Kraftspritze. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kraftspritze, insbesondere eine trag bare Kleinkraftspritze. Derartige Geräte hat man bisher fast regelmässig mit stehendem Motor versehen, der über eine Kupplung oder dergleichen eine Kreiselpumpe antreibt und auf einem Rahmengestell gelagert ist.. Über dem Maschinensatz befindet sich in den meisten Fällen der Brennstofftank. Einige bekannte Kleinkraftspritzen weisen auch Motoren mit liegenden Zylindern auf.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass im Gegensatz zu den bekannten Kraft spritzen der Motor hängend angeordnet ist. Durch diese Anordnung ergeben sich erheb liche Vorteile.
Beispielsweise lässt sich eine wesentlich gedrängtere Anordnung der einzelnen Teile und damit eine bessere Gewichtsverteilung erreichen als bei den bekannten Kraft spritzen. Dort ist zwischen der Pumpe und der Kupplung einerseits und dem darüber angeordneten Kraftstoffbehälter anderseits ein grosser unbenutzter Raum vorhanden. Da gegen kann bei einer Kraftspritze vorliegen der Art mit seitlichen Gestellteilen der Brennstoffbehälter unmittelbar auf dem Pumpen- bezw. Motorgehäuse gelagert wer den, während der Motor in das Gestell zwi schen dessen Seitenteilen nach unten hinein ragen kann und so keinen besonderen Raum für sich benötigt, wie bei der umgekehrten Anordnung.
Ausserdem kann der Auspuff topf, der sowieso möglichst weit unten im Gestell angeordnet wird, unmittelbar neben die Auspufföffnung oder Auspufföffnungen des oder der Zylinder gesetzt werden, so dass lange Auspuffleitungen vermieden werden.
Besonders wichtige Vorteile der Anord nung gemäss der Erfindung ergeben sich auch gegenüber den Kleinkrafts.pritzen mit liegen den Motorzylindern für die Motorkühlung.
Im Gegensatz zu den bekannten Geräten kann bei der vorliegenden Bauart bei Ver- wendung von Thermosy phonkühlung, wie sie bei tragbaren Kraftspritzen fast ausschliess lieh vorgesehen wird, ohne "besondere" Schwierigkeiten erreicht werden, da.ss das frisch gekühlte Kühlwasser im natürlichen Zuge dieser Kühlung dort dem MotorkÜhl- wasserraum zugeführt wird, -,vo die Küh lung am nötigten ist, nämlich am Zylinder kopf.
Von dort kann man das angewärmte Kühlwasser dann an den Laufbiiehsen der Zylinder entlang hochsteigen lassen, die eine so intensive Kühlung nicht brauchen.
Sind die bekannten Kraftspritzen mit mittelbarer Kühlung des Motors durch das Pumpenwasser ausgerüstet, so liegt der Wärmeaustauscher meist in einem mit dem lvlotorkühlwasserraum in Verbindung stehen den Behälter, der oberhalb des Motors ange ordnet ist. Diese Lage hat den Zweck, einen genügenden Höhenunterschied innerhalb des Kühlwas.serraumes zu schaffen, um eine Thermosyphonwirkung zu erzielen. Man hat den Wärmeaustauscher auch bereits in die Pumpe selbst hinein verlegt.
Jedoch benötigt man dann, weil die Pumpe bei den bekann ten Kraftspritzen keinesfalls höher als der Motorkühlwasserraum liegt, eine besondere LTmwälzpumpe für das Kühlwasser.
Bei der Anordnung gemäss der vorliegen den Erfindung ist es info'_ge der tiefen Lage des Motorkühlraumes ein leichtes, den Wärmeaustauseher in der Pumpe anzuord nen, ohne dass eine L mwälzpumpe nötig ist; denn es bieten sich keine Schwierigkeiten, die Pumpe ein beträchtliches Stück oberhalb des Motorkühlwasserraumes anzuordnen, so dass ein genügend grosser Höhenunterschied zur Bildung einer Thermosy phonwirkung vorhanden ist.
Ein besonderer Austausch behälter, wie er bei den bekannten Kraft spritzen meist in Verbindung mit dem Kraft stoffbehälter angeordnet ist und die Herstel lung dieses Behälters sehr verteuert, erübrigt sich daher.
