CH207369A - Peilanordnung zur Vermeidung des Nachteffektes. - Google Patents

Peilanordnung zur Vermeidung des Nachteffektes.

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CH207369A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
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Description


  Peilanordnung zur Vermeidung des Nachteffektes.    Die     Erfindung    bezieht sich auf eine     Peil-          änordnung        zurVernaeidung    des Nachteffektes.  



  Eine     einfache        drehbare        Rahmenantenne     hat bekanntlich gegenüber einer vertikal       polarisierten    Welle zwei     Nullstellen,    und  zwar immer dann, wenn die     Rahmenebene          senkrecht    auf der     Fortpflanzungsrichtung          steht.        Gegenüber    einer schräg von oben kom  menden, horizontal     polarisierten    Welle hat  der Rahmen ebenfalls zwei Nullstellen, die  aber gegen     ,die    vorgenannten     um    90 Grad ver  schoben sind;

   sie sind     nämlich        immer    dann  vorhanden, wenn die Rahmenebene parallel  zur     Fortpflanzungsrichtung    ist. Diese Eigen  schaft des Rahmens ist     bekanntlieh    die  Ursache für     einen    "Nachteffekt".

   Es     ist    fer  ner bekannt, den     Nachteffekt    zu beseitigen  durch einen Doppelrahmen, bei     dem    zwei  gleich grosse Rahmen mit parallelen Ebenen  und     gemeinsamer    horizontaler     Achse        etwas     entfernt     voneinander    um eine     dazwischen    be  findliche     vertikale    Achse     Av        drehbar    an-         geoilclnet    sind     und,die        Differenz,

  der        Rahmen-          EMgggemessen    wird (Fix. 1). Ist     S    die       Senderrichtung    und sind     R,.    und     R2    die Rah  men, deren     Differenz-ENg    im Empfänger E  gemessen     wird,    so sieht man,     @dass        in    der be  zeichneten Stellung kein Empfang vorhan  den ist.

   Denn für     die        vertikal    polarisierte  Welle steht jeder     dieser        Rahmen        gleichphasig     im     Maximum,        und,die    Differenz .der     E=     ist Null, und für die horizontal     polarisierte     Welle steht jeder Rahmen im     Null,    die Dif  ferenz der     EMgg    ist     also        ebenfalls    Null,

         das    heisst     die        Nullstelle        kann.    durch Nacht  effekt nicht .getrübt oder     verlagert    werden.  Für eine aus den     Richtung        S'    kommende  Welle     steht        das        System        ebenfalls        im        Null,     aber nur für die     vertikal        polarisierte    Welle,  für     die    ja jeder Rahmen einzeln im Null  steht,

       nicht    aber für die     horizontal    polari  sierte -Welle,     da.die        EMg        in        R,_        phasenver-          schoben    ist gegen die     EMg    in     R2.    Diese  zweite     Nullstelle    ist     aIso    nicht     "nachteffektr         frei".     Bezeichnet    a den Winkel     zwischen    der       Senderrichtun,g    und den Rahmenebenen, :

  so  ist allgemein der Empfang für die     vertikal     polarisierte Welle proportional     sin    2 a und  für die horizontal polarisierte Welle propor  tional     sing    a.  



  Falls     Nachteffekt    vorhanden     ist.        wird     man also nur die     erstgenannten    festen Null  stellen erhalten; bei Tage, wenn normaler  weise nur die     vertikal    polarisierte Welle vor  handen ist, erhält man     vier    feste Nullstellen.

    Wie ebenfalls     bekannt,        laseeen    sich     fliese    bei  den     Nullstellenpaare    durch Umpolen     eines     Rahmens     unterscheiden,    denn die     "nacht-          effektfreien"    Nullstellen     verschwinden    dann,  die andern nicht.  



