CH210078A - Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden und Auffangen von Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasernstränge, Stapelfaser, Zellulosefolien und dergleichen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden und Auffangen von Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasernstränge, Stapelfaser, Zellulosefolien und dergleichen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden und Auffangen von Gasen wie Sehwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasernstränge, Stapelfaser, Zellulosefolien und dergleichen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausscheiden und Auffangen von Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasern- stränge, Stapelfasern, Zellulosefolien, zum Beispiel aus der Viscose und dergleichen, zwecks ihrer weitern Verwertung bezw. Un- schädlichmachung, sowie eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
Bei der Herstellung von oben genannten Erzeugnissen aus der Viseose und ähnlichen Materialen folgt nach der Koagulation und Reifung der Entsäuerung, welche, wie die Praxis gezeigt hat, am schnellsten durch Waschen in heissem Wasser geschieht. Jedoch ist das Waschen in heissem Wasser mit der Befreiung von für die Gesundheit schädlichen Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefel wasserstoff u. a. verbunden, die bisher von der Oberfläche des Bades unter Zumischung von grosser Luftmenge mittels eines Ventila- tors abgesaugt und nach aussen entzogen werden.
Die nach aussen ausgeworfenen Gase v%; giften die Luft in weiter Umgebung und verursachen gleichzeitig einen grossen Verlust an wertvollem Rohstoff, besonders an Schwe felkohlenstoff.
Diesen Verlusten, bei gleichzeitiger Be- seitigungderarr.gegebenenQnbequemlichkeiterr, kann man durch die Anwendung dieses Ver fahrens und einer entsprechenden Vorrichtung vorbeugen.
Fig. 1, 2, 3 stellen ein Beispiel dar zur Anwendung des Verfahrens und der Vor richtung nach der Erfindung zum Abgasen von Kunstfasern im Strange oder von Zellu- losefolien.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt dar, Fig. 2 eine Ansicht von oben der Fig. 1 und Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie 10 -11 der Fig. 1. Fig. 4, ä, 6 stellen ein Beispiel dar zur Anwendung des Verfahrens und der Vorrich tung nach der Erfindung zurr Abgasen der Fäden der Kunstseide aus der Viscose oder ähnlichen gesponnenen und auf Spulen ge wickelten Fäden.
Fig.4 stellt einen Längsschnitt, Fig. 5 eine Ansicht der Fig. 4 von oben und Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie 10' -11' der Fig. 4 dar.
Fig. 7, 8, 9 stellen ein Beispiel dar zur Anwendung des Verfahrens und der Vorrich tung nach der Erfindung zum Abgasen der Viscosestapelfaser oder ähnlichen.
Fig. 7 stellt einen Längsschnitt, Fig. 8 eine Ansicht der Fig. 7 von oben und Fig. 9 einen Querschnitt nach Linie 10" -11" der Fig. 7 dar.
Das Abgasen der oben angegebenen zu be handelnden Materialien geschieht. in folgender Weise: In reit Wasser gefülltem Behälter 12, 12', l2", wird das betreffende Material 13, 13', I3" in beliebiger Weise in der Rich tung der Pfeile 1.I-15, 14'-15', 14"-l5" auf den Rollen 16 (Fig. 1), auf den Tellern 16' (Fig. 4) oder zwischen den durchlöcherten Wänden 16" (Fig. 7) unter einer Glocke 20, 20', 20" verschoben.
Die untern Ränder der (locke tauchen unter den Wasserspiegel 2'2, 22'. 22" ini Behälter 12, 12', 12".
Das Material 13, 13', I3" gelangt reit einem Kaltwasserstrom 23, 23', 23" von einer ziemlich niedrigen Temperatur, jedenfalls unter<B>300</B> C, in den Behandlung sbeliälter, wodurch der vorzeitlichem Entwicklung der Gase, d. h. von Schwefelkohlenstoff, vorge beugt wird.
In Fig. 1 wird der Wasserzufluss 23 zum Gefäss 12 zwischen zwei Wände 17 gelenkt. Das zu entgasende Material 13, 13', 13" wird in seinem weiteren Wege unter der Glocke 20, 20', 20" im heissen Wasser vor geschoben, das mittels Dampf oder Heiss wasser 18, 18', 18" auf entsprechende Tem peratur über 30 C, die zur Entwicklung der Gase notwendig ist, angewärmt wird.
