CH203764A - Fliehkraftregler, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr von Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents
Fliehkraftregler, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr von Einspritzbrennkraftmaschinen.Info
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Description
Fliehkraftregler, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr von Einspritzbr ennkr aftmaschinen. Die Erfindung hat einen Fliehkraftregler zum Gegenstand, der insbesondere zum Re geln der Brennstoffzufuhr von Einspritz- brennkraftmaschinen dient.
Diese Regler sol len bei einer verhältnismässig niederen Leer laufdrehzahl bereits ausreichende Verstell- wege und vor allem genügende Verstellkräfte hervorbringen. Da die Verstellkräfte im quadratischen Verhältnis mit der Drehzahl ansteigen, ergibt sich bei den bekannten Fliehkraftreglern der Nachteil,
.dass die mit Rücksicht auf die einwandfreie Leerlauf regelung verhältnismässig schwer bemessenen Fliehgewichte in dem wesentlich über der Leerlaufdrehzahl liegenden Betriebsdrehzahl bereich oder gar bei der Höchstdrehzahl sehr grosse Kräfte entwickeln.
Diese Kräfte müs sen ausgeglichen werden durch innerhalb des Reglers unterzubringende Federn, deren Kennwerte (Vorspannung, Steifigkeit) so ge wählt werden müssen, dass auch im untern Betriebsdrehzahlbereich der zulässige Un- gleichförmigkeitsgrad nicht überschritten wird.
Mit Rücksicht auf diese Zusammen- bänge liegt bei den bekannten Fliehkraft reglern das grösstmögliche Verhältnis der höchsten Drehzahl zur niedersten Leerlauf drehzahl etwa bei dem Werte 5 : 1.
Nun ist es aber insbesondere bei Ver- brennuugskraftmaschinen erwünscht, unter Beibehaltung der bisher üblichen Leerlauf drehzahlen die Höchstdrehzahl wesentlich zu steigern. Diesem Bestreben können die bis her üblichen Fliehkraftregler aus dem vor genannten Grunde nicht nachkommen,
auch wenn als Reglerbelastung mehrere nachein ander zur Wirkung kommende Federsätze mit abgestufter Vorspannung und Steifigkeit angewendet oder (nach einem andern bekann ten Vorschlag) ein Teil der Fliehgewichts masse nach einem bestimmten Hube durch an der Reglerwelle angebrachte Anschläge abge- fangen und im Bereiche der höheren Dreh zahlen nur der restliche Teil der ursprünglich wirksamen Masse zur Regelung benutzt wird.
In beiden Fällen sind nämlich im obern Drehzahlbereich die mit der Reglerwelle um laufenden Massen sehr gross und erfordern eine entsprechend kräftige Ausführung des gesamten Reglers.
Durch die Erfindung werden die genann ten Schwierigkeiten überwunden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zwi schen die Reglerwelle, um die die Fliehge wichte umlaufen, und die Antriebswelle ein mindestens zweistufiges Wechselgetriebe ein geschaltet ist, dessen Übersetzung sich selbst tätig ändert, wobei jedem Übersetzungsver hältnis ein Drehzahlbereich der Antriebs welle zugeordnet ist und die Änderung des Übersetzungsverhältnisses eine solche ist, dass mit zunehmender Drehzahl der Antriebswelle das Übersetzungsverhältnis abnimmt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform mit einem zweistufigen Wechselgetriebe ist die Reglerwelle über eine Fliehkraftkupplung, die oberhalb der Leerlaufdrehzahl die Regler welle freigibt, mit dem mit höherer Dreh zahl umlaufenden angetriebenen Getriebeteil des Wechselgetriebes verbunden, während der mit niederer Drehzahl umlaufende ange triebene Getriebeteil des Wechselgetriebes über eine Freilaufkupplung die Reglerwelle anzutreiben vermag.
Durch den Erfindungsgegenstand kann somit erreicht werden, dass bereits bei nie deren Drehzahlen der Antriebswelle, also im Leerlaufbereich, die Reglerwelle mit solcher Geschwindigkeit umläuft, dass ausreichende Verstellkräfte zur Verfügung stehen, wäh rend anderseits auch im Bereiche der Höchst drehzahlen keine unzulässig ,grossen Massen kräfte auftreten.
Ein Ausführungs.heispiel des Erfindungs- gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Auf der Zeichnung ist: Fig.1 ein Längsschnitt durch einen Flieh- kraftregler und Fig. 2 ein senkrechter Mittelschnitt durch einen Teildes in Fig.1 dargestellten Reglers.