Eine ausserordentlich einfache Kühlein richtung ergibt sich, wenn die Pumpe höher als die Motorzylinder angeordnet ist und der Motor ummittelbar durch das Pumpenwasser gekühlt wird. Wegen der i-eiativ tiefen Lage des llotorkiililraunies zu den Pumpenräumen kann ein solcher Pumpenraum nämlich als Kaltwasserbehälter zur Bildung eines auf Thei-inosyphon-,virlzung beruhenden Wasser umlaufes in dem @lotorküblwasserraum die nen.
Denn durch die ständige Erneuerung des )Vassers in der Pumpe wirkt der Pum- penranin so, wie der ständig gekühlte be sondere Wasserbehälter bei mittelbarer Kühlung. Der Pumpenraum braucht zu die sem Zweck mir mittels zweier Leitungen mit dem obern bezw. untern Ende des Motor- kühl -asserraumes verbunden zu werden.
Un ter Umständen kann auch schon eine einzige verhältnismässig weite Verbindungsleitung hierzu geifgen. Es ist hier also nicht nötig, wie bei den unmittelbaren Kühlungen be kannter Kraftspritzen, die Kühlwasserzulei- tung an eine höhere Stufe als die Kühl wasserableitung anzuschliessen. Der dort. ent stehende @ruch -aserverlust wird also durch die Erfindung vermieden.
Gegebenenfalls kann der Kühlwasserum- lauf noch. dadurch gesteigert werden, dass die Zu- und Ableitung zwar an der gleichen Stufe, jedoch an Stellen verschiedenen stati- sehen Druckes angeschlossen werden. Dieser geringe Druek -iirde be: =teh#,nde r,nder Motor- anordnung nick' ;enügen, um a.ilein einen Wasserumlauf zu erzeugen.
Im Zusammen wirken mit dem durch die Bauart. gemäss der vorliegenden Erfindung möglichen Thermo- syphonumlauf kann er aber- sehr vorteilhaft ausgewertet werden.
Der Anschluss der Kiiblwasserzuleitung an der Pumpe wird in bekannter Weise an einer Stelle vorgenommen, an der das Pum- pumwasser möglichst frei von Verunreini gungen ist.
Ein weiterer Vorteil des hängend ange ordneten Motors bei höher als der Motorkühl raum angeordneter Pumpe und direkter Küh lung des Motors durch Pumpenwasser ist der. dass der Kiibl-,vasserrarim des Motors beim Entleeren der Pumpe nicht leerlaufen kann, so dass der Motor auch während des An saugevorganges wassergekühlt ist. Bei einer Ausführungsform der Erfin dung liegen die Druckanschlüsse der Kreisel pumpe an der Unterseite des Pumpengehäu ses. Dies ergibt neben einer guten Raumaus nützung den Vorteil, dass besondere Entwäs serungsventile für die Pumpe nicht erforder lich sind. Ausserdem. liegen die Anschlüsse dann so niedrig über dem.
Boden, dass die Schläuche keine scharfen Knicke erhalten können und infolgedessen geschont werden. Auch ist es wegen der tiefen Anordnung der Anschlüsse möglich, diese auf die Bedie nungsseite zu legen, da man die Schläuche ohne weiteres übersteigen kann.
Für die Druckventile bietet sich bei die ser Bauart eine sehr günstige Einbaumög lichkeit in dem Winkel zwischen Druckstut zen und Pumpengehäuse. In besonders vor teilhafter Weise lassen sich hierbei Schräg sitzventile verwenden, die dem ausströmen den Wasser den geringsten Widerstand bie ten. Es ist aber auch möglich, frei schwing bare Klappen einzubauen, die sich beim An saugvorgang selbsttätig schliessen bezw. nach dem Ansaugen durch das Druckwasser selbst tätig geöffnet werden. Eine Bedienungsspin del dient dazu, die Klappe auch gegen den Druck der Pumpe schliessen bezw. in eine mehr oder weniger geöffnete Stellung ein stellen zu können.
