CH206117A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Magnesium-Goldmerkaptocarbonsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Magnesium-Goldmerkaptocarbonsäuren.

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CH206117A
CH206117A CH206117DA CH206117A CH 206117 A CH206117 A CH 206117A CH 206117D A CH206117D A CH 206117DA CH 206117 A CH206117 A CH 206117A
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magnesium
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von     Nagnesium-Goldmerkaptocarbonsäuren.       Die bisher in der Therapie     verwendeten     Goldverbindungen von     gerann        bezw.    dessen  Abbauprodukten stellen die in Wasser lös  lichen     Alkalisalze    dieser verhältnismässig  schwer löslichen     Carbonsäuren    dar.  



  Es wurde nun gefunden, dass auch die       Erdalkalisalze    dieser     Goldmerkaptocarbon-          säuren    hervorragende therapeutische Eigen  schaften besitzen. Dabei ist noch besonders  hervorzuheben, dass durch die     Überführung     der     Goldmerkaptocarbonsäuren    in ihre     Erd-          alkalisalze    eine weitgehende Reinigung die  ser sonst schwer rein zu erhaltenden Goldver  bindungen erzielt werden kann, da Verun  reinigungen bei der Umsetzung mit den be  treffenden     Erdalkali-ogyden,

          -hydrogyden     oder     -carbonaten    als unlösliche     Erdalkalisalze     abgeschieden werden, während die gewünsch  ten Verbindungen bei der Umsetzung in wäs  seriger Lösung gelöst und durch Zusatz von  Alkohol oder andern mit Wasser mischbaren  organischen Lösungsmitteln gefällt werden  können.

   Hieraus geht hervor, dass auch die    Lösungen, die durch     Einwirkung    der genann  ten     Erdalkaliverbindungen    auf das     Goldmer-          kaptocarbonsäuregemisch    erhalten werden, die       Erdalkalisalze    der     Goldmerkaptocarbonsäuren     in     verhältnismässig    reiner Form enthalten,  und dass diese Lösungen gegebenenfalls selbst  für therapeutische     Zwecke        verwendet    werden       können,    ohne dass eine     Abscheidung    der Salze  unbedingt     notwendig    ist.  



  Gegenstand     vorliegenden    Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines Gemi  sches von     Magnesium-Goldmerkaptocarbon-          @säuren,    das dadurch     gekennzeichnet    ist,     dass     man auf das durch Abbau von     geratin    mit  Säuren in der Wärme und Umsetzung des so  erhaltenen Produktes mit Goldsalzen erhält  liche Gemisch von     Goldmerkaptocarbonsäuren     eine solche sauerstoffhaltige Verbindung des       Magnesiums    zum Beispiel das Oxyd,     Hydro-          xyd    oder     Carbonat,    einwirken lässt,

   dass  sich das Gemisch der     Magnesiumsalze    dieser       Goldmereaptocarbonsäuren    bildet.  



  Der Ausgangsstoff stellt ein Gemisch von           Goldmerkaptocarbonsäuren    verschiedener Mo  lekulargrösse dar. Dieses Gemisch kann, ausser  durch Abbau von     Keratin    mit Säuren in der  Wärme, auch durch Abbau mit Alkalien, ge  gebenenfalls auch in Anwesenheit von Re  duktionsmitteln, oder auf enzymatischem  Wege erhalten werden.  



  Das so erhältliche Gemisch der     lUagne-          sium-Goldmerkaptocarbonsäuren,    das als Arz  neimittel     Verwendung    finden soll, weist, wie  Versuche ergaben, den besonderen Vorteil  auf, dass es bei seiner therapeutischen Ver  wendung frei von den schweren Nebener  scheinungen ist, die die bisher bekannten und  verwendeten Goldpräparate häufig zeigen.  Dazu kommt noch, wie sieh ferner ergab, dass  sie gegenüber der     Pneumokokkeninfektion     der Maus ausgezeichnete Wirkungen aufwei  sen, die den     andern    bekannten     Goldkeratina-          ten    nicht in gleicher Weise eigen sind.

      <I>Beispiel Z:</I>  300 g Haare werden mit 1200     cm;-'        18'ö        -          iger    Salzsäure im     'Wasserbad    erhitzt, bis  das gesamte     Keratin    eben in Lösung ge  gangen ist. Das     Hydrolysat    dieser Reaktions  mischung wird     zweckmässig    mit Ammoniak  neutralisiert und von sieh abscheidenden An  teilen filtriert.

   In das klare, neutral reagie  rende Filtrat werden     portionsweise    150 cm  reiner 15%iger     Goldchloridlösung    eingetra  gen, wobei sieh zum Schluss des     Eintragens     ein     feinverteilter        Niederschlag    abzuscheiden  beginnt. Nun wird die Reaktionsflüssigkeit  mit Natronlauge bis zur schwach alkalischen  Reaktion behandelt, die Lösung mehrere       Stunden    sieh selbst überlassen und darauf  von wenig abgeschiedenem Gold filtriert.

    Durch Eingiessen der klaren Lösung in die  fünffache Menge Alkohol wird das Gemisch  von     Natriumsalzen    der     Goldmerkaptocarbon-          säuren    zunächst als zähflüssiges 01 gefällt.  Nach 24stündigem Stehen wird der Alkohol       abgegossen,    der Bodensatz in Wasser gelöst  und die Lösung filtriert. Die wässerige Lö  sung wird mit Essigsäure angesäuert und mit  der     3-4fachen    Menge Alkohol versetzt, wo  bei die Goldverbindungen als freie Säuren    ausgeschieden werden. Man lässt den feinkör  nigen Niederschlag absitzen und hebt die  alkoholische Flüssigkeit ab. Der Bodensatz  wird erneut mit Alkohol verrührt, abgesaugt  und gut mit Alkohol, sodann mit Äther ge  waschen.

