CH201438A - Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion.

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CH201438A
CH201438A CH201438DA CH201438A CH 201438 A CH201438 A CH 201438A CH 201438D A CH201438D A CH 201438DA CH 201438 A CH201438 A CH 201438A
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carbon
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pregnendione
carbon double
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur     Darstellung    von     d.";,-Pregnendion.       Es wurde gefunden, dass man     A4,5-unge-          sättigte        Ketone    der     Cyclopentanopolybydro-          phenanthrenreihe    von der allgemeinen For  mel     C19H260(K)    und der     Konstitutionsformel       stellen kann, dass man die     A5,6-ungesättigten          Ketone    der     Cyclopentanopolyhydrophenan-          threnreihe    von .der gleichen, allgemeinen For  mel     CI9H260(X)

      und der Konstitutionsformel  
EMI0001.0015     
    in der X für     =    0,
EMI0001.0017  
   oder gesetzt  
EMI0001.0018  
    ist, wobei Y eine     Hydro$ylgruppe    oder eine  durch Hydrolyse in die     Hydrogylgruppe        ver-          wandelbare    Gruppe, wie z.

   B. eine     Ester-          oder    Äthergruppe oder dergleichen; und R  einen beliebigen substituierten oder nicht  substituierten Kohlenwasserstoffrest bedeuten,  insbesondere     44,5-ungesättigte        Ketone    der       Androstanreihe,    der     Pregnanreihe,    sowie der  Sterin- und     Gallensäurereihei    dadurch her-    einer Behandlung unterwirft, die die Ver  lagerung einer     Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppel-          bindung    in     d5,6-ungesättigten        Ketonen    im Ge  folge hat.  



  Die als Ausgangsmaterialien für das vor  liegende     Isomerisierungsverfahren    in Betracht  kommenden     45,6-ungesättigten    Betone der       Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe    kön  nen in beliebiger Weise gewonnen sein.

   Ein  Weg zur Darstellung derartiger     45,6-unge-          sättigter        Ketone    besteht zum Beispiel darin,      dass man die entsprechenden     Dihalogenver-          bindungen    der     Ketone,        insbesondere    die     Di-          bromverbindungen,    durch kurzes     Erwärmen     mit Zinkstaub in     Ethanol    oder Methanol,  d. h. also in neutralem Medium,     enthalo-          geniert.     



  Die gemäss dem vorliegenden Verfahren  erhältlichen     1a5-    ungesättigten     Ketone    der       Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe    stel  len wertvolle Verbindungen dar; sie sind  entweder selbst physiologisch wirksam oder  lassen sich auf physiologisch wirksame Stoffe  weiterverarbeiten. Soweit sie bereits selbst  physiologisch wirksam sind, weisen sie im  allgemeinen eine höhere Wirksamkeit als die  entsprechenden Ausgangsmaterialien auf.

   Dies  gilt insbesondere für das     J4,.;-Pregnendiorr-          (3,20),    welches sich gemäss dein vorliegenden  Verfahren aus dem     J,,G-Pr-egnerrdion-(3,20)     gewinnen lässt; während nämlich das     J,;,,;-          Pregnendion-(3,20)    im Test an infantilen  Kaninchen nach der von     Butenandt,        West-          phal    und Hohlweg angegebenen Methodik       (vergl.    Z.     physiol.    Chemie, 227, 87, 1934)  keine Andeutung einer physiologischen Wirk  samkeit zeigt, hat sich das     ii,;

          Pregnendion-          (3,20)    als identisch mit dein aus     Corpora          lutea    isolierbaren, hochwirksamen Progesteron  erwiesen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Darstellung von       Pregnendion,    dadurch gekennzeichnet, dass  man     A5,6-Pregnendion    einer Behandlung unter  wirft, die die Verlagerung einer Kohlenstoff  Kohlenstoff-Doppelbindung in die     4,5-Stellung     ohne intermediäre     Absättigung    der Doppel  bindung in     5,6-Stellung    bewirkt.  



  Die zur Erzielung einer derartigen     intra-          molekularen    Umlagerung geeigneten Reak  tionsmittel und Reaktionsbedingungen sind  u. a. beschrieben in     Houben-Weyl,    Methoden  der organischen Chemie, z. Band, 2. Auflage  (1922), Seite 470 ff und Seite     r"56    ff.  



  So gelingt es zum Beispiel leicht, das       d;;,,;    ungesättigte     Keton    in das entsprechende       Jr,Z,-ungesättigte        Keton        umzulagern,    wenn  man es für kurze Zeit in saurer oder alka  lischer Lösung gelinde erwärmt, etwa in Al-         kolrol    unter Zusatz von verdünnter Mineral  säure oder verdünnter     Alkalilauge;    bei der  Aufarbeitung der Reaktionslösung erhält man  dann unmittelbar in fast quantitativer Aus  beute das umgelagerte     J,,z;-ungesättigte        Keton.     



