CH206183A - Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes.

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CH206183A
CH206183A CH206183DA CH206183A CH 206183 A CH206183 A CH 206183A CH 206183D A CH206183D A CH 206183DA CH 206183 A CH206183 A CH 206183A
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formaldehyde
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Gerbstoffes.       Es wurde gefunden, dass man     einen    wert  vollen Gerbstoff erhält, wenn man das Kon  densationsprodukt aus dem technischen Ge  misch von     Kresolsulfonsäuren    und Formal  dehyd, dem technischen     Gemisch    der drei     iso-          meren        Kresole,    die     Anlagerungsverbindung     eines Salzes der schwefligen Säure an For  maldehyd,     Ligninsulfosäure    und Formal  dehyd aufeinander einwirken lässt.  



  Zweckmässig führt man den Teil der Kon  densation, in dem das Kondensationsprodukt  aus dem technischen Gemisch der     Kresol-          sulfosäuren    und Formaldehyd mit dem Ge  misch der drei     isomeren    technischen     Kresole     und Formaldehyd kondensiert wird,     bezw.     denjenigen Teil, in dem die     Ligninsulfosäure     mit dem technischen Gemisch der drei     isome-          ren        Kresole    kondensiert wird, oder den Teil,

    in dem die     Ligninsulfosäure    mit dem Kon  densationsprodukt aus dem technischen Ge  misch von     Kresolsulfosäuren    und Formal  dehyd, sowie dem technischen Gemisch der    drei     isomeren        Kresole    kondensiert wird, in  alkalischer Flüssigkeit durch.  



  Man kann die Ausgangsstoffe gleichzeitig  oder in beliebiger Reihenfolge aufeinander       einwirken    lassen. Die Mengenverhältnisse  können     in    weiten Grenzen schwanken.  



  Man arbeitet vorteilhaft zwischen 90 und  <B>100',</B> doch kann auch höhere oder niedrigere  Temperatur und     gegebenenfalls    erhöhter  Druck angewandt werden. Für den alkalisch       auszuführenden    Teil der Kondensation be  nutzt man zweckmässig     Calcium-    oder     Ba-          riumhydrogyd.    Man kann aber auch in     ätz-          alkalischer    Lösung arbeiten. Der neue Gerb  stoff zeichnet sich durch hohe     Adstringenz,     gutes Füllvermögen und gute     Rendement     gebende Eigenschaften aus. Er bewirkt  schnelles und leichtes Durchgerben und ver  mag pflanzliche Gerbstoffe völlig zu ersetzen.

    Man kann ihn ohne weiteres anwenden oder  vor dem Gerben mit     puffernd        wirkenden     Stoffen, zum Beispiel Salzen schwächerer      organischer oder anorganischer Säuren, bei  spielsweise auf     pH-Werte    zwischen 3 und 5  einstellen. Schliesslich kann man ihn auch  unter Zusatz     puffernd    wirkender Stoffe zur  Trockne eindampfen.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man mischt 296 Gewichtsteile eines mit       Calciumhydroxyd    neutralisierten Formal  dehyd -     Kresolsulf        onsäure    - Kondensationspro  duktes mit 200 Gewichtsteilen     Kresol        DAB4,

       90 Gewichtsteilen 30     %        igem    Formaldehyd  und 16 Gewichtsteilen pulverförmigem     Na-          triumbisulfit.    Durch Zugabe von Kalkmilch  und     Bariumhydroxyd    macht man das     C=e-          misch    deutlich alkalisch und erwärmt es 3  bis 4 Stunden lang unter Rühren oder Um  sehütteln auf 95 bis<B>100'</B> C. Dann fällt man  das im Umsetzungsgemisch enthaltene     Erdal-          kali    mit einer Lösung von Schwefelsäure.

         Oxalsäure    und     Ammoniumsulfat.    Den aus  den Sulfaten     bezw.        Oxalaten    des     Calciums     und Bariums bestehenden Niederschlag fil  triert man ab, wäscht aus und füllt das Fil  trat und die damit vereinigten Waschflüssig  keiten auf insgesamt 1250 Gewichtsteile auf.  