  Der Nachteil dieser Anordnung besteht in  ihrer sehr geringen Empfindlichkeit. Denn  die Empfangsamplitude     ist        mal    klei  ner als die eines Rahmens allein,
EMI0002.0024  
   wenn A die       Wellenlänge    und d den Abstand der beiden  Rahmen     bezeichnet.    Aus Gründen der     Be-          dienbarkeit        lässt    sich aber der Abstand nicht  über wenige Meter hinaus steigern. Bei 3     ni     Abstand     und    1000 m Wellenlänge zum Bei  spiel ist     aber    die Amplitude 50mal kleiner       als    die eines einzigen Rahmens.  



  Wenn     bei    einem einfachen Rahmen oder  bei einem aus zwei     Linear-Antennen    be  stehen richtungsempfindlichen Gebilde die  Aufgabe grosser Empfindlichkeit und leichter       Drehba.rkeit    zugleich vorliegt, so hilft man  sich     bekanntlich    damit, dass man statt     des    zu  drehenden     Antennengebildes    zwei räumlich  um 90 Grad versetzte feste Gebilde an  ordnet (z.

   B.     beim        Adcoeh-System)    und sie  an ein     Goniometer    mit     beweglicher    Suchspule       anschliesst.    So kann man zum     Beispiel    statt  eines Drehrahmens zwei rechtwinklig ge  kreuzte feste Rahmen verwenden, wobei  jeder Rahmen an eine der     ebenfalls        recht          winklig        gekreuzten    Feldspulen eines     Gonio-          meters    anzuschliessen ist.

   In dem von den  Feldspulen erzeugten Magnetfeld wird eine       Suchspule    gedreht, die an einen Empfänger       angeschlossen    ist und deren     EMK        dieselbe     Funktion des Drehwinkels     befolgt.    wie die    eines Drehrahmens.     Die    Suchspule kann aus       mehrerenSpulen,    bestehen; meist ist sie dann  fest angeordnet. und die Feldspulen sind  drehbar.  



  Dieses bekannte     Goniome-ter-Prinzip    lässt  sieh nicht ohne  -eitergis auf den Doppelrahmen       übertra-en.        Würde    man nämlich analog zu  einem einfachen     Rahmengoniometer    zwei ge  kreuzte Doppelrahmen     R"-R,    an ein     Gonio-          meter    G,.     G=        anchliessen.        wie.    in     Fig.        \?    dar  gestellt. so würde.

       diese    Anordnung zwar in  den vier     .Stellungen.    in denen     die        Goniometer-          spule        D,_..    nur mit     edier    der beiden Feld  spulen gekoppelt ist, den drehbaren Doppel  rahmen     ersetzen,    nicht aber in den     Zwischen-          stellungen.    In der Richtung 45 Grad zum       Beispiel        würde    sieh. die     E'MK    in der Such  spule     Dl,,;

      nur für eine der Wellen aufheben,  je nach der     Schaltung    .der     Feldspulen    für die  vertikal polarisierte oder     horizontal    polari  sierte. Man     würde    also in     dieser    Richtung -  und auch in allen andern ausser den vier       genannten    - keine gemeinsame     Nullstellung     für die beiden Wellen. erhalten, das heisst die  Peilung     wäre    nicht     naehteffektfrei.    Auch  eine Anordnung.

   bei der     vier    um 45 Grad  versetzte     feste    Doppelrahmen an ein     (vier-          poliges)        Goniometer        angeschlossen    sind,     ist     nur in einzelnen Punkten     nacliteffektfrei,

      da  die noch von der vertikal     polarisierten    Welle  an der     Su.ehspule    induzierte     EMK    mit dem       Richtungswinkel    nach einem andern     CTesetz     variiert als die von der horizontal     polarisie-r-          t        -en        lelle.        induzierte.     



  Erfindungsgemäss     wird        diese        Schv-ierig-          keit        dadurch        beseitigt,    dass auf dem Um  fang eines     Kreises    die     Empfangsorte    von  drei oder mehr     drehUaren    Peilorganen     sym-          metriseh        angeordnet    und mit einer geeig  neten     Goniometeranordnung    verbunden     sind.     



