Schablonendrnchmaschine. Die Erfindung betrifft eine Schablonen druckmaschine mit absatzweise bewegbarer Druckunterlage und Einrichtung zum selbst tätigen Heben und Senken der Schablonen so wie zum Hin- und Herbewegen der Rakel und bezweckt, entweder sämtliche zum Be drucken von Arbeitsbahnen, Arbeitsstücken oder dergleichen nötigen Arbeiten selbsttätig oder nur einen Teil der Arbeiten, wie das Be wegen der Druckunterlage, deren Abwaschen, das Aufkleben der Arbeitsbahn usw.
selbst tätig und das Schalten und Stillsetzen der Druckunterlage, das Senken und Heben der Schablonen sowie das Durchrakeln der Druckfarbe von Hand auszuführen.
Die Erfindung besteht darin, dass die Be wegungen der Welle des Antriebsmotors un mittelbar oder durch ein Untersetzungsge- triebe auf eine Vorgelegewelle übertragen werden, die durch eine handbewegbare Kupp lung und durch zwei elektrische Kupplungen abwechselnd von Hand oder elektrisch mit der Motorwelle kuppelbar und durch die An triebswelle der Maschine über die Zahnräder des Getriebes hintereinander elektrisch im Schnell- und Kriechgang oder nur elektrisch im Schnell- und von Hand im Kriechgang bewegbar ist,.
wobei die verschiedenen Ge schwindigkeiten durch einen an den Druck unterlagen von Hand oder elektrisch an klemmbaren Mitnehmer gesteuert werden, der auf seiner Bahn hintereinander einen Strecken anschlag und einen Hebel einer Feineinstell- vorrichtung betätigt und beim Anstoss an den Streckenanschlag den Stromkreis der Schnell kupplung unterbricht und einen Bruchteil später den Stromkreis der Kriechkupplung schliesst und beim Anstoss an den Hebel über den Kontakt der Feineinstellvorrichtung die Rapportendstellung anzeigt oder den Strom kreis der
Kriechkupplung sowie der Magnete des von Hand oder mechanisch in die Rap- portanfangsstellung bewegbaren Mitnehmers öffnet und gleichzeitig den Stromkreis eines Hilfsmotors schliesst, der nun über ein Zahn rad und eine damit verbundene Schaltscheibe die Schablonen auf die durch Aufkleben auf der Druckunterlage befestigte Arbeitsbahn senkt und den Stromkreis eines dritten Mo tors schliesst,
der eine Rakelvorrichtung zwecks Anbringens der Druckfarbe auf die Arbeitsbahn betätigt und durch einen Stern schalter stillgesetzt wird, worauf der Motor zum Heben der Schablonen wieder anspringt, der über das Zahnrad und die Schaltscheibe die Schablonen hebt und gleichzeitig die Magnete des Mitnehmers sowie der Schnell kupplung unter Strom setzt.
In der Zeiehnung ist der Erfindungs gegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Getriebeseite der Maschine, Fig. 2 die.
Beleimstelle in Draufsicht, Fig. 3 das Getriebe mit Feineinstellvor- riehtung in Draufsicht, Fig. 4 einen senkrechten Mittelschnitt durch die Beleimstelle, Fig. 5 die Vorderansicht des Getriebes und der Heb- und Senkvorrichtung für die Schablonen, Fig. 6 die Draufsicht auf die Rakelvor- richtung, Fig. 7 und 8 die Ra.kelumsetzvorrichtung in Seiten- und Draufsicht,
Fig. 9 und 10 die Feineinstellvorrichtung in Drauf- und Seitenansicht, Fig. 11. und 12 das vordere Ende einer Schablone in Drauf- und Seitenansicht, Fig. 18 den Schaltplan der Maschine für elektrischen Betrieb.
Die Schablonendruckmaschine besteht in der Hauptsache aus einem mit Filz belegten und von unten her beheizbaren Drucktisch 1, um den der Länge nach ein endloses Band 2 aus Gummi, gummierten Gewebe oder der gleichen herumgelegt ist, das durch an den schmalen Enden des Drucktisches 1 gelagerte Walzen 3 und 4 in Richtung der Walze 3 längsbewegbar ist. Die Walze 3 sitzt auf der Antriebswelle 5 der Maschine, auf die die Drehbewegungen eines Antriebsmotors A un ter Vermittlung eines Getriebes B für voll- oder halbautomatischen Betrieb übertragen werden.
Parallel zur Walze 4 ist eine Be- leimstelle I für das selbsttätige Aufkleben und über dem Drucktisch sind Schablonen 6 zum Bedrucken der von der Rolle kommen den Arbeitsbahn 7, die aus glattem oder rauhem Gewebe und ebensolchem Papier oder sonstigem Stoff bestehen kann, angeord net.
Das Hindurchrakeln der Druckfarbe durch die Schablonen bewirkt eine am Fuss der Maschine angeordnete Rakelvorriehtung 1I. Unterhalb des Drucktisches 1 befindet sich eine Abwaschstelle III, durch die der untere Bandtrum 2 hindurehwandert und selbsttätig von anhaftendem Klebstoff, Druckfarbe usw. wieder befreit wird.
