CH201011A - Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes.

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CH201011A
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CH
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formaldehyde
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines synthetischen     Gerbstoffes.       Es wurde gefunden, dass man einen wert  vollen Gerbstoff erhalten kann, wenn man  das Kondensationsprodukt aus dem durch       Behandlung    eines Gemisches der drei     iso-          meren        Kresole    mit einem sulfonierenden Mit  tel bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit       erhältlichen.        Kresolsulfonsäuregemisch    und  Formaldehyd mit einem Gemisch der drei       isomeren        Kresole    und Formaldehyd nach  behandelt. An Stelle des Formaldehyds kön  nen jeweils auch Formaldehyd liefernde  Stoffe verwendet werden.  



  Der neue Gerbstoff ist arm an Nicht  gerbstoffen (Mineralsalzen); er bat den Vor  teil dass man ihn schwächer sauer einstellen  kann als den nicht in der genannten Weise  nachbehandelten. Er kann in verhältnismässig  grosser Menge bei der vegetabilischen Ger  bung     mitverwendet    werden. Auch ist das  Verhältnis der gerbenden zu den nicht ger  benden Anteilen günstig.  



  Das Verfahren kann     beispielsweise    so    ausgeführt werden, dass man     ein    durch Er  hitzen gleicher Mengen eines Gemisches der  drei     isomeren        Kresole    und Schwefelsäure auf  100 bis 120', Zusatz von 5 % Wasser und  von 0,9 Liter 40%igem Formaldehyd auf je  4 kg verwendetes     Kresol    hergestelltes Pro  dukt mit     einem        Gemisch    der drei     isomeren          Kresole    und Formaldehyd behandelt, wobei       man    vor oder während     bezw.    nach der Zu  gabe dieser beiden Stoffe teilweise mit Na  tronlauge, Ammoniak,

       Magnesiumogyd,    or  ganischen Basen oder dergleichen neutralisie  ren kann. Die Kondensation     kann    auch in  neutralem oder alkalischem Medium vorge  nommen werden.  



  Die Behandlung mit     Kresol    und Form  aldehyd kann schon bei verhältnismässig  niedrigen Temperaturen, beispielsweise 20  bis 40' C, erfolgen. Die Menge des anzu  wendenden     Kresols    und des Formaldehyds  und das Verhältnis der Stoffe zueinander  kann wechseln. Man verwendet jedoch nur      so viel von diesen Stoffen,     daB    sich keine       nennenswerten        Mengen    unlöslicher     Anteile     abscheiden. Der Formaldehyd kann in be  liebiger Form angewendet. werden.  



  Der so erhältliche Gerbstoff zeichnet  sich durch gute Füllwirkung aus und gibt       Leder    von heller Farbe.  



  <I>Beispiel:</I>  450 Gewichtsteile eines Gemisches der  drei     isomeren        Kresole,    sogenanntes Handels  kresol, werden mit 450     Gewichtsteilen    kon  zentrierter Schwefelsäure bei<B>100'</B> C     sulfo-          niert.    Das     Sulfonierungsprodukt    wird mit  210 Gewichtsteilen 30%igem Formaldehyd  kondensiert und mit Ammoniak oder Natron  lauge so weit     neutralisiert,        daB    10 g des Re  aktionsgemische 10 bis 11 cm'     n-Natronlauge     verbrauchen.

   Dann gibt man 108 Gewichts  teile     Handelskresol,    darnach bei 30 bis 35   C  allmählich 50 Gewichtsteile 30%igen Form  aldehyd zu und rührt     das    Gemisch, bis der  Formaldehyd verbraucht ist.  



  Man erhält so einen Gerbstoff, der we  sentlich volleres Leder ergibt als das nicht       nachbehandelte    Produkt.    Der neue     Gerbstoff    ist arm an Nicht  gerbstoffen (Mineralsalzen),     klar    in Wasser  löslich, nicht     ohne        Zersetzung        schmelzbar     und     besitzt    in schwach saurer Lösung aus  gezeichnete     Gerbwirkung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines synthe tischen Gerbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man das Kondensationsprodukt aus dem durch Behandlung eines Gemisches der drei isomeren Kresole mit einem sulfonierenden Mittel bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit erhältlichen Kresolsulfonaburegemiseh und Formaldehyd mit einem Gemisch der drei isomeren
    Kresole und Formaldehyd nach behandelt. Der entstehende Gerbstoff ist arm an Nichtgerbstoffen (Mineralsalzen), klar in Wasser löslich, nicht ohne Zersetzung schmelzbar, und besitzt in schwach saurer Lösung ausgezeichnete Gerbwirkung.
CH201011D 1936-07-08 1937-06-15 Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. CH201011A (de)

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