CH206704A - Mittel zur Behandlung von Seefischen, welches nur zum Zweck und nur in solchen Mengen mit den Fischen zusammengebracht wird, dass der sonst bei ihrer Zubereitung auftretende üble Geruch beseitigt wird. - Google Patents
Mittel zur Behandlung von Seefischen, welches nur zum Zweck und nur in solchen Mengen mit den Fischen zusammengebracht wird, dass der sonst bei ihrer Zubereitung auftretende üble Geruch beseitigt wird.Info
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Description
Mittel zur Behandlung von Seefischen, welches nur zum Zweck und nur in solchen Mengen mit den Fischen zusammengebracht wird, dass der sonst bei ihrer Zubereitung auftretende üble Geruch beseitigt wird. Es ist allgemein bekannt, dass die 'See- fische, trotz ihres hohen Nährwertes und der verhältnismässig niedrigen Preislage, -nicht bei .der gesamten Bevölkerung als Nahrungs- mittel Anklang finden, da sich bei der Zu bereitung :
der Fische (Kochen, Braten, Backen), insbesondere nach längerem Trans port oder längerer Einlagerung derselben, ein übler, für manche Personen unerträglicher Geruch verbreitet, der sich auch noch an der fertigen Speise bemerkbar macht.
Das erfin dungsgemässe Mittel zur Behandlung von Seefischen, welches nur zum Zweck und nur in solchen Mengen mit den Fischen zusam mengebracht wird, dass der sonst bei ihrer Zubereitung auftretende üble Geruch besei- tigt wird, vermeidet ,diesen Nachteil vollkom men, wobei gleichzeitig das eigentliche ge schmackliche Aroma des Fisohes entspre chend zur Geltung kommt, da es durch den üblen Geruch nicht übertönt und zerstört wird.
Das Mittel gemäss der Erfindung isst dabei dadurch gekennzeichnet, .dass es ein- gedickte Obstbestandteile enthält.
Auch nur in geringen Mengen zugesetzt, bewirken die eingedickten Obstbestandteile eine völlige Geruchlosmaehung, da die den Geruch be dingenden Zersetzungsprodukte von: ,dem er findungsgemässen Mittel absorbiert und,durch die im Obst befindlichen @Säuren in nicht riechende, meist anorganische Bestandteile und Salze umgesetzt werden.
Zweckmässig können .dabei die eingedickten Obstbestand- teile in Form von Obstmark, aber auch in Form von Obstdestillaten und -konzentraten zugesetzt werden; es kann auch ein aus Obst gewonnenes Trockenprodukt verwendet wer den.
Es hat sichdabei ergeben, dass,die Ge- riichlosmachung noch weiter gesteigert wird, wenn neben dem Obstmark noch Gemüse- mark beigegeben wird, wobei sich insbeson dere Tomatenmark als geeignet erwiesen hat.
Durch das Gemüsemark wird insbesondere die absorbierende Wirkung des Obstmarkes unterstützt. Die Gewiehtsverhältnisse zwi schen dem aus Obst gewonnenen Mittel und dem Gemüsemark liegen zweckmässig zwi schen 15 : 1 und 5 : 1. Ausser den bereits an geführten Substanzen kann überdies auch noch eine geringe Menge Zitronensäure zu gesetzt werden.
Zur Herstellung des Mittels werden ge reinigte Früchte, wie Birnen, Apfel, Apri kosen oder dergleichen gekocht, worauf hier aus das Fruchtfleisch gewonnen wird. Die sem in der Konsistenz noch wässerigen Fruchtfleiseh wird fallweise noch Gemüse mark (Tomatenmark) im ungefähren Ver hältnis 10 Teile Fruchtfleisch zu 1 Teil Gemüsemark zugesetzt.
Nachdem der so er haltenen Misehung gegebenenfalls noch eine geringe Menge Zitronensäure beigegeben wurde, wird die Masse auf einen Bruchteil ihres bisherigen Volumens eingedickt. Hier auf wird das so gewonnene Produkt ab gefüllt und sterilisiert. Es kann aber das ein gedickte Fruchtfleisch (Obstmark) mit glei chem Erfolg auch allein verwendet wer den, desgleichen auch ein Destillat oder Trockenprodukt.
Von dem erfindungsgemässen Mittel wird vor Beginn :der Zubereitung des Fisches eine entsprechende Menge in dem beim Backen und Braten meist verwendeten noch kalten 0l - beim Kochen in dem hierbei verwen deten noch kalten Wasser - verrührt.
Nach dem das so behandelte 01, beziehungsweise Wasser, die Siedetemperatur erreicht hat, er folgt die Einbringung und Zubereitung des Fisches in der allgemein üblichen Weise. Hierbei ist Bedacht zu nehmen, dass das 01, beziehungsweise das Wasser, die in der Pfanne liegenden Fischteile bedeckt und während. des Zubereitungsprozesses nicht aus der Pfanne spritzt.
Das Mittel kann auch in dem zum Panieren verwendeten, mit etwas Wasser verdünnten Ei gut verrührt werden, worauf der gewaschene und gut gesalzene Fisch wie üblich in Mehl, Ei und Brösel paniert und in gutem Speiseöl schwimmend gebacken wird.
Auch beim Braten kann das Mittel, statt, wie oben geschildert, in das kalte Öl eingebracht zu werden, mit glei chem Erfolg in etwas Wasser verrührt wer den, worauf der Fisch durch diese Lösung durchgezogen, sodann nach Bedarf in Mehl und Brösel gedreht und in gutem '.Speiseöl rasch gebraten wird. Beim Kochen wird das Mittel in der Weise verwendet, dass dasselbe in das noch kalte Kochwasser eingerührt oder aber,
in einem Leinensäckchen eingenäht, mitgekocht wird.
Bei der Verwendung des erfindungs- gemässen Mittels ist von dem bekannten üblen Fisehgerueh nicht mehr das Geringste zu bemerken, während das Aroma. und der Geschmack verbessert sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mittel zur Behandlung von Seefischen, welches nur zum Zweck und nur in solchen Mengen mit den Fischen zusammengebracht wird, dass der sonst bei ihrer Zubereitung auftretende üble Geruch beseitigt wird, :da durch gekennzeichnet, dass dasselbe ein- gediekte Obstbestandteile enthält. UNTERANSPRüCHE 1. Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss dasselbe aus Obstmark gebildet ist. 2.Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe aus einem Obstdestillat besteht. 3. Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe aus einem aus Obst gewonnenen Trockenprodukt besteht. 4. Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe einen Zusatz von Gemüsemark aufweist. 5.Mittel nach Patentanspruch und Unter- anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Gemüsezusatz Tomatenmark verwen det ist. G. Mittel nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 4 und 5, dadurch :gekenn- zeichnet, dass die Gewichtsverhältnisse zwischen ,dem aus Obst gewonnenen Mittel und dem Gemüsemark zwischen<B>15:</B> 1 und 5 : 1 liegen. . 7.Mittel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass eine geringe Menge von Zitronensäure zugesetzt ist.
Applications Claiming Priority (2)
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1938
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