Im Drucktisch 1, der aus mehreren, durch Trä ger 8 unterstützten und seitlich geschlosse nen, zusammensetzbaren Platten gebildet und durch den untern Bandtrum von unten her kastenartig geschlossen ist, ist eine Hei zung 9 angeordnet, die als selbständige Luft-, Dampf-, elektrische Heizung oder derglei chen ausgebildet oder an eine Zentralheizung angeschlossen sein kann und so verlegt ist, dass das Heizmittel ausser dem Drucktisch eine Andruckwalze 10 für das Anpressen der zu bedruckenden Arbeitsbahn 7 auf die mit Leim ankommende Druckunterlage 2, die Ab waschstelle III und eine Trockenvorrichtung IV für die bedruckte Arbeitsbahn 7 durch zieht.
Die aus dem Drucktisch und der An druckwalze 10 ausströmende Wärme wird zum Aufkleben der Arbeitsbahn 7 ausge nutzt. Damit deren Befestigung auf der Druckunterlage 2 in gestrecktem Zustande und mit möglichst wenig Klebstoff erfolgt, dienen zum Aufkleben der Bahn 7 Klebstoff streifen 11, die sich unter dem Pressdruck der Andnickwalze 10 zwischen Druckunterlage 2 und Bahn 7 dadurch bilden, dass der Kleb stoff durch einen gerippten, zylindrischen Körper 12 aufgetragen wird.
Der Körper 12, der aus zusammensetzbaren Teilen gebildet ist, die lose zwischen Druckunterlage 2 und einer in den Klebstoffbehälter 13 hinein ragenden, im Zahneingriff mit der Leitwalze 4 stehenden Klebstoffaufnahmewalze 14 auf liegen, ist seitlich nur durch Stellhebel 15 ge führt und wird durch die Bewegung der Druckunterlage und die Walze 14 im Rei- bungsschluss mitgenommen.
Die Rippen des Körpers 12 sind zweckmässig so schmal und in solch grossem Abstand voneinander ange ordnet, dass die auf die Druckunterlage 2 übertragenen glebstoffstreifen 11 nach ihrem Auseinanderwalzen sich nicht berühren. In der Beleimstelle I ist noch eine Quetschwalze 16 vorgesehen, die in ihren Lagern verstell bar ist und verhindert, dass die Walze 14 zu viel oder zuwenig Klebstoff aufnimmt.
Als Klebstoff eignet sich beispielsweise Degtrin, das warmgetrocknet glashart wird, sich in warmem Wasser aber schnell wieder auflöst, so dass seine Entfernung von der Druckunter lage in der Abwaschstelle III leicht möglich ist. Anderseits dringt ausgewalzter Klebstoff nur wenig ins Gewebe ein und erhält damit das Gewebe vollständig farbaufnahmefähig.
Oberhalb der Beleimstelle I sind beider seits ,des Bandes 2, Stellarme 17 sowie Leit- bleche 18 mit an den Bandkanten anliegen den, senkrecht herabhängenden Lappen 19 angeordnet, die das Auflaufen des Bandes 2 auf den Drucktisch in stets richtiger Lage zwangsweise herbeiführen.
Längs des Druck tisches läuft das Band 2 ohne Spiel zwischen zwei an den Drucktischseiten befestigten Führungsschienen 20 hindurch, von denen ein elastischer Niederhalter 21, zum Beispiel ein dünner Blech-, Gummi-, versteifter Ge webestreifen oder dergleichen auf die Druck unterlage hinüberreicht, so dass die Druck unterlage nutartig eingeschlossen ist. Die beiden Leitbleche 19 üben auch von oben her einen elastischen Druck auf das nachgiebige Band 2 aus und erleichtern dessen Aufglei ten auf den Drucktisch 1 durch Einwärts- schieben des Bandes.
An Stelle von Leit- blechen können auch Leitrollen oder ähnliche Mittel treten. Der Raum zwischen Leitwalze 4 und Drucktisch 1 ist zweckmässig durch einen Unterzug 22 unterstützt. Die zwangs läufige Seitenführung ,des obern Bandtrumes wirkt dessen diagonalen und Seitenschiebun gen, die durch die Bandstruktur, Erwärmung und Abkühlung usw.
hervorgerufen werden können, entgegen, so da,ss sich die Druckunter- luge 2 mit ihrer Längsmittelachse jeweils ge nau in der Längsmittelachse des Drucktisches weiterbewegt. Ein gleichmässiger Lauf der Druckunterlage ist ferner dadurch gewähr leistet, dass Transport- und Leitwalze 3 und 4 durch eine nachspannbare Triebkette 23 mit einander verbunden sind, die über die An triebswelle 5 der Maschine bewegt wird.
Die zum Drucken benötigten Filmdruck schablonen 6 werden auf einem parallel zur Druckunterlage 2 angeordneten, fest mitein ander verbundenen, senk- und hebbaren Schienenpaar 24 befestigt, das mittels Füh rungsstangen 25 in einer oder mehreren, senkrecht am Drucktisch 1 angebrachten Führungen 26 reibungsschlüssig geführt ist,
so dass Längs- und Seitenverschiebungen des Schienenpaares 24 unmöglich sind und da durch beim Mehrfarbendruck die Schablonen jeweils genau rapportmässig übereinstimmen. Das Senken und Heben der Schablonen ge schieht bei stillstehender Druckunterlage 2 und wird durch den Hebel 27 bewirkt, der als Winkelhebel ausgebildet ist und von Hand betätigt wird. Der Hebel 27 ist durch eine Schubstange 28 mit einem Winkelhebel system 29 verbunden, durch dessen Bewe gung das Schienenpaar 24 und damit die Schablonen 6 auf- und erbbewegt werden.