Von der Antriebswelle 10,,die eine (nicht gezeichnete) Einspritzpumpe antreibt, wird über ein Zahnräderpaar 11, 12 eine Hülse 15 und über ein weiteres Zahnräderpaar 13 und 14 mit grösserer Geschwindigkeit eine auf der Hülse für sich drehbar gelagerte Buchse 16 angetrieben. Die Zahnräderpaare 11, 12 und 1'3,
14 bilden ein zweistufiges Wechselge- triebe. Das Wechselgetriebe könnte auch mehr als zwei Stufen aufweisen. Die Hülse 15 ist ebenfalls für sich drehbar gelagert auf einer am Reglergehäuse 9 in Kugellagern <B>1.7</B> und 18 gelagerten Reglerwelle 2.0.
In dies,-, sind zwei Führungsspindeln 2,1 für zwei durch Federn 22 belastete Fliehgewichte 23 eingesetzt, .die mittels zweier Winkelhebel 24 an einem in einer Bohrung der Welle 20 längsversehieblich gelagerten Verstellbolzen 25 angreifen. Dieser trägt eine Muffe 26, in der ein Gleitring<B>27</B> gelagert ist.
Dieser greift an einem Arm eines in einer Achse 28 ge- lagerten Hebels 29 an, dessen anderer Hebel arm durch einen Lenker 31 mit einem Regel- glied 30 der Einspritzpumpe verbunden ist.
Die Achse 28 ist an einem Schalthebel 32 an gebracht, der durch ein ausserhalb des Ge- häuses 9 befindliches (nicht b zeichnetes) Schaltglied zwecks Veränderung der vom Regler einzuhaltenden Drehzahl um eine A chse 33, verschwenkt werden kann.
Mit der Welle 2-0 ist ein eine Trommel bildender schmaler, hohlzylindriger Teil 34 fest verbunden; diese Trommel besitzt eine nach der Antriebsseite offene Aussparung, in der eine mit der Hülse 15 in, Eingriff stehende Freilaufkupplung untergebracht ist, die aus zwei Rollen 3,5 und einem Freilauf kern M besteht, in den zwei an d er Hülse 15 angebrachte Mitnehmerklauen 19 eingreifen.
Am Aussenmantel der Trommel 34 greifen Kupplungsbacken 3 7 an, die durch Fad-ern 38 belastet sind. Die Widerlager 3,9 dieser Fe- dern;
sind am Innenrand eines mit der Buchse 1-6 verbundenen schalenförmigen Teiles 40 abgestützt, der mit einem einwärts gestellten Randteil 41 die Kupplungsbacken teilweise übergreift und diese sicher und ohne Anwen dung besonderer Befestigungsmittel in der in Fig. 1 d.argesstellten Lage hält.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sind zwischen :die Kupp lungsbacken 37 noch Füllstücke 42 gelegt, die zur Führung der Backen dienen und zweckmässig mit diesen aus einer ringför- migen.Scheibe ausgeschnitten sind. Die Teile 37-40 bilden eine Fliehkraftkupplung. Die Teile,37, :42i sind im Hohlraum des Teils 40 unterrgehracht.
Die Wirkungsweise des Reglers ist fol gende: Bei niedriger Drehzahl (Leerlauf) werden die Kupplungsbacken 37 durch die Federn 38 gegen den Aussenmantel der Trommel 34 ge- presst, die Welle 2;0 wird also,durch die mit der schnell umlaufenden. Buchse 16 verbun dene Kupplungsschale 40 angetrieben, wäh- rend:
die Rollen 3,5 nicht mit der Innenwand der Trommel 34 in Eingriff kommen können, die langsamer umlaufende Hülse 15 folglich leerläuft. Dabei üben ,die mit verhältnis mässig :grosser Übersetzung angetriebenen Fliehgewichte, auch wenn die Antriebswelle 110 mit niedrigen Drehzahlen umläuft, bereits ausreichende Verstellkräfte aus., um die Leer laufbrennstoffmenge mit Sicherlheit beherr schen zu können.
Wird die Drehzahl gestei- gert, so lösen sich die Kupplungsklauen 37 unter dem Einfluss :der Fliehkraft vom Trom melumfang und bewegen sich entgegen der Kraft der 'Federn 38 gegen den Innenrand der Kupplungssehale :40.
Die nunmehr von der Büchse 16 abgekuppelte Welle 20 wird jetzt von der langsamer als :die Buchse um- laufenden Hülse 1,5 mitgenommen, @da die Rollen 3,5 :durch den mit Leitkurven ver- sehenen Freilaufkern @36 nunmehT fest ,gegen die Innenwand,d:er Trommel 34 .gepresst wer den.
