<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 238496. Sicherheitsventil, insbesondere für Dampfkochtöpfe. Das Hauptpatent betrifft ein insbesondere für Dampfkochtöpfe bestimmtes Sicherheits ventil, bei welchem ein mit einem konischen Ventilsitz eines Unterteils zusammenwirkender federbeeinflusster Ventilkegel mittels eines i3olzens in einem seitliche Auslassöffnungen aufweisenden Gehäuse gelagert ist, wobei der das Gehäuse, den Ventilkegel, den Bolzen und eine Druckfeder aufweisende Oberteil, 7w eeks Erleichterung der Reinigung, als Ganzes wegnehnibar auf den Unterteil aufgeschraubt ist..
Eine Weiterbildung dieses Sicherheits ventils ist dadurch gegeben, dass nach vorlie gender Erfindung ein mit einem konischen Ventilsitz eines Unterteils zusammenwirkender federbelasteter, kegelförmiger Ventilkörper mittels eines Bolzens in einem seitliche Aus lassöffnungen aufweisenden Gehäuse angeord net ist, und dass der Ventilkörper sowie des sen Bolzen von einem federbelasteten Anzeige schaft durchsetzt ist, der durch Dampfdruck aus dein Gehäuse heraus bewegt werden kann, wobei der das Gehäuse, den Ventilkörper samt Bolzen, den Anzeigesehaft sowie die Federn aufweisende Oberteil, zwecks Erleichterung der Reinigung, als Einheit wegnehinbar auf den Unterteil aufgeschraubt ist.
Der Anzeigeschaft, der massiv oder unter Umständen rohrförmig sein kann, stellt ein den Dampfdruck anzeigendes optisches Signal dar; hei rohrförmiger Ausführung des An zeigesehaftes wird vorteilhafterweise dessen äusserer Mündung ein federbelasteter Ventil- körper zugeordnet, der sich in einem am An zeigeschaft lösbar befestigten Aufsatz befin det, welcher durch Anschlagen an der Aussen seite des Gehäuses die Ruhelage des Anzeige schaftes bestimmt.
In beigefügter Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im Axialschnitt veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 das Sicherheitsventil gemäss erstem Beispiel im Ruhezustand, Fig. 2 den Anzeigeschaft aus der Ruhelage verschoben, Fig. 3 das Sicherheitsventil gemäss zweitem Beispiel im Ruhezustand, Fig. 4 den Zustand dieses Ventils mit aus der Ruhelage verschobenem Anzeigeschaft und Fig. " 5 einen Einzelteil (Aufsatz mit. in Ruhelage festgelegtem Ventilkörper) dieses zweiten Ausführungsbeispiels.
Das Sicherheitsventil nach Fig.1 und 2 besitzt. einen Unterteil, gebildet durch eine Gewindehülse 1, die mittels eines Gewinde ringes 2 am Deckel 3 eines Druckgefässes be festigt ist; 4 ist. ein dazwischengelegter Dich tungsring aus Leichtmetall und Fiber. Auf die Gewindehülse 1 ist das Gehäuse 5 aufge schraubt, das am Umfang Auslassöffnungen 6 aufweist. In einer Ausnehmung der Decke des Gehäuses 5 ist durch seinen Bolzen 7 der Ven tilkörper 8 verschiebbar geführt, welcher einen Kegelstumpf darstellt und mit dem an der Gewindehülse 1 gebildeten konischen Sitz 9 zusammenwirkt.
Zwischen dem Ventilkörper 8 und dem Gehäuse 5 ist eine Druckfeder 10 angeordnet, welche bestrebt ist, den Ventil körper 8 auf den Sitz 9 zu drücken, Eine deri Ventilkörper 8 und den Bolzen 7 dureliset- zende abgestufte axiale Bohrung nimmt den Anzeigeschaft 14 auf, der auf diese Weise ver schiebbar geführt ist. Am Anzeigesehaft 14 ist eine auf ihn aufgeschobene Druckfeder 15 wirksam, die sich auf je einer Schulter des Anzeigeschaftes 14 sowie des Bolzens 7 ab stützt.
Der Anzeigeschaft 14, der den Ventil körper 8 samt Bolzen 7 und die Decke des CTe- häuses 5 durchsetzt, trägt oben einen ausser halb des Gehäuses 5 befindlichen, mittels Schrauben lösbar befestigten Kopf 16, wel- eher gemäss Fig.1 an der Decke des -Gehäuses 5 anschlägt, wodurch die Ruhelage des An zeigeschaftes 14 bestimmt ist. An die Unter seite des Kopfes 16 schliesst eine Anzeigehülse 17 von gewisser Länge an, die passend auf eine Absetzung des Schaftes 14 aufgeschoben ist und am Umfang eine Skala aufweisen kann.
