CH202106A - Verfahren zur Darstellung einer Sulfonsäureamidverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Sulfonsäureamidverbindung.

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CH202106A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung einer     Sulfonsänreamidverbindnng.       Es ist bekannt, dass     p-Aminobenzolsulfon-          säureamidund        p-Arninobenzolsulfonsäureanilid     die     Streptokokkeninfektion    der Warmblüter  zu beeinflussen vermögen. Diese Verbindungen  sind aber zu Injektionszwecken ungeeignet,  da ihre mineralsauren Salze infolge geringer       Basizität    der Ausgangsstoffe kongosauer re  agieren und ihre     Alkalisalze    infolge stark  basischer Reaktion bei der subkutanen In  jektion Nekrosen verursachen.

   Um zu leicht  löslichen und neutral reagierenden Salzen zu  gelangen, wurde versucht, in den     sulfonamid-          haltigen    gern     Sulfonsäure-    und     Carbonsä.ure-          gruppen    einzuführen. Dabei hat sich aber,  zum Beispiel an der     p-Amirrobenzolsulforr-          säureamid-m-carbonsäur#e    und an der     p-Anrino-          benzolsulfonsäureanilid-m-car-bonsäure,    ge  zeigt, dass die therapeutische Wirkung dadurch  erheblich beeinträchtigt wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu  leicht löslichen,     neutralreagierenden    und zur  Injektion geeigneten hochwirksamen Ver  bindungen gelangt, wenn man die Einführung    von     Sulfonsäure-    und     Carbonsäuregruppen    in       p-Aminobenzolsulfonsäurearylide    nicht in dem  mit dem Schwefelatom der     Sulfonsäuramid-          gruppe    verbundenen     Benzolring,    sondern in  einem mit dem Stickstoffatom der     Sulfonsäure-          amidgruppe    verbundenen     Arylrest    vornimmt.

    Die so erhältlichen Verbindungen zeichnen  sich vor andern     p-Aminobenzosulfonsäure-          amidverbindungen,    die ebenfalls Säuregrup  pen, aber in Form von     Formaldehyd-Bisulfit-          verbindungen    über die     p-Aminogruppe    hinweg  gebunden enthalten, durch grössere Bestän  digkeit aus. Die     Aminogruppe    in der     p-Stel-          lung    kann frei oder substituiert sein.

   Als be  sonders geeignete     Substituenten    haben sich       Acylreste    der verschiedenen     aliphatischen    und  aromatischen, gegebenenfalls substituierten       Carbonsäuren    und     Sulfonsäuren    erwiesen.  Neben einfachen     Acylresten,    zum Beispiel dem       Acetylrest,    sind     Ogyacyl-    und     Aminoacyl-          reste,    wie auch höhere     Acylreste    mit mehr  als 4     Kohlenstoffatomen    als     Substituenten     geeignet.

   Die     Sulfonsäure-    und Carbonsäure-      Teste können ein- oder mehrfach im     Arvlrest     vorhanden sein. Der     Arylrest    kann weitere       Substituenten,    wie freie oder verschlossene       Hydroxyl-    und     Aminogruppen,        Alkylgruppen     oder Halogenatome tragen, während der mit  dem Schwefelatom der     Sulfonamidgruppe    ver  bundene     Benzolrest        zweckmähig    keine     Kern-          substituenten    enthält.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung einer     Sulfon-          säureamidverbindung,    das dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man ein     p-Acylaminoben-          zolsulfonsäurehalogenid    mit einem     p-amino-          benzolsulfonsauren    Salz zur Umsetzung bringt,  das so gebildete Salz der     4-(p-Acylamino-          benzolsulfonainido)-berizolsulfons,-iure    verseift  und das erhaltene     Verseifungsprodukt    in     Form     des     Natriumsalzes    abtrennt.

   Die     Umsetzung     zwischen dem     4-aniirioberizolsulforisaiii-en    Salz  und dem     p-Acylamiriobenzolsulforisäui-eli < ilo-          genid    erfolgt zweckmässig in     Gegenwait        eines     säurebindenden Mittels, zum Beispiel     Natrium-          acetat.    Als     p-Acylaminoberizolsulforisäure-          halogenid    wird vorteilhaft     p-Acetylairiino-          benzolsulfonsäurechlorid    verwendet.

   Die     Ver-          seifung    des primär gebildeten Salzes der       4-(p-Acylaminobeiizolsiilfon.rniido)-benzolsul-          fonsäure    wird     zweckmässig    durch Erhitzen  mit Salzsäure bewirkt.  



  Das so erhältliche     Natriumsalz    der     4-          (p-Aininobenzolsulfonanii(io).benzolsulfonsä        ui,e     ist in Wasser gut löslich. Es     soll    für phar  mazeutische Zwecke verwendet werden.    <I>Beispiel:</I>  Zu einer Lösung     vors   <B>19,5</B> g     4-amirioben-          zolsrilfonsaurem    Natrium und 20 g Natrium  acetat in 150 cm' Wasser fügt man 25     g          p-Acetylaminoberizolsulfonsäurechlorid    und  rührt bei 30-40  so lange, bis klare Lösung  eingetreten ist und eine Probe nach Ansäuern  mit Salzsäure keine salpetrige Säure mehr  aufnimmt.

   Nach Zusatz von 30 g Natrium  chlorid fällt beim Abkühlen das     Natriumsalz     der     4-(p-Acetylaniinobenzolsulfon < iDiido)-beii-          zolsulfonsäure    aus, das aus wenig Wasser,  gegebenenfalls unter Zusatz von etwas Na  triumchlorid, umkristallisiert und dabei in    Form von gut ausgebildeten, fettig glänzen  den Blättchen erhalten wird.

   Kocht man es  mit der fünffachen Menge     20 joige#    Salzsäure  30 Minuten unter     Rückfluss,    kristallisiert be  reits aus der heissen Lösung in derben     Blätt-          chun    die     4-(p-Aniinobenzolsulfori < iniido)-ben-          zolsulfonsäure,    die nach Abkühlen abgesaugt  wird. Die Säure wird in der berechneten  Menge     Natriumcarbonatlösung    gelöst, die Lö  sung reit Kohle entfärbt und das Natrium  salz der     4-(p-Aminoberizolsulforiamido)-beri-          zolsulfonsäure    durch Zusatz von Natrium  chlorid ausgefällt. Das so erhältliche Salz ist  in Wasser gut löslich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Sulfon- säureamidverbindung, dadurch gekennzeich net, dass man ein p-Acylaminoberizolsulfon- säurehalogenid mit einem p-aminobenzolsul- fonsauren Salz zur Umsetzung bringt und das so gebildete Salz der 4-(p-Aeylamino- berizolsulforiamido)-berizolsulfonsäure verseift und das erhaltene Verseifungsprodukt in Form des Natriumsalzes abtrennt.
    Das so erhältliche Natriumsalz der 4- (p.Ainiriobenzolsulfonainido).berizolsulfonsäure ist in Wasser gut löslich. 1 i N TERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung zwischen dem 4-aininoberizolsulfonsauren Salz und dem p-Acylaminobenzolsulfon- säurehalogenid in Gegenwart eines säure bindenden Mittels bewirkt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseifung des gebildeten Salzes der 4-(p-Acylaminoben- zo]sLilforiainido)-berizolsulfonsäure mittels Salzsäure bewirkt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als p-Acylaniinoben- zolsulfonsäurehalogenid p-Acetylaminoben- zolsulforisäurechlorid verwendet wird.
CH202106D 1936-08-20 1937-07-27 Verfahren zur Darstellung einer Sulfonsäureamidverbindung. CH202106A (de)

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