Eine zweite Stange 30 verbindet den Hebel 27 mit einer Kurbelscheibe 31 des Motors C, so dass die Schablonen 6 auch mittels Motor kraft gehoben und gesenkt werden können. Die Befestigungsmittel für die Schablonen 6 bilden vordere und hintere Reiter 32 und 33, die an beiden Schienen 24 anklemmbar sind. Die vordern Reiter 32 (Fig. 11 und 12) hin tergreifen die an den Längsseiten der Scha blonen sitzenden Anschlagbolzen 34, die sie durch Klemmschraube 35 mit handanzieh- barem Kopf an die gleichzeitig als Anschlag schiene des Drucktisches 1 dienende vordere Schiene 24 anpressen.
Dadurch wird das vor dere Ende der Schablone in der Längs- und Seitenrichtung des Drucktisches unverschieb- bar festgestellt. Damit. sich auch das hintere Schablonenende seitlich nicht verschieben kann, sind die hintern Reiter 33 als Seiten- anschläge ausgebildet, zwischen die die Schablone eingespannt wird. An einer Schmalseite der Schablonen befindet sich ein Anschlagbolzen 36, durch den ein etwaiges Verkanten um die senkrechte Mittelachse der Schablone feststellbar und deren seitliches Einpassen möglich ist.
Die Zahl der zu be festigenden Schablonen richtet sich jeweils nach der Zahl der zu druckenden Farben, die innerhalb gewisser Grenzen beliebig sein kann. Durch Verwendung tonwertrichtiger Farbmusterauszüge kann eine Unzahl Farb töne mit nur drei bis vier Schablonen hervor gebracht werden und die Länge des Druck tisches verhältnismässig kurz sein.
Schablo nen, mit welchen nur eine Farbe gedruckt <U>w</U>erden kann, sind zur Ausführung eines @1ehrfarbendruckes in grösserer Zahl erforder lich und bedingen demzufolge einen längeren Bau der -Maschine, wobei lediglich der Druck tisch mit Druckunterlage verändert wird, während die beiden Kopfenden der Maschine unverändert verwendbar sind. Auch die Breite der Maschine kann verschieden sein, so dass das Bedrucken breiter Bahnen oder einzelner Stücke wie Tischdecken oder der gleichen in einem Arbeitsgang möglich ist.
Das Drucken, das bei stillstehender Druck unterlage und gesenkten Schablonen stattfin det, geschieht ent-,veder mittels der selbst tätig arbeitenden Rakelvorrichtung 1I oder von Hand durch Hin- und Herbewegen der Druckfarbe auf den Schablonen 6.
Bei selbst tätigem Betrieb wird die Druckfarbe mittels Streichern beziw. Rakeln 37 durch die Scha blonen hindurch auf die Arbeitsbahn 7 ge- rakelt, die durch einen von dem Motor C. ab hängigen Motor D hin- und leerbewegt wer den.
Bei Handbetrieb werden die Rakeln von Hand hin- und leerbewegt. Letzterer kommt dann in Frage, wenn Schablonen mit groben und feinen Mustern gleichzeitig verwendet werden bezw. an der einen Stelle eines Druck abschnittes wenig und an der andern Stelle viel Farbe benötigt wird.
Auf den Druckvor gang übt die aus dem Drucktisch ausströ mende Wärme insofern eine günstige Wir kung aus, als die Farbe nach dem Auf- bringen auf die Arbeitsbahn gleichzeitig Feuchtigkeit ausscheidet, die an den offenen Stellen der gazegrundigen Schablonen nieder schlägt und dadurch ein ständiges Weich halten der Druckfarbe und Offenlialten der Maschen in' den Mustern der Schablonen be wirkt. Dadurch ist es möglich, in ununterbro chenem Betrieb zu drucken, bezw. das Aus waschen .der Schablonen erst bei längerem Aussetzen des Betriebes, zum Beispiel über Nacht, vorzunehmen.
Nach dem Druckvor gang werden die Schablonen 6 durch den Hebel 27 automatisch oder von Hand wieder gehoben, womit der Druckvorgang eines Rap- portes beendet ist. Die bedruckte Arbeitsbahn 7 gelangt nun beim nächsten Rapportvor- schub in die Trockenvorrichtung IV hinein, in die sie mittels deren Aufwickelwalze 38 hineingezogen wird, auf welcher ein mit dein Anfang der Arbeitsbahn 7 verbundener Vor läufer 39 befestigt ist. Die Aufwickelwalze 38 erhält ihren Antrieb vermittels Riemen triebes 40 oder dergleichen über die Antriebs welle 5 der Maschine.
An Stelle einer Auf wickelwalze 38 kann in deren Lagern auch eine nicht dargestellte Antriebswelle gelagert sein, von der die fertige Ware ausserhalb der Trockenvorrichtung IV weiterbefördert wer den kann, auf welchem Wege sie abgekühlt und zu einer Ablegevorrichtung transportiert, gefaltet und abgelegt wird.
Während die Arbeitsbahn 7 um Rapport länge von der Druckunterlage 2 abgezogen wird, wird der untere Trum des Bandes 2 durch die Abwaschstelle III hindurclebewegt. Dieselbe besteht aus einem vom Heizmittel durchzogenen Behälter 41 mit in das Wasser hineingetauchten Bürsten 42 (Feg.