  In     Fi,g.    3 ist ein Ausführungsbeispiel  einer derartigen     Anlage    für vier Rahmen ge  zeigt.     R1,        R_   <I>R.,,</I>     R,,    sind vier vertikale  Rahmen, deren     =Mittelpunkte    symmetrisch  auf einem     Kreisumfang    verteilt sind.

   Je  zwei     diagonal        gegenüberliegende    sind in       Differenzschaltung    an die Feldspulen     G,.        GL          eines        C        oniometers        angeschlossen.    Alle vier      Rahmen werden     gleichzeitig        und    um den  selben Winkel     .gedreht    (z. B.     elektromecha-          nisch),    so     da-ss    ihre     Ebenen        ständig    parallel  bleiben.

   Ferner wird immer     gleichzeitig        die          Goniometersuchspule    D     mitgedreht;    sie ist  so justiert,     dass    bei     maximaler    und aus  schliesslicher     Kopplung    mit     einer    Feldspule  die     Ebenen    der     zugehörigen    Rahmen senk  recht auf ihrer     Verbindungslinie    stehen.

   Die  in den Feldspulen fliessenden (Ströme sind  gleichphasig für jede beliebige     Stellung    der  Rahmen (und damit der Suchspule) ; die  Feldspulen werden so geschaltet, dass ihre       Magnetfelder    die     @Suchspule    in entgegen  gesetztem Sinne induzieren.  



  Bei jeder     iSenderrichtung        S    erhält man  so ein scharfes Null für die     EMK    in der       Suchspule    des     Goniometers,        wenn.    die Ein  zelrahmen in     bezug    auf die vertikal     polari-          sierte    Welle im     Maximum        stehen;

      in     bezug     auf die horizontal     polarisierte    Welle     stehen     dann alle Rahmen im Null,     so,dass        ihre    Dif  ferenz     wieder    Null ergibt,     .das        heisst    das Null       ist        nachteffektfrei.        Diese        CTaniometeranord-          nung    benimmt sich also bei jeder     @Senderrich-          tung        wie    -der     Doppelrahmen.,

      hat aber den       Vorteil"dass        man,die    Einzelrahmen weit     aus-          einanderstellen    und dadurch grosse Empfind  lichkeit     erreichen        kann,    ohne     rdass    die     Be-          dienbarkeit    leidet.

   Man kann ferner das       Trägheitsmoment    der zu drehenden     Teile          weiterhin    dadurch     vermindern,        dass    man jeden       einzelnen    der     Drehrahmen        ersetzt        durch    ein       Kreuzrahmengoniometer.        Statt    des drehbaren  Doppelrahmens     erhält    man so bei     dem.    ge  wählten     Beispiel    acht     feste    Rahmen     mit    fünf       

  Goniometern.     



  Bei     Abwesenheit    der     horizontal    polari  sierten Welle, also praktisch bei Tage,     erhält     man mit der beschriebenen     Anordnung    .genau  wie beim     gewöhnlichen        Doppelrahmen    vier  scharfe und nicht     wandernde        Nullstellen.    Die       Unterscheidung    des     niachteffektfreien    und  des nicht     nachteffektfreien        Nullstellenpaares     ist nicht wesentlich     schwieriger        als    beim  Doppelrahmen.

   Zwar ist die Umschaltung je  eines Rahmens bei beiden Paaren     kein.    un  bedingt     sicheres        -Kriterium,        da    in der Rieh-         tung    45 Grad auch die     nachteffektfreie          Nullstelle    erhalten bleibt, weil ja     jetzt    die  Wirkung der beiden Rahmenpaare auf die       Goniometersuchspule    genau gleich gross ist.

