CH199391A - Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren.

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CH199391A
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Alessandro Magnani
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  Verfahren zum Herstellen von     Asbestzementrohren.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Herstellen von Rohren aus     Asbest-          zement.     



  Derartige Rohre sind hergestellt worden,  indem man die rohe, mit Wasser     angerührte          Asbestzementmasse    auf Formwalzen walzte,  nachdem sie die     bekannte    Pappen- oder  Papiermaschine     verlassen    hatten, also     nach-          .dem    ein wesentlicher Anteil des Wassers  durch Baugen entfernt wurde. Die so erhal  tenen Rohre hat man dann einer     Härtung          unterworfen,    vor welcher ein Pressen vor  genommen werden konnte.

   Dieses Verfahren  ist ziemlich     teuer,    erfordert die     Aufstellung     einer Anlage, die für -die Anfertigung von       Asbestzementplatten        notwendig    ist, und die  Undurchlässigkeit der Wandungen und der       Oberfläche    so hergestellter Rohre ist eben  falls     nicht    verlässlich.  



  Es wurde auch     vorgeschlagen,    Rohre  anzufertigen durch     Einführung    flüssigen       Asbestzementschlammes    auf die Aussenfläche  einer umlaufenden Formwalze, deren Wan-         .dung    Wasser nach innen     durchlässt,    wo selbst  Luft abgesaugt wird, so dass das Wasser aus  dem Schlamm in dem Masse entfernt     wird,     als das Formen des Rohres     fortschreitet.    Das  Formen geschieht mittels einer     Druckwalze,     ,die leicht geben die Formwalze gedrückt  wird und die mit gleicher Geschwindigkeit  wie letztere umläuft.

   Dieser Vorgang ist  weit einfacher als der oben erwähnte, bietet  aber den Übelstand, dass .zufolge der inner  halb der Formwalze aufrechterhaltenen     3au-          gung,    um das Wasser aus der Asbestzement  rohmasse abzuführen, häufig im Asbest  zement     -sich    Löcher bilden, welche den Luft  eintritt in die Walze freigeben und das  Vakuum aufheben, so     dass    das Rohr nicht  entsprechend von Wasser befreit wird, seine       W,andungsstärke    und Oberfläche nicht gleich  förmig ausfallen und     die    Oberfläche nicht       undurchlässig    ist.  



  Der Zweck .der Erfindung ist, ein ver  bessertes Verfahren     vorzusehen,    um Asbest  zementrohre, ,deren Oberfläche verhältnis-      mässig undurchdringlich und     gleichförmig     beschaffen ist, in wirtschaftlicher Weise her  stellen zu können.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Herstellen von     Asbestzementrohren,    bei  welchem     Asbestzementschlamm    auf eine um  laufende Walze aufgebracht wird, die eine       wasserdurchlässige    Wandung     besitzt    und aus  deren Innenraum die Luft     abgesaugt    wird,  bei welchem der Schlamm auf der     Form-          walze    ausgebreitet und seine Oberfläche mit  einer     Glättwalze    gerieben wird,     deren    Um  fangsgeschwindigkeit von der Umfangs  geschwindigkeit der Formwalze     verschieden     ist,

   so dass bei der Bildung des     Rohres    seine  Oberfläche geglättet wird.  



  Geht man bei der Herstellung des Rohres  so vor, so wird die Bildung von Löchern in  der Masse     vermieden,    denn wenn solche       I.öoher    in der Entstehung begriffen sind,     so     werden sie durch die Glättwirkung sogleich       verschlossen.    Ferner     besteht    beim     Glätten     die Tendenz, die Poren in .der Oberfläche der  Rohrwandung zu verschliessen, so dass eine       diehto    und gleichmässig starke Rohrwandung       zustandekommt.        Zweckmässigerweise    wird  die     3iasse    in Schichten aufgebracht,

   so     da.ss     die     Wanduiigsstärke    allmählich auf die     ge-          wünschte    Dicke gebracht werden kann.  