3 und 5) und unterhalb der Druckunterlage angeord neten, seitlich verschiebbaren Abstreichern 43 sowie über der Druckunterlage 2 und den Abstreichern 43 gelagerten Gegendruckwal- zen 44, durch welche Teile der während des Stillstandes der Druckunterlage durch das warme Wasser aufgeweichte Klebstoff und Farbschmiere beim Weiterbewegen abgewa schen und abgeschabt wird. Bürsten 42 und Abstreicher 43 werden durch ein Kettenge- triebe 45 oder dergleichen über das Getriebe B angetrieben.
Die gereinigte Druckunter lage 2 wird auf ihrem Weg zur Beleimstelle 1 durch eine Spaan-,valze 46 gespannt und durch die nach unten ausströmende Druck tischwärme getrocknet.
Die rapportmässigen bezw. absatzweisen Bewegungen der Druckunterlage 2 können durch den Motor A oder von Hand hervorge bracht werden. Der Motor A ist mit der An triebswelle 5 durch das Getriebe B verbun den, das abwechselnd durch elektrische Kupplungen E und F oder durch eine hand betätigte Kupplung G ein- und ausrückbar ist.
Die Kupplungen E und F bezwecken, die Druckunterlage 2 bei elektrischem Betrieb schnell und langsam bewegen zu können und die Kupplung G, die nur bei stromlosen Kupplungen E und F betätigt wird, bewirkt den Schnellgang und mit einer Bremse H zu sammen den Kriechgang, während ein auf der Vorgelegewelle 47 des Getriebes B sitzen des Handrad J das Bewegen der Druckunter lage 2 von Hand ermöglicht.
Das Betätigen der Kupplung B setzt vor aus, dass das Senken und Heben der Scha blonen 6 sowie das Durchrakeln der Druck farbe von Hand vorgenommen wird und die Motoren C und D sowie alle übrigen elektri schen Teile der Maschine ausser Motor A ab geschaltet sind. Die durch Riemen mit der Welle des Motors A verbundene Riemen- scheibe 48 (Fig. 8) läuft bei neingeschaltetem Motor A zunächst leer mit.
Durch eine Kur venscheibe 49, die sich beim Umlegen eines am Ende einer Welle 50 befestigten Hand hebels 51 um deren Achse dreht, verschiebt sich durch Niederdrücken eines um einen festen Drehpunkt verschwenkbaren Kupp lungshebels 52 eine Federbremse oder der gleichen achsial gegen die Riemenscheibe 48 und kuppelt damit dieselbe mit der Vorge- legewelle 47, die nun über die Zahnräder<B>53,</B> 54, 55, 56 des Getriebes B, die eine Herab setzung der Tourenzahl der Motorwelle her vorrufen, die Vorwärtsbewegung der Druck unterlage 2 im Schnellgang bewirkt.
Beim Zurückdrehen des Handhebels 51 wird die Kupplung G wieder ausgerückt und gleich zeitig die Backenbremse H angezogen und die Druckunterlage stillgesetzt. Die Backen bremse H ist in dem auf der Antriebswelle 5 sitzenden, gehäuseartig ausgebildeten Zahn rad 56 angeordnet und wird durch einen Kne bel 57 betätigt, der durch eine am hintern Ende der Schaltwelle 50 angebrachte Kurven scheibe 58 gesteuert wird.
Die Drehung der Vorgelegewelle 47 und damit der Antriebs welle 5 kann nun von Hand durch das Hand rad J vorgenommen werden, um insbesondere Feineinstellungen der Druckunterlage in deren Rapportendstellung zu erreichen.
Handeinstellungen, die beim halbautoma tischen Betrieb notwendig sind, werden mit Hilfe einer Feineinstellvorrichtung K vorge nommen, die eine vergrössernd anzeigende Anzeigevorrichtung, zum Beispiel einen zwei- teiligen, ungleicharmigem Zeiger 59, 60 (Fig. 9) besitzt, dessen kurzer Arm 59 durch Anstoss eines an der Druckunterlage 2 an klemmbaren Mitnehmers L um einen kleine ren Betrag verschwenkt wird,
während der durch Zahneingriff mit dem kurzen Arm 59 verbundene Zeiger 60 entgegen der Wirkung einer Feder um den mehrfachen Betrag bis zu einem verstellbaren elektrischen Kontakt 61 oder dergleichen ausschlägt, durch den der Hub der Druckunterlage genauest begrenzt ist und optisch oder akustisch angezeigt wird oder aber bei elektrischem Betrieb ein oder mehrere, weiter unten erläuterte, elektrische Schalter betätigt werden.
Der Mitnehmer L, der eine elektromagne tisch oder von Hand mittels abnehmbaren Hebels 62 an die Druckunterlage 2 anklemm- bare Klemmplatte 68 besitzt, wird nach Er reichung der Endstellung der Druckunterlage von Hand oder mechanisch bis zu einem in der Anfangsstellung bezw. am Rapportan- fang angebrachten, verstellbaren Anschlag 64 zurückgeschoben.
Der mechanische Rück transport des Mitnehmers L wird durch eine Gewindespindel 65 hervorgerufen, die den Mitnehmer durchgreift und über ein mit dem Motor A verbundenes Untersetzungsgetriebe 66 dauernd mitgedrelit wird.
