CH200667A - Verfahren zur Darstellung eines Aminoarylsulfons. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Aminoarylsulfons.

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CH200667A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Darstellung eines     Aminoarylsulfons.       Es wurde gefunden,     dass    man zu neuen,  wertvollen     Textilhilfsstoffen    gelangt, wenn  man reaktionsfähige     N-Verbindungen    mit       Sulfonen    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0006     
    die austauschbares Halogen im     Benzolkern     enthalten, umsetzt.

   In dieser Formel bedeu  ten  R Wasserstoff oder einen gesättigten  oder ungesättigten,     substituierten    oder     ursub-          stituierten,        aliphatischen    oder     alicyclischen     Rest, der auch durch     Heteroatome    oder       -atomgruppen    unterbrochen sein kann und       R,    Wasserstoff.

       Alkyl    oder     CO-X    (mit  X als     Alkyl-,        Arylrest,        Hydroxyl-,        Alkoxy-,          Amino-,        Alkyl-    und     Dialkylaminogruppe).     Für R und     R1    ist Bedingung, dass minde  stens einer der beiden Reste     höhermolekular     sein muss.  



  Als reaktionsfähige N - Verbindungen  kommen in Betracht Ammoniak     bezw.        alipha-          tische,        araliphatische    und hydroaromatische,    primäre oder einfache oder gemischte     reak-          tionsfähige    sekundäre Amine     aliphatischer,          aliphatisch-araliphatischer,        aliphatisch-hydro-          aromatischer    oder     heterocyclischer        Natur.     Die entstandenen primären,

       sekundären    und  tertiären     Aminosulfone    können     entweder    mit  den üblichen     Ukylierungs-    und     Aralkylie-          rungsmitteln    einmal oder gegebenenfalls  mehrere Male     weiterbehendelt    oder     in    Salze  organischer oder anorganischer Säuren über  geführt werden.  



  Als Ausgangsstoffe kommen beispiels  weise solche     Halogenarylsulfone    in Frage,  die man aus den     Alkalisalzen    der     Halogen-          arylsulfinsäuren    einerseits und den     Alkyl-          mineralsäureestern    wie     Ilalogenalkylen,        halo-          genierten    Paraffinen und     Schwefelsäure-          estern        aliphatischer    Alkohole anderseits er  hält.

   Ebenfalls -geeignet sind diejenigen       Halogenarylsulfone,,        die    sich durch Umset  zung von     a-Halogencarbonsäuren    und deren  Derivaten wie a -     Halogencarbonsäureestern     oder     -amiden    mit Salzen von     Halogenaryl-          sulfinsäuren,    gegebenenfalls     in.    Gegenwart  von Lösungsmitteln und/oder unter Anwen  dung von Druck, gewinnen lassen.

   Aber auch           a-lialogenketone    oder     Italogenmethylalkyl-          äther    und     -thioäther        sind    brauchbare Aus  gangsstoffe.  



  Die gleichen     Halogenary        lsulfone    lassen  sich auch erhalten durch Oxydation der ent  sprechenden Halogensulfide, dargestellt durch  Umsetzung von     Halogenthiophenolen    mit den  oben erwähnten reaktionsfähigen     Halogen-          verbindungen.     



  Als     Alkylhalogenide    finden besonders       höhermolekulare,        aliphatische    oder     alicyeli-          sche        Mineralsäureester    Verwendung, wie sie  beispielsweise gewonnen werden aus Mineral  säuren und den Alkoholen, die durch Hydrie  rung der natürlich vorkommenden Fette,  Öle, Harze,     Naphtensäuren    usw.     erhalten     werden.

       Cetylbromid,        Dodecylbromid,    aber  auch die     unter    dem     Namen        Laurylchlorid    in  Handel kommende Mischung höherer     alipha-          tischer    Chloride, eignen sich dabei gleich gut.  



  Als     a-halogenierte        Carbonsäuren    und       Carbonsäurederivate    eignen sich hauptsäch  lich     höhermolekulare,    gesättigte oder unge  sättigte, auch substituierte     Carbonsäuren    wie       Palmitinsäure,        Stearinsäure,        Dichlorstearin-          säure,        Olsäure,        Behensäure,        Palmkernfett-          säure,        Naphtensäure    usw.  



  Durch     Verwendung    von     a-Halogenketo-          nen,    wie     a-Bromstearophenon,        a-Brom-lauro-          phenon    oder auch     a-halogenierten        aliphati-          schen        Alkylketonen    werden     Sulfone    mit       Ketogruppen    gewonnen.

