Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Rohren aus Asbest- zement.
Derartige Rohre sind hergestellt worden, indem man die rohe, mit Wasser angerührte Asbestzementmasse auf Formwalzen walzte, nachdem sie die bekannte Pappen- oder Papiermaschine verlassen hatten, also nach- .dem ein wesentlicher Anteil des Wassers durch Baugen entfernt wurde. Die so erhal tenen Rohre hat man dann einer Härtung unterworfen, vor welcher ein Pressen vor genommen werden konnte.
Dieses Verfahren ist ziemlich teuer, erfordert die Aufstellung einer Anlage, die für -die Anfertigung von Asbestzementplatten notwendig ist, und die Undurchlässigkeit der Wandungen und der Oberfläche so hergestellter Rohre ist eben falls nicht verlässlich.
Es wurde auch vorgeschlagen, Rohre anzufertigen durch Einführung flüssigen Asbestzementschlammes auf die Aussenfläche einer umlaufenden Formwalze, deren Wan- .dung Wasser nach innen durchlässt, wo selbst Luft abgesaugt wird, so dass das Wasser aus dem Schlamm in dem Masse entfernt wird, als das Formen des Rohres fortschreitet. Das Formen geschieht mittels einer Druckwalze, ,die leicht geben die Formwalze gedrückt wird und die mit gleicher Geschwindigkeit wie letztere umläuft.
Dieser Vorgang ist weit einfacher als der oben erwähnte, bietet aber den Übelstand, dass .zufolge der inner halb der Formwalze aufrechterhaltenen 3au- gung, um das Wasser aus der Asbestzement rohmasse abzuführen, häufig im Asbest zement -sich Löcher bilden, welche den Luft eintritt in die Walze freigeben und das Vakuum aufheben, so dass das Rohr nicht entsprechend von Wasser befreit wird, seine W,andungsstärke und Oberfläche nicht gleich förmig ausfallen und die Oberfläche nicht undurchlässig ist.
Der Zweck .der Erfindung ist, ein ver bessertes Verfahren vorzusehen, um Asbest zementrohre, ,deren Oberfläche verhältnis- mässig undurchdringlich und gleichförmig beschaffen ist, in wirtschaftlicher Weise her stellen zu können.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren, bei welchem Asbestzementschlamm auf eine um laufende Walze aufgebracht wird, die eine wasserdurchlässige Wandung besitzt und aus deren Innenraum die Luft abgesaugt wird, bei welchem der Schlamm auf der Form- walze ausgebreitet und seine Oberfläche mit einer Glättwalze gerieben wird, deren Um fangsgeschwindigkeit von der Umfangs geschwindigkeit der Formwalze verschieden ist,
so dass bei der Bildung des Rohres seine Oberfläche geglättet wird.
Geht man bei der Herstellung des Rohres so vor, so wird die Bildung von Löchern in der Masse vermieden, denn wenn solche I.öoher in der Entstehung begriffen sind, so werden sie durch die Glättwirkung sogleich verschlossen. Ferner besteht beim Glätten die Tendenz, die Poren in .der Oberfläche der Rohrwandung zu verschliessen, so dass eine diehto und gleichmässig starke Rohrwandung zustandekommt. Zweckmässigerweise wird die 3iasse in Schichten aufgebracht,
so da.ss die Wanduiigsstärke allmählich auf die ge- wünschte Dicke gebracht werden kann.
Um die Sicherheit zu bieten, dass die Hasse glatt und gleichförmig über die Rohr länge verteilt wird, kann die Glättwalze kleine Umfangsrippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweisen.
Bei einer gewissen Dicke der Masse kann eine vollkommen glatte Walze die Neigung zeigen, die Masse wie eine Welle vor sich herzuschieben, während eine Walze mit Nuten eine gleichmässige glatte Schicht von Masse auf die Formwalze aufträgt.
Vorteilhaft besteht die Formwalze aus einem Rohr mit gelochter Wandung, das mit einem Tuch aus Leinen oder einem andern Filterstoff bedeckt ist.
Nachdem das Rohr auf der Formwalze gebildet wurde, kann es für manche Zwecke erforderlich sein, die Wandung durch er höhten Druck der Glättwalze auf der Form- walze zusammenzupressen, bevor die Här tung durchgeführt wird und bevor das Rohr von der Formwalze abgezogen wird, um es der endgültigen Härtung zuzuführen.
Vor dem Härten kann das Asbestzement- rohr in manchen Fällen mit einer Seifen lösung behandelt werden, um die Dichte und Undurchlässigkeit seiner Oberfläche zu 6tei- gern. Man erhält dabei eine Ausfällung von Kalkseife, die jene Poren der Oberfläche aus füllt,
die nach dem Glätten und Pressen des Rohres noch vorhanden sein können.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Ein Ausführungsbeispiel desselben ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf zwei Wal zen und Fig. 2 eine Endansicht.
