Verfahren zum Färben und bzw. oder Bedrucken oder optischen Aufhellen von Textilgut.
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Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Färben und bzw. oder Bedrucken oder optischen Aufhellen von Textilgut, wie Fasern, Fäden, Flocken, Gewebe und Gewirke, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass das Tex tilgut in Gegenwart alkalisch wirkender Mittel mit Farbstoffen oder optischen Aufhellern, die ein oder mehrere, vorzugsweise über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel gebundene umsetzungs- fähige.
Vasserstoffatome aufweisen oder ein oder mehrere solche Wasserstoffatome während der Durchführung des Verfahrens bilden, und mit ungefärbten Verbindungen, die zwei oder mehr über Stickstoff oder Sauerstoff gebundene H2C=CH-S02-Gruppen tragen oder zwei oder mehr solche Gruapen wuhrend der Durchführung des Verfahrens bilden, erforderlicnenfalls bei erhöhter Tempe- ratur, behandelt.
Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf das nach dies@m Verfahren gefärbte und bsw. oder bedruckte oder optisch aufge- hellte Textilgut, vorzugswei se auf Textilgut aus CslluZobe.
Schliesslich bezieht sich die Erfindung auch auf Bader zum FarbenoderoptischenAufhellenundDruckpasten,dieau-. den zuvor erwähnten Farbstoffenbzw.optischenAufhell-"nti ungefärbten Verbindungen uer oben gekennzeichneten Art," ; e- benenfallssusammenmitDispergiermittelnund/oderSchutj.kol- loiden enthalten.
Das neue Verfahren dient nicnt nur zum Farben un@ @ Bedrucken bzw. optischen Aufnellen von Textilgut, wie fasera, Faden, Flocken, Geweben und Gewirken aus polyhydroxylierterrL Faser.':u,"A'ionativerun/odürrnrterterCeluno;c'c?r
Faser@u@, wio nativer und/oder regenerierter Cellulose, ocer aus nat rlichen oder synthetischen Polyamiden. Es eignet sic@ ferner zum F@rben und/oder Bedrucken bzw. optischen Aufhellen von Textilgut aus Polymerisationsprodukten niedermolekularer Alkylene, z .B.
Polypropylen, aus Polyacrylnitril oder aus @ polymorisaten des Acrylnitrils mit anderen Vinylverbinaun en, beishiel sweise aus 95 @ Acrylnitril und 5 @ Methacrylsaure- methylester, aus 95 ; Acrylnitril und 5 % Vinylpyridin oder aus 40 Acrylnitril und 60 ó Vinylchlorid. Das neue Verfahren ist auch zur Anwendung auf Textilgut aus linearen Polyestern, z. B. aus Polyäthylenglykoltherephthalat oder auf Basis von Terephthalsäure und p-Dimethylolcyclohexan, brauchbar.
Als alkalisch wirkende Mittel verwendet man zweckmässig stark alkalisch wirkende Mittel. Solche Mittel sind vorzugsweise anorganische Mittel, z. B. insbesondere Alkalimetallhydroxyde oder-carbonate, wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumcarbonat oder haliumcarbonat, aber auch solche Verbin dungen, die unter den üblichen Bedingungen des Färbens oder Bedruckens in stark alkalisch wirkende Mittel übergehen, beispielsweise Alkalimetallbicarbonate, wie Natrium-oder Kaliumbicarbonat, sowie Di-oder Trialkalimetallphosphate, wie Dinatriumphosphat oder Trinatriumphosphat. Es können auch Gemische zweier oder mehrerer alkalisch wirkender Mittel verwendet werden.
Als Farbstoffe seien Azofarbstoffe, wie Mono-, Disoder Polyazofarbstoffe, Metallkomplexfarbstoffe, Anthrachinon- farbstoffe, Azomethinfarbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe, Oxazinfarbstoffe, Dioxazinfarbstoffe oder Tetrazaporphinfarbstoffe, wie Phthalocyaninfarbstoffe, Acridinfarbstoffe, Azinfarbstoffe, Benzo-und Naphthochinonfarbstoffe, Chinophthalone, Ini ois rbstoffe, Inophenole, Indoaniline, Indamine, Leu ko!üpenr3.rbstoff-ster,i'--i'hr.hanrf)iUrbstoffe,Ni'ro.und Induline, Nitro-und Nitrosofartstoffe, Oxydationsfartstoffe, Pyrazolonfarbstoffe, Polymethinfarbstoffe, Schwefelfarbstoffe, Stilbenfarbstoffe, Diarylmethanfarbstroffe, Thiazinfarbstoffe, Thiazolfarbstoffe, Thioxanthonfarbstoffe und Xanthenfarbstoffe genannt.
Ais optische Aufheller seien z. B. fluoreszierende Verbindungen der Stilben-, Benzimidazol-, Benzoxazol- oder Benuthiazolreihe erwÏhnt. Man kann nach der Erfindung auch von Gemischen zweier oder mehrerer Fartst. orfe ausgehen.
DieFarbstoffederzuvorgekennzeichnetenArttrageneir. oder mehrere, vorzugsweise ber Stickstoff, Sauerstoff und/ oder Schwefel gebondene umsetzungsfÏhige Vasserstoffatome, z.@. in Foi-m von primÏren oder sekundaren Aminogruppen, Sulfon sÏureamidgruppen, SulfonsÏurealkylamid@ruppen, wie solche mit niedernolekularenAlkylresten,Sulforsurearylaidruppen,i.'' SulfonsÏureanilidgruppen, CarbonsÏureamidgruppen, CarbonsÏurealkylamidgruppen, wie solche mit niedermolekularen Alkylresten, Hydroxylgruppen und/oder Sulfhydrylgruppen.
Von besonderem technischen Interesse sind diejenigen Farbstoffe, die ein oder mehrere umsetzungsfähige Vasserstoffatome in Form von HO-A1kylen-Gruppen, H2N-Alkylen-Gruppen und/oder SulfonsÏurealkyl amidruppen mit vorzugsweise niedermolekularen Alkylengruppen bzw. Alkylgruppen enthalten, beispielsweise Farbstoffe mit H2N-SO2-Gruppen, HO-CH2-CH2-Gruppen, H2N-CH2-CH2-Gruppen, HO-CH2-CH2-NH-SO2-Gruppen und/oder H3C-NH-SO2-Gruppen.
Es kom men jedoch auch Farbstoffe für das Verfahren nach der Erfindung in Betracht, die ein oder mehrere über Kohlenstoff gebundene, umsetzungsfähige Wasserstoffatome aufweisen, beispielsweise der Farbstoff der Formel
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<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> CATCH
<tb> ickelphthalocyani.-S02-N- <SEP> -N
<tb> <SEP> | <SEP> \NaC-CH3
<tb> <SEP> CHg <SEP>
<tb> der nach dem Verfahren der Schweizer Patente 353 718 und 354 191 erhältlich ist. Farbstoffe, die ein oder mehrere, vorzugsweise über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel gebundene, umsetzungsfähige Wasserstoffatome während des Färbe-und bzw. oder Druck-bzw. optischen Aufhellverfahrens bilden, sind beispielsweise Farbstoffe mit Methylenäthergruppen oder Methylenestergruppen.
Diese Gruppen gehen während des Verfahrens in Methylolgruppen über.
Das oder die aktiven Wasserstoffatome befähigen diese Farbstoffe oder optischen Aufheller, nach Art einer sogenannten Michael-Addition zu reagieren.