  Auch das Erhitzen des     d,;,,rungesättigten          Ketons    mit oder ohne Lösungsmittel auf  höhere Temperaturen, zum Beispiel auf seinen  Schmelzpunkt, führt zur     Isomerisierung.     



  Es können auch Kontaktstoffe, wie fein  verteilte Metalle oder Metallverbindungen,  wie z. B. Nickel, Platin, Aluminiumoxyd und  dergleichen für die     intramolekulare    Umla  gerung des     d,;",;-ungesättigterr        Ketons    in das       Jr,;-,-urrgesättigte        Keton    verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  3,8 mg     J,,@-Pregrrerrdiorr-(3,20)    werden in  der Wärme in möglichst wenig Alkohol ge  löst und nach Zugabe eines     Tropfens    einer  etwa 4n     alkoholisch-wässrigen    Schwefelsäure  während sechs Minuten auf dem Wasserbad  erwärmt.

   Nach dein Abkühlen wird kaltes  Wasser bis zur beginnenden Trübung hinzu  gefügt und die Lösung mit     J@,@-Pre@nendion-          (3,20)    in der Form des sogenannten     A-Pro-          gesterons    vom Schmelzpunkt 121<B>0</B>     angeimpft.          Man    erhält dann in einer Ausbeute von  3,4 mg die charakteristischen langen Nadeln  des     r3-Progesterons    vom Schmelzpunkt 1210.  



  Die erhaltene nadelförmige Kristallmodi  fikation des     Jr,r        Pr-egrrendiorrs-(3,20)    lässt sich  durch Lösen in heissem Alkohol, Anspritzen  mit heissem Wasser und     Animpfen    mit       Pregnendion-(2,20)    in Form des sogenannten       a-Progesterons    vom Schmelzpunkt 128,5   in  die     prisrnenförmige    Kristallmodifikation vom  Schmelzpunkt<B>128,51</B> überführen.

   Bei der  Vornahme des     Mischschmelzpunktes    des so  gewonnenen     Ji,s-Pregnendions-(3,20)    mit dem  natürlichen; aus Corpora     lutea    isolierbaren       a-Progesteron    tritt keine Erniedrigung des  Schmelzpunktes von<B>128,50</B> ein.  



  <I>Beispiel 2:</I>  5,25 mg reines     d;,rPregnendion-(3,20)     vorn Schmelzpunkt 158-160   werden etwa  8 Minuten auf<B>1601</B>     erhitzt.    Man erhält ein      schwach gelb gefärbtes Produkt, das gegen  über der spezifischen Drehung des Ausgangs  materials von     [al        2D    =     -f-        65,"0      in Chloro  form eine Erhöhung des Drehwertes auf       1a1        \D        ---    +1140 aufweist und somit die       Bildung    von     dI,5-Pregrrendion-(3,20)

      mit der  spezifischen Drehung [a]     'D"    =     -r    194   an  zeigt.  



  <I>Beispiel 3:</I>  3,2 mg     d5,c-Pregrrendion-(3,20)    werden in  2     cms    absolutem Alkohol unter Zusatz von  zwei Tropfen einer etwa 10n     wässrigen     Schwefelsäure gelöst und ohne Erwärmen  zehn Minuten stehen gelassen. Danach wird  die Reaktionslösung mit Wasser versetzt und       ausgeäthert;    aus der säurefrei gewaschenen  ätherischen Lösung erhält man dann etwa  2 mg     d.r,5-Pregnendion-(3,20)    vom Schmelz  punkt 120  .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von d,r,5-Pre- gnendion, dadurch gekennzeichnet, dass man d5,s-Pregnendion einer Behandlung unterwirft, die die Verlagerung einer Kohlenstoff-Kohlen- stoff-Doppelbindung in die 4,5-Stellung ohne intermediäre Absättigung der Doppelbindung in 5,6-Stellung bewirkt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verlagerung der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung mit Hilfe von Säuren bewirkt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verlagerung der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung mit Hilfe von Basen bewirkt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verlagerung der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung durch Erhitzen bewirkt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verlagerung der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung mit Kontaktstoffen bewirkt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet; dass man die Erhitzung in einem LösuDgs- mittel vornimmt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kontaktstoff fein verteiltes Metall verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kontaktstoff fein verteilte Metallverbindungen verwendet.
CH201438D 1936-03-31 1937-03-30 Verfahren zur Darstellung von D4,5-Pregnendion. CH201438A (de)

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