   Körper der gleichen  Gruppe lassen sich aber auch erhalten durch       Alkylierung    von Kondensationsprodukten,  gewonnen aus     Halogensulfinaten    und     cu-Ha-          logenacetophenonen,    mit     höhermolekularen          Alkylierungsmitteln    wie     Cetylbromid        etc.     



  Mit     Halogenmethyl    -     dodecyläthern    oder       -thioäthern    und     Halogenarylsulf        inaten    wer  den     Sulfone    mit reaktionsfähigem Halogen  gewonnen, deren     Alkylkette    durch ein  Sauerstoff- oder     Schwefelatom        unterbrochen     ist.  



  Die derart     beschriebenen        Halogensulfone     lassen sich mit Ammoniak     bezw.        aliphati-          schen,        araliphatischen    und     hydroaromati-          schen,    primären oder sekundären, reaktions  fähigen Aminen zu den entsprechenden pri-    mären,     sekundären    und tertiären     Aminen     umsetzen.

   Dafür eignen sich     unter    anderem  Ammoniak,     Methylamin,        Butylamin,        Benzyl-          amin,        Cyclohexylamin,        Dimethylamin,        Di-          äthylamin,        Dibutylamin,        Diamylamin,        Me-          thylbenzylamin,        Methyleyclohexylamin,        Pi-          peridin    eventuell bei Gegenwart von Kataly  satoren wie     Cu    usw.  



       Die    bei der     Umsetzung    mit Aminen er  haltenen primären, sekundären und tertiären       Aminoarylsulfone    können nachträglich ein  mal oder gegebenenfalls mehrere Male     alky-          liert    oder     aralkyliert    werden,

   was am besten  mit Hilfe beispielsweise von     Jodmethyl    oder  mit     Dialkylsulfaten    wie     Dimethylsulfat    oder       Diäthylsulfat    oder mit     Alkyltoluolsulfon-          säureestern    und     Halogenbenzolsulfonsäure-          estern    usw. geschieht.  



  Die neuen     N-haltigen    Verbindungen sind  als Basen, sofern sie keine     quaternären    Am  moniumverbindungen darstellen, sehr oft       vakuumdestillierbare    Körper, die in Wasser  schwer oder unlöslich sind. Sie lassen sich  nach den für     Ammoniakderivate    allgemein  üblichen Methoden in wasserlösliche Stoffe  überführen. Mit anorganischen oder organi  schen Säuren     entstehen    Salze, z. B. Chlor  hydrate, Sulfate, Phosphate,     Kieselfluorate,          Formiate,        Citrate        etc.     



  Die neuen     Aminoarylsulfone    können für  die     verschiedensten    Zwecke verwendet wer  den. Sie sind zum Teil wertvolle Netz-, Dis  pergier- und     Emulgiermittel,    insbesondere  aber     Weichmachungsmittel    für Baumwolle  und     Celluloseregenerate,    aber auch wertvolle  Mittel zur Verbesserung der     Wasserechtheit     von     Direktfärbungen    oder Abziehmittel für       Naphtol-AS-    oder     Küpenfärbungen.    Zum  Teil     eignen    sie sich auch zum Schützen von  Wolle, Federn, Pelzen, Haaren,

   Leder und       dergl.    vor     Motten    und andern     Wollschädlin-          gen.    Ebenfalls interessant     sind    die stark bak  teriziden und     fungiziden    Eigenschaften eini  ger der neuen Verbindungen.  



       Gegenstand    des     vorliegenden        Patentes    ist  ein Verfahren zur     Darstellung        eines        Amino-          arylsulfons,    dadurch     gekennzeichnet,    dass  man     4-Chlorphenyl-l-hexadecylsulfon    mit           Dimethylamin    und das entstandene     4-Di-          methylaminophenyl    - 1 -     hexadecylsulfon    mit       Dimethylsulfat    umsetzt.

   Die neue Verbin  dung, das     Methylsulfat    des 4 -     Trimethyl-          ammoniumphenyl    - 1 -     hexadecylsulfons,    eine  wachsartige Masse, welche in Wasser klar  löslich ist, eignet sich als Netzmittel, Motten  schutzmittel,     Abziehmittel    für     Naphtol-AS-          färbungen    und besitzt bakterizide und     fungi-          zide    Eigenschaften.  



       Beispiel:     a) Herstellung von     4-Chlorphenyl-l-hexa-          decylsulfid.     



