CH204455A - Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes.

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CH204455A
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formaldehyde
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes.    Gegenstand des Hauptpatentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines syntheti  schen Gerbstoffes durch Nachbehandlung  des durch Kondensation von     Kresolsulfon-          säure    mit Formaldehyd erhältlichen, wasser  löslichen Produktes mit     Kresol    und Form  aldehyd.  



  Es wurde nun weiter gefunden, dass man  einen wertvollen Gerbstoff erhalten kann,  wenn man ein durch Kondensation des durch  Behandlung eines Gemisches der drei     isö-          meren        Kresole    mit einem sulfonierenden  Mittel bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit  erhältlichen     Kresolsulfonsäuregemisches,    mit  Formaldehyd gewonnenes, wasserlösliches  Produkt, ein     Gemisch    der drei     isomeren        Kre-          sole,        Formaldehyd    und Harnstoff aufeinan  der einwirken lässt. An Stelle des Form  aldehyds können auch jeweils Formaldehyd  liefernde Stoffe verwendet werden.

   Das bei  der Nachbehandlung sich bildende Konden  sationsprodukt aus     Kresol    und Formaldehyd    wird bei seiner Entstehung in dem Produkt       dispergiert,    und es bildet sich ein in Wasser  lösliches     bezw.    kolloidal lösliches Endpro  dukt.  



  Die Einwirkung von Harnstoff und  Formaldehyd erfolgt zweckmässig vor der  Nachbehandlung mit     Kresol    und Formalde  hyd, sie kann jedoch auch     gleichzeitig    oder  nachher durchgeführt werden. Erfolgt die  Einwirkung von Harnstoff und Formalde  hyd in einer Stufe, in der das Reaktions  gemisch ohne dies sauer ist, so wird sie vor  teilhaft in saurem Medium ausgeführt; sie  kann jedoch gegebenenfalls auch in alkali  schem Medium stattfinden.  



  Die Behandlung mit     Kresol    und Form  aldehyd kann schon bei verhältnismässig  niedrigen Temperaturen, beispielsweise bei  20 bis 40   C, erfolgen.  



  Die Menge des     anzuwendenden        Kresols     und des Formaldehyds und das Verhältnis  der Stoffe zueinander kann     wechseln,    Man      verwendet jedoch nur so viel von den zuzu  setzenden Stoffen, dass sieh keine nennens  werte Mengen unlöslicher Anteile abschei  den.  



  Der neue Gerbstoff hat den Vorteil, dass  man ihn schwächer sauer einstellen kann als  den nicht in der genannten Weise nachbehan  delten. Er kann in verhältnismässig grosser  Menge bei der vegetabilischen Gerbung mit  verwendet werden. Auch ist das Verhältnis  der gerbenden zu den nicht gerbenden An  teilen günstig. Der Gerbstoff besitzt ausge  prägte Füllwirkung und gibt Leder von be  sonders heller Farbe und guter Lichtechtheit.  Beispiel:  450 Gewichtsteile eines Gemisches der  drei isomeren Kresole werden mit 450     Ge-          wiehtsteilen    konzentrierter Schwefelsäure bei  l00   C sulfoniert. Das     Sulfonierungspro-          dukt    wird mit 310 Gewichtsteilen 30 % igenm  Formaldehyd kondensiert.

   Zu dem erhaltenen  Produkt gibt man eine Lösung von 120l Ge  wichtsteilen Harnstoff in l20) Gewichtsteilen  Wasser, kondensiert bei 35 bis 40   C mit  weiteren 200 Gewichtsteilen Formaldehyd  und neutralisiert mit Ammoniak so veit, dass  10 g des Reaktionsgemisches 11 bis 12 em3  n-Natronlauge verbrauchen. Dann fügt nman  216 Gewichtsteile eines Gemisches der drei  isomeren Kresole, sodann bei 30) bis 35   C  allmählich 100 Gewichtsteile 30 ö igen Form-         aldehyd    zu und rührt das Gemisch, bis der  Formaldehvd verbraucht ist.  



  Der erhaltene Gerbstoff kann mit     Ammo-          niumformiat,    Magnesiunmfornmiat oder     Na-          trinmnacetat    so eingestellt werden, dass der  pH-Wert seiner l10 %igen Lösung etwa 3 be  trägt.  



  Der neue Gerbstoff ist aschefrei, klar  in Wasser löslich, nicht ohne Zersetzung  schmelzbar und besitzt in schavach saurer  Lösung ausgezeichnete Gerbwirkung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines synthe tischen Gerbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man ein durch Kondensation der durch Behandlung eines Gemisches der drei iso- meren Kresole mit einem sulfonierenden Mittel his zum Eintritt der Wasserlöslichkeit e r 'hältlielien Kresol#;
    iilfonsäiireoemisehes, eD mit Formaldelivd gewonnene, wasserlösliches Produkt, ein Gemisch der drei isomeren Kre- sole, Formaldehyd und Harnstoff aufeinan der einwirken lässt. Der Gerbstoff ist aschefrei, klar in Was ser löslich. nicht ohne Zersetzung schmelz bar und besitzt in schwach saurer Lösung ausgezeichnete Gerbwirkung.
CH204455D 1937-02-03 1937-06-15 Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Gerbstoffes. CH204455A (de)

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