Das neue Verfahren kann sowohl mit Farbstoffen bzw. optischen Aufhellern, die frei von wasserlöslichmachenden Gruppen sind, als auch mit wasserlöslichen Farbstoffen durchgeführt werden. Letztere Farbstoffe tragen in der Regel eine oder mehrere Sulfonsäure-und/oder Carboxylgruppen als wasserlöslich- machende Gruppen. Vorteilhaft kann man Farbstoffe, die eine oder mehrere Sulfonsäurealkyhmidgruppen, wie Sulfonsäure- (ss- hydroxyäthyl)-amidgruppen oder Sulfonsäuremethylamidgruppen, als wasserlöslichmachende Gruppen enthalten, für das Verfahren nach der Erfindung verwenden.
Die verwendeten Farbstoffe können substantiv sein, sie können aber auch sogenannte Reaktivfarbstoffe sein, die befähigt sind, mit dem zu färbenden oder zu bedruckenden Gut eine chemische Bindung einzugehen. Bei substantiven Farbstoffen bewirkt das neue Verfahren eine Verbesserung der Echtheitseigenschaften der Färbungen und Drucke, und bei Reaktivfarbstoffen wird durch das neue Verfahren der Anteil an auf dem Färbegut waschecht fixierten Farbstoffen erhöht und damit die Ausgiebigkeit von Reaktivfarbstoffen wesentlich verbessert.
Will man nach dem neuen Verfahren bei Temperaturen unterhalb von 100 C arbeiten, so verwendet man dabei vorteilhaft wasserlösliche Farbstoffe der oben genannten Art, die frei von stark sauren wasserlöslichmachenden Gruppen, wie Carboxylgruppen und/oder Sulfonsäuregruppen, sind und die ausserdem mehr als ein umsetzungsfähiges Wasserstoffatom aufweisen.
Als ungefärbte Verbindungen, die zwei oder mehrere über Stickstoff gebundene H2C=CH. S02-Gruppen tragen, verwendet man eine oder mehrere vorteilhaft mindestens trifunktionelle Verbindungen, vorzugsweise die durch Umsetzung des in der Zeit schrift"Journal of Organic Chemistry", Band 23, 1958, auf Seiten 729-731 beschriebenen Vinylsulfonsäureamids mit Formaldehyd erhältliche Verbindung, die auf Grund ihrer Bruttozusammensetzung und ihres Molgewichts wahrscheinlich die Konstitution eines Hexahydro-1, 3, 5-trivinylsulfonyl-s-triazins (bzw. eines N, N', N"-Trivinylsulfonyl-trimethylen-triamins) der Formel
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aufweist.
Ungefärbte Verbindungen, die befähigt sind, zwei oder mehr über Stickstoff gebundene H2C-CH. S02-Gruppen während der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung zu bilden, sind beispielsweise ungefärbte Verbindungen, die zwei oder mehr über Stickstoff gebundene ss-Chloräthylsulfonylgruppen tragen, sowie deren durch Einwirkung von tertiären Aminen, wie Pyridin, Chinolin, DJ-Methylimidazol oder N-Vinylimidazol, auf diese Verbindungen erhältlichen quaternären Derivate.
Aber auch ungefärbte Verbindungen, die zwei oder mehr über Stickstoff gebundene ss-Hydroxyäthylsulfonylgruppen aufweisen, die mit starken sauerstoffhaltigen Säuren, beispielsweise Schwefelsäure oder deren organischen Abkömmlingen, wie aliphatischen oder aroma tischen Sulfonsäuren, verestert sind, kommen für das neue Verfahren in Betracht.
Als ungefärbte Verbindung, die zwei über Stickstoff gebundene H2C=CH. SO 2-Gruppen trägt, sei das nach Beispiel 9 der schweizerischen Patentschrift 294 014 durch Umsetzung von Benzidin mit Carbylsulfat erhältliche Bis- (äthensulfonyl)- benzidin (bzw. Bis- (vinylsulfonyl)-benzidin) der Formel
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besonders erwähnt.
Ungefärbte Verbindungen, die zwei oder mehrere über Sauerstoff gebundene H2C=CH. SO 2-Gruppen tragen, sind beispielsweise bifunktionelle Verbindungen, wie die Verbindungen der Forrneln
EMI8.2
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oder trifunktionelle Verbindungen, wie die Verbindung der Formel
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Diese Verbindungen sind nach dem aus der deutschen Patentschrift Nr. 1 094 735 bekannten Verfahren erhältlich.
Die Fixierung der Farbstoffe auf dem Färbegut ist nach dem neuen Verfahren bereits bei gewöhnlicher Temperatur, d. h. bei ungefähr 15 bis 30 C, möglich. Zweckmässig fixiert man jedoch die Farbstoffe in üblicher Weise, z. B. durch Dämpfen oder durch trockenes Erhitzen, bei Temperaturen zwischen 30 und 200 C, vorzugsweise zwischen 40 und 150 C, sofern das zu färbende und/oder zu bedruckende bzw. optisch aufzuhellende Gut die Anwendung dieser Temperaturen erlaubt.
Die Dauer des Fixiervorganges kann in weiten Grenzen schwanken, da sie von der Natur der jeweils verwendeten Farbstoffe, der ungefärbten polyfunktionellen Verbindungen, der alkalisch wirkenden Mittel und des Färbegutes, sowie von der Fixiertemperatur abhängig ist ; sie lässt sich jedoch durch Versuche leicht ermitteln.
Yorteilhaft fixiert man die Farbstoffe auf Textilgut aus Cellulose durch Dämpfen oder durch trockenes Erhitzen bei 70 bis 150 C. In diesem Temperaturbereich ist die Fixierung der Farbstoffe in der Regel innerhalb von ungefähr 5 bis 10 Minuten beendet.
Man kann das Verfahren nach der Erfindung durchführen, indem man das zu färbende und/oder zu bedruckende bzw. optisch aufzuhellende Gut mit den alkalisch wirkenden Mitteln, den Farbstoffen und mit den ungefärbten Verbindungen der oben gekennzeichneten Art nacheinander und in beliebiger Reihenfolge behandelt. Vorzugsweise behandelt man das Färbegut dabei mit Bädern oder Druckpasten, die gleichzeitig die alkalisch wirkenden Mittel, die Farbstoffe bzw. optischen Aufheller und die ungefärbten Verbindungen, die zwei oder mehrere über Stickstoff gebundene CH 2. CH-SO-Gruppen tragen oder zwei oder mehr solche Gruppen während der Durchführung des Verfahrens bilden, enthalten.
Es ist jedoch von Vorteil, wenn das alkalisch wir- kende Mittel und die ungefärbte Verbindung, die zwei oder mehr über Sauerstoff gebundene CHsCH-S0-Gruppen trägt oder zwei oder mehr solche Gruppen während der Durchführung des Verfahrens bildet, nicht ein und demselben Behandlungsbad und/ oder ein und derselben Druckpaste angehören. Dasso behandelte Gut wird sodann in üblicher Weise gespült, erforderlichenfalls geseift und fertiggestellt.
Dabei kann es von Interesse sein, von Farbstoffpräparaten auszugehen, die ausser den Farbstoffen die ungefärbten polyfunktionellen Verbindungen der oben gekennzeichneten Art, gegebenenfalls zusammen mit Dispergiermitteln und/oder Schutzkolloiden und/oder Färberei-oder Druckerei- hilfsmittel enthalten.
