Vorrichtung zum Abmessen und Ausgeben von Flüssigkeiten. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abmessen und Ausgeben von Flüssigkeiten und bezweckt die Abgabe der gleichen Menge pro Zeitein e heit während des ganzen Ausgabevorganges und gleichzeitig den selbsttätigen Unterbruch der Abgabe, wenn die eingestellte Menge voll ausgegeben wurde.
Die vorliegende Erfindung liegt in der Anordnung eines Ventilmechanismus mit Ventil in der Ausgabeleitung, welches Ven til durch den Flüssigkeitsstrom beeinflusst wird und welches während der Ausgabe stets bestrebt ist, in die Schliessstellung zu gehen, und in der Verbindung dieses Ventils mit einer Steuereinrichtung mit einem Einstell glied, das durch die Anzeigeeinrichtung ge steuert wird, welches bei Einleitung einer Ausgabe selbsttätig Mittel einstellt zum Verhindern, dass das Ventil in die Schliess stellung geht;
ferner sind Auslösemittel vor gesehen, die ebenfalls durch die Anzeigeein- richtung gesteuert und während des grösseren Teils der Ausgabe durch die genannte Steuer- einrichtung ausser Wirkung gehalten werden, denen aber gestattet ist, in Wirkung zu treten zur selbsttätigen Steuerung des Unter bruches der Ausgabe, was durch Unwirksam machen der genannten Steuereinrichtung, durch Ausübung eines z. B. kurzzeitigen Stosses durch momentanen Unterbruch der Flüssigkeitsausgabe seitens des Benützers zu erfolgen hat.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar eine Ab änderung der im Schweizer Patent Nr. 208924 dargestellten Vorrichtung, soll nun an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben wer den, welche eine Flüssigkeitsmess- und -aus- gabevorrichtung mit elektrisch angetriebener Pumpe, Strömungsmesser und selbsttätiger Anzeigeeinrichtung zeigt, bei dem der Un terbruch der Abgabe der Flüssigkeit aus der Rohrleitung mittels eines Ausgabemund stückes mit Ventil durch den Bedienenden in der Arbeitsstellung erfolgt bezw. veranlasst wird.
Die Zeichnung zeigt, teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt, nur die zum Ver ständnis der Erfindung erforderlichen Teile.
Gemäss der dargestellten Ausführungs form ist in der Ausgabeleitung vom Messer 3 ein Gehäuse 4 mit Zuflussstutzen 4a -.im un tern und Alfflussstutzen 4b am obern Ende vorgesehen. Am obern Ende des Stutzens 4b des Gehäuses 4 ist ein koaxial angeordneter Führungsteil 5 vorgesehen, welcher in den Stutzen 4b hineinragt und der an seinem un tern Ende mit einer innern Trennwand 5a versehen ist. Diese Trennwand 5a ist. mit einer Steueröffnung 5b versehen, welche eine Führung für das obere Ende einer gleitbaren Ventilstange 6 bildet, deren unteres Ende in einer Führungsvertiefung 4e am Grunde des Gehäuses 4 gehalten ist.
Auf der Ventil stange 6 ist ein Ventilteller 7 verseliiebbar, der nachstehend als Fliessventil 7 bezeichnet ist, der mit einer Öffnung 44 in einem Zwi schenteil des Gehäuses 4 zusammenarbeitet. Dieses Fliessventil 7 arbeitet mit einem An schlag 8 an der Ventilstange 6, unterhalb des Fliessventils 7, und mit einer Feder 9, die zwischen der freien Oberseite des Fliessven tils 7 und einem Anschlag, gebildet durch einen Ring 10 auf der Ventiltange 6, ober halb des Fliessventils 7, angeordnet ist, zu sammen. Die Feder 9 ist bestrebt, das Fliess ventil 7 während der Flüssigkeitsabgabe in Schliessstellung zu bewegen.
Auf der Ventil stange 6 ist ein weiterer Ring 11 aufgestiftet, der zwischen sich und dem Ring 10 das obere Ende einer Hülse 12 hält, deren unteres Ende einen Flansch 12a aufweist, der einen An schlag für eine Ventilhülse 13 bildet, die ver schiebbar auf dem äussern Umfang des ring förmigen Führungsteils 5 geführt ist und welche Ventilhülse 13 nachstehend als U nter- brecherventil 13 bezeichnet ist.
Die Hülse 12 ist in das Unterbrecherventil 13 eingepresst und weist in ihrer Wandung einen Durchlass 12b auf, welcher den Raum im Innern des Unterbreclierventils 13 mit dein Raum um dasselbe herum verbindet. Das C nterbreeher- ventil 13 ist mit Sitzen 13a und 131> versehen; deren unterer, nämlich 13a, mit dem untern Ende des ringförmigen Führungsteils 5 zu sammenarbeitet, während der obere 13h mit einem ergänzenden Sitz 5e an der Aussen wand des obern Teils des genannten ringför migen Führungsteils 5 zusammenwirkt.
