CH208532A - Verfahren zur Darstellung einer acylierten Ammoniumdiarylmethanverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer acylierten Ammoniumdiarylmethanverbindung.

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CH208532A
CH208532A CH208532DA CH208532A CH 208532 A CH208532 A CH 208532A CH 208532D A CH208532D A CH 208532DA CH 208532 A CH208532 A CH 208532A
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Description


  Verfahren zur Darstellung einer     acylierten        Ammoniumdiarylmethanverbindung.       Es wurde gefunden, dass     acylierte        Ammo-          niumdiarylmethanverbindungen,    die einen  höher molekularen, an ein     Reteroatom    gebun  denen     Acylrest    enthalten, in     hohem    Masse       kapillaraktiv    sind und infolgedessen in der  Textilindustrie als wertvolle     Hilfsmittel    für  die     verschiedensten    Zwecke verwendet wer  den können.  



  Die bisher noch nicht bekannt gewordenen       acylierten        Ammoniumdiarylmethanverbin-          dungen,    die definitionsgemäss mindestens  einen hochmolekularen, an ein     Heteroatom    ge  bundenen organischen Säurerest und eine       Ammoniumgruppe    enthalten müssen, können  in verschiedenster Weise aufgebaut sein.  



  Sie können beispielsweise eine     quaternäre          Aminagruppe    und eine, an     einem        Iletero-          atom    sitzende     Acylgruppe    (z. B. eine     Acyl-          amino-    oder     Acyloxygruppe)    enthalten.    Diese beiden     charakteristischen    Gruppen kön  nen im gleichen oder in verschiedenen     Aryl-          kernen    stehen.

   Im einfachsten Fall .ist nur  eine     Ammoniumgruppe    vorhanden, in der an  einem externen     Heteroatom    oder     einer        Hetero-          atomgruppe    der höher molekulare     Acylrest     sitzt. Weitere Variationsmöglichkeiten erge  ben sich, wenn mehrere     Ammoniumgruppen     und     bezw.    oder     Acylradikale    vorhanden sind.  



  Um einen     Überblick    über diese neue  Klasse der     acylierten        Ammoniumdiäeyl-          methanverbindungen    zu erhalten, wird nach  folgend eine Aufstellung nach Untergruppen  gegeben.  



  1. Verbindungen mit nur je einer     Acyl-          und    einer     Ammoniumgruppe:     a) Beide Gruppen sind im gleichen     Sub-          stituenten,    z. B.:  
EMI0001.0047     
         b)    Beide Gruppen sind in verschiedenen     Substituenten,    z. B.:    
EMI0002.0001     
    ?.     Verbindungen        finit;    mehreren     Acylgruppen    und nur     einer        Ammoniumgruppe,    z. B.:  
EMI0002.0007     
    3.

   Verbindunen mit nur einer     Acylgruppe    und mehreren     quaternären    Gruppen, z.     B.-          k#     
EMI0002.0012     
    4.     Verbindrnigen    mit     mehreren        Acyl-    und     mehreren        Ammoniumgruppen,    z. B.:  
EMI0002.0018     
    Von diesen     einfachsten        Grundtypen    leiten  sich zahlreiche Verbindungen     a1).        irt    denen  z.

   B. die     111ethylgruppen    in     den        Amiiioniuiii-          W        ff          uppen    zum Teil oder gänzlich durch andere       Alkv1-.        Aralkyl-    oder     Oxvalhylreste        ii@ #.     vertreten.

   in denen gegebenenfalls an Stick  stoff noch     vorhandene        Wasserstoffatome     ebenfalls durch die vorgenannten Reste, die  oben     angeführten        Fettsäurereste    durch an  dere, eventuell unter sich verschiedene     @cyl-          reste    ersetzt, und die     Wasserstoffatome    der  beiden     Ary        lherne    zum Teil oder gänzlich  durch verschiedene Atome oder Atomgrup  pen. wie Halogen.     Alkyl,        Carboxyl        bezw.          Carboxalky    1 usw.

       substituiert    sein können.    Diese     Substituenten    können nichtfunk  tionell sein. wie z. B.     Alkylgruppen.        Halo-          benatome    oder dergleichen. Sie können jedoch  auch funktionell sein, das heisst durch       Amino-    und     bezw.    oder     Acylgruppen    darge  stellt sein.  