Durch eine in dem Mitnehmer bezw. einem Hohlmagneten 67 desselben angebrachte öffnung wird nach dem Abklemmen des Mitnehiners ein lose ein gesetzter Stift. 68 gesteckt, der in die Rille der Gewindespindel eingreift und den Rück transport des Mitnehniers L bewirkt. Vor er neuter Bewegung der Druckunterlage wird der Stift 68 entfernt und der Mil:nehmer L wieder angeklemmt, der nun bis zum kurzen Hebelarm 59 der Feineinstellvorrichtung K mitgenommen wird.
Durch Drehung des Handrades J ermöglicht die Feineinstellvor- richtung h: das Ablesen kleinster Bewegun gen der Druckunterlage, so dass dieselbe je weils genau passgerecht unter den in gehobe ner Stellung befindlichen Schablonen 6 ein stellbar ist.
Mittels des Kniehebels 2 7 werden nach erfolgter Einstellung der Druckunterlage 2 die Schablonen 6 gesenkt und hierauf wird die Druckfarbe mechanisch oder von Hand durch die Schablonen hindurch auf die Ar beitsbahn 7 gerakelt. Nach dein Durch- rakeln der Druckfarbe werden die Schablo nen mittels des Kniehebels 27 wieder ge hoben.
Bei elektrischem Betrieb treten die Moto ren A, C und D abwechselnd in Tätigkeit; die drei Motoren sind an eine gemeinsame Netzleitung 31 angeschlossen und wie die übrigen elektrischen Betriebsinittel der Scha- blonendruckmaschine abwechselnd oder zum Teil gleichzeitig über elektrische, in eine Schwach- oder Starkstromleitung N einge baute Schalter a, <I>b,</I> e, <I>d, e, f</I> ein- und aus schaltbar und bewirken damit den ununter brochenen Betrieb der Maschine. Die Kupp lung G und die Bremse H sind während des elektrischen Betriebes ausgerückt und der Hebel 62 des Mitnehmers L ist abgenommen,
so dass der Mitnehmer an der Druckunterlage 2 nunmehr elektrisch festklemmbar und mechanisch rücktransportierbar ist. In dem Getriebe B treten jetzt die elektrischen Kupp lungen E und F und in dem Mitnehmer L die Elektromagnete 67 und 69 in Tätigkeit, die über Schalter der Anlage a-f einge schaltet worden sind. Die Kupplungen E und F bewirken hintereinander das rasche und langsame Drehen der Maschinenantriebswelle 5 und damit das schnelle oder kriechende Vorwärtsbewegen der Druckunterlage 2.
Auf der Vorgelegewelle 47 sitzt eine weitere Rie menscheibe 70 mit der Kupplung E und eine dritte Riemenscheibe 71 mit. der Kupplung F. Die Riemenscheibe 70 ist durch Riemen un mittelbar mit der Welle des Motors 3 und die Riemenscheibe 71 durch Riemen mit der Getriebewelle 72 des Untersetzungsgetriebes 66 verbunden. Beide Riemenscheiben 70 und 71 laufen zunächst leer mit. Ist die Kupp lung E eingerückt, das heisst die Riemen scheibe 70 mit der V orgelegewelle 47 gekup pelt, so bewegt sich die Druckunterlage 2 über die Getrieberäder 53, 54, 55, 56 des Ge triebes B im Schnellgang vorwärts.
Ist die Kupplung F eingerückt und die Riemen scheibe 71 mit der Vorgelegewelle 4 7 gekup pelt, so ist deren Tourenzahl über das Unter setzungsgetriebe 66 soweit herabgemindert, dass sich die Druckunterlage über die Ge trieberäder 53, 54, 55, 56 nur noch kriechend in die Rapportendstellung, die durch die Feineinstellvorrichtung IC stillgesetzt wird, bewegt, während bei handbetätigter An triebswelle 5 die Rapportendstellung der Druckunterlage, wie angegeben, durch Aus schlagen des Zeigers 60 bis zu dem elektri schen Kontakt 61 nur vergrössernd angezeigt wird.
Gleichzeitig mit dem Stillsetzen der Druckunterlage 2 bei elektrischem Betrieb wird über den Zeiger 60 und Kontakt 61 den Elektromagneten 67 und 69 des Mitnehmers L und der Kupplung F der Strom entzogen, sowie der Stromkreis des Motors C geschlos sen. Während die Kupplungen E und F nun ausgerückt, der Motor C dagegen einge schaltet ist, ist die Klemmplatte 63 des Mit nehmers L abgeklemmt und der in der ()ff nung des Hohlmagnetes 67 nun dauernd ver bleibende Stift 68 zum Fallen gebracht wor den und damit der Rücktransport des Mit nehmers L über die Gewindespindel 65 er reicht.
Die Gewindespindel bat an einem Ende eine Ringnute 73, in die der Stift 68 in der Anfangsstelle des Mitnehmers L hin eingleitet, der hier so lange festgehalten wird, bis der Magnet 67 wieder erregt wird. Ring nute 73 und Anschlag 64 lassen den Mitneh- mer auf gleicher Höhe in die Anfangsstellung gehen. Währenddessen bewirkt der Motor C, der durch eine mit der Kurbelscheibe 31 ver bundene Schaltscheibe 74 an den elektrischen Schaltungen der Maschine teilnimmt, durch eine halbe Umdrehung das Senken der Scha blonen 6.