Wie ohne weiteres erkennbar ist, ist durch den Kopf 16 über den Anzeigeschaft zugleich der hohle Ventilbolzen 7 samt Ventilkörper 8 mit dem Gehäuse 5 zu einer auch die beiden Druckfedern 10 und 15 enthaltenden Einheit verbunden, welche den Oberteil des Ventils darstellt. Dieser Oberteil kann somit. als Gan zes von der am Deckel 3 festgehaltenen Hülse 1 abgenommen werden, wodurch jederzeit eine gründliche Reinigung des Ventils möglich ist; durch Wegnehmen des Kopfes 16 vom An zeigeschaft 14 können die Teile 5, 7 und 14 voneinander getrennt werden, wodurch sich der Oberteil ganz in seine Bestandteile zer legen lässt.
Das beschriebene Sicherheitsventil kann z. B. als Notventil an einem Dampfkochtopf angeordnet sein, wobei an diesem zweek- mä.ssigerweise noch ein Betriebs- bzw. Haupt ventil vorgesehen ist. Unter normalen Be triebsbedingungen wird der Kochvorgang durch das Hauptventil überwacht, während das Notventil sich im Ruhezustand nach Fig.1 befindet. Sobald aber im Kochtopf ein gewis ser Dampfdruck erreicht wird, so wird am Not- bzw.
Sicherheitsventil der Anzeigeschaft 14 entgegen dem Einfloss seiner Druckfeder 15 mehr und mehr aufwärts bewegt, wobei die Anzeigehülse 17 dementsprechend von aussen sichtbar wird bzw. das Ansteigen des Dampfdruckes im Kochtopf anzeigt. (Fig. '22). Bei anormalen Betriebsbedingungen des Koch topfes, das heisst. wenn der Da,mpfdruek über einen vorbestimmten Wert ansteigt, wird der Ventilkörper 8 (unter Spannen seiner Druck feder 10) durch den Dampfdruck vom Sitz 9 abgehoben, so dass in der Folge überschüssiger Dampf durch die Auslassöffnungen 6 abzieht;
diese Öffnungen 6 ermöglichen im Vergleich zum Betriebsventil einen grösseren Dampf abzug in der Zeiteinheit.
Gewünschtenfalls kann der Kopf 16 des, Anzeigeschaftes 14 mit. der Hand erfasst wer den, uni den Anzeigeschaft 14 axial am Ge häuse 5 zu verschieben, wobei unter entspre- ehendem vorübergehendem Zusammendrücken bzw. Spannen der Federn 15 und 10 sieh auch der hohle Bolzen 7 samt Ventilkörper 8 mit verschiebt; es bewirkt. dies ein Selbstreinigen genannter Teile.
Im Unterschied zum beschriebenen Aus führungsbeispiel ist bei demjenigen gemäss Fig. 3 bis 5 ein rohrförmiger Anzeigesehaft 14 vorgesehen, dessen über die Decke des Ge häuses 5 vorstehender Oberteil auf dein Ge winde 14' einen kappenförinigen Aufsatz 16' aufnimmt, und das ferner eine vorn untern Ende des Gewindes 7.4' bzw. des Aufsatzes 16' aus ,abwärtsgehende Anzeigestrecke 7.7 von gewisser Länge, nämlich bis zu einer Kerbe 18 besitzt;
die Anzeigestrecke 17 kann eine Skala aufweisen. Der Aufsatz<B>16'</B> sitzt gemäss Fig. 3 mit. seinem untern Ende auf der Decke des Gehäuses 5 auf, wodurch die Ruhela-e des Anzeigesehaftes 14 bestimmt ist. Der Aufsatz 16' ist mit einem konischen Ventilkörper 19 ausgerüstet, dessen Schaft die Decke des Auf satzes 16' durchsetzt und an seinem obern Ende einen kugeligen Griffknopf 20 hat.
