CH210549A - Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc. - Google Patents

Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc.

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CH210549A
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • B03D1/004Organic compounds
    • B03D1/008Organic compounds containing oxygen
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
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    • B03D2203/02Ores
    • B03D2203/04Non-sulfide ores
    • B03D2203/08Coal ores, fly ash or soot

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     Schwimmaufbereitung    von  Erzen, Kohle etc. Bekanntlich werden bei  der Flotation die zerkleinerten Roherze     in     mit schäumendwirkenden Mitteln versetzten  Flüssigkeiten der     Einwirkung    eines fein ver  teilten Gasstromes ausgesetzt, so dass be  stimmte Anteile der Rohprodukte durch den  Schaum hochgetragen und     abgetrennt    wer  den, während die übrigen Anteile, wie zum  Beispiel Gangart und dergleichen zu Boden  fallen. Der Erfolg einer solchen Flotation  hängt in erster Linie von der Wirkung des  zugesetzten Schaummittels ab. Im allge  meinen verwendet man hierfür Pineöl.  



  Es wurde erneut     gefunden,    dass man     eine     ausgezeichnete Flotationswirkung erhält bei  Verwendung eines Schwimmaufbereitungs  mittels, das durch Behandlung von Terpen  tinöl gewonnen wurde und einen höheren  Gehalt an     GH-Gruppen    als das     Terpentinöl     enthält. Man kann aus den Terpentinölen,    wie z. B. Balsamterpentin, sogenanntes Sul  fatterpentin, dass beim Holzaufschluss     terpen-          tinhaltiger    Koniferen mittels Sulfaten bezw.

    schwefliger Säuren erhalten wird, Holzter  pentin (Kienöl) usw., die sämtliche Pinen  enthalten, das erfindungsgemäss     verwendete     Schwimmaufbereitungsmittel entweder auf  physikalischem oder chemischem Wege er  halten. Man kann zum Beispiel das Pinen  durch physikalische Behandlung     abtrennen     und so eine Anreicherung der OH-Gruppen  in Terpentinöl vornehmen. Auf chemischem  Wege kann das Pinen durch teilweise Oxy  dation bezw. Anlagerung von reaktions  fähigen organischen Stoffen in die gewün  schten Produkte übergeführt werden, die sich  als Schwimmaufbereitungsmittel eignen, das  heisst es wird ebenfalls eine Anreicherung der  OH-Gruppen dadurch bewirkt. Als physika  lische Methoden kommen fraktionierende  Destillation, Extraktion oder     Kristallisation     in Betracht.

   Man erhält bei der Flotation           einen    sehr stabilen Schaum, wenn man solche  Destillationsfraktionen verwendet, die bei der  Destillation von Terpentinöl,     insbesondere     Sulfatterpentinöl oder Kienöl mit mittleren  oder höheren Siedegrenzen anfallen. Auch die  Produkte, die durch Zerlegung im Wasser  dampfstrom oder im Vakuum erhalten wer  den, sind für die Flotation hervorragend  geeignet. Die chemische Behandlung kann  zum Beispiel in einer Behandlung mit  Säuren, Säureanhydrid, Mineralsäuren, z. B.  Schwefelsäure, oder mit Kohlenwasserstof  fen, und nachfolgenden Hydrolysierung be  stehen. Beispielsweise kann man Rohsulfat  terpentinöl mit Kohlenwasserstoff bis zur  Sättigung behandeln und das Produkt durch  Verkochen mit Wasser oder alkalisch wir  kenden Stoffen hydrolysieren.

   Durch Destil  lation mit Wasserdampf erhält man im Kon  densat einen Stoff, der einen hervorragenden  Schäumer bei der Flotation abgibt.  



  Dass die auf obige Weise hergestellten  Fraktionen bei     weitem    die Wirkung des Roh  terpentinöls übertreffen, geht. aus folgendem  Beispiel hervor:  Durch     fraktionierende    Destillation des  Rohkienöls wird eine Fraktion von 200 bis  220' isoliert. Diese Fraktion setzt man  tropfenweise der Flüssigkeit zu, die zur     Flo-          tation    eines Mansfelder-Kupferschiefers,  also eines relativ armen Kupfererzes dient.  L m einen stabilen Schaum zu erhalten, sind  von der Rohkienölfraktion 4 Tropfen nötig.  Die Menge an Konzentrat beträgt hierbei       G    %. Führt man hingegen die Flotation unter  gleichen Verhältnissen mit unfraktioniertem  Rohkienöl durch, so sind 10 Tropfen erfor  derlich.

   Die Konzentratausbeute beträgt hier  bei nur 3,8 %. ausserdem ist die Schaum  bildung minimal und die     Schaumsäule    ist  nicht stabil.    Eine physikalische Behandlung des Roh  terpentins, die zu geeigneten Schaummitteln  führt, kann vorzugsweise auch darin be  stehen, dass man Terpentin einer teilweise  extrahierendwirkenden Behandlung unter  wirft.    Es wurde nun weiter gefunden, dass man  zu besonders günstigen Schaummitteln  kommt, wenn man Terpentin einer teilweise  oxydierend wirkenden Behandlung unter  wirft. Die mit einem solchen Produkt herge  stellten     Schäume    sind hervorragend stabil.  Die zu verwendende Menge des Schaummit  tels ist bedeutend geringer als bei bekannten  Schäumern.

   Die Oxydation des Terpentins,  das aus den verschiedensten Quellen herrüh  ren kann, führt man vorzugsweise mit mole  kularem Sauerstoff oder Luft     bei    erhöhter  Temperatur durch.  



