CH201118A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Calcium-Goldmerkaptocarbonsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Calcium-Goldmerkaptocarbonsäuren.

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CH201118A
CH201118A CH201118DA CH201118A CH 201118 A CH201118 A CH 201118A CH 201118D A CH201118D A CH 201118DA CH 201118 A CH201118 A CH 201118A
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calcium
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von     Caieium-Goldmerlzaptocarbonsänren.       Die bisher     in    der Therapie verwendeten       Goldverbindungen    von     geratin        bezw.    dessen  Abbauprodukten stellen die in Wasser lös  lichen     Alkalisalze    verhältnismässig schwer  löslicher     Carbonsäuren    dar.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass auch die       Erdalkalisalze    dieser     Goldmerkaptocarbon-          säuren    hervorragende     therapeutische    Eigen  schaften besitzen.

   Dabei ist noch besonders  hervorzuheben, dass durch die Überführung  der     Goldmerkaptocarbonsäuren    in ihre     Erd-          alkalisalze    eine weitgehende     Reinigung    dieser  sonst schwer rein zu     erhaltenden    Goldverbin  dungen erzielt werden kann, da bei der Um  setzung mit     den.    betreffenden     Erdalkäli-ogy-          den,        -hydrogyden    oder     -carbonaten    Verunrei  nigungen als unlösliche     Erdalkalisalze    abge  schieden werden,

       während    die gewünschten       Verbindungen    in wässriger Lösung gelöst und  durch Zusatz von Alkohol oder andern mit  Wasser mischbaren organischen Lösungsmit  teln gefällt werden können.  



       Hieraus    geht hervor, dass die Lösungen,  die durch     Einwirkung    der genannten     Erd-          alkaliverbindungen    auf das Goldmerkapto-         carbonsäuregemisch    erhalten werden, die       Erdalkalisalze    der     Goldmerkaptocarbonsä'u-          ren    in     verhältnismässig    reiner Form enthal  ten und dass diese Lösungen gegebenenfalls  selbst für therapeutische Zwecke verwendet  werden können, ohne. dass eine     Abscheidung     der Salze unbedingt notwendig     ist.     



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur-     Herstellung        eines    Gemisches  von     Cälcium-Goldmerkaptocarbonsäüren,    das  dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf das  durch Abbau von     geratin    mit     S@.uren    in der  Wärme und Umsetzung des so erhaltenen  Produktes mit ' Goldsalzen erhältliche Ge  misch von     Goldmerkaptocarbonsäuren        eine     solche     säuerstoffhaltigeVerbindung    des Cal  ciums     einwirken@lässt,

      dass sich das Gemisch  der     Calciumsalze    dieser     Goldmerkaptocarbon-          säuren    bildet.  



  Der Ausgangsstoff stellt ein Gemisch von       G-oldmerkaptocar'bonsäuren    verschiedener Mo  lekulargrösse dar. Dieses Gemisch kann,  ausser durch Abbau von     geratin    mit Säuren       in    der     Wärme,    auch durch Abbau mit     Al-          kalien,    gegebenenfalls auch in     Inwesenheit         von Reduktionsmitteln, oder auf enzymati  schem Wege erhalten werden.  



  Das so erhältliche Gemisch der     Calcium-          Goldmerkaptocarbonsäuren,    das als Arznei  mittel     Verwendung    finden soll,     weist,    wie  Versuche ergaben, den besonderen Vorteil  auf, dass es bei     seiner    therapeutischen Ver  wendung frei von den schweren Nebenerschei  nungen ist, die die bisher bekannten und ver  wendeten Goldpräparate häufig zeigen.

   Dazu  kommt noch, dass es, wie sich ferner ergab,  gegenüber der     Pneumokokkeninfektion    der       Maus        ausgezeichnete    Wirkungen aufweist,  die den andern bekannten Salzen der     Gold-          merkaptocarbonsäuren    nicht     in    gleicher  Weise eigen     sind.     



