CH215660A - Verfahren zur Herstellung der Dimethylhydrochinone. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Dimethylhydrochinone.

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CH215660A
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Fabrik Firma E Merck Chemische
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E Merck Chem Fab Fa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/06Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by conversion of non-aromatic six-membered rings or of such rings formed in situ into aromatic six-membered rings, e.g. by dehydrogenation
    • C07C37/07Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by conversion of non-aromatic six-membered rings or of such rings formed in situ into aromatic six-membered rings, e.g. by dehydrogenation with simultaneous reduction of C=O group in that ring

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Description


  Verfahren zur Herstellung der     Dimethylhydrochinone.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung der     Di-          methylhydrochinone    durch katalytische Re  duktion der     Dimethylchinone,    das dadurch  gekennzeichnet ist,     daB    man die     Dimethyl-          chinone    in einem organischen     Lösungsmittel       bei Temperaturen     unterhalb    von 150   C mit  Wasserstoff in Gegenwart eines     Hydrierungs-          katalysators    behandelt.  



  Es sind drei     isomere        Dimethylhydro-          chinone        (Xylohydrochinon)    möglich, die ent  sprechend den folgenden Formeln als  
EMI0001.0016     
         Yylo-hydrochinon    bezeichnet werden können.

    Bisher wurde die Reduktion der     Di-          methylchinone    auf umständliche Weise durch  Einwirken von schwefliger Säure     (vergl.    Be  richte der Deutschen     Chemischen    Gesellschaft,  Band 18, Seite 1152, 2673, und Annalen der  Chemie, Band 215, Seite 169), durch Behan-         deln    mit Zinkstaub und Essigsäure     (vergl.     Berichte der Deutschen     Chemischen    Gesell  schaft, Band 20, Seite 2396)

   oder .durch Ein  wirken von     Zinnchlorür    und Salzsäure     (vergl.     Journal of     the        American        Chemical        Society,     Band 45, Seite 2199) durchgeführt. Diese  Verfahren     sind    besonders aus dem     Grunde         zur Darstellung grösserer Mengen der     Di-          methylhydrochinone    wenig geeignet,     weil     die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches,  insbesondere die Trennung des gewünschten  Produktes vom     Überschuss    und den Um  setzungsprodukten des Reduktionsmittels um  ständlich ist.

   Da die Lösungen der     Dimethyl-          hydrochinone    gegen Luftsauerstoff ausser  ordentlich empfindlich sind, ist ein ein  facheres Verfahren zur Herstellung dieser  Substanzen erwünscht.  



  Frühzeitig hat man auch versucht     (vergl.          Comptes        Rendus,    Band 146 (l908), Seite 458),  die     katalytische    Reduktion als einfachstes  Reduktionsverfahren heranzuziehen, weil  hierbei im Reaktionsgemisch keinerlei Reste  des Reduktionsmittels (Wasserstoffgas) oder       seinerUmsetzungsprodukte    zurückbleiben und  die Aufarbeitung die denkbar einfachste ist.

    Unter den am Beispiel des     p-Xylochinons    be  schriebenen Bedingungen (Überleiten des gas  förmigen     Chinons    über einen Nickelkatalysa  tor bei 200  ) ergeben sich jedoch in der  Praxis     .schlechte    Ausbeuten an     Hydrochinon,     weil unter den genannten Reaktionsbedin  gungen die     Ilydrochinone    selbst weiter re  duziert werden     (vergl.        Sabatier    und     Mailhe,          Annales    de     Chimie    et de     Physique,    Band 16  (1909), Seite 89 und 90).

   Aus diesen Grün  den     haben    alle Chemiker nach dem Jahre  1909     bis    heute bei der Reduktion von     Xylo-          chinonen    auf die Anwendung des Verfahrens  der     katalytischen    Reduktion verzichtet und  haben das Arbeiten mit reduzierend wirken  den Chemikalien trotz der oben geschilderten  Nachteile vorgezogen.  



  Nach dem Verfahren der vorliegenden Er  findung kann man jedoch, wie Versuche er  gaben, aus jedem der 3     Xylochinone    auf  denkbar einfache Weise die entsprechenden,  sehr reinen     Hydrochinone    mit nahezu quanti  tativer     Ausbeute    erhalten.