  Zur Darstellung von Verbindungen mit  nur je einer     Acylgruppe    und Ammonium  gruppe geht man im einfachsten Fall von  einem     Diarylmethan    aus, das ein an einem       Heteroatom    sitzendes     Wasserstoffatom    und  eine     Aminogruppe    besitzt,

       acyliert    zuerst und  macht dann die     Aminogruppe    durch     Alkylie-          rung    oder     Aralkylierung        quaternär.    Dazu      eignen sich zum Beispiel Monoamine wie  etwa     C-Benzyl-N-methyl-N-.oxäthylanilin     
EMI0003.0002     
    oder     Dimethylaminooxydiphenylmethane,    zum  Beispiel:  (CH.), =     N-ClH4-CH2C1H40H     oder     Diarylmethanderivate    mit einer primä  ren (oder sekundären) und einer tertiären       Aminogruppe,    z.

   B. unsymmetrisches     Di-          methyldiaminodiphenylmethan          (CH.)z    =     N-CIH4-CH2-CEH4-NHZ     Wie das     Dimethyldiaminodiphenylmethan     reagieren die analogen asymmetrischen Di-         alkyldiaminodiphenylmethane,    die am ter  tiären Stickstoff andere     Alkylradikale    ent  halten, von denen zum mindesten eines bis  zu 18     Kohlenstoffatome    zählen darf. Weiter  hin kann das     tertiäre        Stickstoffatom    auch  Bestandteil eines     Heterocyklus    sein, z. B.

    eines     Morpholin-    oder     Piperazinrings,    eines       Imidazolrings    usw.  



  Dieselbe Reaktionsfähigkeit zeigen ferner  die in den Kernen ein- oder mehrfach durch       Alkyl,        Oxalkyl,    Halogen,     Carbogyl,    Car  boxyalkyl usw.     substituierten        Diarylmethan-          verbindungen.     



  Als     Ausgangsmaterialien    seien beispiels  weise genannt.  
EMI0003.0028     
  
    4-Dimethylamino-3'-methyl-4'- <SEP> amino-diphenylmethan
<tb>  4- <SEP> -2p- <SEP> <B>" <SEP> 12 <SEP> 31</B>
<tb>  4- <SEP> <B>-3f- <SEP> ' <SEP> ei <SEP> 72</B>
<tb>  4- <SEP> -3'-äthyl-2'- <SEP> "
<tb>  4- <SEP> -3'-methoxy-4'  4- <SEP> -3'-äthoxy-4'- <SEP> "
<tb>  4- <SEP> " <SEP> -3'-ehlor-4'- <SEP> "
<tb>  4- <SEP> -2'-chlor-4'- <SEP> "
<tb>  4-Äthylbenzylamino-4'-amino- <SEP> diphenylmethan
<tb>  4-Diäthylamino-4'-amino-diphenylmethan
<tb>  4- <SEP> -3'-methyl <SEP> - <SEP> 4'- <SEP> amino-diphenylmethan
<tb>  4- <SEP> -@@- <SEP> -4@  4- <SEP> -2'-carboxy-4'- <SEP> .,

  
<tb>  4-Dimethylamino-3'-carboxy-4'- <SEP> amino-diphenylmethan
<tb>  3-Methyl-4-dimethylamino-4'- <SEP> amino-diphenylmethan
<tb>  3- <SEP> " <SEP> -4- <SEP> -T- <SEP> methyl <SEP> - <SEP> 4'- <SEP> amino-diphenylmethan
<tb>  3- <SEP> " <SEP> -4- <SEP> -3'-methoxy-4'- <SEP> "
<tb>  3- <SEP> " <SEP> -4- <SEP> -3'-äthoxy-4'- <SEP> "
<tb>  3-Chlor-4- <SEP> -2'-methyl-4'- <SEP> "       Ebenso einfach wie die Umsetzungen der  primärtertiären Basen sind die der     sekun-          där-tertiären    Basen (und die der     bis-tertiären     Verbindungen mit einer     Oxalkyl-    oder Thio-         alkylgruppe    an einem der Stickstoffatome).

    So reagieren zum Beispiel     praktisch    quanti  tativ die     Verbindungen:     
EMI0003.0036     
  
    4-Dimethylamin <SEP> o-4'-methylamino-diphenylmethan
<tb>  4- <SEP> <B>11</B> <SEP> -4'-äthylamino- <SEP> "
<tb>  4- <SEP> <B>51</B> <SEP> -3'-methyl-4'-methylamino-diphenylmethan
<tb>  4- <SEP> -3'-methyl-1'-äthylamino-diphenylmethau
<tb>  4'- <SEP> <B>17</B> <SEP> -4'-N-methyl-N-oxäthylamino-diphenylmethan
<tb>  4'- <SEP> <B>55</B> <SEP> -4'-N-äthyl-N-oxäthylamino-diphenylmethan.         Zum Beispiel löst man eine der oben ge  nannten Verbindungen in einem     inerten    Lö  sungsmittel, wie z. B.