    Dagegen     ,sind    die Nullstellen dann unter  scheidbar, wenn ein Rahmen<I>nach</I> dem an  dern umgeschaltet wird;     mindestens        in    einer       dieser        Umsflhaltungsstellen    muss dann :die       nachteffektfreie        Nullstelle        verschwinden.    Man  kann auch eine     richtungsunabhängige        EiMK,     z.

   B. die     einer        (Hilfs-)Antenne    in der     Mitte     des     Quadrates,    der     EMg        des        Goniometers          superponieren;

      dann     -=andern    die     Nullstellen,     und zwar     verschieden.    Wenn zum Beispiel  die     nachteffektfreie        Nullwelle    nach rechts       wandert,

      wandert die nicht     nachteffektfreie     nach     links    und     umgekehrt.        Dadurch        können     nach     vorausgegangener    Eichung     mittels        eines     der     Richtung        nach        bekannten        iSenders    die  Nullstellen eindeutig     unterschieden    werden.  



  Sofern     die    Nullstellen     ;getrübt        sind,    was  auf das Vorhandensein einer um 90 Grad  phasenverschobenen     EMK        schliessen        lässt,     können sie dadurch     enttrübt    werden,     dass        ,die          EMK    eines     in-    ,

  der Mitte des     greises    befind  lichen Rahmens     mittels        einer        veränderlichen     Kopplung zu der des     Goniometers        hinzu-          gefügt    wird,

   .da die     EMK        des        ersteren    eben  falls um 90 Grad     phasenverschoben        isst    zu  der     Differenz-EMg    zweier     Aussenrahmen.     Dieser Hilfsrahmen     wird    zweckmässig     gleich-          zeitig        mit,den        Aussienrahmen    gedreht,     so,

  dass     er zu     ihnen    immer     parallel        ist    und im nacht  effektfreien Null von der horizontal polari  sierten Welle nicht beeinflusst     wird.    Bei die  ser Anordnung kann der     Hilfsrahmen    auch  zur     Unterscheidung    der     Nullstellen    benutzt  werden.

   Denn -das     nachteffektfreie    Null     kann          durch        Ankopplungdieses        Rahmens    leicht       enttrübt    oder auch getrübt werden,     das    nicht       nachteffektfreie    dagegen so gut wie     nicht.     



  Ist     mittels    einer der     beschriebenen    Me  thodendie     Richtung        eines    Senders     bestimmt,     so kann es noch erforderlich     sein,    zu     wissen,     auf welcher Seite der     Seniler    liegt.

       Zn    die  sem Zwecke     wird    auf den     Eingangskreis        des     Empfängers     ausser,dem        Goniometer        und,dem          in    der     Mitte    angeordneten Enttrübungs-      rahmen eine     exzentrisch        angeordnete    Antenne  oder ein     exzentrisch        angeordneter    Rahmen       angekoppelt,    z.

   B. ein den übrigen Rahmen  paralleler Rahmen, der in der     Senderrichtung     aus der Mitte des von den vier Aussenrahmen  gebildeten Quadrates etwas herausgerückt ist.  Da seine     EMK    eine     gewisse        Pha.senverGchie-          bun:

  g    hat gegenüber der     EMK    des     Enttrü-          bungsrahmens,    wird sich die Nullstelle     etwas     verschieben, und die     Verschiebungsrichtung     hängt davon ab, ob die Phase     verfrüht    oder       verspätet    ist, das heisst ob der     Seitenbestim-          mungshilfsrahmen    dem     Sender    näher     oder     ferner ist als der     Enttrübungsrahmen.     



  Die beschriebene Anordnung lässt sich in  mannigfaltiger Weise     ausbauen.        Es    ist zum  Beispiel möglich,     statt    der vier auf dem  Kreisumfang     verteilten    Rahmen drei oder  auch mehr als vier Rahmen zu verwenden.  



  In     Fig.    4 ist zum     Beispiel    eine nacht  effektfreie Peilanordnung mit nur drei auf  einem Kreisbogen     symmetrisch        verteilten     Rahmen     (R,-R.)    gezeigt.