       Besonders    vorteilhaft     gestaltet    sich die  Oxydation mittels gasförmigen Sauerstoffs,  wenn man dafür sorgt, dass geringe. Mengen  Wasser gegenwärtig sind. Dadurch wird eine  gewisse Schaumwirkung schon bei der Oxy  dation erzielt, die natürlich die Einwirkung  des     gasförmigen    Oxydationsmittels infolge  der feinen Verteilung begünstigt.    <I>Beispiel:</I>  In 1 kg finnisches Rohsulfat-Terpentinöl  (Dichte<B>0,865,</B> Alkoholgehalt, berechnet als  Terpineol, 3,8%, Estergehalt, berechnet als  Terpineolformiat, 0,2%) wurde in einem       geeigneten    Gefäss durch ein poröses     Filter     fein verteilter Sauerstoff eingeleitet.

   Das  Reaktionsgefäss befand sich dabei in einem       Heizbad    von<B>100'</B> C. Die Behandlungszeit  betrug 8 Stunden. Nach der Beendigung des  Versuches erhielt man ein<B>01</B> folgender  Eigenschaften:  
EMI0002.0016     
  
    Dichte <SEP> 0,9751
<tb>  Alkoholgehalt <SEP> 24,5
<tb>  Estergehalt <SEP> 7,7%       Man     prüfte    dieses 01 und das Ausgangs  rnaterial auf seine     Schäumereigenschaften    im       Flotationsversuch.    Das Ausgangsmaterial       hatte    die Kennziffer 19, das Reaktionspro  dukt eine solche von 4. Das letztere erwies  sieh somit als viel günstiger als das Aus  gangsmaterial.

   In der Kennziffer kommt die  Zahl der als     Zusatz    erforderlichen Tropfen  zum Ausdruck, so dass also von dem mit  Sauerstoff     behandelten   <B>01</B> bedeutend weniger      als von dem unbehandelten 01 benötigt wird.  Ausserdem ist zu bemerken, dass bei dem un  behandelten Öl die Schaumbildung nicht  gleichmässig genug war, während sich bei  dem oxydierten Produkt im     Flotationsver-          such    eine einwandfreie Schaumbildung ergab.  An Stelle von Sauerstoff kann man natür  lich solche Mittel verwenden, die Sauerstoff       abgeben,    also Ozon, Wasserstoffsuperoxyd,  Persalze und dergleichen.

   Es ist auch mög  lich, das so behandelte Terpentin zu     hydro-          lysieren    oder in einer oben erwähnten Weise  zu behandeln.  



  Eine weitere Art der chemischen Behand  lung, die zu guten Schäumern und zu einer  Verbesserung des     Rohterpentinöls    führt, be  steht darin, Terpentinöl mit Aldehyden, ins  besondere Formaldehyd, in Reaktion zu brin  gen. Dies geschieht vorzugsweise durch ge  meinsames Erhitzen der Komponenten bei ge  wöhnlichem oder erhöhtem Druck, gegebe  nenfalls.     unter    Verwendung von Katalysa  toren. Durch diese Behandlung wird eben  falls ein Produkt erhalten, das einen höheren  Gehalt an OH-Gruppen aufweist, als das  Ausgangsprodukt.  



  Beispielsweise wurden 100 g     Rohsulfat-          Terpentinöl    mit 22 g Paraform, das heisst  polymerisiertem Formaldehyd in 100 g Eis  essig 25 Stunden am Rückflusskühler erhitzt.  Die Lösung wurde ausgeäthert, der Äther  mit Wasser und Natriumbikarbonat ge  waschen und nach dem Trocknen abde  stilliert. Man erhielt als Rückstand 148g Öl.  Dieses Öl wurde mit Kalilauge verseift, das  verseifte 01 in Äther aufgenommen, destil  liert und der Rückstand fraktioniert. Die  Fraktion von 225 bis 240, ebenso wie die       Fraktion    von 240 bis 270   ergab bei der  Flotation besonders gute Ausbeuten und  Schaumbildung.  



  Bei der Umsetzung des Terpentinöls mit  Formaldehyd unter Druck, also zum Beispiel  durch mehrstündiges Erhitzen im Bomben  rohr in alkalischer Lösung, lässt sich in orga  nischer Weise ein über 200   siedendes, für  die Flotation hervorragend geeignetes 01 her  stellen.    Die     Herstellung    der erfindungsgemäss zu  verwendenen Produkte ist beispielsweise an  einzelnen Terpentinölsorten aufgezeigt wor  den.

   Die vorliegende Erfindung ist auf     diese     einzelnen Sorten nicht beschränkt, sie gilt  für     Terpentinöle    jeglicher Herkunft, auch für  Pineöl, das ebenso wie die übrigen Terpen  tinölsorten, wie Kienöl, Sulfatterpentin, bei  der Natronzellstoffgewinnung anfallendes  Terpentin, Balsamterpentinöl, in     Flotations-          wirkung    erheblich verbessert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc., dadurch gekennzeichnet, dass als Schwimmer ein durch Behandlung von Terpentinölen hergestelltes Produkt ver wendet wird, das einen höheren Gehalt an OH-Gruppen als das, Terpentinöl aufweist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwimmer ver wendet wird, der durch Behandlung eines beim Aufschluss von Holz erhaltenen Ter pentinöls hergestellt wurde. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das als Schwimmer verwendete Produkt durch Behandlung eines bei der trockenen Destillation von Nadelholz erhaltenen Kienölserhalten wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, _ dass das als Schwimmer verwendete Produkt auf physikalischem Wege aus Terpentinöl erhalten wurde. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Schwimmer ein einer teilweisen Oxydation unterworfenes Terpentinöl verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als, Schwimmer ein Produkt verwendet wird, das durch An- lagerung von Aldehyden an das Terpen- tinöl gewonnen wurde.
CH210549D 1937-03-06 1938-02-23 Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc. CH210549A (de)

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DE180138X 1938-01-18

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