   Benzol, fügt zur Lö  sung allmählich die berechnete Menge einer  gesättigten oder     ungesättigten    (auch     cy-          clischen)    Säure, wie z. B. Fettsäuren, Harz  säuren,     Abietinsäure.        Naphtensäuren    usw. als  solche oder in Form eines Esters, eines       Halogenids    oder eines     Amids    und erhitzt  mehrere Stunden lang.

       lin    Falle der Verwen  dung eines     Säurehalogenids    wird die Reak  tionsmischung entweder nachträglich mit  verdünnter Lauge gewaschen, oder man setzt  dem Reaktionsgemisch von     vornelierein    ein  Mittel zur Bindung des Halogenwasserstoffes  zu, wie Soda, Pottasche.     Bicarbonat    oder  eine tertiäre organische Base.

   Die Lösung  wird filtriert, nötigenfalls getrocknet und  das Lösungsmittel     abdestilliert.    Der Rück  stand wird mit der erforderlichen Menge       Dimethyl-,        Diäthylsulfat,    oder weniger vor  teilhaft mit     Halogenalkylen    und     -aralkylen     oder andern additionsfähigen     Alkylderivaten     erwärmt, bis das Produkt in      Wasser    voll  kommen löslich ist.  



  Zur Darstellung der Verbindung mit nur je  einer     Axyl-    und     Ammoniumgruppe    können       alsAusgangsprodukte        selbstverständlich    eben  falls     Diphenylmethanbasen    dienen, die nur  primäre     Aminogruppen    enthalten, z. B.     di-          primäre    Diamine wie         112N-C,H.,-CH._-C,H,NH2       ferner Basen mit nur primären und sekun  dären     Aminogruppen,    z.

   B.     primä        r-sekun-          däre    Diamine wie  
EMI0004.0033     
    und schliesslich Basen mit ausschliesslich  sekundären     Aminogruppen,    z. B. die sekun  dären Diamine wie  
EMI0004.0035     
    Bei der Verwendung einer dieser Basen  als Ausgangsprodukt hat man nach der     Acy-          lierung    nur entsprechend mehr     Alkylierungs-          mittel    aufzuwenden, um die     nichtacylierte          Aminogruppe    in eine     quaternäre    Gruppe zu  verwandeln. Z.

   B. wird man ein Zwischen  produkt wie     Stearoyl-diamino-ditolylmethan     
EMI0004.0044     
    mit wenigstens dem dreifachen der     äquimole-          kularen    Menge     Chlormethyl    unter Druck  oder mit wenigstens 3     1M1        Dimethylsulfat     stufenweise, in Gegenwart eines säurebinden  den Mittels, umsetzen.  



  Die Synthese von Verbindungen mit 2       Acylresten    und einer     quaternären        Amino-          gruppe    kann zum Beispiel von     diprimär-          tertiären,        primär-sekundär-tertiären    oder     di-          sekundär-tertiären        Triamino-diphenylmetha-          nen    ausgehen: man     acyliert    das Ausgangs  produkt, z.

   B.     2,4-Diamino-4'-dimethylamino-          diphenylmethan            (CH"),    =     N-C,H.-CH2-C6113    =     (NH2)2       mit dem doppelten der     äquimolekularen     Menge Säure     bezw.    Säurechlorid und macht  dann die tertiäre     Gruppe        quaternär.    An  Stelle der     Diaminodimethylaminoverbindung     oder eines ihrer     Substitutionsprodukte    kann  zum Beispiel auch ein     Oxy-amino-dimethyl-          aminoderivat    oder ein     Dioxy-amino-dimethyl-       <RTI  

   ID="0004.0076">   aminoderivat    des     Diphenyimethans    dienen,  wobei die     Hydrogyle    sowohl an einen       Phenylkern,    wie auch zum Teil oder gänz  lich an     aliphatische        Substituenten    der     Amino-          gruppen    gebunden sein können.     Beispiele    für  solche Ausgangsverbindungen sind:

    
EMI0004.0085     
    
EMI0005.0001     
    Verbindungen von der Art des oben for  mulierten 4' -     Diäthylamino-2    -N-     methyl        -N-          oxäthylamino-4-aminophenylmethans    gehören  zu den ergiebigsten Ausgangsprodukten.