  Um die Sicherheit zu bieten, dass die       Hasse    glatt     und        gleichförmig    über die Rohr  länge verteilt     wird,    kann die     Glättwalze     kleine Umfangsrippen und Nuten mit     glatter     Oberfläche aufweisen.

   Bei einer     gewissen     Dicke der Masse kann     eine    vollkommen     glatte     Walze die     Neigung        zeigen,    die     Masse    wie  eine Welle vor sich herzuschieben,     während     eine     Walze    mit Nuten eine gleichmässige  glatte Schicht von     Masse    auf die Formwalze  aufträgt.  



  Vorteilhaft besteht die Formwalze aus  einem Rohr mit gelochter     Wandung,    das mit  einem Tuch aus Leinen oder einem     andern     Filterstoff bedeckt     ist.     



  Nachdem     das    Rohr auf der     Formwalze     gebildet wurde, kann es für manche Zwecke  erforderlich sein, die Wandung     durch    er  höhten Druck der     Glättwalze    auf der Form-    walze     zusammenzupressen,    bevor die Här  tung durchgeführt wird und bevor das Rohr  von der Formwalze abgezogen wird, um es  der endgültigen Härtung     zuzuführen.     



  Vor dem     Härten    kann     das        Asbestzement-          rohr    in     manchen    Fällen mit einer Seifen  lösung behandelt werden,     um    die Dichte und       Undurchlässigkeit    seiner Oberfläche zu     6tei-          gern.    Man erhält     dabei        eine    Ausfällung von  Kalkseife, die jene Poren der Oberfläche aus  füllt,

   die nach dem     Glätten    und     Pressen        des          Rohres        noch    vorhanden     sein    können.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren        kann    in       verschiedener        Weise        durchgeführt        werden.     Ein     Ausführungsbeispiel        desselben    ist in der  Zeichnung     schematisch    veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine     Draufsicht    auf zwei Wal  zen und       Fig.    2 eine     Endansicht.     



  Die Formwalze 1 kann aus einem Mannes  mannrohr bestehen, das     Lochungen        aufweist.     An einem Ende ist die     Walze        verbreitert     entsprechend der Muffe     des    fertigen     Asbest-          zementrohres,    und an den     Enden        ist    die  Walze     geschlossen    und in     Lagern    3 und 4  gelagert.

   Durch     ein    Ende der Zapfen 5 der  Welle .geht ein Rohr 6, an welchem aus dem  Innenraum der     Walze        mittels        einer    Luft  pumpe Luft     ausgesaugt    werden kann. Stopf  büchsen 7 können     angeordnet        sein,    um einen  Lufteintritt in     das    Rohr zu     verhindern,    an  der Stelle, wo das Saugrohr     durch    die Welle  geht.  



  Die     Glättwalze    9 hat kleine Umfangs  nuten von etwa 1 mm Tiefe, die 2 mm von  einander abstehen mit     glatter        Oberfläche.     Die     Glättwalze    ist in Lagern 10 und 11 ge  lagert, die gegen die Walze 1 hin     verschoben          werden    können, um die     Glättwalze    der Form  walze zu nähern oder sie von ihr zu ent  fernen.

   Die     Formwalze    und die     Glättwalze     werden durch ihre Wellen 8     bezw.   <B>12</B> an  getrieben, und zwar     arbeiten    die Antriebs  mittel so, dass ihre     Umfangsgeschwindig-          keiten        verschieden    ausfallen.  



  Wie     Fig.2    zeigt, läuft auf Rädern 14  und 15 auf Schienen 16 und 17     oberhalb    der  Walzen der Asbeatzementechlammzuführ-           trichter    1<B>,</B>3 hin und her. Der Trichter weist  eine einstellbare     Ausströmöffnung    18 auf,  durch welche der     Asbestzementschlamm    auf  die Oberfläche .der Formwalzen     aufgebracht     wird.

   Durch eine ständige Hin- und Her  bewegung :der     Schlammzuführvorrichtung     längs der     Achse    der Walzen     wird.    der  Schlamm über die ganze Länge der Form  walzen     gleichmässig        ausgebreitet.     