   Das so erhaltene Produkt wird in  Wasser suspendiert und mit einer     Auf-          schwemmung    von     Magnesiumoxyd    so lange  geschüttelt, bis keine weitere Lösung der  Goldverbindungen mehr erfolgt. Die alkalisch  reagierende Flüssigkeit wird von ungelösten  Anteilen filtriert und das Filtrat in Alkohol  eingegossen. Das gebildete Gemisch von Mag  nesium-Goldmerkaptocarbonsäuren fällt als  fein verteilter Niederschlag aus. Es wird ab  gesaugt und mit Alkohol und Äther ausge  waschen. Von anhaftenden     schwerlösliehen     Verunreinigungen wird es durch     mehrmaliges     Umfällen aus wässeriger Lösung mit Alkohol  befreit.

   Das Gemisch der     Magnesiumsalze     wird als ein in Wasser leicht lösliches,  schwach gelb gefärbtes Pulver     erhalter.            Beispiel        ?:     300 g Horn werden mit 1200 cm'  18     5,ö        iger        Salzsäure    im Wasserbad erhitzt.  Nach einer Stunde werden zur     Hydrolysen-          flüssigkeit    30 g Zinn     portionsweise    unter  gutem     Umschülteln    im Verlauf einer halben  Stunde     zugesetzt.    Nach Ablauf dieser Zeit  wird die ganze Flüssigkeit mit Ammoniak  abgestumpft und filtriert.

   In die noch saure,  klare Lösung wird     Seh,#Ärefelwasserstoff    bis  zur vollständigen Fällung des Zinnsulfides  eingeleitet.     Nachdem    vom Niederschlag abge  saugt ist,     werden    in die klare Lösung, aus der  der gelöste     Sebwefelwasserstoff,    zum Bei  spiel mittels     eines    indifferenten Gasstromes  wie     Kohlendioxyd    oder durch Evakuieren  entfernt wird und die mit Ammoniak voll  ständig neutralisiert worden ist, 150 cm'  einer 15 ö     igen        Goldchloridlösung    eingetra  gen.

   Darauf wird die Natronlauge bis zur  schwach alkalischen Reaktion zugesetzt, die  Lösung mehrere Stunden stehen gelassen und  dann von etwa abgeschiedenem Gold filtriert.  Durch Eingiessen der klaren Lösung in     die     fünffache Menge Alkohol wird das gebildete      Gemisch der     Natriumsalze    der     Goldmerkapto-          carbonsäuren    zunächst als zähflüssiges 01 ge  fällt. Durch Auflösen     in    Wasser und erneu  tes Ausfällen mit Alkohol wird die Substanz  als feines Pulver erhalten.  



  Eine 10%ige wässerige Lösung des Ge  misches der     Natriumgoldmerkaptocarbonsäu-          ren    wird mit Salzsäure bis zu einem Gehalt  von 1 %     HCl    versetzt. Diese Lösung wird  durch     Schütteln    mit einer     Aufschwemmung     von     Magnesiumcarbonat    annähernd neutrali  siert. Die Flüssigkeit wird von ungelösten  Anteilen     filtriert    und in Alkohol gegossen.  Das gebildete Gemisch der     Magnesiumsalze     der     Goldmerkaptocarbonsäuren    fällt als fein  verteilter Niederschlag aus. Es wird abge  saugt und mit Alkohol und Äther ausgewa  schen.

   Zur weiteren Reinigung wird es aus  wässeriger Lösung durch Eingiessen in Alko  hol umgefällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Verfahren zur Herstellung eines Gemi sches von Magnesium-Goldmerkaptocarbon- säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das durch Abbau von Keratin mit Säuren in der Wärme und Umsetzung des so erhaltenen Produktes mit Goldsalzen erhältliche Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren eine solche sauerstoffhaltige Verbindung des Magne siums einwirken lässt, dass sich das Gemisch der Magnesiumsalze dieser Goldmerkapto- carbonsäuren bildet.
    Das neue Produkt stellt ein in Wasser leicht lösliches, in den üblichen organischen Lösungsmitteln unlösliches schwach gelb ge färbtes Pulver dar. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Abbau des Keratins in Anwesenheit eines Reduktionsmittels und Umsetzung des so erhaltenen Produk tes mit einem Goldsalz. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Magnesiumverbindung Magnesium ogyd verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Magnesiumverbindung Magnesium hydrogyd verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoff haltige Magnesiumverbindung Magnesium- carbonat verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Gemisch der löslichen Magnesiumsalze der Goldmerkaptocarbonsäuren mittels mit Wasser mischbarer organischer Lösungs mittel ausfällt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandlung von Keratinen er haltenen Hydrolysates mit einem Goldsalz. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Goldmerkaptocarbonsäuren verwendet, das erhalten wurde durch Umsetzung eines durch Säurebehandlung von gerann in Gegenwart eines Reduktionsmittels erhal tenen Hydrolysates mit einem Goldsalz.
CH206117D 1935-09-13 1936-09-04 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Magnesium-Goldmerkaptocarbonsäuren. CH206117A (de)

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