Die ungefärbten polyfunktionellen Verbindungen werden zweckmässig gemeinsam mit Dispergiermitteln in feinverteilter Form oder als Lösungen in wassermischbaren Lösungsmitteln verwendet. Als wassermischbare Lösungsmittel kommen dafür vor allem Dialkylcarbonsäureamide, wie Dimethylformamid oder Dime thylacetamid, Lactame, wie N-Methyl-2-pyrrolidon, Aether, wie Glykoläther oder Tetrahydrofuran, aber auch Alkohole, wie Methanol, Aethanol oder Isopropanol, Ketone, wie Aceton, und/ oder organische Säuren, wie Ameisensäure oder Essigsäure, in Betracht.
Die Bäder und Druckpasten der erfindungsgemässen Art können ausser alkalisch wirkenden Mitteln, Farbstoffen bzw. optischen Aufhellern und ungefärbten polyfunktionellen Verbindungen die üblichen Färbereihilfsmittel oder Druckereihilfs- mittel enthalten, sofern diese Mittel nicht mit den für das Verfahren erforderlichen Ausgangsstoffen in unerwünschter Weise reagieren. Derartige Färbereihilfsmittel und/oder Druckereihilfsmittel sind beispielsweise oberflächenaktive Verbindungen, wie Alkylsulfonate, oder Verbindungen, die die Wanderung der Farbstoffe verhindern, wie Natriumacetat, oder Mittel, die die Löslichkeit und die Fixierung der Farbstoffe verbessern, wie Harnstoff, oder Verdickungsmittel, z.
B. Oel-in-Wasser-Emul- sionen, Tragantverdickungen, Alginate oder Methylcellulose.
In der Regel werden die Färbebäder und Druckpasten auf das zu behandelnde Gut durch Imprägnieren mittels eines Foulards oder durch Bedrucken aufgebracht. Bei Textilgut aus Cellulose ist es auch möglich, gleichzeitig mit dem neuen Färbe-und/oder Druck-bzw. optischen Aufhellverfahren eine sogenannte Hocimveredlung des Gutes, z. B. eine Knitterfest Ausrüstung, vorzunehmen.
Für das neue Verfahren zum Färben und bzw. oder Bedrucken oder optischen Aufhellen von Textilgut verwendet man im allgemeinen je 100 Teile ein oder mehrere vorzugsweise über Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel gebundene umsetzungsfähige Wasserstoffatome aufweisenden Farbstoffs ungefähr 10 bis 2GO Teile eines alkalisch wirkenden Mittels und ungefähr 20 bis 400 Teile einer ungefärbten Verbindung, die zwei oder mehrere über Stickstoff gebundene H2C=CH-S02-Gruppen trägt oder zwei oder mehr solehe Gruppen während der Durchführung des Verfah- rens bildet.
Die nach der Erfindung erhältlichen Färbungen und Drucke zeichnen sich im allgemeinen durch vorzügliche Nassechtheitseigenschaften aus. Auf Baumwolle erhält man nach dem neuen Verfahren Färbungen, die in der Farbstärke und in der Waschechtheit solche Färbungen erheblich übertreffen, die nach dem im"Textile Research Journal", 1961, S. 84-86, beschriebenen Verfahren erhalten werden. Geht man von wasserlöslichen Farbstoffen aus, so empfiehlt es sich, solche Farbstoffe zu verwenden, die nur eine geringe Affinität zum Färbegut aufweisen, weil dadurch das Auswaschen von etwa nicht fixierten Farbstoffan. teilen erleichtert wird. Mit wasserunlöslichen Farbstoffen erhält man nach dem neuen Verfahren Färbungen und Drucke von bemerkenswert guter Reib-und Lösungsmittelechtheit.
Ein wesentlicher Vorzug des Verfahrens nach der Erfindung vor den aus dem Schrifttum bekannten Färbe-und Druckverfahren mit sogenannten Reaktivfarbstoffen besteht darin, dass man für das neue Verfahren Farbstoffe ohne sogenannte"reak- tive"Gruppen verwenden kann, die im Gegensatz zu Reaktivfarbstoffen praktisch unbegrenzt lagerfähig sind und die sich mit Hilfe der polyfunktionellen Verbindungen der oben gekennzeich.neten Art in sehr einfacher Weise und innerhalb sehr kurzer Zeit fixieren lassen.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozentzahlen sind, soweit nicht anders angegeben, Gewichtseinheiten. Die Raumteile verhalten sich zu den Gewichtsteilen wie das unter Normalbedingungen abgemessene Liter zum Kilogramm.
Beispiel 1
20 Teile des Natriumsalzes des 1 : 2-Cobaltkomplexes des Farbstoffes der Formel
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der nach der in der deutschen Patentschrift 535 472 erläuterten Weise erhältlich ist, werden in 1000 Raumteilen einer wässrigen Mischung gelöst, die 20 Teile Natriumcarbonat und 100 Teile einer 10-%igen Lösung der auf Seite 7 der Beschreibung erwähnten trifunktionellen Verbindung, die durch Umsetzung von 1 Mol Vinyy- sulfonsäureamid mit 1 Mol Formaldehyd erhältlich ist, in Dimethylformamid enthält. Die genannte trifunktionelle Verbindung kann wie in den letzten vier Absätzen dieses Beispiels beschrie- ben hergestellt werden. Mit dieser Lösung wird Baumwollgewebe geklotzt, getrocknet und danach ungefähr 5 bis 8 Minuten bei 100 C gedämpft.
Sodann wird das Gewebe wie üblich gespült und kochend geseift. Dabei wird nur eine geringe Menge Farbstoff ausgewaschen. Man erhält eine Bordeaux-Färbung von sehr guten Nassechtheitseigenschaften.
Mit 10 Raumteilen 50-% iger Natronlauge anstelle von 20 Teilen Natriumcarbonat erhält man ähnlich gute Färbungen.
Verwendet man statt des oben angegebenen Cobaltkomplex- farbstoffes 20 Teile des entsprechenden Chromkomplexfarbstoffes, so erhält man violette Färbungen mit ebenfalls sehr guten Nassechtheitseigenschaften.
Verwendet man statt des oben angegebenen Baumwollgewebes ein Gewebe aus Polyäthylenglykolterephthalat und anstelle von 20 Teilen Natriumcarbonat 10 Teile einer etwa 32 igen wässrigen Natriumhydroxydlösung, so erhält man eine Bordeaux Färbung.
Das oben erwähnte Kondensationsprodukt aus Vinylsulfon- säureamid und Formaldehyd, dem wahrscheinlich die auf Seite 7 genannte Formel zukommt, wird durch Reaktion von Vinylsulfon- säureamid und Formaldehyd in der Wärme und in saurem Medium erhalten. Der Formaldehyd wird vorwiegend in wässriger Lösung an- gewandt. Jedoch lässt sich die Reaktion auch mit polymerem For maldehyd oder Formaldehydderivaten, die leicht Formaldehyd ab@e- ben, wie Paraformaldehyd, 1, 3, 5-Trioxan, Hexamethylentetramin usw., durchführen.
Das moiare Verhältnis von Vinylsulfonamid zu Formaldehyd beträgt etwa 1 : 1. Jedoch kann der Formaldehyd auch im Unterschuss oder Ueberschuss bis zum molaren Verhältnis 0, 5 bis 2, 0 : 1 angewandt werden.