  Getrennt hiervon verdünnt man 2000 Ge  wichtsteile einer 50 %     igen,    mit     Caleium-          hydroxyd    neutralisierten     Sulfitzelluloseab.     lauge mit 600 Gewichtsteilen Wasser, fällt  das     Calcium    durch Zugabe einer     @lisehung     von 200 Gewichtsteilen konzentrierter Schwe  felsäure mit 400 Gewichtsteilen Wasser als  Gips aus und filtriert diesen ab.  



  312,5 Gewichtsteile der nach Absatz 1  dieses Beispiels erhaltenen Lösung werden  mit 275 Gewichtsteilen des nach Absatz<B>29</B>  dieses Beispiels erhaltenen Filtrates und mit.  14 Gewichtsteilen 30     %        igem    Formaldehyd  vermischt. Die Mischung wird 3 bis 4 Stun  den lang unter Rühren am     Rückflusskühler     auf 95 bis<B>100'</B> C erwärmt, gegebenenfalls  auf dem Wasserbad eingeengt, und durch Zu  gabe von Ammoniak und     Ameisensäure    auf  einen     pH-Wert    von 3,2 eingestellt. Man er  hält ein Produkt mit ausgezeichneten     gerberi-          sehen    Eigenschaften.

      <I>Beispiel 2:</I>  Man erwärmt eine Lösung von 88,8 Ge  wichtsteilen eines mit     Calciumhydroxyd    neu  tralisierten     Kresolsulfonsäure-Formaldehyd-          Kondensationsproduktes    in 90 Gewichtsteilen  Wasser mit 120 Gewichtsteilen     Kresol    eine  halbe Stunde lang auf dem Wasserbad und  fügt<B>570</B> Gewichtsteile einer 50     9o        igen,    mit       Calciumhy        droxyd    neutralisierten     Sulfitzellu-          loseablauge    und soviel Kalkmilch zu, dass das  Gemisch deutlich alkalisch reagiert;

   unter  Rühren gibt man eine Lösung von 12 Ge  wichtsteilen     Natriumbisulfitpulver    in 135 Ge  wichtsteilen 30     %        igem    Formaldehyd zu und  erwärmt das Gemisch unter Rühren 3 bis 4       Stunden    lang am     Rückflusskühler    auf 95 bis  <B>100'</B> C; dem Reaktionsgemisch wird unter  Rühren eine schwefelsäurehaltige Lösung von       Ammoniumsulfat    zugegeben; das abgeschie  dene     Caleiumsulfat    wird     erbfiltriert.    Man  wäscht aus, bis die vereinigten Filtrate und  Waschwässer 2522     Gewichtsteile    betragen.  



  Man mischt 296 Gewichtsteile eines mit       Calciumhydroxyd    neutralisierten Formal  dehyd -     Kr        esolsulfonsäure    - Kondensationspro  duktes mit \200 Gewichtsteilen     Kresol        DAB4,     90 Gewichtsteilen 30 O     igem    Formaldehyd  und 16 Gewichtsteilen pulverförmigem     Na-          triumbisulfit.    Durch Zugabe von Kalkmilch  und     Bariumhydroxy    d macht man das Ge  misch deutlich alkalisch und erwärmt es 3  bis 4 Stunden lang unter Rühren oder Um  schütteln auf 95 bis<B>100'</B> C.

   Dann fällt man  das im Umsetzungsgemisch enthaltene     Erdal-          kali    mit einer Lösung von Schwefelsäure,       Oxalsäure    und     Ammoniumsulfat    aus. Den  aus den Sulfaten     bezw.        Oxalaten    des Cal  ci.ums und Bariums bestehenden Niederschlag  filtriert man ab, wäscht aus und füllt das  Filtrat und die damit vereinigten Wasch  flüssigkeiten auf     insgesamt    1250 Gewichts  teile auf.  



