CH204151A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, nahezu wasserhellen Produktes aus einem Naturharz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, nahezu wasserhellen Produktes aus einem Naturharz.

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CH204151A
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Aktiengesellschaf Hydrierwerke
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Deutsche Hydrierwerke Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/46Polyesters chemically modified by esterification
    • C08G63/50Polyesters chemically modified by esterification by monohydric alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, nahezu wasserhellen Produktes  aus einem Naturharz.    Man hat künstliche harzartige Produkte  aus Naturharzen     bereits    auf     verschiedene     Weise gewonnen. So ist man von den im  Fichtenharz oder in den Kopalen und an  dern     natürlichen    Harzen     enthaltenen    Harz  säuren     ausgegangen    und hat diese Säuren  durch Absättigung mit Metalloxyden, wie  z. B. Kalk, in neutrale harzartige Produkte  verwandelt. Auch hat man die genannten  Säuren mit Glycerin in     entsprechende        Harz-          säureglycerinester    übergeführt.

   Die auf diese  Weise erhaltenen Produkte besitzen. aber im  wesentlichen noch die Nachteile der Aus  gangsmaterialien, denn sie sind einerseits       meistens    sehr dunkel gefärbt, und     anderseits          bezüglich    ihrer Härte und Elastizität keines  wegs befriedigend. Die mit Metalloxyden ab  gesättigten Harzsäuren sind zudem, infolge  ihres Metallgehaltes für viele Verwendungs  zwecke völlig unbrauchbar.  



  Es war gefunden worden (Schweizer Pa  tent Nr. 202175), dass man nahezu wasser-    helle, springharte und auch weichere harz  artige Produkte erhalten kann, wenn man ein  Gemisch von Harzalkoholen, wie es durch       Behandlung    von     Naturharzen    mit     Reduk-          tionsmitteln    erhältlich ist, mit Phthalsäure  bezw. deren Anhydrid kondensiert. Solche  Harzalkohole sind durch katalytische oder  andere Reduktionsverfahren aus den     natür-          liohen    Harzestern der Harzsäuren herstellbar.

    Als Ausgangsprodukte für die Harzalkohole  kommen sowohl die verschiedenen Kolopho  niumsorten als auch die aus Tallöl abgeschie  denen fettsäurehaltigen oder fettsäurefreien  Harzsäuren in Betracht, ferner aber auch an  dere natürliche Harze, wie beispielsweise     Ko-          pale,        Sandarak,        Bernsteinharz        und,dergl.     



       Gegenstand    der vorliegenden     Erfindung     ist ein     Verfahren    zur     Herstellung        eines    harz  artigen, nahezu wasserhellen     Produktes    aus  einem Naturharz, das sich dadurch auszeich  net, dass man ein     Harzalkoholgemisch,    wie es  durch     Behandlung    von     Naturharzen    mit Re-      duktionsmitteln erhältlich ist, Phthalsäure  bezw. deren Anhydrid und Glycerin auf  einander einwirken lässt.  



  Die Reaktion zwischen dem     Harzallkohol-          gemisch,    Phthalsäure oder     Phthalsäureanhy-          drid    und Glycerin kann in technisch vor  teilhafter Weise durchgeführt werden und  erfolgt meistens durch einfaches Zusammen  schmelzen der Komponenten unter kürzerem  oder längerem Erhitzen auf     Temperaturen     über 80  vorteilhaft zwischen 120 und  25U' C. Dabei hat sich die Durchleitung  eines indifferenten Gasstromes für die     Be-          sehleunigung    des Kondensationsvorbanges als  günstig erwiesen. Ferner kann die Konden  sation auch dadurch gefördert werden, dass  man beringe Mengen bekannter Katalysato  ren, wie Säuren oder Salze, hinzufügt.  



  Die gewonnenen harzartigen Kondensa  tionsprodukte sind je nach     Zusammensetzung     und Art der Herstellung helle bis farblose  Harze, die sich durch völlige Homogenität.  Durchsichtigkeit, hohen Schmelzpunkt und  gute Löslichkeit in trocknenden     Ölen        und     Lösungsmitteln     auszeichnen.    Sie können in  sämtlichen harzverarbeitenden Industrien.  also zur Herstellung von Öl-, Harz-, Cellu  lose- und Kombinationslacken, in der Firnis  industrie, als Gleitschutzmittel für     Boh-          nermassen    und Treibriemenwachse, bei der  Herstellung von Leimen, z. B.

   Papierleimen,  Kitten, Klebstoffen aller Art, bei der Berei  tung von Tiefdruckfarben und als Binde  mittel für Druckfarben aller Art, auch für  Leder- und Zeugdruck und dergl., zur Her  stellung von Starrschmieren, Adhäsions  fetten- und -wachsen, Ziehfetten, zum     Iin-          pägnieren    von Textilien und von andern     Ma.-          terialien,    zur Herstellung von Fliegenfängern  und von Schädlingsbekämpfungsmitteln wie  Raupenleim, zur Herstellung vor     Baum-          wachs,    zur Anfertigung von Kunstgegen  ständen und bei der Verfertigung plastischer  Massen oder Pressmassen verwendet werden.

      Beispiel:  Kondensiert man 150 Teile Harzalkohol,  welcher durch katalytische Hochdruckreduk  tion aus Kolophonium gewonnen wurde, mit  74 Teilen Phthalsäureanhydrid und 50 Tei  len Glycerin unter Zusatz von 6 Teilen  70%iger Uberchlorsäure bei Temperaturen  zwischen 90--1oo  im Stickstoffstrom, so  erhält man bei einer Kondensationsdauer von  6-8 Stunden ein hellfarbiges     Kondensations-          larz.    Dieses Harz besitzt gute Öllöslichkeit  und kann mit Vorteil als Bindemittel für  Druckfarben für den Leder- und Zeugdruck.  ferner aber auch bei der Herstellung von  Isoliermassen verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines harzarti gen, nahezu wasserhellen Produktes aus einem Naturharz, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Harzalkoholbemisch, wie es durch Behandlung von Naturharzen mit Reduk tionsmitteln erhältlich ist, Phthalsäure bezw. deren Anhydrid und Glycerin aufeinander einwirken lässt. Das Reaktionsprodukt stellt ein homogenes, hellfarbiges Harz dar, das in trocknenden Ölen und organischen Lösungs, mitteln löslich ist. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensa tion hei Temperaturen oberhalb 100 vor nimmt.
    ?. Verfahren naeh Patentanspruch, da@durcli belizennzeielmet, dass man die Kondensa, tion in Gegenwart eines indifferenten Gasstromes vornimmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die ICond-ensa- tion in Gegenwart eines Katalysators, vor nimmt.
CH204151D 1934-09-27 1938-08-01 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen, nahezu wasserhellen Produktes aus einem Naturharz. CH204151A (de)

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