CH199391A - Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Rohren aus Asbest- zement.
Derartige Rohre sind hergestellt worden, indem man die rohe, mit Wasser angerührte Asbestzementmasse auf Formwalzen walzte, nachdem sie die bekannte Pappen- oder Papiermaschine verlassen hatten, also nach- .dem ein wesentlicher Anteil des Wassers durch Baugen entfernt wurde. Die so erhal tenen Rohre hat man dann einer Härtung unterworfen, vor welcher ein Pressen vor genommen werden konnte.
Dieses Verfahren ist ziemlich teuer, erfordert die Aufstellung einer Anlage, die für -die Anfertigung von Asbestzementplatten notwendig ist, und die Undurchlässigkeit der Wandungen und der Oberfläche so hergestellter Rohre ist eben falls nicht verlässlich.
Es wurde auch vorgeschlagen, Rohre anzufertigen durch Einführung flüssigen Asbestzementschlammes auf die Aussenfläche einer umlaufenden Formwalze, deren Wan- .dung Wasser nach innen durchlässt, wo selbst Luft abgesaugt wird, so dass das Wasser aus dem Schlamm in dem Masse entfernt wird, als das Formen des Rohres fortschreitet. Das Formen geschieht mittels einer Druckwalze, ,die leicht geben die Formwalze gedrückt wird und die mit gleicher Geschwindigkeit wie letztere umläuft.
Dieser Vorgang ist weit einfacher als der oben erwähnte, bietet aber den Übelstand, dass .zufolge der inner halb der Formwalze aufrechterhaltenen 3au- gung, um das Wasser aus der Asbestzement rohmasse abzuführen, häufig im Asbest zement -sich Löcher bilden, welche den Luft eintritt in die Walze freigeben und das Vakuum aufheben, so dass das Rohr nicht entsprechend von Wasser befreit wird, seine W,andungsstärke und Oberfläche nicht gleich förmig ausfallen und die Oberfläche nicht undurchlässig ist.
Der Zweck .der Erfindung ist, ein ver bessertes Verfahren vorzusehen, um Asbest zementrohre, ,deren Oberfläche verhältnis- mässig undurchdringlich und gleichförmig beschaffen ist, in wirtschaftlicher Weise her stellen zu können.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Asbestzementrohren, bei welchem Asbestzementschlamm auf eine um laufende Walze aufgebracht wird, die eine wasserdurchlässige Wandung besitzt und aus deren Innenraum die Luft abgesaugt wird, bei welchem der Schlamm auf der Form- walze ausgebreitet und seine Oberfläche mit einer Glättwalze gerieben wird, deren Um fangsgeschwindigkeit von der Umfangs geschwindigkeit der Formwalze verschieden ist,
so dass bei der Bildung des Rohres seine Oberfläche geglättet wird.
Geht man bei der Herstellung des Rohres so vor, so wird die Bildung von Löchern in der Masse vermieden, denn wenn solche I.öoher in der Entstehung begriffen sind, so werden sie durch die Glättwirkung sogleich verschlossen. Ferner besteht beim Glätten die Tendenz, die Poren in .der Oberfläche der Rohrwandung zu verschliessen, so dass eine diehto und gleichmässig starke Rohrwandung zustandekommt. Zweckmässigerweise wird die 3iasse in Schichten aufgebracht,
so da.ss die Wanduiigsstärke allmählich auf die ge- wünschte Dicke gebracht werden kann.
Um die Sicherheit zu bieten, dass die Hasse glatt und gleichförmig über die Rohr länge verteilt wird, kann die Glättwalze kleine Umfangsrippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweisen.
Bei einer gewissen Dicke der Masse kann eine vollkommen glatte Walze die Neigung zeigen, die Masse wie eine Welle vor sich herzuschieben, während eine Walze mit Nuten eine gleichmässige glatte Schicht von Masse auf die Formwalze aufträgt.
Vorteilhaft besteht die Formwalze aus einem Rohr mit gelochter Wandung, das mit einem Tuch aus Leinen oder einem andern Filterstoff bedeckt ist.
Nachdem das Rohr auf der Formwalze gebildet wurde, kann es für manche Zwecke erforderlich sein, die Wandung durch er höhten Druck der Glättwalze auf der Form- walze zusammenzupressen, bevor die Här tung durchgeführt wird und bevor das Rohr von der Formwalze abgezogen wird, um es der endgültigen Härtung zuzuführen.
Vor dem Härten kann das Asbestzement- rohr in manchen Fällen mit einer Seifen lösung behandelt werden, um die Dichte und Undurchlässigkeit seiner Oberfläche zu 6tei- gern. Man erhält dabei eine Ausfällung von Kalkseife, die jene Poren der Oberfläche aus füllt,
die nach dem Glätten und Pressen des Rohres noch vorhanden sein können.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Ein Ausführungsbeispiel desselben ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf zwei Wal zen und Fig. 2 eine Endansicht.
Die Formwalze 1 kann aus einem Mannes mannrohr bestehen, das Lochungen aufweist. An einem Ende ist die Walze verbreitert entsprechend der Muffe des fertigen Asbest- zementrohres, und an den Enden ist die Walze geschlossen und in Lagern 3 und 4 gelagert.