Die Reaktionstemperatur beträgt etwa 0 bis 150 vorzugsweise 70 bis 10W C. Die Reaktion wird in Gegenwart sauver reagierender StoW'fe, z. B. Schwefelsäure, Phosphorsäure, Poly phosphorsäure usw., durchgeführt. Nach Beendiging der Kondensation, die etwa 2 bis 2 Stunden dauert, wird das Reaktionsge- misch abgestumpft, neutralisiert oder schwach alkalisch gemacht.
Das Kondensationsprodukt wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen.
Es ist farblos und zersetzt si ch zwischen 130 und 200 C.
Zum Beispiel werden 54 Teile Vinylsulfonsäureamid mit 15 Teilen Paraformaldehyd und 0, 8 Teilen konzentrierter Schwe- felsäure 1 1/2 Stunden auf 80 bis 85 C erwärmt. Der erhaltene klare, etwas gelbliche Sirup wird anschliessend so lange mit einer 10-µ"igen wässrigen Lösung von Natriumhydroxyd gerührt, bis das Produkt fest geworden ist. Man erhält nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen 48 Teile eines farblosen Produktes, entsprechend 80', °0 der Theorie. Je nach der Art des Erhitzens im Schmelzpunktröhrchen schwankt der Zersetzungspunkt zwischen 130 und 200 C.
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 20 Teilen des Natriumsalzes des Farbstoffs der Formel
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(erhältlich durch Kuppeln von diazotiertem 4-Aminophenyl- ¯hydroxy-3- (N, N-bis-2-hydroxyÏthyl)-aminopropyl]-Ïther mit l-Hydroxy-8-acetylaminonaphthalin-3, 5-disulfonsäure) und 30 Teilen Natriumbicarbonat wird in eine Mischung von 470 Raumteilen Wasser, 80 Raumteilen einer 10-% igen Lösung der im Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd erhältlichen Verbindung in Dimethylformamid und 400 Teilen Natriumalginat-Verdickung (die 40 Teile Trockensubstanz in 1000 Teilen enthält) eingerührt.
Mit der so erhaltenen Druckpaste wird Baumwollgewebe bedruckt, getrocknet und sodann ungefähr 5 bis 8 Minuten lang bei 100 C gedämpft. Danach wird das bedruckte Gut wie üblich gespült und geseift. Man erhält blaustichig rote Drucke von sehr guten Nassechtheitseigenschaft Beispiel 3
20 Teile eines durch Umsetzung von Kupferphthalocyanin- tetrasulfonsäurechlorid mit Monoacetyläthylendiamin und nachfolgender Abspaltung der Acetylreste erhältlichen Kupferphthalocyaninfarbstoffs, der ungefähr zwei bis drei H03S-Gruppen und ungefähr eine bis zwei H2N. CH2. CH2.
NH02-Gruppen enthält, werden in 1000 Raumteilen einer wässrigen Mischung gelöst, in 20 Teile Natriumcarbonat, 250 Raumteile einer 10-% igen Lösung der in Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd erhältlichen Verbindung und 200 Teile Harnstoff enthält. Mit dieser Lösung wird Baumwolle impräg- niert, getrocknet und sodann 5 Minuten lang bei 150 C thermofixiert (d. h. trocken auf 150 C erhitzt). Nach der üblichen Nachbehandlung erhält man eine tief türkisblaue Färbung von sehr guten Nassechtheitseigenschaften.
Beispiel 4
Eine Lösung von 20 Teilen des im Beispiel 3 angegebenen Farbstoffs in 1000 Raumteilen Wasser wird mit 10 Raumteilen wässriger Natronlauge 38 Bd und 80 Raumteilen einer 10-% igen Lösung der im Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd erhältlichen Verbindung in Dimethylformamid vermischt. Diese Mischung wird mittels eines Foulards auf Zellwollgewebe aufgebracht. Sodann wird das Gewebe getrocknet und danach bei 100 C gedämpft. Nach der üblichen Fertigstellung des Gutes durch Spülen und Seifen, bei der hier nur eine sehr geringe Menge an Farbstoff durch Aus- waschen verloren geht, erhält man eine türkisblaue Färbung von hervorragenden Nassechtheitseigenschaften.
Beispiel 5
Ein in üblicher Weise mit dem Direktfarbstoff Cotonerol V extra (Colour Index, 2. Auflage 1956, Band 3, Seite 3306, C. I. Nr. 35 430) auf einer Haspelkufe oder auf einem Jigger 2-%in ig gefärbtes Baumwollgewebe wird mit einer Lösung, die in 1000 Raumteilen 20 Teile Natriumcarbonat und 80 Raumteile einer 10-% igen Lösung der im Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd erhältlichen Verbin- dung in Dimethylformamid enthält, geklotzt. Danach wird das Gut getrocknet und sodann ungefähr 5 bis 8 Minuten bei 100 C gedämpft.
Die in dieser Weise erhaltene tief graue Färbung übertrifft eine zum Vergleich lediglich wie für Direktfarbstoffe üblich ausgeführte Färbung durch bessere Nassechtheitseigenschaften.
Beispiel 6
Eine Lösung von 20 Teilen des wie im dritten Absatz beschrieben erhältlichen Kupferphthalocyaninfarbstoffs in 1 (X Raumteilen Wasser wird mit 10 Raumteilen wässriger Natronlau 38 H und 80 Raumteilen einer 10-% igen Lösung der in Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit t Formaldehyd erhältlichen Verbindung in Dimethylformamid vermischt. Mit diesem Gemisch wird Baumwollgewebe geklotzt, 5 Minuten bei 100 C gedämpft, gespült und danach geseift. Man erhält eine sehr farbtiefe türkisblaue Färbung mit hervorragenden Nassechtheitseigenschaften.
Eine mit demselben Farbstoff in der für Reaktivfarbstoffe üblichen Weise zum Vergleich hergestellte türkisblaue Färbung ist erheblich farbschwächer als die nach Absatz 1 er haltene Färbung.
Der oben verwendete Kupferphthalocyaninfarbstoff kann folgendermassen hergestellt werden : Zu einer wässrigen Paste aus 250 Teilen Eis, 250 Teilen Wasser und 50 Teilen Kupferphthalocyanin- 4,4',4",4"'-tetrasulfonsÏurechlorid r hrt man eine Lösung von 30 Teilen des Hydrochlorids von l-Amino-4- chlorbutin-(2) in 150 Teilen Wasser ein und stellt in der Mischung durch Zugabe von 10-% iger wässriger Natriumcarbonat- lösung einen pH-Wert von etwa 7 ein. Man rührt das Gemisch mehrere Stunden bei Raumtemperatur und gibt, wenn sich der pH Wert auch ohne Zugabe von Natriumcarbonatlösung nicht mehr verändert, so viel verdünnte Salzsäure zu, dass ein pH-Wert von 2 bis 3 erreicht wird, filtriert den abgeschiedenen Farbstoff ab und trocknet ihn unter vermindertem Druck bei niedriger Temperatur.
Anstelle des zuvor gekennzeichneten Farbstoffs kann man für das im ersten Absatz erläuterte Färbeverfahren auch Diazomarineblau R (Colour Index, 2. Auflage 1956, Band 3, Seite 3301, C. I. Nr. 35 080), Siriuslichtrotviolett RL (Colour Index, 2. Auflage, 1956, Band 3, Seite 3203, C. I. Nr. 25 410) und den durch Umsetzung von Kupferphthalocyanintrisulfonsäurechlorid mit Ammoniak erhältlichen Farbstoff, der eine H03-S-Gruppe und zwei H2N-S02-Gruppen trägt, als Farbstoffe verwenden.