  <I>Beispiel 1:</I>  300 g Haare werden mit 1200 cm' 18     %        -          iger    Salzsäure im Wasserbad erhitzt, bis das  gesamte     Keratin    eben in     Lösung    gegangen  ist. Das     Hydrolysat    dieser     Reaktions-          mischung    wird     zweckmässig    mit Ammoniak  neutralisiert und von sich abscheidenden An  teilen filtriert.

   In das klare, neutral reagie  rende Filtrat werden     portionsweise    150 cm'  reiner 15     %        iger        Goldchloridlösung    eingetra  gen, wobei sich zum Schluss des Eintragens  ein feinverteilter Niederschlag abzuscheiden  beginnt. Nun wird die Reaktionsflüssigkeit  mit Natronlauge bis zur schwach alkalischen  Reaktion behandelt, die Lösung mehrere  Stunden sich selbst überlassen und darauf  von wenig abgeschiedenem Gold filtriert.  Durch Eingiessen der klaren     Lesung        in    die  fünffache Menge Alkohol wird das gebildete       Natriumsalz    der     Goldmerkaptocarbonsäuren     zunächst als zähflüssiges Öl gefällt.

   Nach  24stündigem Stehen wird der Alkohol abge  gossen, der Bodensatz     in    Wasser gelöst und  die Lösung filtriert. Die     wässrige    Lösung des  Gemisches der     Natriumsalze    der     Goldmer-          kaptoearbonsäuren    wird mit Essigsäure an  gesäuert und mit der drei- bis     vierfachen     Menge Alkohol versetzt, wobei die Goldver  bindungen als freie Säuren ausgeschieden  werden. Man lässt den feinkörnigen Nieder  schlag absitzen und hebt die alkoholische  Flüssigkeit ab. Der Bodensatz wird erneut    mit Alkohol verrührt, abgesaugt und gut mit  Alkohol, sodann mit Äther gewaschen.

   Das  so erhaltene Produkt wird     in    Wasser suspen  diert und mit     einer        Aufschwemmung    von       Calciumhydroxyd    so lange geschüttelt, bis  keine weitere Lösung der Goldverbindungen  mehr erfolgt. Die alkalisch reagierende Flüs  sigkeit wird von ungelösten     Anteilen    filtriert.  und das Filtrat in     Alkohol        eingegossen.    Das  gebildete Gemisch der     Calciumsalze    der     Gold-          merkaptocarbonsäuren    fällt als     fein    verteilter  Niederschlag aus.

   Es wird abgesaugt     und    mit  Alkohol und Äther     ausgewäscl@en.    Von an  haftenden     schwerlöslichen        Verunreinigungen     wird es durch zweimaliges     Umfällen    aus       wässriger    Lösung mit Alkohol     befreit.    Das       Calciumsalzgemisch    wird als ein in Wasser  leicht lösliches, in den gebräuchlichen organi  schen     Lösungsmitteln    unlösliches, schwach  gelb gefärbtes Pulver     erhalten,    das etwa 4,5  bis 4,895 Ca und 11,0 bis 11,5     %    Au enthält.

           Beispiel   <I>2:</I>    300 g Horn werden mit 1200 cm' 18     %        iger     Salzsäure im Wasserbad erhitzt. Nach einer       Stunde        werden    zur     Hydrolysenflüssigkeit     
EMI0002.0064     
  
    30 <SEP> g <SEP> Zinn <SEP> WrtieM <SEP> =ter,@ <SEP> gutem <SEP> ljm-       schütteln im Verlauf     ei'hd'@l@allien' Stuu.de    zu  gesetzt. Nach Ablauf dieser Zeit wird die  ganze Flüssigkeit mit Ammoniak abge  stumpft und filtriert. In die noch saure, klare  Lösung wird Schwefelwasserstoff bis zur  vollständigen Fällung des Zinnsulfids ein  geleitet.

   Nachdem vom Niederschlag abge  saugt ist, werden in die klare Lösung, aus der  der gelöste Schwefelwasserstoff zum Beispiel  mittels eines     indifferenten    Gasstromes, wie       Kohlendioxyd,    oder     durch    Evakuieren ent  fernt wird und die mit Ammoniak vollstän  dig neutralisiert worden ist, 150 cm' einer  15     %    ixen     Goldchloridlösung    eingetragen. Dar  auf wird Natronlauge bis zur     schiwach    alkali  schen Reaktion zugesetzt, die Lösung meh  rere Stunden stehen gelassen     und    dann von  etwa abgeschiedenem Gold filtriert.