   Die besonderen  neuartigen, nach der Erfindung einzuhalten  den Arbeitsbedingungen bestehen     gegeniiber     dem     bekannten    katalytischen     Hydrierungs-          verfahren    darin, dass nicht in der Dampf  phase., sondern in Lösung     bezw.    Suspension  in einem organischen Lösungsmittel und bei    Temperaturen unterhalb von ungefähr 150  ,       vorzagsweise    bei     gewöhnlicher    Temperatur,  gearbeitet wird.

   Die Zweckmässigkeit solcher  Reaktionstemperaturen ist überraschend ge  genüber der Angabe von     Sabatier    und     Mailhe          (:@nnales    de     Chimie    et de     Physique,        loc.        cit.     Seite 89,<I>Absatz 3),</I> dass bei den von diesen  Forschern gewählten Reaktionsbedingungen  ein Herabsetzen der Temperatur unter etwa       \300'    zur     Kernhydrierung    führt.  



  Als     Katalysatoren    können die für Hy  drierungen üblichen     Präparate,    und zwar so   -ohl     Edelmetallkatalysatoren        als    auch solche  aus der Reihe der unedlen Metalle (z. B.       R < tney-\Tiekel)        angewendet    werden.

   Als     Lö-          sungsinittel        lassen    sich zum Beispiel Fein  sprit,     Tolttolsprit        oder        Äther        verwenden.    Er  höhte Temperatur bis ungefähr<B>150'</B> und  erhöhter     Druel:

      können angewendet werden,  sind     eher    zur Erreichung des gewünschten       Hydrierungseffektes    nicht     notwendig.    Man  wird     deshalb        voi@zugsweie,e    bei     gewöhnlicher     Temperatur und     gewöhnlichem    Druck arbei  ten.  



  Im allgemeinen kommt bei dem Verfah  ren nach     der    Erfindung die Wasserstoffauf  nahme nach dein Verbrauch der theoretischen       1#Ienge'#ÄTasserstoff    von selbst zum Stillstand.  Die erforderliche     Katalysatormenge    kann  sehr gering gehalten werden.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 40g     o-Xyloehinon    werden in 750     amg          31ethanol    bei Zimmertemperatur nach Zusatz  von 5 g 10     ö        iger        Palladiumkohle    mit     HZ    ge  schüttelt.

   Nachdem in 45     Minuten    die Lö  sung     entfärbt    und die Wasserstoffaufnahme  zum     Stillstand    gekommen ist, wird     unter          Luftaussehluss    vom Katalysator     abfiltriert     und die Lösung im Vakuum in einer     CO:,-          Atmosphäre    zur Trockne verdampft. Nach       Umkristallisieren    aus Wasser erhält man in  einer Ausbeute von 38 -     das        o-Xylo-hydro-          chinon    vom     Smp.        ??2     .  



  3. Eine Lösung von     197g        m-Xyloehinon     in ? Liter Methanol wird in Gegenwart von  10 g     10!%öiger        Palladiumkohle    mit     H.    bei       Zimmertemperatur    geschüttelt. Die H=-Auf-           nahme    kommt nach einer     Stunde        zum.    Still  stand. Nach     Abfiltrieren    des     Katalysators     wird die Lösung in einer     CO,-Atmosphäre     im Vakuum zur Trockne verdampft.

   Nach       Umkristallisieren    aus Wasser erhält man in  einer     Ausbeute    von     99/'0    das     m-Xylohydro-          chinon    vom     Smp.    151  .  



  3. 111 g     p-Xylochinon    werden in 1 Liter       1AIethanol    gelöst und in Gegenwart von 10 g       10%iger        Palladiumkohle    bei 40' mit Was  serstoff geschüttelt. In 10 Minuten     ist    die  berechnete Menge Wasserstoffgas aufgenom  men. Nach     Abfiltrieren    des Katalysators  wird im Vakuum (unter     C02)    das Methanol  abgedampft und das     p-Xylohydrochinon    aus  Methanol     umkristallisiert.    Die Ausbeute be  trägt<B>105</B> g vom     Smp.    215  .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung der Dimethyl- hydrochinone durch katalytische Reduktion der Dimethylchinone, dadurch gekennzeich net, dass man die Dimethy lehinone in einem organischen Lösungsmittel bei Temperaturen unterhalb von<B>150'</B> C mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators be handelt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass man bei gewöhnlicher Temperatur und gewöhnlichem Druck ar beitet.
CH215660D 1938-05-11 1939-05-09 Verfahren zur Herstellung der Dimethylhydrochinone. CH215660A (de)

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