Weitere Farbstoffe, die für das im ersten Absatz ange gebene Färbeverfahren in Betracht kommen, können durch Vereinigen von diazotiertem l-Aminobenzol-2-sulfonsäure- (ss-amino- äthyl)-amid, von diazotiertem 1-Aminobenzol-4-sulfonsäureamid, von diazotiertem l-Aminobenzol-4-sulfonsÏure-((-hydroxyÏthyl)amid oder von diazotiertem l-Aminobenzol-4-sulfonsäure-bis (ss-hydroxyäthyl)-amid mit den folgenden kupplungsfähigen Verbindungen erhalten werden : Kupplungsfähige Verbindung : Farbton :
1- (2-Chlor-5-sulfophenyl)-3-methylpyrazolon- (5) gelb l-Hydroxynaphthalin-3, 8-disulfonsäure rot l-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure rot
1-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsÏure rot
1-Benzoylamino-8-hydroxynaphthalin-4,6- blaustichis disulfonsäure rot
1-Benzoylamino-8-hydroxynaphthalin-3,6- blausticbig disulfonsäure rot Diese Monoazofarbstoffe liefern Färbungen in den in der Tabell@ jeweils neben den Kupplungskomponenten angegebenen Tönen.
Beispiel 7
20 Teile einer Farbstoff2ubereitung, die 10 Teile d,-3 nach dem Verfahren des deutschen Patents 742 939 erhältlichen Farbstoffs der Formel
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enthält, werden in 1000 Teilen Wasser angerührt und mit 12 Teilen des auf Seite 8 erwähnten Bis- (vinylsulfonyl)-benzidi ;. und 3 Teilen Polyvinylalkohol unter Erwärmen auf 40 bis 50 vermischt. In die auf Raumtemperatur abgekühlte Lösung werden sodann 20 Teile Kaliumcarbonat eingetragen. Mit diesem Färbe- bad wird Baumwollgewebe mit Hilfe eines Foulards imprägniert.
Das Färbegut wird nun getrocknet, 5 bis 8 Minuten bei 100 C gedämpft und danach wie üblich fertiggestellt. Man erhält eine gelbe, sehr gut nassechte Färbung.
Verwendet man statt des oben angegebenen Cobaltkomplexfarbstoffes 20 Teile des entsprechenden Chromkomplexfarbstoffes, so erhält man orange Färbungen mit ebenfalls sehr guten Nass echtheit seigenschaften.
Beispiel 8 2U Teile des unter der Bezeichnung C. I. Direct Violet 48 (Colour Index, 2. Auflage 1956, 3. Band, Seite 3249, C. I. Nr.
29 125) bekannten Disazofarbstoffs, 10 Teile des auf Seite 8 erwähnten Bis- (vinylsulfonyl)-benzidins und 5 Teile des Natri umsalzes eines Mischpolymerisats aus molaren Mengen Styrol und Maleinsäure werden unter leichtem Erwärmen in 1000 Teilen Wasser gelöst. Diese Lösung wird mit 20 Teilen Trinatriumphosphat vermischt und sodann auf Baumwollgewebe aufgebracht. Nach dem Zwischentrocknen wird das Färbegut 5 Minuten bei 100 C gedämpft und wie üblich fertiggestellt. Man erhält violette Färbungen von sehr guten Nassechtheitseigenschaften.
Verwendet man 30 Teile Dinatriumphosphat anstelle von 20 Teilen Trinatriumphosphat, so erhält man ähnlich gute Färbungen.
Beispiel 9
20 Teile des unter der Bezeichnung Anthralanblau FR (Colour Index 2. Auflage 1956, Band 3, Seite 3505, C. I. Nr.
62 150) bekannten Anthrachinonfarbstoffs und 10 Teile einer Mischung aus 8 Teilen der im Beispiel 1 verwendeten, durch Umsetzung von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd erhältlichen Verbindung und 2 Teilen Polyvinylpyrrolidon des K-Wertes 30 werden zusammen in 1000 Teilen Wasser gelöst und mit 20 Teilen Kaliumbicarbonat vermischt. Mit diesem Färbebad wird Baumwollgewebe imprägniert. Das Färbegut wird sodann getrocknet, 8 Minuten bei 100 C gedämpft und danach wie üblich gespült und geseift. Man erhält eine blaue Färbung von sehr guten Nassechtheitseigenschaften.
Beispiel 10
Verwendet man anstelle der in den Beispielen 1, 2 3, 4, 6, 7, 8 und 9 angegebenen Farbstoffe oder Farbstoffsubereitungen jeweils 20 Teile der in den Tabellen I und II gekennzeichneten Farbstoffe und verfährt im übrigen wie in den genannten Beispielen erläutert, so erhält man auf Gewebe aus Baumwolle oder Zellwolle nassechte Färbungen in den in den Tabellen I und II angegebenen Tönen.
Tabelle I Lfd. FarbstoffnaWme Colour Index Colour Farbton Nr. 2. Auflage Index
1956, 3. Band 3. Band
Seitenzahl lfd. Nr.
1 Alizarinuranol BB 3506 62510 grau
2 Seidenechtgrau BB 3076 15715 grau 3 Cellitonechtblaugrün B 3505 62500 blaugrau 4 Cellitonechtrot GG 3017 11210 rot
5 Supraminorange R 3100 17770 orange
6 Palatinechtgelb 3 GN 3051 14006 gelb 7 Palatinechtbordeaux BN 3085 16265 bordeaux
8 Palatinechtgelb 5 GN 3115 19065 gelb
9 Anthralanbordeaux B 3093 17065 bordeaux 10 Supraminbordeaux B 3093 17060 rotviolett 11 Supraminblau R 3092 17055 blau 12 Echtsäureviolett B 3385 45186 violett 13 Wollechtblau FBL 3379 44510 blau Tabelle II
EMI25.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> C1H2CeFCO.
<SEP> NH <SEP> CFN-N-C <SEP> C-CH
<tb> <SEP> 1
<tb> <SEP> PO-C <SEP> N
<tb> <SEP> so3H <SEP> H <SEP> N <SEP> gelb
<tb> <SEP> e0 <SEP> 3s
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> belgi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 594 <SEP> 263)
<tb> <SEP> i
<tb> <SEP> N=N <SEP> so2NH2
<tb> <SEP> '
<tb> <SEP> violett
<tb> <SEP> H2 <SEP> N. <SEP> 02s <SEP> N=N
<tb> <SEP> H <SEP> N. <SEP> 02S <SEP> N=N.
<tb>
<SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> deutschen
<tb> <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 742 <SEP> 939)
<tb> <SEP> =N <SEP> so2 <SEP> NH2
<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> \ <SEP> braun
<tb> <SEP> brun
<tb> <SEP> fi <SEP> ! <SEP> I
<tb> <SEP> H <SEP> N. <SEP> 0 <SEP> N-N-C----C-CH
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 742 <SEP> 939)
<tb>
EMI26.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> OH
<tb> <SEP> 4 <SEP> C1H2 <SEP> ceco. <SEP> NH <SEP> eN-N <SEP> rot
<tb> <SEP> HO <SEP> 3s
<tb> <SEP> rot
<tb> <SEP> H03S
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> belgi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 594 <SEP> 263)
<tb> <SEP> NO
<tb> <SEP> H <SEP> 0 <SEP> Fe
<tb> <SEP> 5 <SEP> H <SEP> 3CNO2s <SEP> 3 <SEP> grün
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 040 <SEP> 720)
<tb> <SEP> H2NNNH2 <SEP> H2
<tb> <SEP> 6 <SEP> Ny <SEP> N <SEP> OH <SEP> NH. <SEP> N <SEP> violett
<tb> HN <SEP> e <SEP> N <SEP> < <SEP> N <SEP> H2
<tb> <SEP> HN <SEP> Non
<tb> <SEP> ,. <SEP> w <SEP> 1 <SEP> 2
<tb> <SEP> HO3s <SEP> so <SEP> 3H
<tb> <SEP> HOgS <SEP> SOgH
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> belgischen
<tb> <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 591 <SEP> 121)
<tb> <SEP> , <SEP> K-upferphthalocyanin.