  Das Verfahren wird folgendermassen aus  geführt:  Die Glättwalze 9     wird.    auf die Form  walze niedergelassen, so dass sie mit dieser  in leichter Berührung steht, und .die Walzen  werden dann in     entgegengesetztem    Sinne :ge  dreht (das heisst die eine im     Sinne    des Uhr  zeigers und die andere im entgegengesetz  ten     Sinne),    wobei verschiedene Umfangs  geschwindigkeiten eingehalten werden. Nun  wird der .Schlamm in der     angegebenen        Weise     aus dem Trichter aufgegossen, während aus  der Formwalze Luft abgesaugt wird.

   Auf  die     Formwalze    wird     eine        dünne    Schicht       Asbestzementschlamm        ausgebreitet    und durch  die     Glättwalze    :geglättet, wobei eine ansehn  liche Menge     Wasser,    die im     Schlamm    ent  halten ist, durch das Filtertuch auf !der  Formwalze und die Lochungen -der letzteren  in ihren Innenraum gesaugt und durch .das  Rohr 6 weggeschafft wird.

   Beim Wachsen  der Stärke des     Asbestzementrohres    wird die  Glättwalze     etwas    von der Formwalze ent  fernt, um :die     erforderliche    Menge     Masse    auf  bringen zu können. Die     Glättwalze    wird  dann mit dem erforderlichen leichten Druck  gegen die     Formwalze    gedrückt, bis die  Wandstärke ungefähr um<B>10%</B> von der auf  gebrachten Stärke zurückgeht. Auf diese  Weise wird das Formen des Asbestzement  rohres zu Ende geführt. Sodann kann die  Oberfläche des Rohres, wie früher angegeben,  mit Seifenwasser behandelt und ferner die  Wandung nochmals gepresst werden, bevor  man sie von der Formwalze zum     Härten     abzieht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Herstellen von Asbest- zementrohren, bei welchem Asbestzement- Schlamm auf eine umlaufende Formwalze mit wasserdurchlässiger Wandung aufge bracht wird, wobei auf den Innenraum der Walze eine Saugwirkung ausgeübt wird,,da- durch gekennzeichnet, dass der Schlamm auf der Formwalze ausgebreitet wird und seine Oberfläche mittels einer Glättwalze gerieben wird, deren Umfangsgeschwindigkeit von der Umfangsgeschwindigkeit der Formwalze ver schieden ist, so dass bei der Bildung,
    des Roh res seine Oberfläche geglättet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass eine Glättwalze verwendet wird, die kleine umlaufende Rippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Form walze verwendet wird, die aus einem ge lochten Rohr besteht, das mit einem Filtertuch bedeckt ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass, nachdem die erforderliche Masse Asbestzementschlamm für ein Rohr auf die Formwalze auT- gebracht worden und, das Rohr fertig gebildet ist, die Glättwalze mit erhöhtem Druck gegen die Formwalze gepresst wird. Verfahren nach Patentanspruch. I, da durch gekennzeichnet, dass .die Oberfläche .des frisch geformten Rohres mit Seifen- wa,sser behandelt wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, .gekennzeichnet durch eine umlaufende Formwalze mit wasserdurchlässiger Wandung, wobei der Innenraum der Formwalze unter (Saug wirkung steht, durch eine Glättwalze, deren Umfangsgeschwindigkeit von der Umfangs geschwindigkeit der Formwalze verschieden ist, und durch Mittel, um Asbestzement- schlamm der Formwalze derart zuzuführen, dass er auf letzterer ausgebreitet wird,
    wobei die Oberfläche der Asbestschicht durch die Glättwalze gerieben wird. UNTERANSPRüCHE 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Glättwalze, die kleine umlaufende Rippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweist. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, daB die Formwalze aus einem gelochten Rohr besteht, das mit einem Filtertuch bedeckt ist.
CH199391D 1937-03-03 1937-11-25 Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren. CH199391A (de)

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