  420 Gewichtsteile der nach Absatz 1 die  ses Beispiels erhaltenen     Filtratlösung    und  188 Gewichtsteile des nach Absatz 2 erhalte  nen     Filtrates    werden mit 10 Gewichtsteilen  30     , ö        igem    Formaldehyd ? Stunden lang am       Rückflusskühler    auf 95 bis<B>100'</B> C erwärmt.      Das Reaktionsgemisch wird     mit    Ammoniak  und Ameisensäure auf     .einen        pH-Wert    von  3,2 bis 3,4 eingestellt. Das Produkt besitzt  vorzügliche     gerberische    Eigenschaften.  



  <I>Beispiel 3:</I>  570 Gewichtsteile mit     Calciumhydrogyd     neutralisierte 50     %        ige        Sulfitzelluloseablauge     werden mit 90 Gewichtsteilen     Kresol    und 200  Gewichtsteilen Wasser vermischt. Nach Zu  gabe von soviel Kalkmilch, dass das Gemisch  deutlich alkalisch reagiert, und einer Lösung  von 15 Gewichtsteilen     Natriumbisulfitpülver     in 75     Gewichtsteilen    30     %igem    Formaldehyd  wird das     Gemisch        etwa    3 Stunden lang unter  Rühren am     Rückflusskühler    auf 95 bis 100   C  erwärmt.

   Dann fällt man das     Calcium    mit       einer    Schwefelsäure     enthaltenden        Ammo-          niumsulfatlösung,    filtriert den Gips ab und  wäscht aus. Die Menge der vereinigten Fil  trate     und        Waschwässer    beträgt 2094 Ge  wichtsteile.  



  349     Gewichtsteile    dieses Filtrates werden  mit 250 Gewichtsteilen des nach Absatz 1  des Beispiels 1 erhaltenen Filtrates und  1.2 Gewichtsteilen 30     %igem    Formaldehyd  vermischt.  



  Das Gemisch wird 3 bis 4 Stunden lang  am     Rückflusskühler    unter Rühren auf 95 bis  100   C erwärmt. Nach Einengen des Reak  tionsgemisches wird es mit Ammoniak und  70 %     iger        Glykolsäure    auf einen     pH-Wert     von 3,2 bis 3,5 eingestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Gerbstof fes, dadurch gekennzeichnet, dass man das Kondensationsprodukt aus dem technischen Gemisch von Kresolsulfonsäuren und Formal- dehyd, das technische Gemisch der drei iso- meren Kresole, die Anlagerungsverbindung eines Salzes der schwefligen Säure an For maldehyd, Ligninsulfosäure und Formal dehyd aufeinander einwirken lässt.
    Der neue Gerbstoff ist gut wasserlöslich und zeichnet sich durch hohe Adstringenz, starkes Füllvermögen und gute Rendement gebende Eigenschaften aus. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Teil der Kondensation, in dem das Kondensations produkt aus dem technischen Gemisch von Kresolsulfonsäuren und Formaldehyd mit dem Gemisch der drei isomeren, techni schen Kresole und Formaldehyd konden siert wird, in alkalischer Flüssigkeit aus führt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Teil der Kondensation, in dem die Ligninsulfosäure mit dem technischen Gemisch der drei isomeren Kresole kondensiert wird, in al kalischer Flüssigkeit ausführt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Teil der Kondensation, in dem die Ligninsulfosäure mit dem Kondensationsprodukt aus dem technischen Gemisch von Kresolsulfosäu- ren und Formaldehyd, sowie dem techni schen Gemisch der drei isomeren Kresole kondensiert wird, in alkalischer Flüssig keit durchführt.
CH206183D 1937-01-21 1938-01-13 Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes. CH206183A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969114C (de) * 1954-01-27 1958-04-30 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von festen Gerbstoffharzen
FR2651794A1 (fr) * 1989-08-23 1991-03-15 Bores Ciroipari Kutato Fejlesz Procede pour preparer un agent tannant synthetique et pour tanner le cuir.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969114C (de) * 1954-01-27 1958-04-30 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von festen Gerbstoffharzen
FR2651794A1 (fr) * 1989-08-23 1991-03-15 Bores Ciroipari Kutato Fejlesz Procede pour preparer un agent tannant synthetique et pour tanner le cuir.

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