Die Formwalze 1 kann aus einem Mannes mannrohr bestehen, das Lochungen aufweist. An einem Ende ist die Walze verbreitert entsprechend der Muffe des fertigen Asbest- zementrohres, und an den Enden ist die Walze geschlossen und in Lagern 3 und 4 gelagert.
Durch ein Ende der Zapfen 5 der Welle .geht ein Rohr 6, an welchem aus dem Innenraum der Walze mittels einer Luft pumpe Luft ausgesaugt werden kann. Stopf büchsen 7 können angeordnet sein, um einen Lufteintritt in das Rohr zu verhindern, an der Stelle, wo das Saugrohr durch die Welle geht.
Die Glättwalze 9 hat kleine Umfangs nuten von etwa 1 mm Tiefe, die 2 mm von einander abstehen mit glatter Oberfläche. Die Glättwalze ist in Lagern 10 und 11 ge lagert, die gegen die Walze 1 hin verschoben werden können, um die Glättwalze der Form walze zu nähern oder sie von ihr zu ent fernen.
Die Formwalze und die Glättwalze werden durch ihre Wellen 8 bezw. <B>12</B> an getrieben, und zwar arbeiten die Antriebs mittel so, dass ihre Umfangsgeschwindig- keiten verschieden ausfallen.
Wie Fig.2 zeigt, läuft auf Rädern 14 und 15 auf Schienen 16 und 17 oberhalb der Walzen der Asbeatzementechlammzuführ- trichter 1<B>,</B>3 hin und her. Der Trichter weist eine einstellbare Ausströmöffnung 18 auf, durch welche der Asbestzementschlamm auf die Oberfläche .der Formwalzen aufgebracht wird.
Durch eine ständige Hin- und Her bewegung :der Schlammzuführvorrichtung längs der Achse der Walzen wird. der Schlamm über die ganze Länge der Form walzen gleichmässig ausgebreitet.
Das Verfahren wird folgendermassen aus geführt: Die Glättwalze 9 wird. auf die Form walze niedergelassen, so dass sie mit dieser in leichter Berührung steht, und .die Walzen werden dann in entgegengesetztem Sinne :ge dreht (das heisst die eine im Sinne des Uhr zeigers und die andere im entgegengesetz ten Sinne), wobei verschiedene Umfangs geschwindigkeiten eingehalten werden. Nun wird der .Schlamm in der angegebenen Weise aus dem Trichter aufgegossen, während aus der Formwalze Luft abgesaugt wird.
Auf die Formwalze wird eine dünne Schicht Asbestzementschlamm ausgebreitet und durch die Glättwalze :geglättet, wobei eine ansehn liche Menge Wasser, die im Schlamm ent halten ist, durch das Filtertuch auf !der Formwalze und die Lochungen -der letzteren in ihren Innenraum gesaugt und durch .das Rohr 6 weggeschafft wird.
Beim Wachsen der Stärke des Asbestzementrohres wird die Glättwalze etwas von der Formwalze ent fernt, um :die erforderliche Menge Masse auf bringen zu können. Die Glättwalze wird dann mit dem erforderlichen leichten Druck gegen die Formwalze gedrückt, bis die Wandstärke ungefähr um<B>10%</B> von der auf gebrachten Stärke zurückgeht. Auf diese Weise wird das Formen des Asbestzement rohres zu Ende geführt. Sodann kann die Oberfläche des Rohres, wie früher angegeben, mit Seifenwasser behandelt und ferner die Wandung nochmals gepresst werden, bevor man sie von der Formwalze zum Härten abzieht.
Method of manufacturing asbestos-cement pipes. The invention relates to a method for producing pipes from asbestos cement.
Such pipes have been produced by rolling the raw asbestos cement mass, mixed with water, onto forming rollers after they had left the known cardboard or paper machine, i.e. after a substantial proportion of the water was removed by construction. The tubes obtained in this way have then been subjected to a hardening, before which a pressing could be made.
This process is quite expensive, requires the installation of a plant which is necessary for the production of asbestos cement panels, and the impermeability of the walls and the surface of pipes produced in this way is also not reliable.
It has also been proposed to make pipes by introducing liquid asbestos cement slurry onto the outer surface of a revolving molding roll, the wall of which allows water to pass inside, where air itself is sucked out so that the water is removed from the slurry to the same extent as molding of the pipe progresses. The molding is done by means of a pressure roller, which is pressed slightly to give the molding roller and which rotates at the same speed as the latter.