Der Teil 1!6 bildet :den mit höherer Dreh zahl umlaufenden angetriebenen Getriebeteil, der Teil 15 den mit niederer Drehzahl um laufenden angetriebenen Getriebeteil des Wechselgetriebes.
Die zwei Übersetzungsverhältnisse sind m it Hilfe der Zahnräder<B>111,</B> 12,<B>18,</B> und- 14 i zweckmässig so einzurichten, :da die Flieh- gewichte <B>23</B> des Reglers nachdem Abschalten der Fliehkraftkupplung 37, 40 durch die langsamer umlaufende Hülse 15 noch mit einer Drehzahl angetrieben werden, die :aus.
reicht, um ein. Zurückfallen der Fliehge- wichte 2131 gegen,die Welle 20 zu verhöben. Oberhalb derjenigen Drehzahl der Antriebs- welle 10, bei der die Fliehkraftkupplung ab- gescUaltst, das heisst oberhalb des Leerlauf drehzahlbereiches, beginnt der Betriebsdreh zahlbereich, innerhalb dessen der Regler mit tels des Schalthebels 32 - zweckmässig un ter Benutzung :
der in Patent Nr. 188 399 ge kennzeichneten Massnahmen - auf beliebige Drehzahlen eingestellt werden kann, die innerhalb des zulässigen Ungleichförmig- keits:grades vom Regler .selbsttätig aufrecht erhalten werden.
Wenn der mit höherer Geschwindigkeit umlaufende getriebene Ge- triebeteil, im Ausführungsbeispiel die Buchse 16, mit der Kupplungsschale 40 nicht schon im Bereich der Leerlaufdrehzahl durch die Fliehkraftkupplung abgeschaltet wird, son dern erst nach Überschreiten einer bereits innerhalb der Betriebsdrehzahlen liegenden untern Grenze, kann der Regler sowohl im untern wie auch im obern Betriebs@drehzahl- bereieh durch Verschwenken des Schalt hebels 32 auf beliebige Drehzahlen einge stellt werden.
Wie ersichtlich, ändern sich die Übersetzungsverhältnisse selbsttätig der art, dass mit zunehmender Drehzahl der An triebswelle das Übersetzungsverhältnis ab nimmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Fliehkraftregler, insbesondere zum Re geln der Brennstoffzufuhr von Einspritz- brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeich net, dass zwischen die Reglerwelle (20), um die die Fliehgewichte (23) umlaufen, und die Antriebswelle (10) ein mindestens zwei- stufiges Wechselgetriebe eingeschaltet ist, dessen Übersetzung sich selbsttätig ändert,wobei jedem Übersetzungsverhältnis ein Drehzahlbereich der Antriebswelle (10) zu geordnet ist und die Änderung des Über- setzungsverhältnisseseine solche ist, dass mit zunehmender Drehzahl der Antriebswelle (10) das Übersetzungsverhältnis abnimmt.UNTERANSPRÜCHE: 1. Fliehkraftregler nach Patentanspruch mit zweistufigem Wechselgetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die Reglerwelle (20) über eine Fliehkraftkupplung (37-40), die oberhalb der Leerlaufdrehzahl die Reglerwelle (20) freigibt, mit dem mit höherer Drehzahl umlaufenden angetrie benen Getriebeteil (16) des Wechselge triebes verbunden ist, während der mit niederer Drehzahl umlaufende angetrie bene Getriebeteil (12) des Wechselgetrie bes über eine Freilaufkupplung (35, 36) die Reglerwelle (20) anzutreiben vermag.\?. Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehkraftlzupplung (37-40) am äussern U mfang, die Freilaufkupplung (35, 36) am innern Umfang eines hohlzylindri- gen, an der Reglerwelle (20) angebrachten Teils (34) angreifen.3. Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., da.ss auf der Reglerwelle (20) für sich drehbar eine Hülse (15) gelagert ist die mittels der Freilaufkupplung (.35, 36) die Reglerwelle (20) anzutreiben vermag und mit niedererer Drehzahl umläuft, als eine auf dieser Hülse ebenfalls für sich drehbar gelagerte und mittels der Fliehkraftkupp- lung (37-40) mit der Reglerwelle (20) kuppelbare Buchse (1-6).4. Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehkraftkupplung (37-40) einen mit einem einwärts gestellten Rand teil (41) versehenen schalenförmigen Teil (40) aufweist, in dessen Hohlraum durch Federn (38) am Schaleninnenrand abge stützte und als Fliehgewichte dienend < : Kupplungsbacken (37) sowie letzteren zur Führung dienende Füllstücke (42) einge legt sind.5. Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kupplungsbacken<B>(37')</B> und die Füllstücke (42) aus einer ring förmigen Seheibe geschnitten sind.
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