<tb> <SEP> türkisblau
<tb> <SEP> tiirkisblau
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> aus <SEP> l-Amino-l-aza-4-thia
<tb> <SEP> cyclohexan-4, <SEP> 4-dioxyd <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren
<tb> <SEP> der <SEP> französischen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 930 <SEP> 447).
<tb>
EMI27.1
<tb>
Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> 0 <SEP> H2
<tb> <SEP> g <SEP> 3H <SEP> OCH3 <SEP> blau
<tb> <SEP> NH <SEP> v
<tb> <SEP> ¯
<tb> <SEP> H <SEP> 3c
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> durch <SEP> Umsetzung <SEP> von <SEP> l-Amino-4
<tb> <SEP> bromanthrachinon-2-sulfonsäure <SEP> mit <SEP> 1-Amino
<tb> <SEP> 2, <SEP> 5-dimethoxyanilin)
<tb> <SEP> H2N02S
<tb> <SEP> / <SEP> nô
<tb> <SEP> 9 <SEP> \/t1 <SEP> blaugrau
<tb> <SEP> N-N
<tb> <SEP> cor
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> durch <SEP> Kuppeln <SEP> von <SEP> diazotiertem
<tb> <SEP> l-Hydroxy-2-amino-5-nitrobenzol <SEP> mit <SEP> 2-Hydroxy
<tb> <SEP> naphthalin-6-sulfonsäureamid <SEP> und <SEP> Ueberführung
<tb> <SEP> des <SEP> Monoazofarbstoffs <SEP> in <SEP> den <SEP> 1 <SEP> :
<SEP> l-Chrom-Komplex)
<tb> <SEP> /H2H2
<tb> <SEP> JKupferphthaloeyanin¯7-so <SEP> 2-NH. <SEP> Cli <SEP> 2* <SEP> CH2-NeC-C% <SEP> SO2 <SEP> 2
<tb> 1G <SEP> j <SEP> j
<tb> <SEP> 22/
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> aus <SEP> 1- <SEP> (ss-Aminoäthyl)- <SEP> !
<tb> <SEP> türkisblau
<tb> <SEP> aza-4-thiacyclohexan-4, <SEP> 4-dioxyd <SEP> nach
<tb> <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> französischen <SEP> Patent
<tb> <SEP> schrift <SEP> Nr. <SEP> 930 <SEP> 447)
<tb>
EMI28.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> 11 <SEP> j
<tb> <SEP> 11 <SEP> blaugrün
<tb> <SEP> INickelphthalocyanin3-SO <SEP> ¯NZC
<tb> <SEP> H3
<tb> <SEP> r'u'J
<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> schweizerischen
<tb> <SEP> Patentschriften <SEP> Nr.
<SEP> 353 <SEP> 718 <SEP> und <SEP> 354 <SEP> 191)
<tb> <SEP> 5 <SEP> upferihthalocyaniS <SEP> (S02. <SEP> NH. <SEP> CH2. <SEP> CH20H) <SEP> 4
<tb> 12
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> blau
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> 13 <SEP> cl <SEP> bleu
<tb> <SEP> lKuf'erphthalocyani <SEP> S02-N
<tb> <SEP> \ <SEP> \ <SEP> CH2. <SEP> CH20 <SEP> 2 <SEP> 4
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP>
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> /CH2. <SEP> CH20H
<tb> 14 <SEP> LKupferphthalocyani <SEP> SOZ-N <SEP> blau
<tb> <SEP> %""'CH <SEP> 2. <SEP> CH2OH <SEP> 4
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> OH
<tb> <SEP> groin
<tb> u <SEP> ; <SEP> ferphthalocyanin <SEP> 0. <SEP> NH/ <SEP> N
<tb> <SEP> 1 <SEP> N-N
<tb> <SEP> 303H
<tb> <SEP> S <SEP> 03H
<tb> <SEP> if
<tb> OH
<tb> <SEP> S <SEP> 03H
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> deutschen <SEP> Patent
<tb> <SEP> schrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 130 <SEP> 096)
<tb>
EMI29.1
<tb> Lfd. <SEP> Mr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> 0 <SEP> nez
<tb> } <SEP> {5NH <
<tb> <SEP> Ni2 <SEP> 03 <SEP> NH <SEP> J
<tb> <SEP> N
<tb> <SEP> -NH
<tb> <SEP> NU
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> belgi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 600 <SEP> 074)
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> tt
<tb> <SEP> HOH., <SEP> C-N <SEP> N-CHOH <SEP> violett
<tb> 17 <SEP> FI,, <SEP> N <SEP> OH <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 2
<tb> 17 <SEP> H <SEP> y <SEP> OH
<tb> <SEP> ! <SEP> 1 <SEP> I <SEP> I/1
<tb> <SEP> H03S <SEP> HsO <SEP> H <SEP> HOH2C. <SEP> NxC, <SEP> N <SEP> CH20H
<tb> <SEP> 3
<tb> <SEP> 3 <SEP> H
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> frwrzrosischen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 260 <SEP> 335)
<tb> 18 <SEP> N-'\ <SEP> 3 <SEP> gelb
<tb> <SEP> \=/C-C-N=N- < -N <SEP> N. <SEP> CHOH
<tb> <SEP> C1 <SEP> <SEP> H <SEP> v <SEP> CH <SEP> CH
<tb> <SEP> HO. <SEP> XC/2
<tb> <SEP> C,
<tb> <SEP> M
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> franzö
<tb> <SEP> sischen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 1 <SEP> 260 <SEP> 335)
<tb>
EMI30.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> OC. <SEP> H <SEP> OH <SEP> C <SEP>
<tb> <SEP> U <SEP> P-N <SEP> N/N-CH20H
<tb> 19 <SEP> H03S <SEP> S03H <SEP> CH-CH <SEP> rot
<tb> <SEP> 3 <SEP> 3/
<tb> <SEP> HO. <SEP> HC. <SEP> N <SEP> N-CHOH
<tb> <SEP> C
<tb> <SEP> U
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> französi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 260 <SEP> 335)
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> OH
<tb> <SEP> N-NVN <SEP> N-CH <SEP> 2OH <SEP> rot
<tb> 20 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> <SEP> C <SEP> (CH-CH
<tb> <SEP> so3H <SEP> I <SEP> I
<tb> <SEP> "HO. <SEP> HC. <SEP> N.