Ein auf der Welle des Motors C sitzendes Ritzel 75 überträgt deren Bewe gungen auf die als Zahnrad ausgebildete Kurbelscheibe 31, die durch das Hebelsystem 30, 27, 28, 29 mit den Schablonenhalteschie- nen 24 verbunden ist. Die halbe Umdrehung der Kurbelscheibe 31 wird über Schalter der Anlage a-f und die Schaltscheibe 74 selbst tätig gesteuert, über die der Motor C nach dem Senken der Schablonen wieder selbst tätig ausgeschaltet wird.
Bei gesenkten Scha blonen bewirkt der ausgeschaltete Motor C über die Schaltscheibe 74 und Schalter der Anlage a-f das des Motors<I>D,</I> der die Rakelvorrichtung II für da:s Hin- durchrakeln der Druckfarbe durch die Scha blonen auf die Arbeitsbahn 7 betätigt.
Die Rakelvorrichtung II besteht aus einem durch den Motor D bewegten, endlosen Zugmittel 77, zum Beispiel einer Kette, an der @ ein Daumen 78 und ein Mitnehmerbolzen 79 be festigt sind, welch letzterer einen Schlitten 80 hin- und herbewegt, währenddessen der Daumen 78 ein- oder mehreremal umlaufen kann und auch ebenso oft umläuft, wie der Schlitten 80 hin- und hergeht.
Dabei dreht der Daumen 78 jedesmal eine Schaltscheibe 81 mit sternförmig angeordneten Kontakten 82 um ihre Achse und bringt nach genügen dem Rakeln einen der Kontakte 82 mit einer feststehenden Kontaktfeder 83 in Berührung, durch welche Verbindung der Motor D über einen der Schalter c-f wieder abgestellt wird. An beiden Enden des Schlittens 80 greifen die Enden eines Seilzuges 84 an, der dadurch ein endloses Zugmittel bildet.
An mehreren Stellen ist mit dem Zugmittel 84 ein Rakelhalter 85 verbunden, der bei ein <I>g</I> ese 'haltete m Motor D in Richtung der Druck- tischbreite hin und her über die auf die Druckunterlage 2 gesenkten Schablonen 6 hinweggleitet.
Die Schablonen 6, die durch die vordern und hintern Anschlagmittel 32 und 33 rapportgemäss über der Druckunter lage ein- und festgestellt sind, liegen zwi schen zwei äussern Führungsschienen 86 mit am vordern und hintern Ende angeordneten Führungs- bezw. Seilrollen 87.
Zweckmässig ist noch eine dritte Führungsschiene 88 vorgesehen, die möglichst zwischen den mitt leren Schablonen angeordnet ist und ebenfalls Führungsrollen 87 aufweist, so dass der Seil zug 84 mit Hilfe weiterer an der Rückseite der Maschine angeordneter Führungsrollen 87 kontinuierlich geführt ist und über den Drucktisch an drei Stellen als Doppelseilzug erscheint, deren einer Trum in der Bewegung des Seilzuges jeweils hin- und der andere zu rückläuft.
Der an drei gleichlaufenden Trums am Seilzug 84 befestigte Rakelhalter ist auf senkrechten Federbolzen 89 von Schlitten 90 in der Höhe verschiebbar gelagert, die in den Führungsschienen 86, 88 gleiten und mit Hilfe von Kurvenschienen 91 und Anschlä gen 92 das Umsetzen des Rakelhalters 85 in den Endstellungen bewirken.
Der Rakelhalter ruht mittels Rollen 93 auf den Kurvenschie nen 91, die bei der Bewegung des Rakel- halters in den durch die Anschläge 92 be grenzten Gleitbahnen 86, 88 von der einen Nase 94 der Kurve 91 auf dem zur Mitte an steigenden Kurvenabschnitt herauf und an derseits wieder herunterlaufen bis an die an dere Nase 94, durch die die Rolle 93 und da mit der RakelhalteT 85 in der andern Rich tung von dem bewegten Seilzug mitgenom men wird.
Der Rakelhalter 85 besteht aus einer Schiene mit Längsschlitz 95, in welchen von oben her die durch Gewichte beschwer ten Rakeln 37 eingesetzt werden, die dann durch ihr Eigengewicht auf der Schablone 6 aufstehen, so dass die Rakeln den auf die Schablone von Hand oder mittels Nachfüll- apparat aufgebrachten Farbhügel in der Be wegungsrichtung des Rakelhalters vor sich herschieben.
An den Enden der Führungs schienen 86, 88 gleiten die Rakeln 37 durch ihren Halter 85 und die Kurven 91 hinter den Farbhügel und nehmen denselben beim Weiterbewegen des Rakelhalters in der an dern Richtung mit. Die Anzahl Hin- und Herbewegungen ist durch die Schaltscheibe 81 einstellbar, die bereits bei einmaligem An stossen des Daumens 78, aber auch erst nach mehrmaligem Anstossen den Motor D ab schaltet. Die Kontakte 82 der Schaltscheibe 81 können entweder verstellbar oder unvor stellbar, oder für jede Bewegungsart beson ders einstellbar angeordnet sein.