Eine sehr günstige Lagerungsmäglichkeit für den Maschinensatz auf dem Gestell bezw. für den Kraftstoffbehälter auf dem Ma schinensatz ergibt sich, wenn in an sich be kannter Weise das Motorschvwungrad bezw. dessen Gehäuse an dem der Pumpe abgewen deten Motorende angeordnet ist, weil man dann dafür sorgen kann, dass an beiden En den des Maschinensatzes etwa gleich grosse Gehäuseflanschen für die Lagerung besagter Teile vorhanden sind.
Will man zur Vermeidung einer länge ren Bauart des gesamten Maschinensatzes, die sich ergibt, wenn die Rückkühlung des Motorkühlwassers innerhalb der Pumpe er folgt, den der Rückkühlung dienenden Wärmeaustauscher ausserhalb der Pumpe vorsehen, so bietet die Bauart gemäss der Er- findung für den Fall; dass der Brennstoff behälter unter Belassung eines. Zwischen raumes über dem Maschinensatz angeordnet ist, dadurch eine besonders günstige Möglich keit, da.ss der Wärmeaustauscher in dem freien Raum. zwischen Maschinensatz und Brennstoffbehälter angeordnet werden kann.
Ein solcher Raum wird in den meisten Fäl len vorhanden sein, weil das Motorschwung rad und die Kreiselpumpe, auf deren Ge häuse der Brennstoffbehälter vorteilhafter weise gelagert wird, einen, grösseren Durch messer haben als das Motorkurbelgehäuse und die zwischen Motor und Pumpe angeord nete Laterne. Fast alle bekannten Kleinmotorspritzen weisen insbesondere zwischen der Pumpe und dem Brennstoffbehälter einen freien Raum auf.
Bei diesen Geräten lässt sich hier jedoch ein Wärmeaustauscher nicht anordnen, weil die Motorzylinder etwa in gleicher Höhe wie dieser Raum liegen, so dass der zur Erzielung einer Thermosyphonwirkung erforderliche Höhenunterschied nicht vorhanden ist. Erst dadurch, dass infolge der hängenden Anord nung des Motors die Erwärmungsstelle des Kühlwassers fast an der tiefsten Stelle des Maschinensatzes liegt, kann für den ge nannten Fall der Raum, zwischen Maschinen satz und Brennstoffbehälter für den Wärme= austauscher verwertet werden.
Bei den be kannten Geräten muss man dagegen den Wärmeaustauscher in die Höhe des Brenn stoffbehälters selbst legen, was ausser einer schlechten Raumausnützung auch noch eine wesentliche Verteuerung des Behälters mit sich bringt.
Die eben beschriebene Anordnung des Wärmeaustauschers gestattet es, dass der Wärmeaustauscher unmittelbar auf dem Pumpengehäuse befestigt werden kann. Auf diese Weise werden "besondere" Verbin dungsleitungen zwischen Pumpe und Wärme austauscher überflüssig. Der Wärmeaus tauscher kann ausserdem so ausgebildet wer den, dass er sich bis über den Motor erstreckt, so dass sich auch sehr kurze Verbindungslei- tungen zwischen dem Motorkühlwasserraum und dem Wärmeaustauscher ergeben.
Die Befestigung des Wärmeaustauschers erfolgt dabei in vorteilhafter Weise derart, dass das Gehäuse an das Pumpengehäuse an geschraubt wird und sich kraftschlüssig, vor zugsweise unter Zwischenlage von naeligie- bigen Mitteln, wie Gummipuffer, gegen das Motorgehäuse anlegt. Dadurch werden Nacharbeiten vermieden, die gegebenenfalls durch -Ungenauigkeiten in der Bearbeitung des Pumpengehäuses oder des Motorgehäuses dann nötig wären, wenn das Wärmeaus tauschergehäuse sowohl an der Pumpe als auch am Motor befestigt wäre.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere Ausführungsbeispiele einer tragbaren Kraftspitze gemäss der Erfindung darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Ansicht des ersten Beispiels von der Bedienungsseite her, Fig. 2 die Ansicht von der entgegen gesetzten Seite her, Fig. 3 eine Ansicht von einer Stirnseite her, teilweise im Schnitt, Fig. 4 eine gleiche Ansicht mit einem anders ausgebildeten Druckventil;
Fig. 5 zeigt schematisch eine Ausführung mit indirekter Kühlung und Fig. 6 eine Ausführungsform mit direk ter Kühlung des Motors durch das Pumpen wasser, Fig. 7 in gleicher Ansicht wie Fig. 2 eine anders ausgebildete Kleink.raftspritze.
