CH206644A - Verfahren zum Aufbringen von Verputz aus Faserstoffen und Zement. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Verputz aus Faserstoffen und Zement.Info
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Description
Verfahren zum Aufbringen -von Verputz aus Faserstoffen und Zement. Die Vorschläge zum Aufbringen eines Faserstoff-Zementmörtels als Wandverputz in der Weise, wie dies mit gewöhnlicher Verputzmasse geschieht, haben bisher keinen Eingang in die Praxis gefunden, weil sich Schwierigkeiten in der gleichmässigen Auf bringung des Gemisches auf die zu verputzende Wand ergeben. Man hat auch vorgeschlagen, die Fasern und den Zementbrei durch Spritzen aufzubringen und zu diesem Zweck geson derte Düsen für den Austritt dieser Stoffe vorgesehen, wobei die Vereinigung der ge trennten Strählen erst beim Auftreffen oder kurz vor dem Auftreffen auf die Wand vor sich geht.
Dieser Vorgang hat aber den Nachteil, dass eine gleichmässige Verteilung der Fasern im Zementbrei nicht erzielbar ist.
Für die Herstellung von Gegenständen aus Asbest-Zementgemischen in Formen hat man vorgeschlagen, in die Formen ein feuch tes Asbestzementpulver zu spritzen. Dieses Pulver besteht jedoch aus- zerkleinerten Asbestfasern und Zement, wodurch der Vor teil, der in der Verwendung von verhältnis mässig langen Fasern und deren verfestigender Wirkung liegt, verloren geht. Auch bedingt die Herstellung dieses Pulvers eine ver hältnismässig komplizierte und kostspielige Vorbehandlung der Gemischanteile.
Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zu grunde, däss man bei Verwendung eines aus Fasern und Zement bestehenden Breies vermittelst nur einer einzigen Druckluftspritze mit entsprechenden Abmessungen der Düsen einen gleichmässigen, dauerhaften Verputz erzielen kann. Hierbei können die Fasern gegebenenfalls auch eine beträchtliche Länge (mehrere Zentimenter) aufweisen.
Es hat sich auch gezeigt, dass nicht nur beim Zusatz von mineralischen Fasern, wie Asbest zum Zement, sondern auch beim Zusatz von animalischen Fasern, wie etwa Kuhhaaren oder vegetabilischen Fasern, wie etwa Sägespänen, um ein Beispiel für kurze Fasern anzuführen, ein allen Anforderungen Rechnung tragender Verputz erzielt werden kann. Es können na türlich auch Gemische mehrerer Faserarten dem Zement zugesetzt werden, wie z. B. Asbestfasern und Kuhhaare oder Kuhhaare und Sägespäne usf.
Überraschenderweise lässt sich ein Ver putz von verhältnismässig grossen Wand flächen in kürzester Zeit unter Verwendung einer geeigneten Spritzpistole herstellen, ohne dass ein Verstopfen der Pistole durch die Fasern eintritt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungs form einer zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Druckfuft- spritze im Achsialschnitt dargestellt. Dieselbe besteht aus einem zur Zuführung der Druck luft dienenden Rohr 1 mit einstellbarem, bezw. auswechselbarem Düsenmundstück 8, auf welchem eine Hülse 8, aufgeschraubt ist, deren Abmessungen dem gewünschten Streukegel entsprechen.
Innerhalb des Rohres 1 ist das für die Zuführung des Faserstoff- Zementbreies dienende Rohr 2 angeordnet, welches an die von einem Behälter abzweigende Leitung 4 angeschlossen ist und ein Düsen mundstück 10 von entsprechenden Abmes sungen trägt. Durch einen Steg 9 wird das Rohr 2 im Rohr 1 zentriert. Das Rohr 2, welches zur Vermeidung jeder Streuung des Zuflusses geradlinig ausgeführt ist, kann durch einen Hahn 3 abgesperrt werden.
Der in der Richtung der Pfeile 5 flie ssende Druckluftstrom, welcher vom Kom pressor durch die Leitung 6 in das Rohr 1 gelangt, saugt bei seinem Austritt aus der Düse 8 den Faserstoff-Zementbrei aus dem Rohr 2 durch die Düse 10 und schleudert ihn kräftig und gleichmässig gegen die zu verputzende Fläche. Der Brei legt sich innig an die Fläche und dringt in die Fugen der Fläche ein und füllt dieselben vollständig aus, insbesondere, wenn die Fläche durch ein Mauerwerk gebildet wird. lach dem Erhärten kann die aufgebrachte Faserstoff- Zementschicht geschliffen und poliert wer- den. Auch können dem Faserstoff-Zementbrei beliebige Farben beigemengt werden, um dem Verputz das gewünschte Aussehen zu geben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen von Verputz aus Faserstoffen und Zement, dadurch gekenn zeichnet, dass zunächst ein Faserstoff-Zement- brei hergestellt wird, der sodann vermittelst einer Druckluftspritze auf die zu verputzende Fläche gespritzt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brei verhältnis mässig lange Fasern enthält. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aufzuspritzende Brei aus einem Gemisch von Asbest und Zement gebildet wird. 3.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Zement und animalischen Fasern auf die Wandfläche aufgespritzt wird. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Zement und Kuhhaaren auf die Wand fläche aufgespritzt wird. ö. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Zement und vegetabilischen Fasern auf die Wandfläche aufgespritzt wird. 6.Verfahren nach denn Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Zement mit Holzfasern auf die Wand fläche aufgespritzt wird. 7. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Faserstoff Zementbrei Fasern verschiedener Art enthält.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT206644X | 1938-01-11 | ||
| AT310338X | 1951-10-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH206644A true CH206644A (de) | 1939-08-31 |
Family
ID=25607782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH206644D CH206644A (de) | 1938-01-11 | 1938-08-01 | Verfahren zum Aufbringen von Verputz aus Faserstoffen und Zement. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH206644A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2534204A1 (de) * | 1974-08-02 | 1976-02-12 | Bertil Sandell | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von betonstrukturen |
-
1938
- 1938-08-01 CH CH206644D patent/CH206644A/de unknown
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