034X | 1942-04-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH198907A true CH198907A (de) | 1938-07-15 |
Family
ID=27791813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH198907D CH198907A (de) | 1934-07-12 | 1935-07-03 | Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH198907A (de) |
-
1935
- 1935-07-03 CH CH198907D patent/CH198907A/de unknown
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