   In diesem spe  ziellen Falle können nicht zwei Rahmen zu  einem Paar     zusammenbefasst    und an eine ge  meinsame Feldspule der     Goniometer    an  geschlossen werden, sondern es muss jedem  Rahmen eine     besondere    Feldspule zugeordnet  werden     (Gl-G3),    die gegeneinander um je  120 Grad versetzt sind.

       Die        Suchspule    D,  die gleichzeitig mit den Rahmen gedreht       wird,    ist so justiert, dass sie mit jeder Feld  spule dann     entkoppelt    ist, wenn der an diese  angeschlossene Rahmen so steht, dass     seine     Ebene durch den     'Mittelpunkt        des        Kreises     geht.

   Die     EMK    in der     Suchspule    hat bei  völliger Symmetrie ein     nachteffektfreies          Null,        wenn        die    drei Rahmenebenen in der       Senderrichtung        S    stehen. Alle oben für die  Anordnung mit vier Rahmen     beschriebenen     Massnahmen zur     Enttrübung,        Seitenbestim-          mung    usw. können natürlich in gleicher       Weise    auf das     Dreirahmengoniometer    An  wendung     finden.     



  In     Fig.    5 ist     schliesslich    eine solche       Dreirahmengoniometeranordnun.g        R1-R,    auf  einem Flugzeug F angebracht gezeichnet.  Es ist somit möglich,     eine        nachteffektfreie       Navigation von einem Flugzeug aus durch  zuführen.  



  Die beschriebenen Anordnungen werden  sich vor allem auf festen Bodenstationen gut  anwenden lassen. Sollten aber solche Mehr  rahmengoniometeranordnungen auf Flugzeu  gen Verwendung finden, so wird die Funk  beschickung der einzelnen Rahmen, die von  einander entfernt angeordnet sein müssen,       verschieden    sein, da das     Rückstrahlfeld    be  kanntlieh an     verschiedenen    Stellen am     Flug-          zeugrumpf    sehr verschiedene Werte besitzt.  In     diesem    Falle kann in bekannter     Weise,     z.

   B. durch     Kompensationsschleifen,    für jeden  Rahmen die     Funkbeschickung        gesondert    be  rücksichtigt werden, während bei gleichem  Verlauf der     Funkbeschickung    für alle Rah  men eine     gemeinsame        Korrekturvorrichtung     genügt.  



  Um die bei der gleichzeitigen Drehung  der verschiedenen Peilrahmen vorhandenen  mechanischen     Schwierigkeiten    zu vermeiden,       wurde    an anderer Stelle der     Beschreibung          bereits        vorgeschlagen,        statt    der einzelnen       drehbaren    Rahmen     feste    Kreuzrahmen mit       Goniometern    zu verwenden.

   Wenn jedoch die       Goniometer,    wie bei der     bekannten    Anlage,  direkt in der Nähe der Kreuzrahmen an  geordnet werden, so ergeben sich weiterhin  dadurch     Schwierigkeiten,    dass die drehbaren  Teile der den     verschiedenen    Peilrahmen zu  geordneten     Goniometer    (z. B. ihre     Suchspule)     von einem zentralen     Bedienungsort    aus  gleichzeitig und exakt gedreht werden müssen.  



  Diese Schwierigkeiten können dadurch  vermieden werden, dass die den     verschiedenen     Peilrahmen zugeordneten     Goniometer    alle an  einem Ort     aufgestellt    sind, wobei die Kreuz  rahmen mit den ihnen     entsprechenden        Gonio-          metern    durch     Hoehfrequenzleitungen    verbun  den sind.

   In diesem Falle ist     es    in einfacher  Weise möglich, die drehbaren Teile sämt  licher     Goniometer    gleichzeitig zu bedienen,  indem     beispielsweise    die Suchspulen der  selben mechanisch auf eine     gemeinsame     Achse     gesetzt    sind.  



