CH205836A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Strontium-Goldmerkaptocarbonsäuren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Strontium-Goldmerkaptocarbonsäuren.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Strontium-Goldmerkaptocarbonsäuren. Die bisher in der Therapie verwendeten Goldverbindungen von geratin bezw. dessen Abbauprodukten stellen die in Wasser lösli chen Alkalisalze verhältnismässig schwer löslicher Carbonsäuren dar.
Es wurde nun gefunden, dass auch die Erdalkalisalze dieser Goldmerkaptocarbon- säuren hervorragende therapeutische Eigen schaften besitzen. Dabei ist noch besonders hervorzuheben, dass durch die Überführung der Goldmerkaptocarbonsäuren in ihre Erd- alkalisalze eine weitgehende Reinigung die ser sonst schwer rein zu erhaltenden Gold verbindungen erzielt werden kann, da.
bei der Umsetzung mit den betreffenden Erdalkali ogyden, -hydrogyden oder -carbonaten Ver unreinigungen als unlösliche Erdalkalisalze abgeschieden werden, während die gewünsch ten Verbindungen in wässriger Lösung gelöst und durch Zusatz von Alkohol oder andern mit Wasser mischbaren organischen Lösungs mitteln gefällt werden können.
Hieraus geht hervor, dass die Lösungen, die durch Einwirkung der genannten Erd- alkaliverbindungen auf das Goldmerkapto- carbonsäuregemisch erhalten werden, die Erdalkalisalze der Goldmerkaptocarbonsäu- ren in verhältnismässig reiner Form enthalten und, dass diese Lösungen gegebenenfalls selbst für therapeutische Zwecke verwendet werden können, ohne dass eine Abscheidung der Salze unbedingt notwendig ist.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Strontium-Goldmerkaptocarbonsäuren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf das durch Abbau. von gerann mit Säuren in der Wärme und Umsetzung des so erhaltenen Produktes mit Goldsalzen erhältliche Ge misch von Goldmerkaptocarbonsäuren eine solche sauerstoffhaltige Verbindung des Strontiums einwirken lässt, dass sich das Ge misch der Strontiumsalze dieser Goldmer- kaptocarbonsäuren bildet.
Der Ausgangsstoff stellt ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verschiedener Mo- lekulargrösse dar. Dieses Gemisch kann ausser durch Abbau von Keratin mit Säuren in der Wärme auch durch Abbau mit Alkalien, be- gebenenfalls auch in Anwesenheit von Re duktionsmitteln oder auf enzymatischem Wege erhalten werden.
Das so erhältliche Gemisch der Stron- tium - Goldmerkaptocarbonsäuren, das als Arzneimittel Verwendung finden soll, weit, wie Versuche ergaben, den besonderen Vor teil auf, dass es bei seiner therapeutischen Verwendung frei von den schweren Neben erscheinungen ist, die die bisher bekannten und verwendeten Goldpräparate häufig zei gen.
Dazu kommt noch, da.ss es, wie sich fer ner zeigte, gegenüber der Pneumokokken- infektion der Maus ausgezeichnete )Virkun- gen aufweist, die den andern bekannten Sal zen der Goldmerkaptoearbonsäuren nicht in gleicher Weise eigen sind.
Betspiel: 800 g Haare werden mit 1200 cm' 18%iger Salzsäure im Wasserbad erhitzt, bis das gesamte geratin eben in Lösung ge- ?n 21 <B>9</B> ano-en ist. Das Hvdrolysat dieser Reaktions mischung wird zweckmässig mit Ammoniak neutralisiert und von sich abscheidenden An teilen filtriert.
In das klare, neutral reagie rende Filtrat werden portionsweise 150 ein' reiner 15%iger Goldchloridlösung eingetra gen, wobei sich zum Schluss des Eintragens ein feinverteilter Niederschlag abzuscheiden beginnt. Nun wird die Reaktionsflüssigkeit mit Natronlauge bis zur schwach alkalischen Reaktion behandelt, die Lösung mehrere Stunden sieh selbst überlassen und darauf von wenig abgeschiedenem Gold filtriert.
Durch Eingiessen der klaren Lösung in die fünffache Menge Alkohol wird das gebildete Gemisch von Natriumsalzen der Goldmer- kaptocarbonsäuren zunächst als zähflüssiges 01 gefällt. Nach 24stündigem Stehen wird der Alkohol abgegossen, der Bodensatz in Wasser gelöst und die Lösung filtriert.
Die wässrige Lösung des Gemisches der Natrium salze der Goldmerkaptocarbonsäuren wird mit Essigsäure angesäuert und mit der 8- bis vierfachen lIenge Allzohol versetzt, wobei die Goldverbindungen -als freie Säuren ausge schieden werden. Man lässt den feinkörnigen Niederschlag absitzen und hebt die alkoho lische Flüssigkeit ab. Der Bodensatz wird erneut mit Alkohol verrührt, abgesaugt und gut mit Alkohol, sodann mitÄther gewaschen.
Das so erhaltene Produkt wird in Wasser suspendiert und mit einer Aufschwemmung von Strontiumhy droxyd so lange geschüttelt, bis keine weitere Lösung der Goldverbin dungen mehr erfolgt. Die alkalisch reagie rende Flüssigkeit wird von ungelösten An teilen filtriert und das Filtrat in Alkohol eingegossen. Das gebildete Gemisch der Strontiumsalze der Goldmerkaptocarbonsäuren fällt als fein verteilter Niederschlag aus. Es wird abgesaugt und mit Alkohol und Äther ausgewaschen.
Von anhaftenden schwerlös- liehen Verunreinigungen wird es durch zwei maliges Umfällen aus ässriger Lösung mit Alkohol befreit. Das Strontiumsalzgemiseh wird als ein in Wasser leicht lösliches gelb liches Pulver erhalten.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Gemi sches von Strontium - Goldmerkaptocarbon- säuren, dadurch gekennzeichnet. dass man auf das durch Abbau von geratin mit Säu ren in der Wärme und Umsetzung des so erhaltenen Produktes mit Goldsalzen erhält liche Gemisch von Goldmerkaptocarbon- säuren eine solche sauerstoffhaltige Verbin dung des Strontiums einwirken lässt, dass sich das Gemisch der Strontiumsalze dieser Gold- merlzapt.ocarbon@ä Uren bildet.Das neue Produkt stellt ein in Wasser leicht lösliches, schwach gelb gefärbtes Pul ver dar. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Abbau des geratins in Anwesenheit eines Reduktionsmittels und Umsetzung des so erhaltenen Produk tes mit einem Goldsalz. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Strontiumverbindung Strontium- oxyd verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Strontiumverbindung Strontium- hydrogyd verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sauerstoff haltige Strontiwnverbindung Strontium- carbonat verwendet. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Gemisch der löslichen Strontiumsalze der Galdmerkaptocarbonsäuren mittels mit Wasser mischbarer organischer Lösungs mittel ausfällt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandlung von Keratin er haltenen Hydrolysates mit einem Gold salz. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandlung von gerann in Gegenwart eines Reduktionsmittels er haltenen Hydrolysates mit einem Gold salz.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE205836X | 1935-09-13 | ||
| CH201118T | 1937-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH205836A true CH205836A (de) | 1939-06-30 |
Family
ID=25723677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH205836D CH205836A (de) | 1935-09-13 | 1936-09-04 | Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Strontium-Goldmerkaptocarbonsäuren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH205836A (de) |
-
1936
- 1936-09-04 CH CH205836D patent/CH205836A/de unknown
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