   Durch  Eingiessen der klaren Lösung     in    die fünf  fache Menge Alkohol wird das gebildete Ge  misch der     Natriumsalze    der Goldmerkapto-           carbonsäuren        zunächst    als zähflüssiges 01 ge  fällt. Durch Auflösen in Wasser und erneu  tes Ausfällen mit Alkohol wird die Substanz  als feines Pulver erhalten.  



  Eine 10%ige     wässrige    Lösung des Ge  misches der     Natriumgoldmerkaptocarbonsäu-          ren    wird mit Salzsäure bis zu einem Gehalt  von 1 %     HCl    versetzt. Diese Lösung     wird     durch     Sclhütteln    mit einer     Aufschwemmung     von     Calciumhydrogyd    schwach alkalisch ge  macht.

   Nach mehrstündigem Stehen wird von  abgeschiedenem Gold und andern     schwerlös-          lichen        Calciumverbindungen        filtriert.    Die  klare Lösung wird     in    die fünffache Menge  Alkohol eingegossen, wobei das     Calcium-          Goldkeratinat    sich als feiner Niederschlag  abscheidet. Der abgesaugte Niederschlag  wird erneut in Wasser gelöst, von     ungelösten     Anteilen filtriert und das . Gemisch der  reinen     Calcium    -     Goldmerkaptocarbonsäuren     durch Eingiessen in Alkohol gefällt. Es wird  als in Wasser leicht lösliches Pulver erhalten.

    <I>Beispiel 3:</I>  In gleicher     Weise    wie     in        Beispiel    2 wird  eine 10 %     ige        wässrige    Lösung eines     Gemisches     der     Natriumsalze        deiiGoldmerkaptocarbonsäu-          ren    hergestellt und mit Salzsäure angesäuert.  Die saure Lösung wird durch Schütteln mit  einer     Aufschwemmung    von     Calciumcarbonat          annähernd    neutralisiert.

   Nachdem von unge  lösten Anteilen filtriert ist, wird in Alkohol  eingegossen und das Gemisch der     Calcium-          salze    der     Goldmerkaptocarbonsäuren    in aua=       loger    Weise wie in Beispiel 2 gewonnen. An  Stelle von Äthylalkohol kann zur Ausfällung  der     Calciumsalze    auch Methylalkohol, Aceton  und     dergl.    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Ge misches von Calcium-Goldmerkaptocarbon- säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das durch Abbau von geratin mit Säuren in der Wärme und Umsetzung des so erhaltenen Produktes .mit Goldsalzen erhältliche Ge misch von Goldmerkaptocarbonsäuren eine solche sauerstoffhaltige Verbindung des Cal ciums einwirken lässt,
    dass sich das Gemisch der Calciumsalze dieser Goldmerkaptocarbon- säuren bildet. Das neue Produkt stellt ein in Wasser leicht lösliches, in den üblichen organischen Lösungsmitteln unlösliches schwach gelb ge- f ärbtes Pulver dar. UNTERANSPRü CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Abbau des geratins in Anwesenheit eines Reduktionsmittels und Umsetzung des so erhaltenen Produk tes mit einem Goldsalz. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Calciumverbindung Calciumogyd verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' .man als sauerstoff haltige Calciumverbindung Caleiumhy- drogyd verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Calciumverbindung Calciumcarbo- nat verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch , gekennzeichnet, dass man das erhaltene Ge misch der löslichen Calciumsalze der Gold- merkaptocarbonsäuren mittels mit Wasser mischbarer organischer Lösungsmittel aus fällt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandlung von gerann er haltenen Hydrolysates mit einem Goldsalz. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandluu'g von gerann in Gegenwart eines Reduktionsmittels erhal tenen Hydrolysates mit einem Goldsalz.
CH201118D 1935-09-13 1936-09-04 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Calcium-Goldmerkaptocarbonsäuren. CH201118A (de)

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