<SEP> N-CH-OH
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<tb> <SEP> M
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> französi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 260 <SEP> 335)
<tb> <SEP> NHZ
<tb> <SEP> eH
<tb> 21 <SEP> SO3H <SEP> blau
<tb> <SEP> 0 <SEP> NH <SEP> t <SEP> N <SEP> \ <SEP> N-CH20H
<tb> <SEP> 2
<tb> <SEP> CH--CH
<tb> <SEP> C
<tb> <SEP> C
<tb> <SEP> M
<tb> <SEP> n
<tb> <SEP> 0
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> franzö
<tb> <SEP> sischen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 260 <SEP> 335)
<tb>
EMI31.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> N <SEP> (CH2. <SEP> O. <SEP> CH3) <SEP> 2
<tb> 22/
<tb> <SEP> N <SEP> rot
<tb> <SEP> OH <SEP> NH <SEP> 4 <SEP> N
<tb> <SEP> N
<tb> <SEP> N <SEP> (CH <SEP> 0.
<SEP> CH
<tb> <SEP> 2* <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> <SEP> H03S <SEP> S03H
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> französi
<tb> <SEP> schen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 271 <SEP> 330)
<tb> OQ
<tb> <SEP> obaltphthalocyanin
<tb> <SEP> (SO3H) <SEP> 2
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahten <SEP> der <SEP> deutschen
<tb> <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> , <SEP> 3'-Diazakupferphthalocyani- <SEP> (S02. <SEP> NH. <SEP> C2H4. <SEP> OH) <SEP> 2
<tb> 24
<tb> <SEP> rotstichig
<tb> <SEP> blau
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> 25 <SEP> (S02.
<SEP> NH2) <SEP> 2
<tb> <SEP> D <SEP> iphenylkupferphthalocyanin¯, <SEP> blau
<tb> <SEP> 0 <SEP> 3H <SEP> grün
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb>
EMI32.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> (S02. <SEP> NH. <SEP> C2H4. <SEP> OH) <SEP> 3
<tb> 26 <SEP> Monophenylkupferphthalocyaninj
<tb> <SEP> SOgH
<tb> <SEP> grünblau
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> SO2. <SEP> S02-NH2) <SEP> 3
<tb> 27 <SEP> rTetraphenylkupferphthalocyanin
<tb> <SEP> (S03H3
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP>
<tb> <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> OH
<tb> OH
<tb> 28 <SEP> (SO. <SEP> NH. <SEP> CH. <SEP> H-CH)
<tb> <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> <SEP> Tetraphenylkupferphthaloeyanin
<tb> <SEP> so3H) <SEP> 2
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> gr'
<tb> <SEP> der <SEP> deutschen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> OH
<tb> 29 <SEP> S02. <SEP> NH. <SEP> CH2. <SEP> CH-CH2. <SEP> OH) <SEP> 2
<tb> <SEP> upferphthalocyanin
<tb> <SEP> S03H <SEP> blau
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> deutschen
<tb> <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb> <SEP> so <SEP> 20 <SEP> NH. <SEP> CH2. <SEP> CH2.
<SEP> 0H) <SEP> 2
<tb> 30 <SEP> rKupferphthalocyanin <SEP> blau
<tb> <SEP> SOH
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> deutschen
<tb> <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 696 <SEP> 591)
<tb>
EMI33.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> NH2
<tb> 31 <SEP> (S02. <SEP> NH <SEP> 4 <SEP> S 3Hss <SEP> 2
<tb> <SEP> upferphthalocyanin
<tb> <SEP> 03H <SEP> türkisblau
<tb> <SEP> (erhSlt.llich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> fran
<tb> <SEP> zösiechen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 194 <SEP> 460)
<tb> <SEP> so3H
<tb> 32 <SEP> (S02. <SEP> NH <SEP> NH2 <SEP> tiirkisblau
<tb> <SEP> ickelphthalocyanin
<tb> <SEP> 03H
<tb> <SEP> (erhältlich <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> franzö
<tb> <SEP> sischen <SEP> Patentschrift <SEP> Nr.
<SEP> 1 <SEP> 194 <SEP> 460)
<tb> <SEP> f) <SEP> H <SEP> Hf)
<tb> <SEP> OH <SEP> HO <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2-Chromkomplex <SEP> rotsti
<tb> 33 <SEP> N <SEP> chig
<tb> <SEP> N-N <SEP> li <SEP> orange
<tb> <SEP> N <SEP> 03H
<tb> <SEP> /fH
<tb> <SEP> H <SEP> N-SO <SEP> 3
<tb> 34 <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2-Kobaltkomplex <SEP> gelbbraun
<tb> <SEP> OH <SEP> HO
<tb> <SEP> \ <SEP> non
<tb> 35 <SEP> 4 <SEP> N=N <SEP> t
<tb> <SEP> r <SEP> : <SEP> 2-Chromkomplex <SEP> scharlach
<tb> <SEP> /HOOC
<tb> <SEP> H2N-S02
<tb>
EMI34.1
<tb> Lfd. <SEP> Nr. <SEP> Farbstoff <SEP> Farbton
<tb> <SEP> OCH3 <SEP> CH3
<tb> <SEP> Hl7
<tb> <SEP> > <SEP> > <SEP> S03H
<tb> <SEP> H2Id-S02-/ <SEP> N=N
<tb> 36 <SEP>
<tb> <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 1-Chromkomplex
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3 <SEP> rot
<tb> <SEP> HO3s <SEP> OH <SEP> HO
<tb> 37 <SEP> S <SEP> 1 <SEP> :
<SEP> 2-Chromkomplex
<tb> <SEP> rot
<tb> <SEP> S02-NH2
<tb> <SEP> OH"
<tb> <SEP> OH <SEP> H <SEP> 0
<tb> 38
<tb> <SEP> 3N=N <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2-Kobaltkomplex
<tb> <SEP> bordo
<tb> 39 <SEP> H2N-S02
<tb> <SEP> 39 <SEP> : <SEP> 2-Chromkomplex
<tb> <SEP> S03H <SEP> violett
<tb> <SEP> oCO-C6H5
<tb> <SEP> OH
<tb> 40 <SEP> r <SEP> =N <SEP> i <SEP>
<tb> <SEP> - <SEP> S03H
<tb> <SEP> H2N-S02 <SEP> S03H
<tb> <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2-Chromkomplex
<tb> <SEP> blauviolett
<tb> Beispiel 11
Die durch Verdünnen einer Lösung von 16 Teilen der bifunktionellen Verbindung der Formel
EMI35.1
in 50 Raumteilen Dimethylformamid mit 50 Raumteilen Wasser erhaltene Emulsion wird mittels eines Foulards auf Baumwollgewebe aufgebracht.
Nach einem kurzen Luftgang, der eine geringfügige Trockenwirkung ausiibt, wird das Gewebe nun mittels einer zweiten Foulardpassage mit einer Lösung von 20 Teilen des nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 535 472 in Form des Natriumsalzes erhältlichen Farbstoffes der Formel
EMI35.2
20 Teilen Natriumcarbonat und 150 Teilen Natriumsulfat in 100 Teilen Wasser imprägniert und danach bei 70 C getrocknet.
Sodann wird das Färbegut gespült und wie üblich fertiggestellt.
Man erhält bei geringem Auswaschverlust bordeauxrote Färbungen von sehr guten Echtheitseigenschaften.
Aehnlich gute bordeauxrote Färbungen erhält man, wenn man statt Baumwollgewebe Textilgut aus Polycaprolactam, aus folle oder aus Polypropylen verwendet.
Statt zu trocknen, kann man das Färbegut auch 12 bis 24 Stunden in feuchtem Zustand bei Raumtemperatur (d. h. bei un gefähr 15 bis 30 C) aufbewahren und es sodann wie üblich fer tigstellen.