Die Wandung des obern Teils des ringförmigen Führungsteils 5 ist unterhalb des Sitzes mit symmetrisch angeordneten Durchlässen 5a versehen.
Innerhalb der Trennwand 5a und konzen trisch mit der Bohrung 5b ist ein Nippel 15 angeordnet, in dessen oberes Ende eine Düse 16 eingeschraubt ist, welche ein Durchsickern der Flüssigkeit von der Flüssigkeitseintritts- seite des genannten U nterbrecherventils 13 in den Raum auf der Austrittsseite desselben, für den im Patent Nr. 208924 angegebenen Zweck, gestattet.
Nahe dem untern Ende ist die Ventil stange 6 mit einer festsitzenden Büchse 17 versehen, die mit dem freien Ende eines Ar mes 18 in Berührung steht, der im Innern des Einlassstutzens 4a zum Gehäuse 4 angeordnet und auf einer in den Wandungen des Ge häuses 4 drehbar gelagerten Welle 19 be festigt ist. Die Welle 19 trägt einen an der selben befestigten Arm 20, der ausserhalb des Gehäuses 4 angeordnet ist. Das obere Ende dieses Armes 20 ist an das eine Ende eines Lenkers 21, nachstehend Steuerlenker ge nannt, angelenkt.
Das andere Ende dieses Steuerlenkers ist. gelenkig mit einem Auslöser ?? verbunden, der L-Form besitzt und dessen Arm 22a ge lenkig mit einem festen Teil des Gehäuses 23, das die selbsttätige Anzeigeeinrichtung enthält, verbunden ist. Der vorgenannte Steuerlenker 21 ist mit dem Auslöser 22 nahe seines Winkels verbunden und das schwenk bare Nasenstück 22e des Auslösers 22 arbei tet mit einer Nockenscheibe 24 zusammen, die auf dem Zapfen einer Welle 25 der An zeigeeinrichtung befestigt. ist und die nach stehend Unterbrecherscheibe 24 genannt ist.
Der Auslöser 22 ist mit einer Feder 22b versehen, welche bestrebt ist, das Nasenstück 22e des Auslösers 22 ausser Berührung mit der Unterbrecherscheibe 24 zu halten. Der Steuerhebel 21 ist zwischen seinen Enden mit einem Vorsprung 21a versehen, der dem einen Ende eines Auslösearmes 26 gegenübersteht, der mit seinem andern Ende auf dem Zapfen 27, getragen von einem fest stehenden Teil des Gehäuses 23 für die An zeigeeinrichtung, gelagert ist so, dass der Arm 26 unter der Einwirkung der Schwer kraft bestrebt ist, nach unten zu fallen.
Dieser Auslösearm 26 arbeitet mit einem Stift 28, der aus dem untern, kürzeren Arm eines Hebels 29 herausragt, zusammen, wäh rend die Nase des längeren Armes des Hebels 29 mit einer zweiten Nockenscheibe 30 auf derselben Welle 25 der Anzeigeeinrichtung zusammenwirkt.
Der Hebel 29 ist nach stehend als Einstellhebel 29 bezeichnet und die zugehörige Nockenscheibe 30 als Einstell- nockenscheibe. Die Unterbrecherscheibe 24 und die Einstellnockenseheibe 30 sind mit einem Ausschnitt 24a bezw. 30a versehen, in welche das Nasenstück 22c des Auslösers 22 und die Nase des Einstellhebels 29 in der Unterbrechungsstellung eintreten. Die Nase des Einstellhebels 29 ist bestrebt, unter dem Einfluss der Schwerkraft mit dem Umfang der Einstellnockenseheibe 30 in Kontakt zu bleiben.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist die folgende: Wenn der Bedienende das Mündungsven til öffnet, nach dem Anlauf des ATotors, wirkt der Flüssigkeitsstrom auf das Fliess ventil 7 und hebt dasselbe entgegen der Wir kung der Feder 9 an, so dass die Flüssigkeit um das Fliessventil 7 und das Unterbrecher ventil 13 herum und durch die Öffnung 5d in die Rohrleitung 31 fliessen kann.