   Man  kann aus ihnen nämlich, je nach dem Aus  mass der     Acylierung    und der darauffolgenden       Alkylierung    Vertreter aus allen Untergrup  pen der neuen Stoffklasse darstellen: Man  kann nur einen     Acylrest    einführen und     dann          einfach-quaternär    machen; oder ein     Acyl    ein  führen und     bis-quaternär    machen; oder zwei       Acylreste    einführen und     einfach-quaternär     machen oder schliesslich zweifach     acylieren     und     bis-quaternär    machen.

   Dasselbe gilt von  Derivaten dieser Ausgangsprodukte, die noch  anderweitig substituiert sind, z. B. durch  Halogen,     Alkyl,        Oxalkyl,        Carboxyalkyl,     durch Nitrogruppen u. a. m. Ebenso gilt dies  von den     Diphenylmethanderivaten,    die, even  tuell neben diesen     Substituenten,    mehr als 3       Aminogruppen    enthalten.  



  Die Derivate der     Diarylmethane,    die  wenigstens einen     höhermolekularen        Acylrest     und wenigstens eine     quaternäre        Aminogruppe     enthalten, sind je nach der Art, Zahl und  Stellung dieser und der übrigen     Substituen-          ten    feste, gut kristallisierende oder weiche,  harzähnliche Stoffe, die sich in Wasser und  Säuren gut lösen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung des 4-(3'  Methyl -     4'-        stearoylaminobenzyl)    -     phenyl        -tri-          methyla.mmonium-methosulfats,    dadurch ge  kennzeichnet, dass man     3'-lIethyl-4'-amino-4-          dimethylaminodiphenylmethan    mit.     Stearin-          @äurechlorid    umsetzt und das entstandene       Stearoylderivat    mit     Dimethylsulfat    in das       quaternäre    Salz überführt.  



  Die neue Verbindung, gelbliche Kristalle,       gibt    mit Wasser schäumende Lösungen mit    ausgesprochen     kapillaraktiven    Eigenschaf  ten. Sie kann für verschiedene Zwecke der  Textilindustrie     Verwendung        finden,    insbe  sondere als Weichmacher für Baumwolle und       umgefällte        Cellulose.     



       Beispiel:     <B>100</B> Teile     3-Methyl-4-amino-4'-dimethyl-          amino-diphenylmethan,    hergestellt nach dem  Verfahren der deutschen Patentschrift       a        Nr.    116959, werden in 800 Teilen Benzol  allmählich mit<B>135</B> Teilen     Stearinsäurechlo-          rid    verrührt, wobei die Temperatur spontan  auf 40' bis gegen<B>50'</B> steigen kann. Man  geht nach dem Abklingen der Reaktion auf  <B>80'</B> und hält mehrere     Stunden    lang bei  dieser Temperatur.

   Nach dem Abkühlen wird  die Base durch Verrühren mit verdünnter  Lauge in Freiheit gesetzt, ihre     benzolische     Lösung abgetrennt, getrocknet und das Ben  zol     abdestilliert.    Das zurückbleibende Zwi  schenprodukt verrührt man erst ohne Erwär  men, dann bei zuletzt 90 bis 95   mit 56 Tei  len     Dimethylsulfat,    bis das Produkt wasser  löslich geworden ist. Es bildet gelbliche  Kristalle, welche sich in Wasser gut lösen  zu schäumenden Lösungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des 4-(3' Methyl - 4' - stearoyl-aminobenzyl - phenyl- tri- methylammonium-methosulfats, dadurch ge kennzeichnet, dass man 3'-Methyl-4'-amino-4- dimethylaminodiphenylmethan mit Stearin säurechlorid umsetzt und das entstandene Stearoylderivat mit Dimethylsulfat in das quaternäre Salz überführt.
    Die neue Verbindung, gelbliche Kristalle, gibt mit Wasser schäumende Lösungen mit ausgesprochen kapillaraktiven Eigenschaften. Sie kann für verschiedene Zwecke der Textil industrie Verwendung finden; insbesondere als Weichmacher für Baumwolle und umge fällte Cellulose.
CH208532D 1938-09-01 1938-09-01 Verfahren zur Darstellung einer acylierten Ammoniumdiarylmethanverbindung. CH208532A (de)

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