Verwendet man 20 Teile des nach dem Verfahren des belgischen Patents 592 546 erhältlichen Farbstoffs der Formel
EMI36.1
anstelle des zuvor angegebenen Farbstoffes und verfährt im übrigen wie oben erläutert, so erhält man carminrote Färbungen von sehr guten Echtheitseigenschaften.
Beispiel 12
Eine Lösung von 50 Teilen der in Beispiel 11 genannten bifuhktionellen Verbindung in PO Teilen Dimethylformamid wird mit der Lösung einer Mischung von 25 Teilen eines Mischpolymerisates aus 30 Teilen Methacrylsäureamid und 70 Teilen Vinyl- pyrrolidon und 25 Teilen des Umsetzungsprodukts von 1 Mol Ri cinusöl mit 40 Mol Aethylenoxyd in 100 Teilen Wasser vermischt.
30 Vol lPnteile der so hergestellten Emulsion werden nun in eine Lösung von 200 Teilen Natriumsulfat in 1000 Teilen Wasser eingerührt. Mit diesem Gemisch wird Baumwollgarn getränkt. Das Garn wird leicht geschleudert und noch feucht in ein zweites Bad gegeben, das in 1000 Teilen Wasser 20 Teile des Natriumsalzes des nach dem Verfahren des deutschen Patents 742 939 erhältlichen Farbstoffes der Formel
EMI37.1
sowie 100 Teile Natriumchlorid und 5 bis 10 Teile einer ungefähr 50-%igen L¯sung von Trimethylbenzylammoniumhydroxyd in Methanol enthält. Das Garn wird danach geschleudert und sodann bei ungefähr 60 bis 80 C getrocknet.
Man erhält nach dem üblichen Spülen und Waschen des Färbegutes eine orange Färbung von sehr guten Echtheitseigenschaften. Mit dem entsprechenden 1 : 2-Co-Komplexfarbstoff erhält man eine gelbe Färbung.
Verwendet man 5 bis 10 Raumteile 50-%iger Natronlauge oder Kalilauge anstelle von 5 bis 10 Teilen einer ungefähr 50-; Óigen Lösung von Trimethylbenzylammoniumhydroxyd in Methanol, so erhält man ähnlich gute Färbungen.
Man kann auch statt der im ersten Absatz dieses Beispiels beschriebenen Emulsion eine folgendermassen erhältliche Emulsion verwenden :
Eine Lösung von 50 Teilen der erwähnten bifunktionellen Verbindung in 50 Volumteilen Dimethylformamid wird in 125 Teile einer wässrigen Lösung eingerührt, die als Schutzkolloid 25 Teile eines Mischpolymerisates von Vinylmethyläther mit Maleinsäure im Molverhältnis 1 : 1 und als Emulgator 25 Teile des Umsetzungsprodukts von 1 Mol Ricinusöl mit 40 Mol Aethylen- oxyd enthält.
Beispiel 13
Das pH einer Lösung von 20 Teilen des unter der Bezeichnung C. I. Acid Violet 30 (Colour Index, 2. Ausgabe 1956, 3. Band, Seite 3385, C. I. Nr. 45 186) bekannten Farbstoffs in 1000 Teilen Wasser wird durch Zugabe von Natriumhydrogencar- bonat oder Kaliumcarbonat auf einen Wert von ungefähr 8 bis 9 eingestellt. Mit dieser Lösung wird ein Mischgewebe aus Baum- wolle und Polyacrylnitril mittels eines Foulards imprägniert.
Das Gewebe wird gewünschtenfalls getrocknet und in einem zweiten Bad mit einer Ldsung behandelt, die in 1000 Teilen Wasser 50 bis 100 Teile einer in üblicher Weise hergestellten ungefähr 30-%igen Emulsion der bifunktionellen Verbindung der Formel
EMI39.1
und 100 Teile Natriumsulfat enthält. Das so behandelte Gewebe wird getrocknet und sodann ungefähr 5 Minuten gedämpft. Nach dem üblichen Waschen erhält man eine rotviolette Färbung von sehr guten Echtheitseigenschaften.
Aehnliche rotviolette Färbungen erhält man, wenn man anstelle des 5 Minuten währenden Dämpfens das Färbegut unge fähr 3 bis 10 Minuten thermofixiert, d. h. es einer Temperatur von ungefähr 150 C aussetzt.
Statt eines Mischgewebes aus Baumwolle und Polyacrylnitril kann man auch ein Mischgewebe aus Baumwolle und einem Mischpolymerisat aus 95 % Acrylnitril und 5 % Methacrylsäure verwenden.
Beispiel 14
Eine Lösung von 20 Teilen des Natriumsalzes des 1 : 2 Ccbaltkomplexes des Farbstoffs der Formel
EMI40.1
in 900 Teilen Wasser wird mit 100 Raumteilen einer auf üblichem Wege hergestellten, ungefähr 30-% igen Emulsion der Verbindung der Formel
EMI40.2
vermischt. Man bringt diese Lösung mittels eines Foulards auf Zellwollgewebe auf, trocknet das Gewebe und imprägniert es sodann in einem zweiten Bad mit einer Lösung von 20 Teilen Natriumcarbonat und 200 Teilen Natriumchlorid in 1000 Teilen Wasser. Das Gewebe wird nun ungefähr 3 bis 8 Minuten bei 100 C gedämpft und wie Ubl. ich fertiggestellt. Man erhält graue Färbungen von sehr guten Echtheitseigenschaften.
Aehnlich gute graue Färbungen erhält man, wenn man anstelle des Dämpfens das Gut in feuchtem Zustand ungefähr 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt.
Bringt man das den Farbstoff und die trifunktionelle Verbindung enthaltende Gemisch nicht in Form einer wässrigen L¯sung, sondern als Druckpaste auf das Gewebe auf und verfährt j, übrigen wie oben erläutert, so erhÏlt man graue Drucke von guten ächtheitseigenschaften.
Beispiel 15
Baumwollgewebe wird mit der im ersten Absatz des Beispiels 1 beschriebenen Farbstoffzubereitung geklotzt und getrocknet und anschliessend, ohne vorheriges Dämpfen, mit einer wie folgt hergestellten Druckpaste bedruckt :
20 Teile einer handelsüblichen Zubereitung des Farbstoffs Nr. 3 der Tabelle II werden unter Zugabe von 20 Teilen Natriumcarbonat und 100 Teilen Harnstoff in 420 Teilen Wasser gelöst. In diese Lösung werden 400 Teile einer etwa 4%igen Natriumalginatverdickung und 40 Teile einer 50%igen wÏssrigen Lösung des in Beispiel 1 beschriebenen, frisch hergestellten Kondensationsproduktes von Vinylsulfonsäureamid mit Formaldehyd eingerührt.
Das so behandelte Gewebe wird getrocknet, 5 bis 8 Minuten gedämpft oder 10 Minuten trocken auf 150 C erhitzt. Man erhält einen echten braunen Druck auf bordorotem Grund.
Beispiel 16 nan verfÏhrt wie im Beispiel 6 beschrieben, wobei man jedoch anstelle der dort genannten 20 Teile Farbstoff 20 Teile des in der US-Patentschrift 2 691 653 beschriebenen Aufhellers der Formel
EMI42.1
verwendet. eiii Gewebe, das unter der UV-Lampe starke Fluoreszenz zeigt.