This process is far simpler than the one mentioned above, but has the drawback that, as a result of the peepage maintained inside the forming roller to remove the water from the raw asbestos-cement mass, holes often form in the asbestos-cement, which air enters release into the roller and release the vacuum so that the pipe is not freed from water accordingly, its wall thickness and surface are not uniform and the surface is not impermeable.
The purpose of the invention is to provide an improved method to be able to manufacture asbestos cement pipes, the surface of which is relatively impenetrable and uniform, in an economical manner.
The invention relates to a method for producing asbestos cement pipes, in which asbestos cement slurry is applied to a roller running around which has a water-permeable wall and from the interior of which the air is sucked, in which the sludge is spread on the forming roller and its surface with a Smoothing roller is rubbed, the circumferential speed of which is different from the peripheral speed of the forming roller,
so that when the pipe is formed, its surface is smoothed.
If one proceeds in this way during the manufacture of the pipe, the formation of holes in the mass is avoided, because if such holes are more in the process of being formed, they are immediately closed by the smoothing effect. Furthermore, during smoothing there is a tendency to close the pores in the surface of the pipe wall, so that a thick and even pipe wall is achieved. Appropriately, the layer is applied in layers,
so that the wall thickness can gradually be brought to the desired thickness.
To ensure that the Hasse is distributed smoothly and evenly over the length of the pipe, the smoothing roller can have small circumferential ribs and grooves with a smooth surface.
With a certain thickness of the mass, a perfectly smooth roller can show the tendency to push the mass in front of it like a wave, while a roller with grooves applies an even, smooth layer of mass to the forming roller.
The forming roller advantageously consists of a tube with a perforated wall that is covered with a cloth made of linen or another filter material.
After the pipe has been formed on the forming roll, it may be necessary for some purposes to press the wall together by increasing the pressure of the smoothing roll on the forming roll, before the hardening is carried out and before the pipe is pulled off the forming roll to make it the final hardening.
Before hardening, the asbestos-cement pipe can in some cases be treated with a soapy solution in order to increase the density and impermeability of its surface. A precipitate of lime soap is obtained, which fills the pores of the surface
which may still be present after the pipe has been smoothed and pressed.
The process according to the invention can be carried out in various ways. An embodiment of the same is illustrated schematically in the drawing.
Fig. 1 is a plan view of two rollers and Fig. 2 is an end view.
The forming roller 1 can consist of a man pipe that has perforations. At one end the roller is widened in accordance with the sleeve of the finished asbestos-cement pipe, and at the ends the roller is closed and supported in bearings 3 and 4.
A pipe 6, on which air can be sucked out of the interior of the roller by means of an air pump, passes through one end of the pin 5 of the shaft. Stuffing boxes 7 may be arranged to prevent air from entering the pipe at the point where the suction pipe goes through the shaft.
The smoothing roller 9 has small circumferential grooves of about 1 mm depth, which protrude 2 mm from each other with a smooth surface. The smoothing roller is stored in bearings 10 and 11 ge, which can be moved against the roller 1 to roll the smoothing roller to the form or to remove it from her ent.
The forming roller and the smoothing roller are BEZW by their shafts 8. <B> 12 </B> driven, namely the drive means work so that their peripheral speeds are different.
As FIG. 2 shows, the asbeat cement mud feed hopper 1, 3 runs back and forth on wheels 14 and 15 on rails 16 and 17 above the rollers. The funnel has an adjustable outflow opening 18 through which the asbestos cement slurry is applied to the surface of the forming rollers.
With a constant back and forth movement: the sludge feeder is moved along the axis of the rollers. Roll the mud evenly over the entire length of the mold.
The method is carried out as follows: The smoothing roller 9 is. on the form roller, so that it is in slight contact with it, and .the rollers are then rotated in the opposite sense: ge (that is, one in the sense of the clock hand and the other in the opposite sense), with different scope speeds are maintained. Now the sludge is poured out of the funnel in the manner indicated, while air is sucked out of the forming roller.
A thin layer of asbestos cement slurry is spread out on the molding roller and smoothed by the smoothing roller: a considerable amount of water contained in the sludge is sucked through the filter cloth on the molding roller and the perforations of the latter into its interior and through. the pipe 6 is removed.
As the strength of the asbestos cement pipe grows, the smoothing roller is removed somewhat from the forming roller in order to be able to: bring the required amount of mass on. The smoothing roller is then pressed against the forming roller with the required light pressure until the wall thickness decreases by approximately <B> 10% </B> of the applied thickness. In this way, the molding of the asbestos-cement pipe is completed. The surface of the pipe can then be treated with soapy water, as stated earlier, and the wall can also be pressed again before it is removed from the forming roller for hardening.