  16,8     Teile        (3/1o        Mol.)        Kaliumhydroxyd     werden in 220 Teilen Alkohol gelöst. Diese  Lösung wird mit 43,2 Teilen     p-Chlorthiophe-          uol   
EMI0003.0024  
   (3/1o     Mol.)    versetzt und  gelinde erwärmt bis zur völligen Lösung.  Darauf gibt man zur warmen     Lösung    91,5  Teile     Cetylbromid        (3/1o        Mol.),    wobei sofort  lebhafte Reaktion unter     Abscheidung    von  Bromkalium eintritt. Nach einigen Minuten  ist die Reaktion beendet und die Lösung  reagiert neutral.

   Es wird abgekühlt und mit  Wasser versetzt. Die Mischung wird     aus-          geäthert,    der Äther mit     verdünnter    Lauge  gewaschen, getrocknet und     abdestilliert.     Rückstand im Vakuum destilliert: Kp.: 220  bis 240'. 1,0     mm/Hg    (gelbliches 01, das bald  erstarrt).  



  b) Herstellung von     4-Chlorphenyl-l-hexa-          decylsulfon.     74 Teile
EMI0003.0038  
         (Z/lo        Mol.)    werden in einem Gemisch von 400  Teilen Aceton und 100 Teilen Eisessig bei  40   gelöst. Nun wird auf 30   abgekühlt und  unter gutem Rühren und Kühlen (Tempera  tur 30 bis 40  ) mit Kaliumpermanganat in  kleinen Portionen versetzt, bis zur bleibenden  Rotfärbung und bis keine Wärmeentwick  lung mehr eintritt. Am Schluss wird noch  eine Stunde bei 40' gerührt, in Wasser ge  gossen und mit     Bisulfit    entfärbt.

   Dann     äthert     man aus und schüttelt den ätherischen Aus  zug mit verdünnter Natronlauge durch. fil  triert die dabei sich bildende Gallerte ab und  destilliert den Äther nach dem Trocknen ab.    Das     Rohprodukt        kann    zur     Peinigung    aus  einem Gemisch von 1 Teil Benzin (80 bis       100')    und 1 Teil     Petroläther    auskristallisiert  werden.     Smp.    66 bis 68  . Dieses     Sulfon    lässt  sich auch in bekannter Weise durch Umset  zung von     p-Chlorbenzolsulfinat    mit     Cetyl-          halogenid    gewinnen.  



  c)     4-Dimethylaminophenyl    -1-     hexadecyl        -          sulfon:     20     Teile   
EMI0003.0058  
         (1/o        Mol.)    werden mit einer Lösung von 9  Teilen     Dimethylamin        (4/u        Mol.)    in 250 Tei  len Alkohol und einer     Spur    Kupferpulver im       Autoklaven    während 20 Stunden auf 220 bis  <B>230'</B> erhitzt.

       Hierauf    wird in Äther aufge  nommen, der Äther mit Wasser gewaschen,  getrocknet, filtriert und     abdestilliert.    Rück  stand aus Benzin umkristallisiert. Das Amin  hat einen     Smp.    70 bis 72  .  



  d)     Methylsulfat    des 4 -     Trimethylammo-          niumphenyl-l-hexadecylsulfons.     6 Teile       (1/33   
EMI0003.0073  
       Mol.)    werden mit 3 Teilen     Dimethyl-          sulfat        (1/4o        Mol.)    während 1/2 Stunde auf 130  bis 140'     erhitzt.    Dabei entsteht ein dicker  Honig, der nach dem Erkalten zu einer       wachsartigen    Masse erstarrt, welche in Was  ser klar löslich ist.

   Die neue Verbindung  eignet sich als Netzmittel, Mottenschutzmit  tel, Abziehmittel für     Naphtol-AS-färbungen     und besitzt bakterizide und     fungizide    Eigen  schaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Amino- arylsulfons, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Chlorphenyl-l-hexadecylsulfon mit Dimethylamin und das entstandene 4-Di- methylaminophenyl - 1 - hexadecylsulfon mit Dimethylsulfat umsetzt.
    Die neue Verbin dung, das Methylsulfat des 4-Trimethyl- ammoniumphenyl - 1 - hexadecylsulfons, eine wachsartige Masse, welche in Wasser klar löslich ist, eignet sich als Netzmittel, Motten schutzmittel, Abziehmittel für Naphtol-AS- färbungen und besitzt bakterizide und fungi- zide Eigenschaften.
CH200667D 1937-07-31 1937-07-31 Verfahren zur Darstellung eines Aminoarylsulfons. CH200667A (de)

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