Durch ein Ende der Zapfen 5 der Welle .geht ein Rohr 6, an welchem aus dem Innenraum der Walze mittels einer Luft pumpe Luft ausgesaugt werden kann. Stopf büchsen 7 können angeordnet sein, um einen Lufteintritt in das Rohr zu verhindern, an der Stelle, wo das Saugrohr durch die Welle geht.
Die Glättwalze 9 hat kleine Umfangs nuten von etwa 1 mm Tiefe, die 2 mm von einander abstehen mit glatter Oberfläche. Die Glättwalze ist in Lagern 10 und 11 ge lagert, die gegen die Walze 1 hin verschoben werden können, um die Glättwalze der Form walze zu nähern oder sie von ihr zu ent fernen.
Die Formwalze und die Glättwalze werden durch ihre Wellen 8 bezw. <B>12</B> an getrieben, und zwar arbeiten die Antriebs mittel so, dass ihre Umfangsgeschwindig- keiten verschieden ausfallen.
Wie Fig.2 zeigt, läuft auf Rädern 14 und 15 auf Schienen 16 und 17 oberhalb der Walzen der Asbeatzementechlammzuführ- trichter 1<B>,</B>3 hin und her. Der Trichter weist eine einstellbare Ausströmöffnung 18 auf, durch welche der Asbestzementschlamm auf die Oberfläche .der Formwalzen aufgebracht wird.
Durch eine ständige Hin- und Her bewegung :der Schlammzuführvorrichtung längs der Achse der Walzen wird. der Schlamm über die ganze Länge der Form walzen gleichmässig ausgebreitet.
Das Verfahren wird folgendermassen aus geführt: Die Glättwalze 9 wird. auf die Form walze niedergelassen, so dass sie mit dieser in leichter Berührung steht, und .die Walzen werden dann in entgegengesetztem Sinne :ge dreht (das heisst die eine im Sinne des Uhr zeigers und die andere im entgegengesetz ten Sinne), wobei verschiedene Umfangs geschwindigkeiten eingehalten werden. Nun wird der .Schlamm in der angegebenen Weise aus dem Trichter aufgegossen, während aus der Formwalze Luft abgesaugt wird.
Auf die Formwalze wird eine dünne Schicht Asbestzementschlamm ausgebreitet und durch die Glättwalze :geglättet, wobei eine ansehn liche Menge Wasser, die im Schlamm ent halten ist, durch das Filtertuch auf !der Formwalze und die Lochungen -der letzteren in ihren Innenraum gesaugt und durch .das Rohr 6 weggeschafft wird.
Beim Wachsen der Stärke des Asbestzementrohres wird die Glättwalze etwas von der Formwalze ent fernt, um :die erforderliche Menge Masse auf bringen zu können. Die Glättwalze wird dann mit dem erforderlichen leichten Druck gegen die Formwalze gedrückt, bis die Wandstärke ungefähr um<B>10%</B> von der auf gebrachten Stärke zurückgeht. Auf diese Weise wird das Formen des Asbestzement rohres zu Ende geführt. Sodann kann die Oberfläche des Rohres, wie früher angegeben, mit Seifenwasser behandelt und ferner die Wandung nochmals gepresst werden, bevor man sie von der Formwalze zum Härten abzieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Herstellen von Asbest- zementrohren, bei welchem Asbestzement- Schlamm auf eine umlaufende Formwalze mit wasserdurchlässiger Wandung aufge bracht wird, wobei auf den Innenraum der Walze eine Saugwirkung ausgeübt wird,,da- durch gekennzeichnet, dass der Schlamm auf der Formwalze ausgebreitet wird und seine Oberfläche mittels einer Glättwalze gerieben wird, deren Umfangsgeschwindigkeit von der Umfangsgeschwindigkeit der Formwalze ver schieden ist, so dass bei der Bildung,des Roh res seine Oberfläche geglättet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass eine Glättwalze verwendet wird, die kleine umlaufende Rippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweist. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Form walze verwendet wird, die aus einem ge lochten Rohr besteht, das mit einem Filtertuch bedeckt ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass, nachdem die erforderliche Masse Asbestzementschlamm für ein Rohr auf die Formwalze auT- gebracht worden und, das Rohr fertig gebildet ist, die Glättwalze mit erhöhtem Druck gegen die Formwalze gepresst wird. Verfahren nach Patentanspruch. I, da durch gekennzeichnet, dass .die Oberfläche .des frisch geformten Rohres mit Seifen- wa,sser behandelt wird.PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, .gekennzeichnet durch eine umlaufende Formwalze mit wasserdurchlässiger Wandung, wobei der Innenraum der Formwalze unter (Saug wirkung steht, durch eine Glättwalze, deren Umfangsgeschwindigkeit von der Umfangs geschwindigkeit der Formwalze verschieden ist, und durch Mittel, um Asbestzement- schlamm der Formwalze derart zuzuführen, dass er auf letzterer ausgebreitet wird,wobei die Oberfläche der Asbestschicht durch die Glättwalze gerieben wird. UNTERANSPRüCHE 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Glättwalze, die kleine umlaufende Rippen und Nuten mit glatter Oberfläche aufweist. 6.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, daB die Formwalze aus einem gelochten Rohr besteht, das mit einem Filtertuch bedeckt ist.
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