Der durch eine Druckfeder 21 belastete koniselie Ventilkörper 19 ist, an seinem Schaft mit einem (Auerstift 22 versehen, welcher 711m Zu sammenwirken mit der Decke des Aufsatzes 16' bestimmt ist:
die in dieser Decke für den Durchtritt des genannten Ventilschaftes vor handene runde Offnung besitzt zwei einander diametral gegenüberstellende Ausweitungen 23, welche den Durchtritt des Querstiftes 22 gestatten, wenn dieser durch entsprechendes Drehen des Ventilkörpers 19 mittels des Griff knopfes 20 in eine Stellung gebracht wird, in welcher dieser Querstift. 22 den erwähnten Ausweitungen 23 gegenübersteht. Im Bereicb des Ventilkörpers 19 sind am Aufsatz 16' ein ander gegenüberstehende Öffnungen 24 für den Dampfaustritt vorgesehen.
Gemäss Fig.3 schliesst, der konische Ven tilkörper 19 den rohrförmigen Anzeigeschaft 14 an seinem als Ventilsitz dienenden obern bzw. äussern Ende ab. Der Anzeigesehaft 14 ist durch eine Druckfeder 25 belastet, welche sich mit dem einen Ende auf einer Absetzung des Anzeigeschaftes 14 und mit, dem andern Ende am einwärts gerichteten obern Kranz 7' des vom Anzeigeschaft 14 durchsetzten Hohlbolzens 7 des Ventilkörpers 8 abstützt, der einen Kegelstumpf darstellt.
Der Ventil körper 8, welcher auf dem Anzeigeschaft 14 verschiebbar geführt ist, wirkt mit. dem an der Gewindehülse 1 vorhandenen konischen Sitz 9 zusammen; die Druekfeder 10 ist. be strebt, den Ventilkörper 8 auf den Sitz 9 zii drücken.
Wie ohne weiteres erkennbar ist, bildet das Gehäuse 5 mit dem an ihm angeordneten An zeigescliaft 1.1 samt dein Aufsatz 1.6' mit dem Ventilkörper 19 sowie mit dein Ventilbolzen 7 und dem Ventilkörper 8 samt den Federn 10, 21 und 25 ein zusammenhängendes Ganzes, welelles den Oberteil des Ventils darstellt und als Einheit von der am Deckel 3 festgehal tenen Hülse 1 abgenommen werden kann, wo durch jederzeit. eine gründliche Reinigung des Ventils möglich ist.; durch Abschrauben des Aufsatzes 76' vom Anzeigeschaft 14 können die Teile 5, 7 und 14 voneinander getrennt werden, wodurch sich der Oberteil ganz in seine Bestandteile zerlegen lässt.
Angenommen, das Sicherheitsventil gemäss dieser zweiten Ausführungsart sei an einem Dampfkochtopf angeordnet. Sobald im Koch topf ein gewisser Dampfdruck erreicht wird, so wird am Sicherheitsventil der Anzeigeschaft 1-1 entgegen dein Einfluss seiner Druekfeder 25 mehr und mehr aufwärts bewegt, wobei die Anzeigestrecke 17 dementsprechend das Ansteigen des Dampfdruckes im Kochtopf aussen sichtbar anzeigt.
Wenn der Dampf druck über einen vorbestimmten Wert an steigt, so wird der Ventilkörper 19 (unter Spannen seiner Druckfeder 21) durch den Dampfdruck von seinem Sitz am Anzeige scllaft 14 abgehoben, so dass in der Folge überschüssiger Dampf durch die Öffnungen \'4- des Aufsatzes 16' abzieht (Fig.4). Über steigt der Dampfdruek weiterhin einen vorbe stimmten Wert, dann wird der Ventilkörper e (unter Spannen seiner Druckfeder 10) durch den Dampfdruek von seinem ortsfesten Sitz 9 abgehoben, worauf auch durch die im Ge häuse 5 vorhandenen Offnungen 6 Dampf ab zieht.
Gewünschtenfalls kann nach eingetretener Dampfbildung der Ventilkörper 19 mittels des Griffknopfes 20 mit der Hand hochgezogen und in der in Fig. 5 gezeichneten Lage fixiert werden, in welcher der am Schaft. des Ventil körpers 19 vorhandene Querstift 22 auf der Oberseite des Aufsatzes 16' aufsitzt. Dabei ist vom Ventilkörper 19 die obere Mündung des rohrförmigen Anzeigeschaftes 14 vollständig freigelegt, so dass aus letzterem entsprechend Dampf ausströmen kann. In diesem Zustand des Ventils kann längere Zeit unter an nähernd gleichen Betriebsbedingungen weiter gekocht werden.
Falls anormale Betriebsbedin gungen eintreten, indem der Dampf einen ent sprechenden vorbestimmten Wert überschrei tet, dann wird durch den Dampfdruck der Ventilkörper 8 von seinem Sitz abgehoben.