CH214549A - Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe.

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CH214549A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series
    • C09B5/28Anthrimide carbazoles

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Description


  <B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 211493.    Verfahren zur Herstellung von     Nüpenfarbstoffen    der     Anthrachinonreihe.       Es ist bekannt, dass     Anthrimide    durch  Einwirkung von Kondensationsmitteln wie  Aluminiumchlorid in Gegenwart von Koch  salz,     Pyridin,    Nitrobenzol oder Säurechlori  den in die entsprechenden als     Küpenfarb-          stoffe    verwendbaren     Carbazole    überführt  werden können.  



  Es wurde nun gefunden, dass die Addi  tionsverbindungen von     Aluminiumhalogeni-          den    mit     Alkalibisulfit    ein wertvolles Mittel  zwecks Herstellung des     Carbazol-Ringschlus-          ses    darstellen.

   Der Vorteil der neuen Konden  sationsmittel gegenüber den     vorbekannten    Mit  teln liegt darin, dass sie zum Teil bei niedri  gerer Temperatur wirksam sind und ander  seits nicht die Gefahr unerwünschter Neben  reaktionen in sich schliessen; das neue Verfah  ren besitzt neben der Billigkeit auch den Vor  teil, dass die Additionsverbindungen aus Alu  miniumhalogeniden und     Alkalibisulfit    im  Vergleich zu den meisten     vorbekannten    Mit  teln ein erhöhtes Lösungsvermögen für die  Ausgangsmaterialien zeigen, und anderseits    die Schmelzen wegen der leichten     Zersetz-          lichkeit    der primären Reaktionsprodukte be  sonders einfach aufgearbeitet werden können.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist  dementsprechend ein Verfahren zur Herstel  lung von     Küpenfarbstoffen    der     Anthrachinon-          reihe,    durch     Carbazolringschluss    von Verbin  dungen mit     aromatisch    substituierten sekun  dären     Aminogruppen,    in Gegenwart von  Kondensationsmitteln, dadurch gekennzeich  net, dass man als Kondensationsmittel Mole  külverbindungen von     Aluminiumhalogeniden     mit     Alkalibisulfit    verwendet.

   Geeignete Ver  bindungen mit aromatisch substituierten se  kundären     Aminogruppen    sind solche, bei  denen eine der aromatischen Gruppen einen       Acylaminoanthrachinonrest    oder einen     An-          thrachinonrest    mit angegliedertem     Acridon-          oder        Thioxanthonring    darstellt und in denen  je eine     o-Stellung    zur     NH-Gruppe        unsubsti-          tuiert    ist.

   Das Verfahren kann so durchge  führt werden, dass man zunächst durch all  mähliches Eintragen von trockenem Alkali-           bisulfit    in Aluminiumchlorid die Molekül  verbindung herstellt, wobei die Zugabe von  Chlornatrium als einem neutralen Salz  zwecks Erzielung dünnflüssiger     ,Schmelzen     sich in einigen Fällen empfehlen kann, und  dann die zu     carbazolierende    Verbindung hin  zufügt, oder die Molekülverbindung in An  wesenheit der zu     carbazolierenden    Verbin  dung herstellt.  



  Wie eben ausgeführt wurde, ist es vorteil  haft, wenn mindestens einer der aromatischen  Reste einen     Acylaminoanthrachinonrest    oder  einen     Anthrachinonrest    mit angegliedertem       Acridon-    oder     Thioganthonring    darstellen,  während     die    übrigen aromatischen Gruppen  sowohl     Anthrachinon-    als auch andere aroma  tische Reste darstellen können.

   Als Beispiel  der letzteren seien der Benzol-,     Naphthalin-          oder        Benzanthronrest    oder der Rest eines an  dern mehrgliedrigen     Ringsystemes,    wie des       Perylens,        Pyrens,        Pyranthrons    und derglei  chen, sowie     Substitutionsprodukte    derselben  genannt. Die als Ausgangsprodukte ange  wandten Verbindungen können auch mehrere  sekundäre     Aminogruppen    enthalten, also zum  Beispiel Verbindungen vom Typ der     Tri-          anthrimide    oder anderer     Polyanthrimide    dar  stellen.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man fügt zu 30 Gewichtsteilen Alumi  niumchlorid ganz allmählich 15 Gewichts  teile festen, trockenen     Natriumbisulfits.    Die  Mischung verflüssigt sich allmählich unter  Erwärmung und man trägt Sorge, dass die  Temperatur nicht über 50   C steigt. Hierauf  werden 5 Gewichtsteile des Kondensations  produktes aus einem Molekül 1.     5-Di-amino-          anthrachinon    mit 2 Molekülen     1-Benzoyl-          amino-4-chloranthrachinon    hinzugefügt und  die Temperatur allmählich auf 90  C gestei  gert.

   Man gibt die Schmelze auf zirka 500    Gewichtsteile Eiswasser, versetzt mit 130  Gewichtsteilen konzentrierter Natronlauge,  gibt etwa 24 Gewichtsteile     Natriumhypo-          chloritlösung    hinzu und kocht auf.  



       Der    Farbstoff fällt in dunkelbraunen  Flocken an. Zur Reinigung kann man ent  weder die alkalische Suspension bei 60  bis<B>70'</B> C mit Chlorlauge behandeln oder  die Suspension absaugen, waschen und  dann in schwefelsaurer Suspension mit       Bichromat    versetzen und bei 90   C rüh  ren lassen. Man erhält in fast theoretischer  Ausbeute einen sehr klaren und echten rot  braunen     Küpenfarbstoff.    Durch Behandeln  mit siedendem     Chinolin    erhält man     Nädel-          chen,    die sich in Schwefelsäure purpurfarben  lösen und beim Verdünnen mit     Wasser    klare  rotbraune Flocken liefern.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein sehr echtes     Bordo    wird erhalten, wenn  2 Gewichtsteile     1-Benzoylamino-4-(2'.        5'-          dichlor-phenyl)-amino-anthrachinon        11/9    Stun  den in 20 Gewichtsteilen des neuen Konden  sationsmittels bei<B>85'</B> C gerührt werden. Die  Aufarbeitung ist die übliche.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpen- farbstoffen der Anthrachinonreihe durch Car- bazolringschluss von Verbindungen mit aro matisch substituierten sekundären Amino- gruppen in Gegenwart von Kondensations mitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kondensationsmittel Molekülverbindungen von Aluminiumhalogeniden mit Alkalibisul- fiten verwendet.
CH214549D 1937-09-15 1938-08-30 Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. CH214549A (de)

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