Der Maschinensatz besteht aus dem Mo tor 1, dessen im Zylinderblock 2 ausgebildete Zylinder nach unten gerichtet, also hängend angeordnet sind, und der Kreiselpumpe 3, wobei diese und .der Motor durch das Zwi schenstück 4 miteinander verbunden werden, welches die Kupplung umgibt. Mit 5 sind die Druckanschlüsse der Pumpe 3 bezeichnet. während das Gehäuse 6 das Motorschwung rad enthält. Das Gehäuse der Pumpe 3 und das Gehäuse 6 des Motorschwungrades be sitzen Füsse 7, die sich über Winkeleisen 8 auf den seitlichen Kufen 9 abstützen. An der Oberseite dieser beiden Gehäuse sind Stüt- zen 10 für den Kraftstoffbehälter 11 vorge sehen.
Mit 12 ist der Vergaser bezeichnet, der durch den Hebel 13 bedient wird, während der Hebel 14 zum Ein- und Ausrücken der in dem Zwischenstuck 4 befindlichen Kupp lung dient. Mit 15 ist. der Auspufftopf des Motors bezeichnet. Die Auspuffleitung des einen Zvlinders kann durch die Klappe 16 abgeschlossen erden. die mittels des Hebels 1.7 betätigt wird. Gleichzeitig mit dem Ab schliessen der Auspuffleitung wird der Gas strahler 18 eingeschaltet, der die Pumpe 3 durch die Leitung 19 entliiftet. Zum Tragen des Gerätes dienen die Handgriffe 20.
Nach Fig. 3 ist das. Druckventil 21 als Schrägsitzventil ausgebildet, das durch das Handrad 22 betätigt werden kann. Dagegen zeigt Fig. 4 die Ausbildung des Duekventils als Klappenventil 23, dessen Klappe sich beispielA@7eise beim Entlüftungsvorgang selbsttätig schliesst und je nach der Stellung des Bedienungshandrades 22 durch das Druckwasser mehr oder weniger geöffnet wird.
Die Kiihlung der Motorzylinder erfolgt gemäss Fig. 5 mittelbar durch das Pumpen wasser, und zwar mittel. eines in der Pumpe angeordneten Wärmeaustauschers 24, der vom Pumpenwasser umströmt wird.
Das im Motorkühlwasserraum erwärmte Wasser ,steigt .durch die Leitung 25 nach oben. wird in dem Rückkühler 24 gekühlt und gelangt durch die Leitung 26 wieder in den<B>'</B> Motor- kühlwas:serraum. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 6 münden die Leitungen 25 und 26 unmittelbar in einen einer Druckstufe zu geordneten Pumpenraum.
Da. das im Motor kühlwasserraum befindliche Wasser -ärmer als dasjenige in dem Pumpenraum ist, ergibt sich auch hier ein Wasserumlauf, der gegebe nenfalls noch dadurch gefördert werden kann, dass die Einmündung der Leitung 26 in den Pumpenraum an einer Stelle etwas höheren Druckes liegt als die Einmündung der Leitung 25.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 7 ist der Wärmeausta.uscher 24 auf dem Zwi schenstück 4 befestigt. Hierzu dienen der Flansch 27 des. Wärmeaustauschers und die Schrauben 28. Letzterer könnte auch am Pumpengehäuse befestigt sein. Der Wärme- austauscher erstreckt sich bis über den Mo tor 1, gegen dessen Gehäuse er unter Zwi schenschaltung des nachgiebigen Körpers 29 durch die Schrauben 28 kraftschlüssig an gedrückt wird.
Die Zuleitung des Motorkühl wassers zum Wärmeaustauscher 24 erfolgt durch das Rohr 30, die Rückleitung durch das Rohr 31, das vorzugsweise bis an die tiefste Stelle des Motorkühlwasserraumes herabreicht.
Die Rohre 30 und 31 sind mittels Gummi muffen 32 mit entsprechenden Rohransätzen 33 und 3-4 des Wärmeaustauschers 24 nach giebig verbunden. Die Zu- und Ableitung des kühlenden Pumpenwassers erfolgt am zweckmässigsten durch den Befestigungs flansch 217 hindurch.