Stösst der ankommende Daumen 7 8 gegen einen der Anschläge der Schaltscheibe 81, die in glei cher Zahl wie Kontakte 82 vorgesehen sind, so nimmt er die Schaltscheibe 81 eine Zwölf- telumdrehung mit. Der Motor D wird also schon nach einmaligem Hin- und Herbewegen des Rakelhalters 85 abgestellt. Sind an der Mitnehmerkette 77 zwei in gleichem Abstand voneinander sitzende Daumen 78 angeordnet, so wird der Motor D bereits nach einmaligem Hin- oder Herbewegen abgestellt.
Befinden sich an der Kette 77 jedoch nur ein Daumen und an der Schaltscheibe 81 sechs oder weni ger Kontakte 82 bei zwölf Anschlägen, so kommt die Kontaktfeder 83 erst nach zwei- oder mehrmaligem Umlauf des Daumens 78 mit einem Kontakt 82 in Berührung, so dass der Motor D erst nach zwei- oder mehrmali gem Hin- und Herrakeln abgeschaltet wird.
Nach genügendem Rakeln bezw. nach dem Abschalten des Motors D wird wieder der Motor C über die Schaltscheibe 7 5 und Schalter der Anlage a-f in den Stromkreis eingeschaltet, der durch eine weitere halbe Umdrehung seiner Welle die Schablonen hebt und gleichzeitig den Stromkreis der Mit- nehmermagnete 67, 69 und der Kupplung F schliesst. Der Stift 68 wird dadurch in den Hohlmagnet hineingezogen bezw. der Mit nehmer L entsichert, die Klemmplatte 63 an der Druckunterlage 2 angeklemmt und der Mitnehmer durch die über die Kupplung E im Schnellgang vorwärtsbewegte Druck unterlage 2 mitgenommen.
Kurz vor der Fein- einstellvorrichtung K befindet sich ein Streckenanschlag 97 mit zwei Kontakthebeln 98 und 99, der durch den ankommenden Mit nehmer L entgegen der Wirkung einer Feder 100 umgelegt wird und über Kontakte 101 und 102 hintereinander zwei der elektrischen Schalter a-f betätigt, durch die das Ent- kuppeln der Kupplung E und einen Bruch teil später das Kuppeln der Kupplung F her vorgerufen wird.
Am Ende des Rapportvor- schubes der Druckunterlage angekommen, legt der Mitnehmer L den Hebel 59 der Fein einstellvorrichtung K um, der den Zeiger 60 bis zu dem Kontakt 61 verschwenkt, wodurch über drei Schalter der Anlage a-f wieder der Stromkreis der Kupplung F geöffnet und gleichzeitig der Stromkreis der Mitnehmer- magnete 67, 69 sowie des Motors C geschlos sen sind.
Der elektrische Betrieb der Maschine wickelt sich wie folgt ab: Zunächst werden die Hauptschalter 103 und 104 des Netzes JT und der Nebenleitung N geschlossen und der Hauptantriebsmotor A durch Schliessen des Stromkreises über einen Druckknopfschalter 105 oder dergleichen bei entkuppelter An triebswelle 5 eingeschaltet. Der Strom fliesst dann durch die Zuleitung 106 über den Druckknopfschalter 105, ein ,dem Motor A vorgeschaltetes Schütz g, dessen Schalter ge schlossen ist und den Strom über die Leitung <B>108</B> zum Motor A und von diesem über die Rückleitung 107 wieder zum Netz 31 leitet.
Es wird nun angenommen, dass der Mitneh- mer L den Hebel 59 der Feineinstellvorrich- tung K umgelegt hat. f\her deren Zeiger 60 und Kontakt 61 werden die Schalter e und f der Leitung N geöffnet, den Magneten 67 und 69 des Mitnehmers L sowie der Kriech kupplung F der Strom entzogen und gleich zeitig wird Schalter d geschlossen und der Getriebemotor C, der nun das Senken der Schablonen 6 bewirkt, eingeschaltet.
Bei durch den Zeiger 60 und den Kontakt 61 hergestellten Stromschluss nimmt der Strom der Nebenleitung N folgenden Verlauf: Stromquelle 109, Zuleitung 11(.), Zeiger 60, Kontakt 61 der Feineinstellvorrichtung h, Leitung 129, Schalter f, der geöffnet wird, Rückleitung 111, Schalter e, der ebenfalls geöffnet wird, Rückleitung 111, Schalter d, der geschlossen wird, Rückleitung 111 zur Stromquelle 109. Über den geschlossenen Schalter d fliesst Netzstrom, und zwar wie folgt: Zuleitung 106, geschlossener Schalter <I>d,</I> Leitung 112, Schütz<I>i,</I> dessen Schalter über die Rückleitung 107 geschlossen ist, Leitung 130, Getriebemotor C, Rückleitung 107 zum Netz M.
Während nun der Getriebe motor C läuft, macht das Zahnrad 31 eine halbe Umdrehung, nach der zwei am Umlauf der mit Zahnrad 31 verbundenen Schalt scheibe 74 angeordnete Streichkontakte 113, 114 durch Berührung des Kontaktes 131 der Schaltscheibe 74 den Schalter d öffnen und den Schalter c schliessen und damit den Netz stromkreis des Getriebemotors C öffnen und den des Getriebemotors D zum Rakeln schlie ssen. Nach der halben Zahnradumdrehung nimmt der Nebenstrom folgenden Verlauf Stromquelle 109, Zuleitung 110, Federkon takt 131 des Zahnrades 31, Streichkontakte 113, 114 und deren Leitungen 115, 116, Schalter d, der geöffnet wird, Rückleitung 111, Schalter c, der geschlossen wird, Rück leitung 111, Stromquelle 109.