  In     Fig.    6 der     Zeichnungen    ist     ein    der  artiges System     dargestellt.        Die    Gesamtanord-           nung        besteht    aus den vier     Kreuzrahmen    (1,  2, 3, 4) mit den     entsprechenden    vier     Gonio-          metern    (I,     II,    HI, IV). Diese     Goniometer     sind mit den Kreuzrahmen durch Energie  leitungen verbunden.

   Die     Suchspulen    der  vier     Goniometer    liegen an den     Feldspulen    des       Hauptgoniometers    Y,     dessen    Suchspule     dann     zu dem     Eingangskreis    des Empfängers E  führt.  



  Um die Trübungen der     einzelnen    Kreuz  rahmen möglichst klein zu halten,     ist    es       zweckmässig,        wie    bereits für     drehbare        Peil-          rahmensysteme    vorgeschlagen, die ;Strom  abnahme der     Einzelrahmen    an der obern       Kreuzungsstelle,    statt, wie sonst üblich, an  der untern Kreuzung erfolgen     zu.    lassen. Die  gekreuzten     Rahmen    können dann an der un  tern Kreuzung verbunden und nötigenfalls  auch geerdet werden.  



  In der     vorliegenden        Beschreibung    wur  den     auch        bereits        Vorschläge    gemacht, um aus  der Mehrzahl -der sieh bei einem derartigen  System ergebenden Nullstellen die     richtige          Nullstelle    für die     Peilung    zu     identifizieren.     Ein weiterer Vorschlag     besteht    in der Me  thode, die bei     einem    Verfahren zur     ;

  Seiten-          bestimmung    .bei einem aus einer     Richtantenne     und einer     Hilfsantenne        bestehenden    Peil  empfänger, bei dem     eine        dieser    Antennen  synchron mit einem -im     Ausgangskreis        des          Empfängers    liegenden     Anzeigeinstrument     umgepolt wird,     vorgeschlagen    worden ist.

         Diese    Methode     besteht    nun     darin,    dass die       Zusammenschaltung    von Richtantenne und       Hilfsantenne    derart     erfolgt,        @dass    die .richtige       Peilrichtung        in    dem Minimum liegt,

       indem     sich der     Instrumentenzeiger    .mit der     Richt-          antennendrehung        .gleichsinnig        bewegt.    Ein       derartiges    Verfahren zur Erzielung der ein  deutigen     Richtungsbestimmung    lässt sich     in          besonders        einfacher    Weise bei Peilanordnun  gen     ,gemäss    der     Erfindung    anwenden, indem  man im     Mittelpunkt    des     Kreises,    auf dem  die Empfangsorgane, z.

   B.     die    Kreuzrahmen,  liegen, einen     zusätzlichen        Kreuzrahmen    mit       Goniometer        anordnet,    wobei die Achse des       rotierenden    Teils des     zusätzlichen,        Gonio-          meters        (beispielsweise        seine        Suchspule)

      vor-         zwgsweise        zusammenlällt    mit den Achsen der  rotierenden     Teile    der     übrigen        Goniometer.     Wird nun die     Suchspule        dieses    zusätzlichen       Goniometers."die    mit dem Empfänger     gekop-          pelt        ist,    dauernd schnell und gleichzeitig mit  dem     Anzeigeinstrument    am Ausgang     des          Empfängers    umgepolt,