Die aus dem zu bearbeitenden Material 13, 13', 13" ausgeschiedenen Gase entweichen nach oben, sammeln sich unter der Glockendecke 20, 20', 20'', von wo sie durch den eigenen Druck durch das Rohr 21, 21', 21", ohne Beimischung der Luft, zur Kühlung zwecks Kondensation von Schwefelkohlenstoff gelei tet werden, wobei der verbleibende Schwefel wasserstoff entweder auf die Schwefelsäure verarbeitet, zu Schwefel oxydiert oder schliess lich reit Abfallauge neutralisiert wird.
Das Wasser von den Zuflüssen 23, 23', 23" bezw. 18, 18', 18" besitzt einen Über fluss bei 19, 19', 19". Es ist ein Zufluss von frischere Wasser notwendig, weil ein Teil des Wassers reit dein zu bearbeitenden Ma terial 13, 13', 13" mitgerissen wird und das im Gefäss 12, 12', 12" verbleibende Wasser ohne Zufluss von frischem Wasser eine An säuerung erreichen kann, die für das zu be arbeitende Material schädlich sein könnte.
Die Glockendecke 20 kann im Bedarfs falle auf den Rollen 24 mit den Gegenge wichten 25 hochgehoben werden, wie in der Fig. 1, 2, 3 gezeigt ist oder kann ein (-anzes reit dein Gefäss 12', 12" bilden, wie in der Fig. 4, 5, 6, 7, 8, 9 gezeigt ist.
Das in der oben beschriebenen Weise behandelte, d. 1i. entgaste Material lässt sich bei der weiteren Behandlung wie Entschwe felung. Bleichung usw. viel leichter bearbeiten, ausserdem lässt es sich auch viel besser färben.
Claims (1)
- PATENTANSPRVCHE: I. Verfahren zum Ausscheiden und Auffan gen von Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasernstränge, Stapel fasern, Zellulosefolien und dergleichen, zwecks ihrer weiteren Verwertung bezw. Unschädlichmachung, dadurch gekenn zeichnet, dass in dem mit Wasser gefüll ten Gefäss (12, 12', 12") das zu behan delnde und dabei Gas bildende Material (13, 13', 13") unter der (Tlockendecke (20, 20', 20") reit unter den Wasser spiegel (22, 22', 22") getaugten Glocken rändern verschoben wird,wobei das Was- ser auf die das Entwickeln von Gasen aus dem zu bearbeitenden Material (13, 13', 13") bewirkende Temperatur erwärmt wird, wobei sich die Gase unter der Glockendecke (20, 20', 20") ansammeln, von wo sie durch ein Rohr (21, 21', 21") zum Kondensieren zwecks Verwertung bezw. Unschädlichmachen weiter geleitet werden.II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem offenen, mit Warmwasser gefüllter) Gefäss (12, 12', 12") und einer Glocke (20, 20', 20") mit unter den Wasserspiegel (22, 22', 22") getauchten Rändern besteht, die zum Auffangen der Gase, welche beim Durch setzen des zu entgasenden Materials (13, 13', 13") entstehen, bestimmt ist. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entgasende Material (13, 13 ', 13") in Heisswasser unter ständiger Zufuhr von Kaltwasser unter die Glocke (20, 20', 20") geleitet wird, wodurch die vorzeitige Entwicklung der Gase vor dem Eingang des zu ent- gasenden Stoffes (13, 13', 13") unter den Glockenrand vermieden wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie auf der Eingangsseite des Materials einen Kalt wasserzufluss (23, 23', 23") besitzt, wo durch die vorzeitige Entwicklung der Gase aus dem verarbeiteten Stoffe vermieden werden soll.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PL210078X | 1938-09-13 | ||
| PL230938X | 1938-09-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH210078A true CH210078A (de) | 1940-06-15 |
Family
ID=26652416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH210078D CH210078A (de) | 1938-09-13 | 1938-11-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden und Auffangen von Gasen wie Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff aus zu behandelnden Kunstprodukten wie Fasernstränge, Stapelfaser, Zellulosefolien und dergleichen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH210078A (de) |
-
1938
- 1938-11-25 CH CH210078D patent/CH210078A/de unknown
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