Die Drehung der Welle 25 der Anzeigeeinrich- tung, welche die Unterbrecherscheibe 24 und die Einstellscheibe 30 trägt, beginnend sofort mit der Flüssigkeitsabgabe, ergibt eine Drehung der Einstellscheibe 30, so dass die Nase des Einstellhebels 29 aus dem Ein schnitt 30a der Scheibe 30 heraus bewegt wird, und der Stift 28, der vom kürzeren Arm des Hebels 29 getragen wird, gelangt ausser Eingriff mit der Unterseite des Schwerkraft-Auslösearmes 26, in welche Lage der genannte Arm, durch Einfallen der Nase des Einstellhebels 29 in den Einschnitt 29a, bei Beendigung der fortlaufenden Ab gabe gebracht wurde.
Der Schwerkraft-Aus- lösearm 26 kann indes nicht niederfallen, auch wenn die Nase des Einstellhebels 29 aus dem Einschnitt 30a der Einstellscheibe 30 herausbewegt wurde, da. die Tendenz der Aufwärtsbewegung der Ventilstange 6, be wirkt durch die nach oben strömende Flüs sigkeit, veranlasst, dass der Vorsprung 21a des Steuerlenkers 21 gegen das freie Ende des Schwerkraft-Auslösearmes 26 anliegt.
Die Verhinderung der Bewegung des Steuer lenkers 21, die so hervorgerufen wird, ver hindert das Nasenstück 22c des Auslösers 22, sich unter der Wirkung des auf die Ventil stange 6 ausgeübten Druckes, in Kontakt mit dem 'Umfang der Auslösescheibe 24 zu be geben.
Wenn der wesentlich grössere Teil der gewünschten Flüssigkeitsmenge abgegeben wurde und der Bedienende wünscht, den Restteil unter Wirkung des selbsttätigen Un terbrechungsmechanismus abzugeben, so be wegt er das Steuerventil im Ausgabemund stück so, dass ein momentaner Unterbruch der Ausgabe stattfindet.
Dieser Unterbruch in der Ausgabe gestattet dem Fliessventil 7, unter dem Einfluss der in der Feder 9 auf gespeicherten Energie, nach unten zu gehen, bis das genannte Fliessventil 7 mit dem An schlag 8 auf der Ventilstange 6 in Berührung gelangt, die Ventilstange 6 keine Tendenz, nach oben zu gehen, hat, und unter der Wir kung der Feder 22 über die Teile 21, 20, 18 sich abwärts bewegt, worauf .die Feder 22u am Auslöser 22 den Vorsprung 21a des Steuerlenkers 21 vom freien Ende des Schwerkraft-Auslösearmes 26 wegbewegt, so dass derselbe sich aus der Sperrstellung weg bewegt.
Wenn der Bedienende die normale Ab gabe wieder zulässt, bewegt sich das Nasen stück 22c des.Auslösers 22 in Berührung mit dem Umfang der Unterbrecherscheibe 24 unter dem Einfluss der nach oben gerichteten Kraft, die durch den auf die Ventilstange (i wirkenden Flüssigkeitsdruck erzeugt wird. Sobald das Nasenstück 22e in den Einschnitt 24a der Unterbrecherscheibe ?4 gelangt, geht das U nterbrecherventil 13 in die Schliesslage, wobei die Form des Scheibenumfanges so ge wählt ist, dass dieses Schliessen langsam stattfindet.
Wenn der Rest der verlangten Menge (mit gleicher Stärke) ausgegeben wor den ist, steht das Nasenstück 22e des Aus lösers \?? im Einschnitt 24a der U nterbreeher- scheibe ?4, worauf das U nterbrecherventil rasch in die Schliesslage geht, in der beide Ventilflächen 13a und 13b auf ihren Sitzen aufliegen.
Es ist zu beachten, dass der Sitz 13b, wie bei 5e angedeutet, eine Nute auf weist, so dass ein geringer Flüssigkeitsdurch- tritt während des Abschlussvorganges mög lich ist, bevor die absolute Abschlussstellung erreicht wird.
Nach dem Aufhören der Abgabe lässt der Druck auf den Steuerlenker \?1 nach und die Einstellfeder 22b gelangt. zur Wirkung auf den Auslöser 22 und zieht das Nasenstück 2\e desselben ausser Berührung mit der I n- terbrecherscheibe 24. Gleichzeitig wird die Einstellscheibe 30 so eingestellt, dass die Nase des Einstellhebels 29 mit dem Ein schnitt 29a in derselben in Eingriff gelangt.
Dadurch hebt der Stift 28 auf dem kürzeren Arm des Einstellhebels \?9 den Schwerkraft- Auslösehebel in die Sperrstellung in bezug auf den Vorsprung 21a des Steuerlenkers 21, so dass die Teile für eine erneute Abgabe bereit sind. Die Steuereinrichtung für Flüssigkeits- mess- und Ausgabeapparate wie vorstehend beschrieben ist einfach und robust in ihrer Konstruktion und gestattet die volle Abgabe während annähernd des ganzen Ausgabevor ganges.