   so kann man auf diese       Weise    eine     Eindeutigkeit    der     Richtungs-          bestimmung    erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Peilanordnung zur Vermeidung des Nacht effektes, ,dadurch :gekennzeichnet, dass drei oder mehr drehbare Peilorgane, deren Emp fangsorte für die Peilwellen untereinander einen an sich beliebigen Abstand haben, jedoch symmetrisch auf dem Umfang eines Kreises liegen, mit den Feldspulen eines Goniometers verbunden sind,
    dass diese Peil organe gleichzeitig und um .denselben Win kel so gedreht werden, d ass ihre Ebenen stän- dig parallel sind, und dass die bewegliche Spule des angeschlossenen Goniometens gleich- zeitig mit den Peilorganen gedreht wird und so justiert ist,,dass ihre EMK Null ist,
    wenn die Peilorgane in die der -Senderrichtung ent sprechende Richtung weisen. UNTERANSPRüCHE: 1. Peilanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die drehbaren Peilorgane als Drehrahmen ausgebildet sind.
    2. Peilancrdnung nach Patentanspruch, do.- durch .gekennzeichnet, dass die drehbaren Peilorgane als bewegliche 'Teile von GoniomMern ausgebildet sind, die an je zwei feste ,gekreuzte Rahmen angeschlos sen sind. 3, Peilanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenazeich- net,
    @dass die den einzelnen Kreuzrahmen zugehörigen Gondometer au einer Stelle vereinigt sind, wobei die Kreuzrahmen mit ihnen durch Hochfrequenzleitungen verbunden sind, und dass die beweglichen Teile sämtlicher Goniometer mechanisch miteinander gekoppelt sind. -t. Peilanordnung,
    nach Pateniansprucli und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch be- ken.nzeichnet:, dass die beweglichen Teile sämtlicher Goniometer auf einer gemein samen Achse angeordnet sind. 5.
    Peilanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss zur Enttrü- bung dea Minimums und zur Kennzoicli- nunb der naohteffektfreien Nullstellen in der Mitte des Kreises, auf dem die Empfangsorte für die Peilwellen liegen, ein weiteres Peilorgan,
    dessen Ebene ebenfalls immer parallel zu den Ebenen der im Patentanspruch genannten Peil- organe ist, angebracht und veränderbar mit dem Eingangskreis des Empfängers gekoppelt ist.
    G. Peilanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Seiten- bestimmune eine exzentrisch zur Kreis mitte angeordnete Antenne an den Emp- fä.ngereingangskreis gekoppelt ist.
    7. Peila.nardnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Feststel- lung der nachteffektfreien Nullstellen ein Schalter zur Umpolung eines Peil organes vorgesehen ist.
    B. Peilanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Feststel- lun.- der naohteffektfreien Nullstellen .n den Empfängereing no-skreis eine # a riclitunbsunabhängibeVertikalantenne be- kopelt ist, welche die Nullstellen ver lagert.
    :). Peilanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen -? bis .1, dadurch ge kennzeichnet, dass im Mittelpunkt des Kreises, auf dem die verschiedenen Kreuzrahmen lieben, ein zusätzlicher Kreuzrahmen mit Goniometer angeordnet ist, dessen beweglicher Teil mit den be- weglichen Teilen der übrigen Goniometer gekoppelt ist,
    und dass die iSuchspule des Kreuzrahmens, welche in iSerie mit den Suchspulen der übrigen Goniometer auf den Empfänger einwirkt, dauernd schnell und gleichzeitig mit einem Anzeige- instrument am Ausbaaig des Empfängers umgepolt wird. 10.
    Peilanordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 bis 4 Ulla 9, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei gekreuzte Rahmen an ihrer untern Kreuzungsstelle miteinander verbunden sind, wobei die Stromabnahme von den Rahmen an der obern Kreuzung erfolgt.
    11L Peilanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, da.ss eine Anordnung mit drei Rah men auf einem Flugzeug derart angeord net ist, dass je ei Rahmen auf den Trag- decks und dein Rumpf angebracht ist.
    12-. Peilanordnung nach Patenianspruch, da durch gekennzeichnet, dass jedes Peil organ für sich eine Einriclitunb zur Kor rektur der Funkbeschickung besitzt.
CH207369D 1937-04-07 1938-03-25 Peilanordnung zur Vermeidung des Nachteffektes. CH207369A (de)

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