Durch den ge öffneten Schalter d wird auch der Schalter des dem Motor C vorgeschalteten Schützes i geöffnet und der Motor C stillgesetzt. Durch den geschlossenen Schalter c wird der Schal ter eines dem Motor D vorgeschalteten Schützes la geschlossen und damit der Rakel- motor D eingeschaltet. Bei nun laufendem Rakelmotor D ist der Netzstromlauf folgen der: Zuleitung 106, Schalter c, Leitung 117, Schütz h, das über Rückleitung 107 geschlos sen gehalten wird, Leitung 118, Rakelmotor D, Rückleitung 107.
Nachdem mit Hilfe der Rakelvorrichtung II genügend gerakelt wor den ist, wird der Rakelmotor D durch den Sternschalter 81 wieder stillgesetzt. Der Nebenstrom verläuft dann wie folgt: Strom quelle 109, Zuleitung 110, Kontaktfeder 83, Sternkontakt 82, Leitung 119, Schalter c, der geöffnet wird, Leitung 111, Schalter b, der geschlossen wird, Rückleitung 111, Strom- quelle 109. Durch den geöffneten Schalter c wird auch das Schütz h geöffnet und der Rakelmotor D stillgesetzt.
Durch den ge schlossenen Schalter<I>b</I> wird wieder Schütz<I>i</I> geschlossen und damit der Getriebemotor C eingeschaltet. Seine Spannung erhält der Motor C vom Netz M durch Zuleitung 106, Schalter b, Leitung 112, Schütz i, das über die Rückleitung 107 geschlossen gehalten wird, Leitung 130, Motor C, Rückleitung 107, Netz M. Der nunmehr laufende Getriebe motor C dreht das Zahnrad 31 wieder eine halbe Umdrehung, wodurch die Schablonen 6 gehoben werden.
In deren gehobener Stellung wird der Motor C über die Schaltscheibe 74 wieder ausgeschaltet und gleichzeitig er halten die Magnete 67, 69 des Mitnehmers. L über den Schalter f sowie die Kupplung E für das rasche Vorwärtsbewegen der Druck unterlage 2 über den Schalter a Netzstrom. Dabei fliesst der Nebenstrom von der Strom quelle 109 durch Zuleitung 110, Federkon takt 131, Streichkontakte 114, 120,121, deren Leitungen 116, 122, 12!3, :Schalter f, :der ge schlossen wird, Leitung 111, Schalter b, der geöffnet wird, Leitung 111, Schalter a, der geschlossen wird, Rückleitung 111, Strom quelle 109.
Vom Netz fliesst der Strom nun durch die Zuleitung 106, Schalter f und Schalter a, Leitung 124, Magnete 67, 69 des Mitnehmers L, Rückleitung 107 und Leitung 125, Kupplung E für das rasche Vorwärts bewegen der Druckunterlage 2, Rückleitung 107 zum Netz M. Der stromführende Mitneh- mer L klemmt sich an der Druckunterlage 2 fest, durch die er über die Kupplung E mit genommen wird.
Den in der Hubbahn der Druckunterlage 2 angeordneten Streckenan schlag 97 legt der ankommende Mitnehmer L um und schaltet über seine Kontakte 98, 99- nacheinander zwei Federkontakte 101, 102 ein, von denen der erste 101 den Stromkreis der Kupplung E für raschen Gang unter bricht, während der zweite Kontakt 102 ein Bruchteil später den Stromkreis der Kupp lung F für den Kriechgang schliesst. Das Öff nen und Schläess'en des .Stromkreises beider Kupplungen E und F erfolgt wieder über die Schalter c und d.
Der Nebenstrom verläuft in folgender Weise: Stromquelle 109, Leitung 110, Streckenkontakt 98, Kontaktfeder<B>101,</B> deren Leitung 126, Schalter a, der geöffnet wird und Bruchteil später Stromquelle 109, Leitung 110, Streckenkontakt 99, Kontakt feder 102, deren Leitung 127, Schalter c, der geschlossen wird, Rückleitung 111, Stromquelle 109. Von der Netzstromleitung .3i fliesst nun der Strom durch die Zuleitung 106, Schalter e, Leitung 128, Kupplung F für den Kriechgang, Rückleitung 107.
Nunmehr bringt die Druckunterlage 2, die natürlich ausdehnbar sein muss, den Mitnehmer L im Kriechgang bis an den zweiten Ausschlag <B>en</B> 59 heran, der ebenfalls umgelegt wird und damit den Zeiger 60 der Feineinstellvor- richtung 1i ausschlagen lässt, der mehrfach vergrössert über deren Kontakt 61 hinweg streicht, durch den gleichzeitig die Schalter d, e, f der Nebenstromleitung 110, 111 betä tigt werden, über die der Netzstromkreis M der Kriechkupplung F und der Magnete 67, 69 des Mitnehmers L geöffnet und des Ge triebemotors C,
zwecks Senkens der Schablo nen 6 geschlossen wird. Das Spiel beginnt nun von neuem. Durch Abschalten des Mo tors A über den Druckknopfschalter 97 wird die Maschine stillgesetzt.